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Empfehlung für Rollerkauf - völlig ahnungslos

Themenstarteram 14. Juni 2007 um 10:16

Hallo,

meine Tochter hat demnächst Geburtstag (16) und bekommt von allen Verwandten/Onkeln/Neffen/Geschwistern u.ä. einen Gutschein, damit sie den Rollerführerschein machen kann plus gebrauchten Roller.

Meine Frage: was kauft "man" denn so? Was ist "in/cool" in diesem Alter? Preis-/Leistungsverhältnis muss natürlich passen.

Und wo bekommt man denn gebrauchte Roller her? Kann man die zuverlässig übers Internet kaufen?

Bin für jede Antwort dankbar, denn der Geburtstag ist nächste Woche...

Gruss

schokoriegel

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13 Antworten

Laßt die Tochter doch selber aussuchen, denn wir "Uhus" haben eh keine Ahnung von den Wünschen der Kids und unseren rationalen Argumenten gegenüber sind sie sehr reserviert.

Internetkauf ist natürlich nicht zuverlässig. Weder beim Geldtransfer noch beim Produkt.

Kauft lieber beim Händler vor Ort, dann habt ihr 12 Monate gesetzliche Gewährleistung und einen Ansprechpartner.

Es gibt Händler, die sich regelrecht auf Gebrauchte spezialisiert haben.

Aber auch die anderen nehmen immer wieder einen in Zahlung und wollen ihn dann natürlich auch wieder loswerden.

Selbst Privatkauf ist so eine Sache, weil die meisten Roller (illegal) verbastelt sind.

MfG

Thomas

Hallo,

ich bin selbst 16 und habe mir vor kurzem einen Aprilia SR 50 Roller gekauft. Diesen Roller kann ich echt nur empfehlen. Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme, man ist auf der Straße mit diesem Gefährt gerne gesehen und der Spritverbrauch ist auch akzeptabel. Alles in allem ein toller und schnittiger Roller. Den ganz neuen Aprilia SR 50 würde ich persönlich nicht kaufen. Es ist zwar ein Einspritzer und der Anzug, Durchzug und Spritverbrauch ist noch besser als bei einem Vergaser aber solch eine unausgereifte Technik auf den Markt zu bringen halte ich für schwachsinnig (ein guter Kumpel hat ständig Probleme, NICHTS getunt). Ich weiss nun auch nicht ,welches Budget euch bzw. Ihrer Tochter zur Verfügung steht, aber einen guten gebrauchten oder auch neuen Aprilia SR 50 sollte man doch schon für einen anständigen Preis bekommen...

Meinen Roller haben wir bei eBay ersteigert und persönlich abgeholt und konnten uns den Roller auch genau anschauen. Genau aus diesem Grund haben wir auch im Internet gekauft, entscheident war auch ''Bahrzahlung bei Abholung''

Hier mal ein Link, mit dem Roller, den ich meine:

http://www.heinrich-co.de/ditech_sr50a.jpg

MfG catana

am 14. Juni 2007 um 11:32

http://www.ja-nee.de/rollertipps/anleitungen/rollerarten.htm

http://www.ja-nee.de/rollertipps/anleitungen/kaufberatung.htm

nach meinen Beobachtungen stehen bei den Mädels vor allem kleine, leichte Scooter mit niedrigem Trittbrett hoch im Kurs ...

mein Tipp ist aber eher:

ERST der Führerschein DANN die Maschine damit sie SELBER Probefahren kann, jeder Roller ist anders und nicht jeder Fahrer ist mit jedem Scooter zufrieden ...

Hallo!

50er oder 125er?

Wenn sie den 125er Schein macht und es nicht auf die höchste Motorleistung ankommt, kann man schöne Vespa PX 80 Lusso (80cc war früher die Grenze für die 16-jährigen, heute ist 125cc) für ca. 500 - 800 Euro finden.

Wenn es um 50er geht, würde ich unbedingt von Billigangeboten Abstand nehmen. Ein Roller von Piaggio, Aprilia, Honda, Yamaha ist so das, was auch etwas taugt.

Der Kauf sollte auch von der Qualität des Händlers und v.a. der Werkstatt abhängen. Sie sollte in der Nähe sein.

Grüße,

Mathias

am 14. Juni 2007 um 12:12

wobei ich, wenn ich 800€ für einen Roller der 125er Klasse ausgeben würde, keine PX80 nehmen würde ... und schon garnicht für meine Tochter die ja einigermaßen sicher im Straßenverkehr unterwegs sein soll ...

(ich rate einem Fahranfänger DRINGENDST von einem Schaltroller ab, die Ausbildung in der Fahrschule zielt heute einfach zu sehr auf Automatikfahrzeuge, ein richtig blutiger Anfänger ist da schnell überfordert ... lieber erst mal nen schrottigen Automatikscooter und dann wenn etwas Praxis da ist nen Schalter ... wenn man sich das unbedingt antun will ...) dazu disqualifizieren das miese Fahrwerk und die schlechten Bremsen sowie das tückische Verhalten im Extrembereich eine Vespa als Einstiegsroller aus meiner Sicht total ...

Zitat:

Original geschrieben von speedguru

... die Ausbildung in der Fahrschule zielt heute einfach zu sehr auf Automatikfahrzeuge, ein richtig blutiger Anfänger ist da schnell überfordert ...

Für Klasse M stimmt das mit den Automatikfahrzeugen, aber bei den A-Klassen sind traditionell geschaltete Motorräder (wie Varadero 125, CBF 600, ...) immer noch eindeutig dominierend.

MfG

Thomas

am 14. Juni 2007 um 12:39

auch nicht mehr überall ... gerade A1 wird teilweise auch schon auf Rollern ausgebildet (gibt es da dann eigentlich auch eine Beschränkung auf Automatikfahrzeuge ? ) ...

aber selbst wenn man auf einem halbwegs modernen Motorrad den FS macht ist die Schaltung der meisten Blechroller immer noch ne Welt für sich ... ich hab das bei meiner Vespa damals stark gemerkt, ich hatte ja schon (durch die Mofazeit) mit der Schaltung Erfahrung, aber mit der PK und auch dem R50 den ich zeitweise gefahren bin hatte ich am Anfang ordentlich zu kämpfen ...

Hallo!

Zum Thema Schaltroller:

die meisten Autoführerscheininhaber sind zumindest theoretisch in der Lage, ein Schaltfahrzeug zu fahren...

Zu einer Zweirad-Ausbildung gehört m.E. zwingend das Beherrschen von Kupplung und Schaltung.

Eine Vespa mit Handschaltung zu bedienen war "zu meiner Zeit" auch für die Mädchen kein Problem. Das ist leicht und allzu unkomfortabel ist die Bedienung m.E. auch nicht.

Zudem läuft eine PX 80 mit Schaltung bei vernünftiger Fahrweise 50.000 Km ohne Probleme. Dann tauscht man mal die Kupplung und schlimmstenfalls das Schaltkreuz. Die meisten Automatikroller sind dann sekundärantriebsseitig verschlissen.

Zum Fahrverhalten der PX: die kleinen Reifen sind das Hauptproblem. Die haben aber auch die anderen Roller. Die Trommelbremsen funktionieren ausreichend und sind vernünftig dosierbar. Ich bin mit meiner PX gut 100.000 Km gefahren und lag einmal auf der Nase. Ölspur und Regen. Lediglich beim Betrieb mit 2 Leuten und Gepäck kann die Bremsanlage an die Grenzen kommen, aber das Problem haben viele Roller mit Scheibenbremse auch. Eine Scheibenbremse muss nicht besser sein als eine Trommelbremse.

Zudem gibt es, für etwas mehr Geld, die PX als 125er mit Scheibenbremse vorne. Die haben wir auch und die Bremsleistung ist etwas besser, als mit der Trommel, aber m.E. nicht kriegsentscheidend.

Für die älteren Modelle gibt es einen TÜV-fähigen Umrüstsatz. Ich selbst hatte ihn nie verbaut und der Roller lief zu sienen besten Zeiten 130 Km/h...

Das Fahrwerk der PX ist, guter Zustand vorausgesetzt, gar nicht so schlecht, wie ich finde. Ich war mit meiner PX jedenfalls immer recht fix unterwegs...

Es geht letzendlich darum, was man sucht. Die PX wird niemals eine Sportmaschine wie z.B. die Honda CBR 125 sein.

Sie ist jedoch ausreichend sicher und mit 1-2 Monaten Übung hat man sie sicher im Griff.

Zudem ist eine PX vom Unterhalt her unschlagbar. Ein Reifen kostet 20 Euro, ein Ölwechsel alle 5-7 TKm kostet heute vielleicht 40 Euro. Mehr ist normalerweise nicht zu machen. Die Bremsbeläge halten locker 10.000 Km und kosten 15 Euro.

Und das Gefährt ist praktisch. 2 gleiche Räder, Ersatzrad mit dabei, geringer Spritverbrauch, vernünftige Reichweite.

Grüße,

Mathias

Zitat:

Original geschrieben von speedguru

... gerade A1 wird teilweise auch schon auf Rollern ausgebildet (gibt es da dann eigentlich auch eine Beschränkung auf Automatikfahrzeuge ? ) ...

Ja, FeV §17 (6):

Zitat:

Wenn das bei der Prüfungsfahrt verwendete Kraftfahrzeug mit automatischer Kraftübertragung ausgestattet war, ist die Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit automatischer Kraftübertragung zu beschränken; dies gilt nicht bei der Fahrerlaubnissen der Klassen M, S und T.

Zitat:

Original geschrieben von matzhinrichs

Zu einer Zweirad-Ausbildung gehört m.E. zwingend das Beherrschen von Kupplung und Schaltung.

Aber deine Meinung ist nicht in die Ausbildungs- und Prüfvorschriften eingeflossen.

Wer nicht schalten will, der muß auch nicht. Der kann seinen dicken Burgi zur Fahrschule mitbringen (weil die üblicherweise nur Motorräder hat) und auf dem alles machen. Ich kenne solche Leut.

Ob diese freiwillige Selbstbeschränkung für alle Zukunft sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

MfG

Thomas

am 14. Juni 2007 um 16:10

Zitat:

Zum Fahrverhalten der PX: die kleinen Reifen sind das Hauptproblem.

das Hauptproblem ist das der Motor NEBEN dem Hinterrad hängt und die Vespa deshalb ständig zur Seite wegzieht ... außerdem neigt sie dazu in Kurven mit dem Trittbrett in die Strasse zu beißen ...

Zitat:

Sie ist jedoch ausreichend sicher und mit 1-2 Monaten Übung hat man sie sicher im Griff.

und was ist WÄHREND dieser 1-2 Monate ?

eine Blechvespa ist nun mal im heutigen Straßenverkehr nicht mehr konkurrenzfähig und hat Eigenschaften die für einen Fahranfänger lebensgefährlich sein können ...

50.000km hält auch ein Automatikroller, und das sogar ohne einem unter dem Hintern weg zu rosten und solchen Späßen ... sowas ist kein Argument ...

Motorroler / Fahranfänger

 

Hallo Leute,

sonst tummel ich mich ja nur bei den Autos, aber da ich jetzt auch einen Roller anvisiere ein kleiner Hinweis:

Wer mal Motorrad gefahren ist und das Fahrverhalten zwischen den Knien hat, ist zwangsläufig von einem Roller enttäuscht oder ergibt sich in sein Schicksal, ähnlich eines Sozius über sich ergehen zu lassen, was die Maschine so anstellt ...

Das Argument dass die Triebsatzschwinge immer für wackeliges Fahrverhalten sorgt, stimmt bei ner ollen Vespa schon. Ich hab aber auch schon welche gefahren, die ganz ordentlich ihre Bahn ziehen. Die etwas flatterige Schwinge vorne stört mich schon eher.

Wer aber schon olle ausgejackelte Mofas gefahren ist, sollte auch mit 'nder nicht mehr taufrischen Vespa klarkommen.

Aber ein Argument gegen 50er ist, dass sie für Ausfallstraßen immer zu langsam sind, und man dem Unmut der Autofahrer ausgesetzt ist. Mit 7 oder 12 PS fährt man viel gelassener im Strom mit, und bei 80 Stundenklamotten geht einem die Puste immer noch nicht aus.

Aber das wichtigste bleibt: Das eigene Gefühl für die Schaukel muss stimmen.

Viel Glück, knitterfreie Fahrt und dass die Frisur den Helm überlebe ...

Hi!

Das Wegziehen zur Seite ist mir auf über 100.000 Km nicht aufgefallen.

Korrekt ist, dass die Vespa PX nicht die Bodenfreiheit einer Rennmaschine hat, aber auch sportliche Fahrer werden es wohl auf nicht mehr als einen Aufsetzer im Jahr bringen...

Die 1-2 Monate Übung braucht ein Anfänger mit jedem Gefährt. Ich halte die PX nicht für kapriziös, man muss sie mit Hirn bewegen wie jedes andere Motorrad auch.

Klar ist eine Blechvespa nicht der aktuelle Stand der Technik. Ich möchte hier nur darstellen, dass eine PX sich vom Fahrverhalten im Alltag her nicht allzu sehr von einem Plastikroller unterscheidet. Das Problem der kleinen Räder haben sie alle, so manche Scheibenbremse von Hyosung & Co. ist schlechter als die Trommeln der Vespa.

Man kommt damit nach wie vor sicher, sparsam und zügig voran. Wer sich ganz normal in der Stadt und ab und zu auch über Land fortbewegen möchte, ist mit einer PX bestens beraten.

Ich fahre neben der PX auch zwei Motorräder, bin seit 19 Jahren mit motorisierten Zweirädern unterwegs und denke daher schon, dass ich mir erlauben darf, die PX für Normalfahrer empfehlen zu können. Wer es wirklich immer am Limit braucht, findet bei Aprilia und Gilera natürlich Besseres, wobei ich persönlich mit meiner PX nicht signifikant langsamer bin als die Jungs mit neuen 125ern.

Was die Haltbarkeit betrifft, so ist die Vespa PX im Rollersegment absolut unschlagbar. Da gibt es kein Vertun.

Meine 1986er PX hat leichten Rost am Bodenblech, den man mit Schleifpapier und etwas Rostschutzfarbe beseitigen kann. Ansonsten gibt es keinen verschleißenden Sekundärantrieb, haltbare Stoßdämpfer, eine wartungsfreie Schwinge vorne und eine stabile Elektrik, bei den Lusso-Modellen ohne Elektrostarter sogar ohne Batterie.

Ich empfehle, eine PX einfach mal zu fahren. Dann kann man ja seine Kaufentscheidung von mir aus auch dagegen treffen. Aber in Erwägung ziehen würde ich das Modell auf alle Fälle.

Grüße,

Mathias

 

Zitat:

Original geschrieben von speedguru

das Hauptproblem ist das der Motor NEBEN dem Hinterrad hängt und die Vespa deshalb ständig zur Seite wegzieht ... außerdem neigt sie dazu in Kurven mit dem Trittbrett in die Strasse zu beißen ...

 

und was ist WÄHREND dieser 1-2 Monate ?

eine Blechvespa ist nun mal im heutigen Straßenverkehr nicht mehr konkurrenzfähig und hat Eigenschaften die für einen Fahranfänger lebensgefährlich sein können ...

50.000km hält auch ein Automatikroller, und das sogar ohne einem unter dem Hintern weg zu rosten und solchen Späßen ... sowas ist kein Argument ...

Re: Motorroler / Fahranfänger

 

Zitat:

Original geschrieben von Gunnar Haeder

Wer mal Motorrad gefahren ist und das Fahrverhalten zwischen den Knien hat, ist zwangsläufig von einem Roller enttäuscht ...

Das ist wohl doch sehr individuell (Mensch und Roller). Ich fahre freiwillig Roller wie auch viele andere Ex-Motorradfahrer. Ich bin eher vom Motorrad enttäuscht, Alltagstauglichkeit ist mir wichtiger als über 200km/h fahren zu können.

In der 500er Klasse verschwimmen die Unterschiede sowieso, die Großroller sind deutlich näher am Motorrad als an ihren 50er Kollegen.

MfG

Thomas

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