Empfehlung eines Ladegerätes (12V) für eine AGM-Batterie
Ich besitze das CTEK MXS 5.0. Gekauft etwa 2010, selten benutzt. Die bekannten Probleme mit dem Mode-Knopf und die viel zu hohen Ladespannungen im Schneeflocke-Modus ( äquivalent AGM laut CTEK) lassen den Wunsch aufkommen, ein genaueres und vor allem solideres Gerät anzuschaffen.
Kann mir jemand eine Alternative bis 100 Teuro netterweise nennen?
Geladen werden eine Standard-Bleibatterie 49Ah (Skoda Fabia Benziner) und eine Exide 70 Ah AGM.
Die Exide zeigt bereits nach 3 Jahren deutliche Schwächephasen, ich führe es auf "unterstützende" Ladevorgänge mit dem CTEK zurück ...
Danke jetzt schon.
Gruß
52 Antworten
Zitat:
@Edifact schrieb am 17. August 2025 um 17:51:41 Uhr:
Gemeint ist also das Ding hier:
https://www.amazon.de/Victron-Energy-Batterie-Ladegerät-Bluetooth/dp/B07DKSZV53/ref=sr_1_2_mod_primary_new?crid=1DZ6N5QCSFLTI&dib=eyJ2IjoiMSJ9.-ollufZJ3VldN9tC-9p4gKHZ5xgqbDo3Cuj-i9L3dMG6kstx-_fxbIivyIs4-u4cUo0u0WCcXyvi5WlVvNdg4mAe5MqhbdwzYsA0NwjA_y4DBvOqWj4XW62jMXZT_AB1ydpE95hZLG_WADnUBwqbRCYU8Cg6-c7tlittRX6ktBh54i6B-liD5Cd5TZfJ2asMb1R6HjpDN31VUjTYeeDHy43z-KnmjO5M8P511ss-QlQZqJoVCJc3kmWwWGCTCZ04avzkSHr1VtRtNGAyyg5eUtU1n6W6hhxvFZ3iPJVEd5g.tv0TBE3tUYeU4uq6QpGTyngRIZE8VW6RyKvP_WSvMzk&dib_tag=se&keywords=victron+ip65&qid=1755445155&sbo=RZvfv%2F%2FHxDF%2BO5021pAnSA%3D%3D&sprefix=Victron+IP65%2Caps%2C119&sr=8-2
Gibt es eigentlich eine obere respektive untere Grenze für die Stromstärke bei einem Ladevorgang? Gibt es eine optimale Stromstärke? Spielt die Kapazität des Batterie hier eine Rolle? Das Victron liegt hier bei 5A, das von mir ausgesuchte fritec bei 3A. Dauer der Ladevorgang mit dem fritec einfach nur länger?
Fritec liefert Moped-Batterien an BMW, welche dann mit dem BMW-Logo vertrieben werden. Die Produktion findet in Deutschland statt , so mein Kenntnisstand. Ich denke, die beiden Produkte werden schon in der selben klasse spielen. CTEk kommt mir nicht mehr ins Haus!
Ja, das Ding oder eine Nummer stärker mit 7A (gibts ab ca 85€), war gemeint.
Beide können übrigens minimal 2A.
Eine untere Strom-Grenze gibt es in der Praxis bei üblichen Ladegeräten nicht.
Die Stromstärkeangaben der meisten aktuelleren IUoU)-Ladegeräte beziehen sich auf die Hauptladung (Bulk), also auf die erste Phase, wo die Ladeschlussspannung (meisten ca 14,7 oder 14,4V bei Bleibatterien) noch nicht erreicht wurde.
(Gute Geräte halten diese Stromstärke bis kurz vor Erreichen der Ladeschlussspannung.......weniger gute mogeln sich da oftmals etwas zurecht...)
danach sinkt die Stromstärke bei gleichbleibender Spannung automatisch ziemlich schnell ab (oftmals auf nur noch 1/10 oder 1/100 des Batteriekapazitätswertes). Das ist dann schon eine relativ geringe Stromstärke und diese Phase "schaffen" auch schwächere Ladegeräte, nur dauert es bei denen entsprechend länger, bis diese Phase erreicht wird.
Wenn so ein Ladegerät dann die Erhaltungs- und manchmal später die "Lager"-spannung (z.b. Victron) erreicht hat, fließt je nach Größe und Zustand der (ansonsten abgeklemmten) Batterie wirklich nur noch ein minimaler Strom.
Mit (anfänglich) bis zu 20-30% ihres Nennkapazitätswertes kann man jede Blei-Starterbatterie laden. Ähnliches passiert bei Ladung einer relativ entladenen Batterie durch die Lichtmaschine auch.
Von daher:
Ob du nun ein 5A oder ein 10A Ladegerät für eine übliche Pkw-Starterbatteriegröße benutzt, spielt bezüglich der Eignung grundsätzlich keine Rolle.
Die Ladung erfolgt bei einem stärkeren Ladegerät halt schneller. Wenn dann noch ein Stromabsenkung vorhanden ist (z.b. 2A), kann man damit auch kleinere Bleibatterien laden.
Ein gutes Ladegerät, welches die Nennstromstärke bis kurz vor Erreichen der ladeschlussspannung hält, kann noch minimal schneller laden, als eines, welches den Nennstrom nur bis zu einer geringeren Spannung halten kann oder gar eines, z.b. bei einigen Discountladern, das nur mit Stromstufungen lädt...
Gute Ladegeräte werden auch nach z.b. 1 Stunde laden in der Bulkphase (also mit Nennstrom) nicht übermässig warm....
Zitat:
@wolfgangpauss schrieb am 17. August 2025 um 19:43:23 Uhr:
Generell sollte bei Bleiakkus der Ladestrom 10% der Kapazität nicht überschreiten.
Kann eine AGM-Batterie grundsätzlich noch als eine Art "Bleiakku" betrachtet werden? Oder ist die Technologie völlig anders?
Zitat:
@navec schrieb am 17. August 2025 um 20:05:19 Uhr:
Ja, das Ding oder eine Nummer stärker mit 7A (gibts ab ca 85€), war gemeint.
.......
Gute Ladegeräte werden auch nach z.b. 1 Stunde laden in der Bulkphase (also mit Nennstrom) nicht übermässig warm....
Danke für die fundierte Erklärung der basics.
Zitat:
@Edifact schrieb am 17. August 2025 um 20:49:57 Uhr:
Kann eine AGM-Batterie grundsätzlich noch als eine Art "Bleiakku" betrachtet werden? Oder ist die Technologie völlig anders?
Ist prinzipiell gleich, nur minimal anders.
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Zitat:
@Edifact schrieb am 17. August 2025 um 20:49:57 Uhr:
Kann eine AGM-Batterie grundsätzlich noch als eine Art "Bleiakku" betrachtet werden? Oder ist die Technologie völlig anders?
ich schließe mich meinem Vorschreiber an....
in jedem Fall ist es eine Bleibatterie.
Zitat:
@Edifact schrieb am 17. August 2025 um 18:01:40 Uhr:
Wird das Gerät bei der Benutzung "gut" warm? Man liest es schon mal , obwohl die user insgesamt recht zufrieden sind mit fritec.
Kann ich so nicht bestätigen, habe 3 Ladeprofi kompakt (1 schon über 20j alt, über BMW gekauft) und 1 Ladeprofi Vario 2.0 black Edition. Die kleinen für meine Motorräder und das Vario 2.0 für meinen Oldtimer, sind zur Ladungserhaltung angeschlossen. Wenn du ein leistungsfähigeres brauchst, es gibt auch einen Ladeprofi XXL 10A, allerdings momentan für 349€. mfg.
Sodele.
das gute Teil:
https://www.amazon.de/gp/product/B01JRZTAW2/ref=ox_sc_saved_title_4?smid=A19DXX2J0EEU9N&psc=1
(wenn auch für knapp 20 Euro weniger bei einem anderen Anbieter bestellt 😀)
ist auf dem Weg zu mir. Ich werde berichten, wie das Ding so tickt.
Vielen Dank an Alle für die Beratung. 👍
👍Für real rund 60-70€ ist das Gerät meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl.
Ein CTEK MXS 5, was m.E. weniger gut ist, gibt es aktuell kaum günstiger.
seit wann gibt es diese victron-geräte denn für den privatmann im handel zu kaufen?
habe die nie irgendwo gesehen und aufgrund ihrer verbreitung von -zig jahren eben CTEK mit entsprechendem zubehör gekauft.
da die (noch) allesamt bestens funktionieren, gibt es ja keinen grund zum umstieg; es sei denn, das zubehör wäre kompatibel.
Zitat:
@mcmrks schrieb am 21. August 2025 um 10:20:28 Uhr:
seit wann gibt es diese victron-geräte denn für den privatmann im handel zu kaufen?
habe die nie irgendwo gesehen und aufgrund ihrer verbreitung von -zig jahren eben CTEK mit entsprechendem zubehör gekauft.
da die (noch) allesamt bestens funktionieren, gibt es ja keinen grund zum umstieg; es sei denn, das zubehör wäre kompatibel.
Dass man Victrongeräte kaum beim Autohändler oder in sonstigen lokalen Händlern findet, heißt ja nicht, dass die vorher nicht für Privatleute angeboten wurden....
Im Campingbereich (Wohnmobile, WoWa) und im Bootsbereich findet man diese Marke, auch was Consumerartikel betrifft, durchaus öfters.
Victron-Geräte gibt es schon lange im Einzelhandel. Wie lange, weiß ich nicht.
Die Fa. selbst gibt es schon rund 50 Jahre, also deutlich länger, als es CTEK gibt.
Das Marketing ist aber allgemein nicht so gut. Das kann/konnte CTEK von Anfang an deutlich besser und deswegen entdeckt man CTEK-Geräte auch deutlich häufiger und (meine Meinung....) das ist auch ein Grund, weswegen die Geräte oftmals gut bewertet werden.
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Wenn ein Ladegerät funktioniert und es für den eigenen Zweck ausreicht, gibt es eigentlich keinen Grund, das zu wechseln.
Da stimme ich dir zu.
(Wir haben z.b. 2 ca 30 Jahre pausenlos in Betrieb befindliche große Festspannungslader für die 2 Notstrombatterie-Blöcke unseres Traditionsschiffes und ich würde die grundsätzlich nicht wechseln.....einen Defekt hatten die noch nie....)
Ein Victron IP65 5A bietet allerdings mehr Möglichkeiten, als ein CTEK MXS 5 und wenn man darauf Wert legt, ist das m.E. schon ein Grund für einen Wechsel.
Das Victron IP65 kann, im Gegensatz zum MXS 5 auch:
LiFe-Batterien mit extra Charakteristik laden,
als reines Netzteil funktionieren, wobei die Spannung in einem weiteren Bereich exakt einstellbar ist,
nach individuell erstellter Ladecharakteristik laden, wobei viele Ladeparameter eingestellt werden können.
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dazu kommt, dass es auch per App einstellbar ist (für die Standardeinstellungen hat es, genau wie CTEK, "Knöpfe". Das CTEK MXS 5 hat allerdings auch nur Standardeinstellungen....)
die Spannung und der Strom ständig kontrolliert werden können und
jede Ladephase inkl. der jeweils geladenen Kapazität usw. aufgezeichnet wird.
Ich persönlich finde das oftmals ganz hilfreich und vor allem kann ich diese Werte (also letztendlich auch den Ladezustand) aus einger Entfernung ablesen, was manchmal praktisch ist.
Dazu kommt nach meiner Erfahrung durch meinen Test zweier MXS 5:
deutlich bessere Einhaltung der Ladespannungen (bei meinen beiden MXS 5 Testgeräten wichen die deutlich nach oben ab),
deutlich längeres Halten des Nennstroms (bis kurz vor Erreichen der Ladeschlussspannung, daher etwas schnellere Ladung)
weniger Erwärmung (besserer interner Wirkungsgrad).
das alles kann man zeigen oder messen.
Wie es um die Langzeithaltbarkeit bestellt ist, kann man hingegen kaum messen. Das gilt für alle Ladegeräte und so ist es daher durchaus möglich, dass ein Discounter 20€-Lader länger hält, als ein 350€-10A-Lader, also Kategorie "überteuert".
Ernsthafte Ladegerätetests gibt es leider kaum.
Meist werden dort nur die technischen Eigenschaften laut Angaben des Geräteherstellers verglichen. Messungen, wie z.b. die konkret versprochenen Eigenschaften eingehalten werden, kommen kaum vor und Aussagen zur Haltbarkeit sind meist nur reine Spekulation.
Zitat:
@navec schrieb am 21. August 2025 um 09:56:34 Uhr:
👍Für real rund 60-70€ ist das Gerät meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl.
Ein CTEK MXS 5, was m.E. weniger gut ist, gibt es aktuell kaum günstiger.
Ich habe, dem Gedanken folgend vor Ort zu kaufen, in den umliegenden Baumärkten entweder CTEK, AEG oder noname gesehen. Die CTEKs mit entsprechenden Parametern (5A) lagen hier locker jenseits der 90 Euro-Grenze. Online liegen die CTEKs ebenfalls deutlich über dem Niveau von Victron. Ich habe letztendlich komplett 66 Euro bezahlt, der Anbieter (über idealo.de) bietet auch noch 1%-Rabatt bei Vorkasse 😀. Deutschland anno 1970! Vorbildlich!
Du beschreibst die diversen (im eigentlichen Sinne des Wortes 😛) Einstellmöglichkeiten meines Gerätes via App. Die Rezensionen im Netz (Amazon) beklagen aber , dass die App kaum über die hardware-seitigen Einstellmöglichkeiten hinausgeht ... Ich werde dies checken und berichten, wenn auch die individuelle Gestaltung der einzelnen "Ladephasen" sicherlich nicht zu meinem künftigen Nutzungs-Repertoire gehören wird.
wir einigen uns darauf, dass ich als nicht-camper und nicht-bootsfahrer die holländer durchaus gar nicht gesehen haben konnte, wogegen die schweden überall in werkstätten und ausstellungsräumen an autos klemmten.
von den technischen details gebe ich dir ebenfalls gerne recht; allerdings reicht mir ottonormalanwender das abendliche an- und morgentliche ausstöpseln des geräts.