Elektro Dienstwagen <40.000 EUR BLP nun zu 1/4 versteuern
Im Bundestag wurde das Jahressteuergesetz 2019 in der 2. und 3. Lesung beraten und verabschiedet. Darin enthalten ist eine Änderung der sogenannten "Dienstwagenregelung".
Im §6 Abs 1 Nr 4 EStG wird neben der Halbierung des BLNP , welche seit 01.01.2019 gilt, nun durch das Klimapaket die Viertelung des BLNP für die Zeit 01.01.2019-31.12.2030 eingeführt (Anschaffzungszeitpunkt des PKW, nicht Nutzungsdauer!), aber nur für Fahrzeuge deren realer Bruttolistenpreis nicht mehr als 40.000€ beträgt. Es gilt also das Exemplar, nicht das günstigste Serienmodell!
Damit werden die bereits in diesem Jahr angeschafften Fahrzeuge ebenfalls begünstigt.
Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/148/1914873.pdf
Einfach nach "Viertel" im PDF suchen.
Beste Antwort im Thema
Dieses Jahr versteuerst Du noch 50% BLP.
Ab 01.01.2020 versteuerst Du den Wagen dann mit 0,25% BLP.
Gilt also erst ab 2020, aber eben auch für Autos, die schon 2019 zugelassen wurden.
273 Antworten
Zitat:
@Alfa Genetic schrieb am 6. Juni 2025 um 13:32:35 Uhr:
Du vertraust bei solchen Fragen ja wohl kaum einer KI. 😳
Warum nicht?
Was spricht dagegen?
Ki ist wie Internet. Bei genügend falschen Meldungen übernimmt KI diese, weil doof. Programmiert ist, das die vorherrschende Meinung richtig ist. Also wird Schwarmwissen abgefragt, und das ist nicht immer richtig. Die eine, fundierte, richtige Antwort, geht dann im Wust der Meinungsäußerungen unter.
Deshalb glaube nur der KI, wenn man es selbst überprüft hat. Genau wie bei Internet.
Ich hatte in letzter Zeit genügend falsche Auswertungen per KI (falsche Werte, veraltete Stände).
Das konnte ich feststellen, da ich das gegengeprüft hatte. Daher "glaube" ich der KI gar nichts.
Bei Internetrecherchen halte ich es ebenso (mehrere Quellen gegenchecken).
Ich bin sehr skeptisch, ob diese neue Regelung den E-Auto Absatz ankurbeln wird.
Ist eigentlich auch etwas für Privatleute angedacht?
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Ab 2027 soll es für Private ein sog. Sozialleasing für kleine BEV geben.
Der Grundgedanke der gewerblichen Förderung ist nachvollziehbar. Den bedeutend grösseren Anteil (6 mal mehr) an Zulassungen stellen Gewerbliche dar.
Nach der Abgabe des jeweiligen BEV stehen diese dann als Gebrauchte zu bezahlbareren Preisen zur Verfügung.
Zitat:
@Gustaf_Larson schrieb am 8. Juni 2025 um 13:59:06 Uhr:
Der Grundgedanke der gewerblichen Förderung ist nachvollziehbar. Den bedeutend grösseren Anteil (6 mal mehr) an Zulassungen stellen Gewerbliche dar.
Verstehe ich nicht.
Es gibt doch auch laut der Grafik viel mehr Privatfahrzeuge als gewerbliche PKW.
Der Anteil an Elektro bei gewerblichen PKW ist 6mal höher, ja. Aber eben weil dort konsequent gefördert wird.
Für Privatfahrzeuge gibt es keine Förderung mehr, entsprechend niedrig bleibt der Anteil.
Dabei wäre bei Privatfahrzeugen viel mehr Potential vorhanden, da ja dort der Bestand / die Anzahl an Fahrzeugen enorm viel höher ist als im Gewerbe.
Seit 2023 gibt es keine Förderung für Gewerbliche mehr. Trotzdem ist der Großteil der BEV gewerblich geblieben.
Auch als es sowohl privat als auch gewerblich gefördert wurde, war der Anteil gewerblich deutlich höher (konnte man an den BAFA-Berichten ersehen).
Zitat aus 2023:
"Unternehmen setzen einer Studie zufolge viel stärker auf E-Autos als private Halter. Während jeder siebte Firmenwagen mittlerweile ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid ist, liegt die private Quote deutlich darunter.
Jeder siebte Pkw in den Fuhrparks der Firmen war im vergangenen Jahr ein E-Auto (sieben Prozent) oder ein Plug-in-Hybrid (acht Prozent). Das geht aus dem Klimabarometer der staatlichen Förderbank KfW hervor. Bei privaten Haltern lag die Quote danach bei 0,9 beziehungsweise 1,4 Prozent. "Bei der Dekarbonisierung des Verkehrs spielen die Unternehmen mit ihren Fuhrparks eine Schlüsselrolle", erläuterte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib."
Ich bin wirklich gespannt, ob sich die Anhebung auf 100.000 Euro und die 75 % signifikant auf die Zulassungszahlen auswirken.
Ich finde die geplante private Förderung müsste viel früher als 2027 kommen.
Der Privatmarkt kauft in der Mehrheit eher kleinere Fahrzeuge. Also nicht für 50000 oder mehr Euro. Auch ein 3Jahre Alter Gebrauchtwagen, der mal 100000 Euro gekostet hat ist für viele keine Option. Also gehen diese Fahrzeuge, bis auf wenige Ausnahmen, hinterher in einen Markt, der meistens außerhalb von D liegt. Deshalb wäre es förderlich nur Fahrzeuge bis 50000 Euro zu fördern, besser nur bis 40000 Euro, weil genau diese Fahrzeuge weitestgehend in D bleiben würden. Die Firmen wechseln halt häufiger ihren Fahrzeugbestand, was der Abschreibung von Leasingraten geschuldet ist und der hohen Nutzung ( km-Leistung), deshalb kaufen sie auch mehr Neuwagen. Zusätzlich werden sie als "Steuersparmodell" anstelle von Lohnerhöhungen an Mitarbeiter ausgegeben, also 2mal gefördert.
Außerdem ist das Angebot an preisgünstigen Neuwagen für Privatkunden von den Herstellern zusammengestrichen worden. Günstige BEV hatten bis vor kurzem auch sehr geringe Reichweiten und waren fast nicht für Langstrecken nutzbar, da nicht schnellladefähig. Denn auch ein Kleinwagen wird nicht nur in der Stadt genutzt, vor allem, wenn es das einzige Fahrzeug in der Familie ist. Deshalb lief gerade hier die erste Förderung ins Leere.
Das haben die Hersteller auch erkannt und kämpfen um den Firmenmarkt. Das Privatgeschäft wird als unattraktiv vernachlässigt. Logisch, das der Privatmarkt immer schwächer wird.
Die private Förderung ab 2027 zielt auf günstige BEV ab.
Es gab auch schon vor Längerem zumindestens einen Kleinwagen, mit einer ordentlichen Reichweite (knapp 400 km). Allerdings mit eingeschränkter DC-Ladefähigkeit für unter 35.000 Euro bzw. im Leasing teils unter 100 Euro.
Gibt es belegte Zahlen, welche Fahrzeuge in welche Länder gehen?
Am Beispiel des seit einiger Zeit geradezu verramschten Audi e-tron, der um die 100.000 Euro mit dem grossen Akku lag, kann man sehen, wie sich Entwicklungen in Sachen Effizienz, Reichweite und Ladeleistung auswirken können. Gleiches gilt i.Ü. für den Porsche Taycan VFL.
Ein Beispiel anbei. Für 35.700 Euro kann man ein gerade mal 3 Jahre altes Oberklasse-BEV mit 41.000 km und Garantie vom Händler bekommen (BLP 96.000 Euro). Da bekommt man richtig viel Ausstattung/Gegenwert fürs Geld.
Welche deutschen Modelle gibts denn aktuell, die in diesen billigen Bereich fallen?
Audi hat da ja wohl gar nichts und wird auch so schnell nichts bringen.
VW nur den ID.3
BMW und Mercedes auch nicht?
Wird wohl darauf hinauslaufen, dass man ausländische Hersteller fördert, weil die Deutschen nicht mehr günstig genug produzieren können?
Zitat: @Gustaf_Larson schrieb am 8. Juni 2025 um 16:26:32 Uhr:
Auch als es sowohl privat als auch gewerblich gefördert wurde, war der Anteil gewerblich deutlich höher (konnte man an den BAFA-Berichten ersehen).
Also nicht das man dem KBA nicht trauen kann, aber es lässt sich leider nicht nachprüfen. In den Veröffentlichungen (FZ8.1 und FZ8.9) werden die gewerblichen Halter nur nach Hersteller aufgelistet, aber nicht nach Antriebsart.
Zitat: @Gustaf_Larson schrieb am 8. Juni 2025 um 16:26:32 Uhr:
Ich finde die geplante private Förderung müsste viel früher als 2027 kommen.
Voll Zustimmung. Überrascht jedoch auch nicht wirklich.
Das die Deutschen den Zug verpassen, wenn jetzt nur günstige BEV gefördert werden, ist ein grober Managmentfehler, den nicht der Steuerzahler ausbügeln sollte. Teure BEV sind schon genug gefördert worden, Firmenwagennutzer auch und sie werden weiter gefördert, auch ohne neue Prämie.
Gerade die Förderung nur günstiger BEV mit entsprechend Reichweite und Schnellladefähigkeit hätte auch die Entwicklung derselben beschleunigt. Das würde den Privatmarkt entsprechend ankurbeln. Im Firmenbereich wird eine Erhöhung der Stückzahlen sowieso schwierig, da diese so oder so nach 3-4 Jahren ihren Fahrzeugpark tauschen.
Einen Audi etron für 30000 Euro gebraucht ist zwar ganz toll, aber im Unterhalt zu teuer für viele. Also nichts für die breite Masse der Privatkunden. Ich würde den auch nicht kaufen. Auch nicht für 20000Euro. Maximal als Anlageobjekt, mit der Aussicht, das die Preise steigen oder als Handelsware fürs Ausland, wenn dort die Preise höher sind.
Zumal man ja auch anmerken muss, dass nicht jeder Arbeitnehmer in den Genuss dieser Firmenwagenvorteile kommt. Ich bin mal gespannt, was sich bei dem Thema Kaufprämie tut. Die BEV Zulassungszahlen haben sich zwar auch ohne Kaufprämie gut entwickelt, aber gerade mit diesem Zuschuss würde sich im unteren Preissegment der bezahlbaren BEV einiges tun.
Ich vermute einfach, dass die Anzahl der privaten Neuwagenkäufer bei den deutschen Automarken ohnehin sehr gering ist. Noch geringer als im Durchschnitt über alle Automarken.
Die Privatkunden würden mit Kaufprämie weiterhin auch Franzosen oder Asiaten kaufen. Aber man will ja die deutsche Autoindustrie unterstützen...
Wenn man schon meint eingreifen zu müssen und Firmenwagen als Instrument sieht:
Macht klare Regeln mit weitem Blick in die Zukunft! Geförderte Firmenwagen Listenpreise perspektivisch schrittweise eher nach unten korrigieren, statt sie zu erhöhen. Der Gebrauchtwagenmarkt braucht keine 3-jährigen 40.000€-Kisten! Mindestreichweite fordern - geht bei den PHEV ja auch. Verbrenner schrittweise verteuern. Ideen gibt's viele. Dann wird das schon...
Mercedes ist jedenfalls in der falschen Richtung unterwegs. Audi und BMW setzen auch aufs falsche Pferd. Nur teure BEV anzubieten ist keine gute Idee.
Wenn ich sehe, dass der A6 e-tron Avant mit dem entsprechenden Akku bei 77.000 Euro beginnt, mit wie gehabt Aufpreisen für Dies und Das um die 100.000 Euro liegen kann und dann noch nicht mal die Materialqualität den Preisen entspricht, dann stimmt da doch etwas nicht, bei den Verantwortlichen.
Andere können günstiger, trotzdem gut ausgestattet und auf dem Stand der Technik.
Bei VW sieht es gut aus. Die ID.-Modelle verkaufen sich aktuell sehr gut und belegen in den Statistiken die ersten Plätze.