E430 gut finanzierbar?

Mercedes E-Klasse W210

Hallo liebe Gemeinde. 😁

Ich bin seit einer Weile stiller Mitleser und habe mich nun mal registriert. Ich muss zugeben, obwohl ich noch nie eine E-Klasse besessen habe, fand ich sie schon immer sehr schick.

Da sind wir jedoch schon beim Knackpunkt angelangt. Ich habe mit einem Auto "derartigen Ausmaßes" leider noch keine Erfahrung und daher wende ich mich an euch. Anforderungen wurden von mir auch gleich sehr hoch gesteckt (E430), denn: es soll kein Alltagsauto angeschafft werden, sondern ein Sommerfahrzeug (was ja bei dem W210 auch sinnvoll ist, nicht?). Ich schwanke zwischen vier und sechs Monaten Anmeldung im Bereich April bis Oktober. Daher wären weder Versicherung, noch Steuer ein Problem. Gefahren wird das Auto dann maximal 5000 km (eher weniger) pro Jahr, da mein Arbeitsplatz per Zug sehr gut zu erreichen ist (und Stadtverkehr am Morgen immer blöd ist). Aus diesem Grund wäre auch der (hohe) Spritkonsum kein Problem.

Ich bin zugegebenermaßen noch sehr jung und ein Azubi. Da ich jedoch bei den Eltern wohne, habe ich, außer durch meinen bereits vorhandenen Golf V 1.4, mit dem ich sowieso nicht viel fahre und der auch in Versicherungs- und Steuerkosten sehr günstig ist, so gut wie keine Ausgaben. Den würde ich dann auch als Winterfahrzeug verwenden. Voraussichtliche Anschaffung des "Großen" soll (wenn überhaupt) erst nächstes Jahr erfolgen, ich möchte mich hier nur vergewissern, was auf mich zukommen wird!

Um die Fakten zu nennen: ein Fahrzeug bis 6,5-7000 Euro wäre für mich machbar (daher fiel die Wahl auf einen W210). Ich habe an jedem Monatsende um die 400 € übrig, die (eigentlich komplett) in das Fahrzeug investiert werden können.

Angebote habe ich (natürlich 😁) schon raus gesucht:
http://suchen.mobile.de/.../177730067.html?...
http://suchen.mobile.de/.../180626377.html?...
http://suchen.mobile.de/.../176567711.html?...

Ich muss zugeben, ich habe das Gefühl vor einem Mammut-Projekt zu stehen. Meine konkreten Fragen lauten daher (falls die sich nicht schon ableiten ließen):

Mit was für Kosten (kann und) muss ich rechen? (Besonders bzgl. Reparaturen, gibt es da Tipps zum selber "Hand anlegen" für nicht-gelernte Menschen? Sonst wäre ich komplett auf Werkstätten angewiesen (=> Freie Werkstatt vor Ort))
Macht ein Fahrzeug wie ich es verlinkt habe Sinn? (Garagengammler?!)
Mit was für Kosten muss ich generell rechnen, wenn ich das Fahrzeug wie genannt nutze?

Und jetzt bin ich hier und habe erst mal etwas geschrieben. Falls bei mir weitere Fragen aufkommen melde ich mich wieder hier. 😁

Ich freue mich auf hilfreiche Antworten! 🙂

Mit freundlichen Grüßen,
Gainestown.

Beste Antwort im Thema

Lieber Threadstarter,
ich habe die letzten 4 Seiten nur quer gelesen, leider viel OT dabei gewesen.

Du möchtest kein tägliches Arbeitsauto, sondern ein Spaßauto, welches du nur 4 bis 6 Monate mit jährlich 5tkm bewegen möchtest. Mit der Hinsicht auf Spaß und wenige Kilometer fallen kleine Benziner und Diesel raus. Deine erste Wahl, 430er war da schon die richtige Richtung, da es ja ein Spaßauto werden soll.

Der Tipp von Bonscott1 ist Gold wert:
Mach eine Probefahrt.
Das ist ganz wichtig, damit du "deinen" Motor findest.
Der E200 bewegt den W210er adäquat, aber wirklich Spaß kommt nicht auf. Der 240er brüllt, frisst den Sprit wie ein Großer, aber es kommt nicht viel mehr. Erst ab dem 280er und 320er merkst du so was wie Spaß und Freude am Fahren und beim 430er kommt noch die Lässigkeit der Kraftentfaltung und das Understatement dazu.
Eins musst du aber Bedenken, bevor du in einen 430er einsteigst: Wenn du einen 430er zur Probe fährst, dein Herz nur etwas autoaffin schlägt, willst du nichts anderes mehr haben.

Preiskeule:
Gerne wird beim E430 die böse, böse Preiskeule geschwungen. Aber lass dich davon nicht beirren, sondern betrachte es objektiv und sachlich. Fakt ist, der kleine V8 (430er) unterscheidet sich kaum von anderen W210ern. Verschleißteile gibt es zum wirklich fairen Kurs, Gebrauchtteile wie Sand am Meer, damit auch zu fairen Preisen. Wenn du selber pfiffig bist, eine Werkstatt mit einem fairen Meister an der Hand hast, ist der 430er ein günstiges Auto.
Beim Verbrauch liegen 430, 320, 280 und 240 sehr sehr eng beinander (10 bis 12 Liter). Nur der E200 ist wirklich sparsamer als die restliche Truppe. Und bei 5tkm, wie von dir angesetzt, spielt es sowieso keine Rolle.

Auswahl vom Fahrzeug:
Der 430er aus Köln für 7850 Euro steht schon recht lange. Ich würde sagen, dass es mindestens am Preis liegt, der recht hoch ist (Limo mit 124tkm). Was mir nicht bekannt ist, ist der Zustand. Daran kann es natürlich zusätzlich liegen. Über das Auto wurde hier im Forum schon mal diskutiert, aber hingefahren ist dann keiner bzw. er hat hier nicht gepostet.
Der silberne 430er mit 82tkm für 6690 Euro habe ich auch in der Beobachtung. Leider sind keine Innenraumfotos vorhanden. Aber er hat eine recht gute Ausstattung, u.a. auch so seltenere Dinge wie Sidebags im Fond.
Der opafarbende E320 für 3990 Euro: Farblich ist der doch kein Spaßauto und auch schwer wieder verkäuflich. Das würde ihn bei mir schon aus dem Rennen werfen.

Worauf ist zu achten:
Zustand, Zustand und noch mal Zustand. Lieber 1000 Euro mehr und dafür was Gutes. Dein Budget liegt bei 6-7 Teuro. Lass die Finger von Karren im unteren Preissegment (unter 5000 Euro). Es ist immer ein Haken (meist mehr) dran.
Dann maximal 2. Hände, wenn möglich nur 1. Hand.
Beim 430er ist mit diesen Eckdaten die Auswahl klein. Da hilft nur Warten, wenn das Angebot gerade nichts stimmt.

Lederausstattung:
Es wird immer wieder gerne auf lederlose Fahrzeuge verwiesen, gepaart mit dem Hinweis wie toll doch Stoff ist. Fakt ist aber, beim 430er ist Leder Pflicht. Die Kisten sind ohne Leder reine Standuhren (unverkäuflich).

Rostproblematik:
Dann ganz intensiv nach Rost schauen. Das ist das A und O. Nimm einen Profi für den W210er mit.

Meine Meinung zu deinem Ansinnen:
Wage das Experiment. Ich würde zu einem 320 oder 430 raten.
Du hast keinen Druck, da es kein Alltagsauto wird und du fährst recht wenig mit. Dazu bist du jung. Genieße das Leben und lass dir das Leben von den Alten nicht kaputt reden. 😉

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Zitat:

@BeOCeka schrieb am 24. September 2017 um 22:53:03 Uhr:


Verständnisfrage: ist Nieten stabiler als Schweissen?

Je nach Anwendungsbereich, ja!
Flugzeuge werden zum Beispiel genietet und nicht geschweißt. Schweißnähte im Auto müssen auch immer gut vor Korrosion geschützt werden.
Inzwischen wird im Fahrzeugbau auch immer mehr geklebt 😉

Beim Schweißen kommt es zu Gefügeveränderungen im Stahl, welche die Korrosionsneigung erhöhen und die Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften verschlechtern. Dazu kommt, dass das Ausmaße der Veränderung bei manuellem Schweißen recht stark schwankt und Mängel an der Schweißnaht oft nicht klar erkennbar sind. Eine "schöne" Schweißnaht ist nicht zwingend eine belastbare!

Die verschweißten Bauteile stehen nach dem Schweißen idR auch unter mechanischer Spannung, da die Hitze zu einer Ausdehnung bzw. zu einem Verzug der Teile führt und diese in dieser Form zueinander fixiert werden. Beim Auskühlen baut sich dann eine mechanische Spannung auf, welche die vorhandene Belastbarkeit schon teilweise "verbraucht". Um diese Spannungen abzubauen müsste man eine Wärmebehandlung durchführen oder mit bestimmten Strategien beim Schweißen reduzieren (punktuell arbeiten, Abkühlungsphasen).

Das Schweißen verbrennt auch die Phosphatierung in unmittelbarer Nähe der Schweißnaht, auch auf der Rückseite der Bleche.

Beim kalten Nieten sind die Einflüsse auf das Material viel genauer definiert. Der Lochlaibungsdruck durch die Scherwirkung an der Niete, die Materialschwächung durch die Bohrungen (Kerbwirkung) und der Korrosionseinfluss sind relativ klar definierte Wirkungen.

Nein...Nieten ist nicht stabiler.

Nieten lässt ich Bereich der Verbindung Verwindungen zu, die bei einer Schweißnaht bei einer Verbindung die großen Belastungsschwankungen ausgesetzt sind, zu Kerbbrüchen führen können. Das tritt in erster Linie an den Übergangsstellen durch Einbrand, der nicht zu vermeiden ist... Und Gefügeveränderungen an der Verbindungsstelle auf. Vor allem wird das kritisch bei dünnen Materialien.

Nietverbindungen bedürfen einfach mehr Arbeitsaufwand, wenn sie fachgerecht ausgeführt werden.
Nietverbindungen, wie hier, an der Federaufnahme, durch die Arbeitsanweisung von MB vorgeschrieben, mit Blindnieten, sollte man trotzdem kritisch betrachten. Nicht sach- und fachgerecht ausgeführt, bietet es deutlich mehr Risiko, als eine Schweißnaht.
Arbeitsanweisungen in der WIS sind leider nicht immer praxisgerecht, sondern äußerst Theoretisch.
Im übrigen sollte man Nietverbindungen im Flugzeugbau nicht mit Blindnietverbindungen, wie hier im Fahrzeugbau vergleichen. Das ist eine deutlich aufwändigere Methode, mit Nieten ziehen und Kopf formen. Das ist in etwa der Vergleich wie Fast-Food und Gourmet -Restaurant.

Die Frage bleibt ja auch, wieso erst im Rep.-Fall MB auf den Trichter mit der Nietverbindung kam....?
Jetzt hier lospoldern und anprangern, dass es doch nach Arbeitsanweisung vorgegeben ist, halte ich für äußerst fragwürdig.

Nicht die Füge-Art der Verbindung war und ist hier das Problem, sondern der Rost, der durch die weitere Versieglung teilweise noch erheblich begünstigt wurde, ist der kritische Punkt bei dieser Konstruktion.

Gruß

Jürgen

Für äußerst fragwürdig halte ich es, wenn jemand meint es wieder mal besser als der Hersteller zu wissen!

Leider fällt mir sowas im Forum immer öfter auf! Da wird viel Geschiss mit angeblichen Superduper-"0W"irgendwas-Leichtlaufölen gemacht und kein E10 getankt weil es "schlecht" wäre... Über solch relativ unwichtigen Kram wird seitenlang diskutiert!
Reparaturen nach Herstellervorschriften sind dann plötzlich nicht mehr so wichtig. Und auch nach "billigen" Bremsteilen aus dem Zubehör wird gerne gefragt 🙄

Wahrscheinlich kommen gleich noch ein paar Experten die es besser wissen 🙁

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Na ja wenn man liest was locke so schreibt und er sich selbst widerspricht sagt das schon alles. Aber die Ingenöre die sich das ausdenken sind ja eh alle blöd.

Hallo, ich habe heute ja ne wirklich gute Strecke gehabt um effektiv den Verbrauch zu testen.

Fahrzeug: 210er Baujahr 10/1999 (Mopf) Kombi 430 4-Matic, Bereifung Winter. Das Fahrzeug besetzt mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern nebst Feriengepäck. Die Strecke ging von Krimml (Grenzgebiet zu Tirol :-) in Österreich nach Berlin - direkt in Krimml wurde vollgetankt. Das Interessante ist die Strecke - der perfekte Mix: Sie geht über den Gerloßpass (gut 1.500 m ü.M.) über Freilandstraßen und Autobahnen.

Das Foto wurde nach Volltanken in Krimml bis noch 7 Liter im Tank waren gemacht. Die Geschwindigkeitsvorgaben wurden "großzügig" eingehalten und Autobahnen in D mit 130 - 180 km/h befahren. Fast ein 50/50 Mix mit Bergen... ohne groß auf Sparsamkeit zu achten; wir wollten beizeiten wieder in Berlin ankommen.

Ich finde, gut finanzierbar für den Fahrkomfort....

Ups, noch ein Nachtrag: 70 l Tank

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Endlich mal ein sehr hilfreicher und ehrlicher Beitrag!
Danke dafür..

Mein 430er S210 aus 2001 brauchte bei etwas zügigerer Autobahnfahrt (160-200km/h)seinerzeit in Deutschland ungefähr dasselbe, allerdings mit Sommerreifen..
Hier in Portugal fahre ich auf der Autobahn max. 140km/h (leider gibt es ein Tempolimit) und da liegt mein Verbrauch im Mix Landstrasse/Autobahn (1/3 zu 2/3) bei um die 10,5l /100km.. Ich bin damit extrem zufrieden und liebe diesen geilen Motor..

Zitat:

@FabJo schrieb am 21. Juni 2013 um 21:18:26 Uhr:


Ganz schön mutig.
Die ersten zwei Links gehen nicht.
Finanzierung ist das eine, möglicherweise bist du zu jung das dir eine Bank das finanziert.
Unvorhersehbare Reparaturen sind immer möglich, das kann dan ganz schön reißen.
Das kann natürlich auch in den vierstelligen Bereich gehen. 
Für eine Tankfüllung sind schon mal ca. 120 Euro fällig.
Ich will dir das ja nicht ausreden, aber 400 Euro monatlich für so ein Auto sind verdammt wenig.

Naja, der Dicke ist nicht billig, aber fahrbar....
Ich würde dir empfehlen, nen A3 oder sowas als Alltagsauto zu fahren.

So Freunde der Sonne,

ich habe direkt ein neues Anliegen. Ich habe vor ein paar Tagen meine VDD mit gereinigten Deckeln nochmal gewechselt - Schmodder raus und auch die kleinen Deckel neu abgedichtet, die waren nämlich etwas undicht, ich vermute allein daher kam mein ganzer Ölverbrauch (tropfte schon auf den Krümmer).

Neues Problem: ich habe natürlich die Steuerkette gleich mal mit geprüft. Vor 70.000km / 1 Jahr noch komplett straff gewesen ohne Chance sie zu bewegen hat sie nun leider etwas Spiel. Geht noch, die Kette lässt sich nicht abheben - sollte ich aber wohl in den nächsten 10,20,30.000 km mal angehen.

Hat einer eine Anleitung dafür zur Hand? Und kann mir sagen welches Spezialwerkzeug ich dafür brauche? (Besonders dieses, um das Kettenschloss zu öffnen.) Kette werde ich von INA nehmen, der Spanner ist ja relativ schnell ausgebaut und sitzt irgendwo bei der Lima (die ich auch bald gegen eine überholte tausche) - würdet ihr den Spanner auch mit tauschen?

Schon einmal danke im voraus, die Mühle lässt einem leider keine Ruhe. Mein KW Fahrwerk werde ich jetzt jedenfalls verkaufen und nicht verbauen, wenn einer Interesse hat kann er mir eine PN hinterlassen.

LG Karl

Sorry Karl, keine direkte Antwort - ich funke mal dazwischen mit einem

Lustigen Bilderraten... :-)

Was stimmt auf dem angehängten Bild net?

(Wird gerade aktuell 430er bei Mobile von einem Polen angeboten...)

Img-1887

Jetzt wird es etwas schwieriger: Vom gleichen Verkäufer ca. 04/17 bei Mobile...

Wer erkennt die Teile, die nicht passen?

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Kennzeichen? Vormopf Heckklappe bzw Stoßfänger Mopf.
Der rechte vordere Scheinwerfer könnte kein Xenon sein.

Heckscheibe mit Wischer/Bremsleuchte vom vorMopf. :-)

Vorne rechts PDC und anderer Scheinwerfer.

Das erste Bild zeigt dritte Bremsleuchte oben und unten? Aber beim zweiten bin ich ratlos

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