Drehmomentwandler VS Kupplung

Hallo zusammen,
mir ist soeben eine Frage in den Sinn gekommen und ich hoffe wirklich sehr, dass jemand die Antwort auf diese Frage kennt. Meine Frage lautet: gibt es eine automatisierte Kupplung? Denn es wird ja schließlich nicht bei allen Autos die mit einem Automatikgetriebe ausgestattet sind, ein Drehmomentwandler verwendet. Und irgendwie muss ja der Leistungsfluss zum Getriebe unterbrochen werden. Ich meine nämlich, dass ich schon einmal von einer automatischen Kupplung gehört habe, die hydraulisch gesteuert wird.
Kennt sich da jemand aus, bzw. weiß jemand was bei Autos mit Automatikgetriebe aber ohne einen Drehmomentwandler als Ersatz für diesen verwendet wird? Ich nehme jetzt als Beispiel mal den Lamborghini Aventador. Wie geht dort der Gangwechsel vonstatten.

Grüße

Steffe380

Beste Antwort im Thema

Ich habe sehr wohl eine Vorstellung davon, nur scheint jemand wohl bewusst nicht auf das einzugehen, was ich schrieb.
Wenn z.B. der 2. und der 3. Gang zum Ziehen in einer bestimmten Situation ausreichen, wird man keinen Gang zwischen diesen beiden brauchen, nur um unbedingt nicht den 2. verwenden zu müssen.
Entscheidend ist lediglich, dass die Zugkraft ausreichend hoch ist. Ob man da mit 500 U/ min mehr unterwegs ist, macht in der Situation keinen Unterschied mehr.

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Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 4. August 2020 um 23:28:40 Uhr:


Fahr mal einen handgeschalteten LKW. Bis zu 16 Gänge bis 90km/h.
Ist gut, Äppel und Birnen. 😁

Am besten noch mit nicht synchronisiertem Getriebe. 🙂

Mein LKW Führerschein liegt 15 Jahre zurück und schon damals war ein Automatikgetriebe die Regel. Ich sitze zwar nicht oft in einem LKW, aber einen mit Handschaltung hatte ich noch nie.

Deswegen habe ich das handgeschaltet explizit erwähnt. Die Automaten haben idR nur 12 Gänge.
Im Baustellenverkehr ist handschaltung bis heute nicht unüblich.

Zitat:

@MrFleetwood schrieb am 18. Aug. 2020 um 23:52:34 Uhr:


Dann fährst mal mit Anhänger dazu ne bergige Strecke und du bist über all die Zwischengänge froh....

Ich wüsste nicht, wieso man darüber froh sein sollte.

Bisher bin ich da selbst mit 4 und 5 Gängen gut zurecht gekommen und habe keine "Zwischengänge" vermisst. Entscheidend ist, dass der genutzte Gang kurz genug ist. Die Zwischengänge sorgen da nur für unnötige Schaltvorgänge.

Ich bezweifel auch, dass die Hersteller die "Zwischengänge" für das Anhängerszenario verwenden. Da fällt mir weitaus sinnvolleres ein, wie eben der Normverbrauch, wo durch die sehr sachte Beschleunigung dann auch alle 5 km/ h hochgeschaltet werden kann.

Anhang zum LKW:
Ich hab meinen LKW-Führerschein mit einem Handschalter mit 8 Gängen gemacht. Da hätte ich, insbesondere als Gespann, wenig Lust am Berg ständig schalten zu müssen, vielmehr wird ein ausreichend kurzer Gang genommen und auf unnötiges Schalten verzichtet, womit "Zwischengänge" überflüssig sind, so lange der verwendete Gang kurz genug ist und der Motor genug Leistung hat.
Das ist für den Antriebsstrang besser und für den Vortrieb ebenfalls.

Die Philosophie hatte Scania früher, andere vielleicht auch. Mit reichlich Drehzahl die Steigung hoch und bis oben hin abfallen lassen bis zum Verhungern. Macht heute keinen Sinn mehr, nicht zuletzt wegen des Verbrauchs.

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Vom Verhungern lassen war nicht die Rede, lediglich davon, dass ich mit einem Zug keine Lust hätte, am Hang nochmal den Gang wechseln zu müssen, weshalb der gewählte Gang zu Beginn so kurz sein sollte, dass man das Tempo auch halten kann.
Der Punkt ist der, dass die "Zwischengänge", wie sie so schön genannt wurden, gerade beim PKW keine nennenswerte Relevanz für das Ziehen eines Anhängers haben.
Wenn man am Berg runterschalten muss, hat man vorher unnötig hochgeschaltet, wenn man es plakativ darstellen möchte.
Da hätte es also auch gereicht, wenn man zu Beginn gar nicht erst mit einem zu langen Gang versucht den Berg hochzufahren.

Es spricht nichts gegen mehr Gänge, wenn sie auch tatsächlich länger werden und nicht nur kleinere Gangsprünge machen.
Beispiel:
Ein 7. Gang sollte ein Gang für 70 km/ h beim PKW sein und nicht ein "Zwischengang" zwischen dem 5. und 6. eines Handschalters mit gleicher Endübersetzung.

Wie gesagt, die kurzen Gangsprünge dienen lediglich dem Normverbrauch (und stellenweise dem Ampelsprint, Stichwort Diesel und 4. Gang bis 100 km/ h), während man in der Praxis auf einmal 5 Gänge überspringen können muss, weil gar nicht so viele Übersetzungen gebraucht werden.
Beim Handschalter bestand keine Notwendigkeit mehr als 6 Gänge anzubieten, was vor allem an der Schaltvorgabe lag. Durch die Bank weg sind die Handschalter i.d.R. trotzdem auch nach Norm sparsamer und haben keinen Nachteil beim Ziehen von Anhängern.

Für den normalen Anwender hat das wenig Relevanz, so lange mehr Gänge nicht auch in einer entsprechend längeren Endübersetzung münden.
Ich muss da immer ein wenig an den Vergleich des Ford Focus 1.0 EB 8AT (125 PS) mit dem Mazda 3 2.0 G 6 AT (120 PS) denken. Obwohl der Ford mehr Gänge hat, verbraucht er nach Norm (NEFZ) mehr. Die Übersetzung des 8AT ähnelt der des 6AT, womit jeglicher Vorteil hinsichtlich des Verbrauchs sich quasi in Luft auflöst, das Getriebe dafür aber einfach permanent mit Schalten beschäftigt ist.

Wenn man schon kurze/ keine Gangsprünge im PKW will, dann wäre ein CVT das Getriebe der Wahl. Will man dagegen bei gestuften Getrieben bleiben, sollte man diese auch so abstufen, dass die Gänge sinnvoll genutzt werden können. Gerade Motoren mit einem breiteren Leistungsplateau bieten sich regelrecht für größere Gangsprünge an.

Um es kurz zu halten mal eine Frage:
Wie oft vermisst man beim Handschalter einen zusätzlichen Gang zwischen dem 5. und 6. oder dem 2. und 3.?
Wie oft hätte man im Gegenzug gerne einen längeren 6. oder zusätzlichen längeren 7. Gang?

Mein ehemaliger Audi hatte praktisch drei Gänge. 1-3-5, mehr haste nicht gebraucht.

Zitat:

@FWebe schrieb am 19. Aug. 2020 um 12:22:15 Uhr:


Vom Verhungern lassen war nicht die Rede, lediglich davon, dass ich mit einem Zug keine Lust hätte, am Hang nochmal den Gang wechseln zu müssen, weshalb der gewählte Gang zu Beginn so kurz sein sollte, dass man das Tempo auch halten kann.

Was beweist, dass du noch nie einen 40-Tonner gefahren bist, zumindest nicht an einer Steigung.
Wenn du den Herstellern erzählst, wie man die Kasseler Berge, die man mit 85 anfährt und mit 60 oben ankommt, ohne ein paar Schaltungen bezwingt, wirst du sofort eingestellt. Nicht jeder hat eine 750 PS-Maschine.

Bei einem 12-H-Automaten kann man vor der Steigung noch in 11 zurück schalten, wenn er das nicht von selbst macht, mehr geht nicht. Oben bist du dann in 6 oder 5.

Naja, die "Berge" haben laut Wikipedia eine Steigung bis 7% hoch.

Kurze Rechnung was ein 40 Tonner bei 23 m/s (rund 85 km/h) an Leistung frisst:

Rollwiderstand: Cr ist etwa 0.01, das sind bei 40t bereits 90 kW
Windwiderstand mit Cw = 0.5 und 2,5 x 4m 35kW
Und nun die Steigung: 7% bzw. 7 Meter auf 100 als Steigung ist ein Winkel von 4°.
Anteilige Gewichtskraft bei 40t bei 23 m/s (P = F x v) also 630kW (nicht PS) obendrauf um die Steigung mit 85 km/h hochzukommen 😉

750PS reichen also bei weitem nicht um bei 7% den Speed zu halten. Daher übrigens auch partiell die Effizient der Bahn. Der Rollwiderstand Rad/Schiene ist etwa 1/10tel dessen was ein Reifen hat. Dummerweise kann das Ding daher auch Faktor 10 weniger an Steigung. Und der Bahnkilometer wird entsprechend "gerade gebaut" sauteuer.

Sag ich ja. Selbst ein FH 750 schaltet dort afaik zwei Gänge zurück.
Normal sind hierzulande 440 bis 500 PS, aber Webe kommt da ohne Schalten hoch.

Plus das was für Rollwiderstand und Windwiderstand draufgeht. Also 1000PS Netto am Rad haut in etwa hin wenn man "7% mit konstant 85" ziehen will.

Oder die Kiste fährt mal so hoch, dass sie nicht bis Oberkante Unterlippe beladen ist.
Und "bis 7%" sind auch nicht durchgängig 7% Steigung.
Und BTW: 60 km/h sind da auch schon sportlich. Und senken den Leistungsbedarf gleich mal deutlich.

Wenn es interessiert:
https://youtu.be/a_OBmwRn4HU
Das der im neunten bleibt, wundert mich aber auch.

Halbe Geschwindigkeit bei gleicher Steigung bedeutet halber Leistungsbedarf. Was hatte der Brummi im Video für nen Motor? Das werden etwa die 400-450PS gewesen sein denk ich.

450er @40to

Dann passt die Physik bei "40 Tonnen" ja wieder. Erstaunlich 😉

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