DKW 125 RT geht bei längerem Fahren aus

DKW Motorrad RT 125

Moin zusammen,
ENDLICH im Besitz einer rt 125 w, bj. 52, folgte nach einer ca 1stündigen Fahrt die enttäuschte Ernüchterung: während des Fahrens geht sie aus. Nach kurzem abkühlen/stehen, is sie aber direkt wieder angesprungen.
Bei der nächsten Fahrt hab ich dann 15 km in 2,5 Stunden zurückgelegt, wegen dem gleichen Phänomen, allerdings in 4 kürzeren Etappen, nur dann mit jeweils sogar einer halben Stunde Wartezeit bis sie wieder angesprungen ist.
Die Leuchte auf dem spulenkasten leuchtet dann unregelmäßig stark.
Nach etwas googeln und erkundigen, habe ich dann mal die Zündspule gewechselt, bin damit aber nicht mal bis vom Hof gekommen...sofort angesprungen, wie sonst in kaltem Zustand auch, dann aber abgesoffen und jetzt geht nüscht mehr...noch jemand eine Idee?!
Liebe Grüße,
Thomas

64 Antworten

Moin Moin !

Zitat:

Versuch es dann doch mal mit einem neuen Kondensator, da gibt es auch hochwertige, nicht nur die für 1,95 Euro.

nein , bau dir ja keine neue Fehlerquelle ein!

Zumal ja der Funke vorhanden ist! Also Spritproblem !

Auf 1:33 würde ich nur mit speziellem Sprit+Öl gehen , bei normalem Tankstellensprit und normalem 2-Taktselbstmischöl würde ich 1:25 beibehalten.

Kompressionsmessung ist Blödsinn , was soll dabei herauskommen ?
Kann im übrigen nicht das Stehenbleiben erklären.

Die Sache mit den undichten Wellendichtringen ist nicht von der Hand zu weisen.

Tankentlüftung dicht ? Benzinhahn lässt genug durch oder ist verstopft? Benzinleitung läuft geradewegs herunter in die Mischkammer , oder mit Schlaufe und Filter ?

MfG Volker

Also kompression bei kaltem und heißem Motor bei 5,5 Bar.
Mit 1 Teelöffel Öl in zylinder, fast 6,5 bar

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 13. Mai 2021 um 20:03:02 Uhr:


Moin Moin !

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 13. Mai 2021 um 20:03:02 Uhr:



Zitat:

Versuch es dann doch mal mit einem neuen Kondensator, da gibt es auch hochwertige, nicht nur die für 1,95 Euro.

nein , bau dir ja keine neue Fehlerquelle ein!

Zumal ja der Funke vorhanden ist! Also Spritproblem !

Auf 1:33 würde ich nur mit speziellem Sprit+Öl gehen , bei normalem Tankstellensprit und normalem 2-Taktselbstmischöl würde ich 1:25 beibehalten.

Kompressionsmessung ist Blödsinn , was soll dabei herauskommen ?
Kann im übrigen nicht das Stehenbleiben erklären.

Die Sache mit den undichten Wellendichtringen ist nicht von der Hand zu weisen.

Tankentlüftung dicht ? Benzinhahn lässt genug durch oder ist verstopft? Benzinleitung läuft geradewegs herunter in die Mischkammer , oder mit Schlaufe und Filter ?

MfG Volker

Benzinhahn läuft gerade, ohne Schlaufe und ohne Filter.
Tankentlüftung müsste im Deckel sein, oder?!
Ich nutze nun den Tag mal mit "liegen bleiben provozieren " und kompressionsprüfer im Rucksack ;-)

Freunde, das ausgehen beim Fahren war offensichtlich die Tankentlüftung. Tausend Dank. Es war vom vorbesitzer ein neuer Deckel drauf, der keine Entlüftung hatte. Mit dem originalen kein Problem mehr...beim Fahren!
Aber beim stehen geht sie doch wieder aus und ne ganze weile nicht mehr an. Vergaser gereinigt, dann ging wieder, jetzt aber wieder nicht...auch nicht nach erneutem aufschrauben, war jetzt auch kein Dreck mehr drin. Säuft die ab?

Ähnliche Themen

Kerze war aber trocken und rehbraun

Sodele, problem erkannt!
Mir läuft offenbar der Luftfilter voll.
Gerade abgeschraubt, da lief der Sprit raus...ohne Luftfilter ist sie sofort angesprungen.
Was kann man tun, um das vollaufen abzustellen?

ankommen
Benzinhahn schließen
langsam 5-4-3-2-1 zählen damt die Schwimmerkammer leer wird
Motor aus schalten

oder den Hahn schon 100 Meter vorher schließen. Probier aus wie weit du mit geschlossenem Hahn kommst.

Das kann eigentlich nur passiern, wenn die Schwimmernadel nicht richtig schließt. Dann steigt in der Schwimmerkammer das Benzin langsam an und tritt durch die Nadeldüse im Ansaugtrakt aus. Dann läuft die Brühe, je nach Neigung, nach hinten Richtung Luftfilter oder - noch schlimmer- nach vorne in das Kurbelgehäuse. Ganz übel bei 4-Takter, denn dann wird das Öl verdünnt.

Darum immer Benzinhahn zu, auch wenn er dicht ist. Eines Tages ist er das halt nicht mehr.

Zitat:

@TeZett schrieb am 14. Mai 2021 um 15:34:37 Uhr:


Also kompression bei kaltem und heißem Motor bei 5,5 Bar.
Mit 1 Teelöffel Öl in zylinder, fast 6,5 bar

Ölgabe in den Zylinder erhöht den Kompressionsdruck um 20% und zeigt dabei folgendes an:

  • Entweder läuft der Motor zu mager (Mischung 1:25 immer noch nicht ausprobiert?).
  • Oder, Zylinder/Kolben/Kolbenringe verschlissen. Würde jetzt den Zylinder abbauen und alle Teile auf Verschleiß überprüfen. Wichtig => Öffnung hin zum Kurbelgehäuse mit Putzlappen zustopfen, damit keine Fremdkörper versehentlich hineinfallen können.
  • Meine Erfahrung hat gezeigt, wenn der Kolben zum Zylinder hin nicht richtig abdichtet, dann ist der Ansaug- und Füllvorgang gestört. Das produziert erhöhte Motortemperaturen und schließt nicht aus, daß das angesaugte Benzin-Luftgemisch teilweise rückwärts in den Vergaser gestoßen Wird.

Moin Moin !

Zitat:

Ölgabe in den Zylinder erhöht den Kompressionsdruck um 20% und zeigt dabei folgendes an:...........

Die massvolle Erhöhung ist völlig normal, genau wie auch der gemessene Wert an sich. Allerdings ist der mit extremer Vorsicht zu geniessen, eine sinnvolle Messung ist gar nicht möglich, weil der gemessene Wert im wesentlichen von der Messdrehzahl abhängt, und die ist mangels Anlasser nicht reproduzierbar.

Was also ist wirklich zu tun? Den Tankdeckel tauschen, und die Schwimmernadel und deren Sitz im Mischkammerdeckel einzuschleifen oder beides zu erneuern.

MfG Volker

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 16. Mai 2021 um 09:21:37 Uhr:


Moin Moin !

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 16. Mai 2021 um 09:21:37 Uhr:



Zitat:

Ölgabe in den Zylinder erhöht den Kompressionsdruck um 20% und zeigt dabei folgendes an:...........

Die massvolle Erhöhung ist völlig normal, genau wie auch der gemessene Wert an sich. Allerdings ist der mit extremer Vorsicht zu geniessen, eine sinnvolle Messung ist gar nicht möglich, weil der gemessene Wert im wesentlichen von der Messdrehzahl abhängt, und die ist mangels Anlasser nicht reproduzierbar.
Was also ist wirklich zu tun? Den Tankdeckel tauschen, und die Schwimmernadel und deren Sitz im Mischkammerdeckel einzuschleifen oder beides zu erneuern.

MfG Volker

Volker, ich entdecke hier keine Lösungsvorschläge.

MfG
Alois

"die Schwimmernadel und deren Sitz im Mischkammerdeckel einzuschleifen oder beides zu erneuern"

Das ist eine Lösung :-)

Gruß Ralf

Ich schon 🙂

--> ...und die Schwimmernadel und deren Sitz im Mischkammerdeckel einzuschleifen oder beides zu erneuern.

Einschleifen ist meiner Meinung nach nur ein Notbehelf, da durch das Einschleifen die Auflagefläche größer wird, was der Abdichtung nicht dienlich ist. Lieber neu machen, aber erst mal jemanden finden wo man nicht ein Jahr oder länger warten mus......🙁

oh, da war einer schneller mit tippen 🙂

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 16. Mai 2021 um 09:21:37 Uhr:



... eine sinnvolle Messung ist gar nicht möglich, weil der gemessene Wert im wesentlichen von der Messdrehzahl abhängt, und die ist mangels Anlasser nicht reproduzierbar.

Deswegen bei einem Zweitakter immer den selben Berg mit der selben Geschwindigkeit runter rollen lassen oder jemanden gleichmäßig zügig schieben lassen. Kickstarter macht, wie oben beschrieben, nicht wirklich einen Sinn. Bei Viertaktern ist es ok.
Benzinhahn zu und Gasschieber auf nicht vergessen.

Tag zamm,

da ich sicher nicht fähig bin, dat Dingen einzuschleifen ;-) würd ich dann mal neu bestellen. Also Nadel, Schwimmer UND Mischkammerdeckel?

Bei dem originalen Tankdeckel fehlt lediglich die Dichtung, die hab ich schon im Warenkorb ;-)

Kolben würd ich mir mal anschauen und dann ggf Bilder schicken...
Auf der anderen Seite dachte ich aber auch schon, einfach schleifen, hohnen und nächstgrößeren Kolben machen lassen, schadet ja sicher nicht...hab bei ddr moped deren 80 eur Angebot gefunden.

Schwimmergehäusedeckel wird es nicht neu geben. Und ob bei gebrauchten die Dichtfläche nicht noch übler ist bei deinem ist auch fraglich. Schau doch mal die Spitze deiner Schwimmernadel an. Einschleifen ist eigentlich nicht schwer, man benötigt nur Ventilschleifpaste (mittel und fein) und etwas Zeit. Aber versuch erst mal eine neue Schwimmernadel . Und wenn einschleifen, dann eine neue.
Aber: Durch das Einschleifen verändert sich der Schwimmerstand nach oben und muss gegebenen falls durch tiefersetzen des Schwimmers eine Kerbe weiter nach unten an der Schwimmernadel kompensiert werden !
Wenn dein Schwimmer dicht ist, dann nimm ihn weiter ! Bei Nachbauten ist es immer so eine Sache mit dem Gewicht.

Deine Antwort
Ähnliche Themen