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Diesel im Motoröl ausdampfen im Leerlauf

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 7:24

Altbekannt ist das Problem mit der Anreicherung von Diesel im Motoröl... Z.B. wenn man einen Diesel hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb betreibt, fragt sich, wie man diesem Problem am besten entgegen wirkt.

Da heißt es immer, man soll das Auto mal über eine weitere Strecke betreiben. Aber ist das notwendig?

Würde es nicht womöglich ausreichen, das Auto einfach längere Zeit im Stand laufen zu lassen?

Oder würde das Öl so nicht oder zu langsam eine ausreichend hohe Temperatur erreichen? Bzw. könnte man das Öl ja vorher in einer mehr oder weniger kurzen Fahrt schon mal etwas schneller vorwärmen, um dann auf Temperatur den Diesel im Stand weiter ausdampfen zu lassen?

Wäre das nicht sparsamer im Stand, als das Auto dagegen zu bewegen? Und man müsste nicht unnötig rum fahren, (sofern einen so etwas stören kann ^^) sondern könnte derweil andere Dinge tun, zu denen man sonst nicht kommt, wie mal das Auto gründlich reinigen oder die Partnerin/den Partner beglücken...

Und wenn, wie lange müsste man das Auto wohl laufen lassen, um ein brauchbares Ergebnis zu erzielen?

 

 

Beste Antwort im Thema

Dann würde ich lieber das Öl wechseln, das geht schneller, als solche infantilen Gedanken zu haben, deren Umsetzung nicht statthaft ist.

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Mit CNG hat man das Problem nicht. Kein Kraftstoffeintrag in das Motoröl möglich. Zudem kein DPF vorhanden usw.

Zitat:

@Cupkake schrieb am 2. April 2016 um 05:44:41 Uhr:

Mit CNG hat man das Problem nicht.

Es sei denn, ich werde gezwungen, bivalent mit einem Benzintank für "Notfälle" zu fahren, weil es ja ach so viele CNG-Stationen in Deutschland gibt ... :eek:

Zitat:

@kasemattenede schrieb am 1. April 2016 um 18:27:26 Uhr:

 

ich dachte das ein betriebwarmer Motor mit passendem Öl eingentlich Vollastfest ist und man auch bei längeren Vollgas Etappen sich eben keinen nenneswerten Verschleiß einhandelt.

Aber nicht mit 7% Diesel in der Oelwanne...

Wir sind nicht PKW sondern 13 Liter Dieselmotoren und lassen regelmaessig Oeltests machen. Der erste Test ist allerdings mit dem Peilstab, wenn der Pegel steigt ist garantiert Diesel im Oel. Selbst wenn er absolut gleichbeibt ist es verdaechtig.

Ist der Dieselgehalt mehr als 5% wechseln wir das Oel. Wenn wir nicht sicher sind? Wechseln wir das Oel. Wir geben sehr wenig auf Behauptungen Anderer, da die Motoren zuviel Geld kosten und die Ausfallzeit jede Menge Aerger (und Kosten) verursacht. Wegen ein paar Liter Oel sparen halse ich mir keinen $28'000 Motoren Tausch auf...

Bilder: so sieht das in etwa aus, geht bis in die Nacht, dauert 2 Tage mit 3 Mann + Kran und mit etwas Glueck regnets auch noch...

 

Pete

1208-transmission-006
1208-transmission-008
1208-transmission-007
+1

Zitat:

@Cupkake schrieb am 2. April 2016 um 05:44:41 Uhr:

Mit CNG hat man das Problem nicht. Kein Kraftstoffeintrag in das Motoröl möglich. Zudem kein DPF vorhanden usw.

Wer das Problem nicht hat interessiert im Sinne der Diskussion aber nicht... 95% der Fahrzeuge fahren weder CNG noch LNG noch LPG, sie fahren Diesel und Benzin, bevorzugt im Kurzstreckenverkehr ohne Ruecksicht auf Verluste. Zum grossen Teil weil sie es nicht besser wissen, nicht jeder ist KFZ Schlosser, und die Hersteller sie frech anluegen. Kein LL Oel der Welt kann Kraftstoffeintrag ins Oel verhindern oder gar negieren... Da bleibt nur vorgezogener Oelwechsel oder Motortausch wenns ganz schief geht.

 

 

Pete

Und was das Thema "Vollgasfest" angeht: Selbst ein simpler Bauernmotor hat im PKW Bereich 15-19 m/s Kolbengeschwindigkeit am Punkt der besten Leistung. Ein Flugmotor wie ein Rotax 912UL liegt bei 12 m/s (60mm und 5800 RPM). Die Motoren halten tatsächlich 1500-2000h auch unter hoher Last. Typisch 3-5 min Vollgas beim Start und Steigflug und danach 50-75% der Leistung im Reiseflug. Wäre beim PKW etwa 1500h mit 150 km/h bzw. 225.000 km. Danach gibts ne mittelgroße Revision und nochmal das selbe. Die alten Lycoming Motoren liegen nochmal drunter. Porsche hat vor Jahren versucht den alten luftgekühlten Ölboxer als Flugmotor weiterzubauen. Sind böse auf die Fresse geflogen, der hält unter den Bedingungen nicht.

Zitat:

@GaryK schrieb am 3. April 2016 um 14:05:10 Uhr:

Porsche hat vor Jahren versucht den alten luftgekühlten Ölboxer als Flugmotor weiterzubauen. Sind böse auf die Fresse geflogen, der hält unter den Bedingungen nicht.

Nein, der hält schon - einige fliegen noch heute, obwohl sie Porsche eigentlich alle aus dem Verkehr ziehen wollte.

Die Probleme mit dem PFM 3200 waren ökonomische, keine technischen. Als Porsche den Motor fertig hatte, war der Markt gerade auf weniger als ein Zehntel des ursprünglichen zusammengeschrumpft. Damit wurden aus den geplanten vierstelligen Absatzzahlen nur zweistellige...

Grüße

Hmm... da drängt sich mir die Frage auf:

Warum findet die Ölverdünnung eigentlich bei Langstrecke NICHT statt ?

Die Öltemperatur ist ja durch die Langstrecke nicht höher sodass das Diesel im Öl "verdunsten" könnte...?!

Zitat:

@segfault schrieb am 4. April 2016 um 11:34:49 Uhr:

Hmm... da drängt sich mir die Frage auf:

Warum findet die Ölverdünnung eigentlich bei Langstrecke NICHT statt ?

Zum einen ist Ölverdünnung nicht zwingend auf Kurzstrecke, sondern vielmehr auf Fahren mit kaltem Motor und fettem Gemisch (Warmlaufphase) zurückzuführen. Beim Diesel halt verstärkt auf die DPF-Reingung.

Ist das Öl erstmal verdünnt, kommt dann die Langstrecke hinzu, weil das Ausdampfen eine Funktion der Zeit darstellt.

Jede Kurzstrecke beginnt mit den gleichen Bedingungen, wie eine Langstrecke. Sprich kalter Motor, dickflüssiges Öl, Verschleiß. Es ist ein Mythos, daß Langstrecken besser für den Motor sind, als Kurzstrecken, solange man nicht insgesamt die gleiche Gesamtlaufleistung vergleicht. Es hilft gar nichts, aus einer Kurzstrecke eine (überflüssige) Langstrecke zu machen, um den Motor zu schonen. Das Gegenteil wäre dann der Fall. Zum Verschleiß der Kurzstrecke käme der Verschleiß auf der (unnötigen) Langstrecke noch dazu. Das einzige Argument für eine unnötig längere Strecke wäre das Verdampfen des Kondenswassers im Auspuff. Aber das ist bei BMWs, die alle eine Edelstahlauspuffanlage haben, unnötig.

Zitat:

@flat_D schrieb am 6. April 2016 um 10:43:46 Uhr:

......................Es hilft gar nichts, aus einer Kurzstrecke eine (überflüssige) Langstrecke zu machen, um den Motor zu schonen. Das Gegenteil wäre dann der Fall. Zum Verschleiß der Kurzstrecke käme der Verschleiß auf der (unnötigen) Langstrecke noch dazu. ........................

Meine Meinung. Ist nur gut um kostenintensiv eigene Zeit tot zu schlagen.

Zitat:

@flat_D schrieb am 6. April 2016 um 10:43:46 Uhr:

Es ist ein Mythos, daß Langstrecken besser für den Motor sind, als Kurzstrecken, solange man nicht insgesamt die gleiche Gesamtlaufleistung vergleicht.

Noch besser: Gesamtfahrleistung durch absolute Zahl an Kaltstarts teilen, um das Verschleißverhalten relativieren zu können.

Zitat:

@flat_D schrieb am 6. April 2016 um 10:43:46 Uhr:

Das einzige Argument für eine unnötig längere Strecke wäre das Verdampfen des Kondenswassers im Auspuff. Aber das ist bei BMWs, die alle eine Edelstahlauspuffanlage haben, unnötig.

Auch ein BMW leidet unter Ölverdünnung im Kurzstreckenbetrieb. Und auch Abgasanlagen aus "Edelstahl" (oh Mann, wie mich die falsche Verwendung dieses Begriffs mittlerweile ank**zt) leiden im Kurzstreckenbetrieb. Und wenn die Verlängerung eines bewirkt, dann ein längeres Laden der Batterie.

Aber prinzipiell hast Du natürlich recht. Unnötige Kaltstarts an sich zu vermeiden ist das Beste, was man für ein langes Motorleben tun kann. Neben dem regelmäßigen und nötigenfalls auch verkürzten Ölwechsel.

Zitat:

@JeanLuc69 schrieb am 6. April 2016 um 17:08:06 Uhr:

 

Aber prinzipiell hast Du natürlich recht. Unnötige Kaltstarts an sich zu vermeiden ist das Beste, was man für ein langes Motorleben tun kann. Neben dem regelmäßigen und nötigenfalls auch verkürzten Ölwechsel.

Deswegen heizen wir die Motoren auf 50C vor :)

 

Pete

Zitat:

@Reachstacker schrieb am 6. April 2016 um 19:29:34 Uhr:

Deswegen heizen wir die Motoren auf 50C vor :)

Mein Opa hatte seinerzeit seinen Ölbrenner-Mercedes in der Garage mit der Ölwanne immer über einem Gas-Heizstrahler abgestellt, den er morgens immer 10 Minuten vor der Fahrt zur Arbeit einschaltete. Das hat er im 2. Weltkrieg an der Ostfront gelernt. :D

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