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Diesel im Motoröl ausdampfen im Leerlauf

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 7:24

Altbekannt ist das Problem mit der Anreicherung von Diesel im Motoröl... Z.B. wenn man einen Diesel hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb betreibt, fragt sich, wie man diesem Problem am besten entgegen wirkt.

Da heißt es immer, man soll das Auto mal über eine weitere Strecke betreiben. Aber ist das notwendig?

Würde es nicht womöglich ausreichen, das Auto einfach längere Zeit im Stand laufen zu lassen?

Oder würde das Öl so nicht oder zu langsam eine ausreichend hohe Temperatur erreichen? Bzw. könnte man das Öl ja vorher in einer mehr oder weniger kurzen Fahrt schon mal etwas schneller vorwärmen, um dann auf Temperatur den Diesel im Stand weiter ausdampfen zu lassen?

Wäre das nicht sparsamer im Stand, als das Auto dagegen zu bewegen? Und man müsste nicht unnötig rum fahren, (sofern einen so etwas stören kann ^^) sondern könnte derweil andere Dinge tun, zu denen man sonst nicht kommt, wie mal das Auto gründlich reinigen oder die Partnerin/den Partner beglücken...

Und wenn, wie lange müsste man das Auto wohl laufen lassen, um ein brauchbares Ergebnis zu erzielen?

 

 

Beste Antwort im Thema

Dann würde ich lieber das Öl wechseln, das geht schneller, als solche infantilen Gedanken zu haben, deren Umsetzung nicht statthaft ist.

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Dann würde ich lieber das Öl wechseln, das geht schneller, als solche infantilen Gedanken zu haben, deren Umsetzung nicht statthaft ist.

Diesel verdampft nicht mehr wirklich aus dem Öl, das geht nur bei Benzinern.

Ölwechsel machen.

Gruß Metalhead

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 8:36

Der Ölwechsel ist gewiss der effektivste weg, wenn es um Dieselentfernung aus dem Öl geht, das steht wohl außer Frage. Aber ist es auch der günstigste und einfachste? Man kann natürlich den Öl-Wechselintervalle drastisch kürzen. Aber ob ein ständiger Ölwechsel wirklich die Lösung ist? Zumal bei teurem Öl, und dann auch noch wenn man selbst das Öl nicht wechseln kann/will, ein Ölwechsel mitunter gleich noch teurer wird. Wenn es dann womöglich schon ausreicht, das Fahrzeug, anstatt es, wie oft empfohlen wird, mal über eine längere Strecke zu bewegen, eine gewisse Zeit im Leerlauf laufen zu lassen, hört sich das doch nach einer unkomplizierten und eher günstigen Lösung an. Gerade anstatt es zu bewegen, wie gerne empfohlen wird, ob sinnvoll oder nicht...

Inwiefern das legal ist, ist eine andere Frage.

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 8:38

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 19. Juni 2015 um 08:25:19 Uhr:

Diesel verdampft nicht mehr wirklich aus dem Öl, das geht nur bei Benzinern.

Ölwechsel machen.

Gruß Metalhead

Nicht MEHR? Wie meinst du das, nicht MEHR? Meines Wissens verdampft Diesel aus dem Öl, wenn auch nur langsam. Hat ein neuerer Umstand das geändert?

Soweit ich weiß verdampfen da nur homeopathische Mengen in vertretbarer Zeit.

Benzin verdampft gut wenn das Öl warm wird, Diesel nicht (ist ja auch ein Öl).

Gruß Metalhead

Das "mal längere Strecken fahren", bewirkt beim Diesel nicht viel, da der Kraftstoff "Diesel" wiet aus weniger

verdampft, als Benzin. Der mineralische Anteil im Diesel wird dann zwar abgebaut, der Biodieselanteil jedoch nicht !! Dieser bleibt fast vollständig im Motorenöl zurück.

Daher bleibt dei Ölverdünnung nur der Ölwechsel übrig.

Test vom ADAC haben ergeben, dass bei Kurzstreckenbetrieb der Dieselanteil bereits nach 10.000 km bei einigen Testfahrzeugen bei über 15% lag...

Dass hier die Schmierfähigkeit leidet, ist nachvollziehbar....

am 19. Juni 2015 um 9:14

Das Problem ist, das im Diesel Rapsmethylester enthalten ist (Biodiesel). Dieser verdampft so gut wie gar nicht mehr aus dem Öl heraus.

Nicht nur Kurzstreckenbetrieb ist eine Ursache von Ölverdünnung. Bei den heutigen Motoren wird eine Dieselpartikelfilterregenaration durchgeführt, unter anderen über eine Nacheinspritzung. Damit Diesel in den Abgastrakt gelangt und sich dort die Temperatur im Partikelfilter erhöht. Das hat aber zur Folge das Diesel direkt an die Zylinderwand gespült wird und sich dann im Öl sammelt.

Wenn der Motor schon beim fahren (also mit Last) nicht richtig warm wird damit sich dieses ganze Zeug verflüchtigt, wie soll er denn im Stand (ohne Last) das ganze besser schaffen...

:confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:

(außer vielleicht zu mager eingestellten Benziner im Death-Valley)

am 19. Juni 2015 um 9:29

Zum Beispiel durch Abecken des Kühlers - aber sinniger wäre bei einem solchen Fahrprofil wohl ein Elektro- oder Benzinmotor.

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 9:37

Zitat:

@Oldironsides220 schrieb am 19. Juni 2015 um 09:18:56 Uhr:

Wenn der Motor schon beim fahren (also mit Last) nicht richtig warm wird damit sich dieses ganze Zeug verflüchtigt, wie soll er denn im Stand (ohne Last) das ganze besser schaffen...

:confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:

(außer vielleicht zu mager eingestellten Benziner im Death-Valley)

Es geht vielleicht weniger ums warm werden als ums warm bleiben, wobei sich natürlich fragt, wie weit sich das Öl im Stand erwärmt bzw. nach einer Aufwärmfahrt wieder auskühlt.

Es geht mir ja auch nicht darum, ein bereits stärker mit Diesel gesättigtes Öl wieder reiner zu bekommen, sondern einfach nur einer Anreicherung entgegen zu wirken, wie es das auch im Langstreckenbetieb der Fall ist.

Wenn das Öl mal stärker gesättigt is, muss natürlich der Ölwechsel her.

Wär interessant zu wissen bei welcher Temperatur der Diesel wie stark aus dem Öl verdampft, um mal zu wissen, wie weit so ein warm halten des Öls Sinn machen würde, wie beim Fahren einer längeren Strecke.

am 19. Juni 2015 um 10:06

Wenn du die Siedetemperaturen von Diesel (250–350 °C) und Benzin (70–150 °C) anschaust, wirst du feststellen, dass die Menge an Diesel, die aus dem 100 °C warmen Motoröl verdunsten oder verdampfen soll, nur verschwindend gering sein kann. Du müsstest das Motoröl auf über 250 °C halten, wenn überhaupt nennenswerte Mengen Diesel verdampfen sollen.

am 19. Juni 2015 um 10:16

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 19. Juni 2015 um 08:25:19 Uhr:

Diesel verdampft nicht mehr wirklich aus dem Öl, das geht nur bei Benzinern.

Ölwechsel machen.

Gruß Metalhead

Jupp. Und selbst Benziner brauchen dazu eine gewisse Zeit und Temperatur, so ca. 2-3h Fahrt.

Leerlauf ist da für'n Arsch und bewirkt eher das Gegenteil.

Das verdampft dann aber an den Kolben- u. Zylinderbereichen wo es im Fahrbetrieb mal locker 300°C erreicht... nur im Standgas wird das eben nichts mit solchen Temperaturen.

Ausserdem freut sich der Partikelfilter eher über 'ne lange Fahrt, als mit AGR-Rate im Standgas rum zu dümpeln. (sprich passive Regeneration ist halt inklusive bei 'ner langen Fahrt - braucht nicht wieder extra einspritzen wie bei der aktiven)

Nur wie hier auch schon erwähnt, wird das erst was bei längeren Fahrten auf der BAB außerhalb des AGR-Bereiches so um 3000u/min und darüber...(wo er dann auch mal richtig Verbrennungstemperatur hat) alles andere ist eher homöopathisch.

PS: wenn Du aber den verbrauchten Diesel für eine erfolgbringende Fahrt gegenrechnest, dann spar Dir die Zeit für 3,5 Stunden Fahrt und mach 'nen Ölwechsel rechtzeitig in 'ner 1/2 Stunde (kostet wohl dann das gleiche) und mach mit der Madame die restlichen 3 Stunden Party at home ;)

am 19. Juni 2015 um 10:30

Beim Benziner brauchen wir 15km Überlandfahrt, bis die Öltemperatur im "Arbeitsbereich" ankommt, da reicht aber schon eine längere Ampelphase, das diese wieder sinkt.

 

PS wir haben nur eine Öltemp.anzeige, keine für Wasser!

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