Diesel bei PKW - Anfällig, dreckig, steuerbegünstigt
Über das Thema wurde schon oft drüber geredet, aber soweit ich weiß noch nicht als eigener Thread. Ich frage mich wirklich, warum viele noch Dieselfans sind und warum die deutsche Auto-Industrie sich krampfhaft daran festklammert, wenn es folgende Informationen zum Diesel gibt:
Euro 6 Diesel sind im Realbetrieb reihenweise dreckiger als LKWs.
Diesel ist momentan gegenüber Benzin steuerlich begünstigt. Da Diesel einen höheren Energiegehalt als Benzin hat, wäre es umgekehrt sinnvoll.
Klar, Diesel ist wegen der Steuerbegünstigung billiger und er hat viel Drehmoment. Wiegt das aber die o.g. Nachteile auf?
Beste Antwort im Thema
Ich kann,s nicht mehr lesen immer auf Dieselfahrzeuge schimpfen.
1 Kreuzfahrt Passagierschiff hat soviel Schadstoff Ausstoß wie 5 Millionen PKW,s.geh mal dagegen an.
Und das was ich lese muß nicht die Wahrheit sein. LKW sauberer als PKW, das halt ich für ne Mogelpackung ?
Glaub nicht alles was man uns gezielt vorsetzt als lesestoff.
658 Antworten
Die E-Auto OT-Diskussion wurde in Vertretung der Bereichsmoderation entfernt. Ich bitte darum nun beim Thema Diesel zu bleiben. Danke.
Grüße
ballex
MT-Team
VW bleibt jedenfalls dabei - http://www.spiegel.de/.../...rkaufsstopp-des-vw-touareg-a-1169315.html
Der Touareg V6 TDI, eine "nicht angemeldete Abschalteinrichtung". Sobald die nächste Generation Hochstrom-Akkus kommt, werden Verbrenner eher kleine "Range Extender" sein. Die allerdings Abgaswerte einhalten müssen. Für einen Motor, der statistisch kaum 10-20% der Zeit noch läuft (wie ein klassischer RE im Plug-In) lohnt ein Diesel nicht, es braucht zudem eine in der Fertigung möglichst simple Konstruktion. Von der Laufkultur (Dämmung) ganz abgesehen. Einen Otto "sauber" zu bekommmen kostet gerade mal 200€ für Kat und Lambdasonden. Beim Diesel mit der Hochdrucktechnik nebst SCR kannste das knicken. Vom Platzproblem für DPF, SCR & Co ganz abgesehen. Wobei der Otto dann garantiert nen Atkinson/Miller cycle fährt - mein Tip jedenfalls.
Der Diesel hat im PKW perspektivisch fertig, jedenfalls auf Sicht der nächsten 10-15 Jahre. Und da nach dem aktuellen Stand der Wahl wohl CDU, FDP und Grüne irgendwas machen müssen - ich glaub da ist das politische Backup von u.a. VW langsam "am schwinden". Vielleicht halten die Jungs sich einfach mal an die Regeln und bauen Autos, die ab Werk tatsächlich leidlich den Vorschriften entsprechen. Und die Herren Minister schauen denen mal auf die Finger statt wie Wissmann erst wegzuschauen und dann zum VDA zu wechseln.
Der TÜV könnte ggf. auch auf die Idee kommen, eine kleine batteriebetriebene NOx Sonde nebst Bluetooth/Wlan Modul an den Auspuff zu klemmen, Geschwindigkeit und Luftmasse per OBD2 abzugreifen und den Fahrzeugführer eine kleine Probefahrt machen zu lassen. Schon sind durchgebohre DPF, blindgelegte/rauscodierte AGR und "billiges Chiptuning" mit der nächsten HU am Ende. Weil ohne emissionsmindernde Maßnahmen machen Diesel genau wie Gasturbinen (u.a. Flugzeuge) etwa 15-30g Stickoxide je Kilo Brennstoff. Was etwa 750-1500 mg/km entspricht. Es ist nunmal ne "typische Diffusionsflamme". Und das sieht auch die einfachste NOx Sonde.
Schon lustig was sich der sch... Konzern so rausnimmt. Schadet sicher nicht unserem Ruf in der Welt. Die setzen auch keine Arbeitsplätze aufs Spiel...
Alle reden immer von den Entwicklungen der Akku-Technologie, welche die E-Auto-Technik so voranbringen wird. Die neuen Akku-Modelle (Li-Ionen, Li-Polymer usw) bergen einige Nachteile (Feuergefahr) etc.
Denkanstoß: Im Kalten Krieg haben alle Parteien über 40 Jahre die U-Boot-Technik verbesert und modifiziert. Es wurden Milliarden in die Verbesserung der Antriebe der konventionllen U-Boote investiert.
Das Ergebnis: Auch heute noch fahren die mordernsten U-Boote dieser Art (Klasse 212 aufwärts) mit herkömmlichen Blei-Säure-Akkumulatoren. Bei einer mäßigen Energiedichte von 30 Wh/kg.
Warum haben sich die "neuen" ( Li-Ion, Na-S, Silber-Zink, etc) Akku-Technologien dort nie durchgesetzt. Wären sie doch ein massiver Vorteil für die Unterwasserfahrt.
Wie kann das sein? Haben die Rüstungstechniker einfach nicht die Visionen eines Elon Musks?
Begründung: Diese Technologien bieten zwar (auf dem Papier) eine deutliche höhere Energiedichte wie die "alten" Blei-Säure-Akkumulatoren, technisch (und physikalisch) gibt es aber massiv Nachteile: Überhitzung, Empfindlichkeit gegen Über- oder Unterladung, zu teuer (Edelmetalle), etc.
Die Physik kann man eben nicht überlisten. Auch nicht mit Visionen.
Ergo: Der Verbrenner ist noch lange nicht tot: Die Energiedichte einer Tankfüllung Diesel mit einer E-Ladung (Li-Ion) im Vergleich, wird den Verbrenner immer besser dastehen lassen.
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So weit ist man davon nicht mehr entfernt. Ein 60l-Tank Diesel hat 600kWh an Energie. Der Dieselmotor wirft davon etwa 450kWh weg, übrig bleiben 150kWh für die Räder. Heute kannst du einen Tesla mit 100kWh-Akku kaufen. In ein paar Jahren werden 150kWh Standard sein.
Und nebenbei, auch Diesel und Benzin brennt sehr gut.
Grüße,
Zeph
Diesel hat eine Energiedichte von 11.800 Wh/kg.
Macht bei einer Tankfüllung von 80L ~ 800.000 Wh. (Die Dichte von Diesel mal eingerechnet)
Moderne Diesel haben einen Wirkungsgrad von 45%
Bleiben 360.000 Wh.
Schauen wir uns ein E-Auto an:
Energiedichte modernster Li-Ion Batterien (in der Zukunft 2020, angeommen): 200Wh/kg
Um hier die gleiche Arbeit wie aus 80L Diesel zu ziehen (habe mal einen unrealistschen Wirkungsgrad von 100% dem E-Motor zugesprochen) müsste das E-Auto also gut 1800 Kg an voll geladenen Li-Ion Akkus mitführen.
So sieht es aus! Der Diesel ist in 2 Minuten betankt. Wie lange benötigen 1800 Kg Li-Ionen Akkus zum Laden?
Noch nicht eingerechnet: Was ist im Winter: Der Diesel beheizt den Innenraum quasi ohne Energieverlust auch bei -20°C. Wie sieht es da bei einem E-Auto aus, welches hierfür noch die schweren Li-Akkus extra belasten muss?
45% hat der Diesel nicht wirklich. Die hat er im idealen Betriebbszustand. Wirklich modern sollte er dafür auch nicht unbedingt sein.
Nicht falsch verstehen. Das Elektro-Auto kann eine sinnvolle Ergänzung der Mobilität sein. Zum Beispiel für Stadtfahrer oder Postboten. Das sehe ich auch so.
Für alles andere: Mittlere bis weite Strecken, Flexibilität, Lasten transportieren,etc. wird pyhsikalisch und technisch und auch umwelttechnisch kein Weg am Verbrenner vorbei gehen.
Aber reine Vernunft oder technische Betrachtungen spielen ja heutzutage keine Rolle mehr. Es geht nur um die Vison, die Ideologie oder Angstmacherei.
Danach sollte man aber keine Entscheidungen fällen.
Zitat:
@High-Miler schrieb am 26. Sep. 2017 um 19:22:09 Uhr:
Nicht falsch verstehen. Das Elektro-Auto kann eine sinnvolle Ergänzung der Mobilität sein. Zum Beispiel für Stadtfahrer oder Postboten. Das sehe ich auch so.
Nicht falsch verstehen. Fuer dich taugt ggf eine Ekarre nix. Fuer 90% aller anderen schon. Einziges Manko: es gibt praktisch keine Gebrauchten und keine fuer die Masse bezahlbarer Neuwagen.
Wer kein E-Auto will, braucht sich auch keins anzuschaffen. Wobei ich nicht weiss, warum du dieses Thema hier ueberhaupt ansprichst, das hat mit Diesel nix zu tun.