Diesel bei PKW - Anfällig, dreckig, steuerbegünstigt
Über das Thema wurde schon oft drüber geredet, aber soweit ich weiß noch nicht als eigener Thread. Ich frage mich wirklich, warum viele noch Dieselfans sind und warum die deutsche Auto-Industrie sich krampfhaft daran festklammert, wenn es folgende Informationen zum Diesel gibt:
Euro 6 Diesel sind im Realbetrieb reihenweise dreckiger als LKWs.
Diesel ist momentan gegenüber Benzin steuerlich begünstigt. Da Diesel einen höheren Energiegehalt als Benzin hat, wäre es umgekehrt sinnvoll.
Klar, Diesel ist wegen der Steuerbegünstigung billiger und er hat viel Drehmoment. Wiegt das aber die o.g. Nachteile auf?
Beste Antwort im Thema
Ich kann,s nicht mehr lesen immer auf Dieselfahrzeuge schimpfen.
1 Kreuzfahrt Passagierschiff hat soviel Schadstoff Ausstoß wie 5 Millionen PKW,s.geh mal dagegen an.
Und das was ich lese muß nicht die Wahrheit sein. LKW sauberer als PKW, das halt ich für ne Mogelpackung ?
Glaub nicht alles was man uns gezielt vorsetzt als lesestoff.
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Zitat:
@High-Miler schrieb am 26. September 2017 um 19:22:09 Uhr:
Nicht falsch verstehen. Das Elektro-Auto kann eine sinnvolle Ergänzung der Mobilität sein. Zum Beispiel für Stadtfahrer oder Postboten. Das sehe ich auch so.Für alles andere: Mittlere bis weite Strecken, Flexibilität, Lasten transportieren,etc. wird pyhsikalisch und technisch und auch umwelttechnisch kein Weg am Verbrenner vorbei gehen.
Würde ich mittelfristig sogar auch so sehen. Aktuell seh ich nur keine Notwendigkeit weiterhin Diesel im PKW in irgendeiner Form zu fördern und zu propagieren. Ich denke das sich dann der Markt auch recht schnell einreguliert und das auch nicht zwangsläufig zum Nachteil des CO2 Aussstosses.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 26. Sep. 2017 um 19:23:37 Uhr:
Auf dauerhaft 35-40% kommt man mit einem 2.0 CR TDI.
Peak sind ca 43-44%
Aber auch nur, wenn die AB kilometer weit frei ist. Und fuer diese Leute, die das nutzen koennten, gibt es **HEUTE** keine alternativen Autos. Zwingt ja niemand zum Umstieg. Entweder AB Speedfahrten oder Stadtfahrten. Beides kann man nicht haben.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 26. September 2017 um 19:23:37 Uhr:
Auf dauerhaft 35-40% kommt man mit einem 2.0 CR TDI.
Peak sind ca 43-44%.
Und da fehlen noch die Getriebeverluste. Peaks möchte ich als unint abtun. Wirklich fahrbare ruhige Dieseldirekteinspritzer mit Aufladung sind keine wirklichen Wirkungsgradrekordhalter. Kann ein Benziner mit Hochoktansprit letztlich genauso...
Nö, auch im mittleren Leistungsbereich, sofern das Getriebe ordentlich abgestuft ist.
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Zitat:
@IncOtto schrieb am 26. September 2017 um 19:54:25 Uhr:
Nö, auch im mittleren Leistungsbereich, sofern das Getriebe ordentlich abgestuft ist.
Inklusiver der Getriebeverluste landen wir irgendwo bei 30-35% im Mittel und gaaaaanz sicher nicht bei 45%
Nun auch der Tesla Model 3 hat ein Getriebe und somit Getriebeverluste.
Verluste an Rädern, cw-Wert etc. haben sowohl Verbrenner wie auch Diesel gleichermaßen.
Und der "Verlust" beim Diesel (Abwärme) ist gleichermaßen vor Vorteil : Die Heizung ist quasi umsonst.
Das E-Auto muss dafür wieder auf seine mitgeschleppten Akkus zurückgreifen.
Ach ihr immer mit euren Effektivitätswerten.
Fakt ist, wenn ich mit 15 bis 20% Wirkungsgrad fahre, verbrauche ich auf 100km Strecke erheblich weniger Kaftstoff, als wenn ich mit 35 bis 40% Wirkungsgrad durch die Genend brettere.
Deshalb sind mir Wirkungsgrade vollkomen Schnuppe. 😉
Zitat:
@High-Miler schrieb am 26. September 2017 um 20:12:18 Uhr:
Nun auch der Tesla Model 3 hat ein Getriebe und somit Getriebeverluste.
Verluste an Rädern, cw-Wert etc. haben sowohl Verbrenner wie auch Diesel gleichermaßen.Und der "Verlust" beim Diesel (Abwärme) ist gleichermaßen vor Vorteil : Die Heizung ist quasi umsonst.
Das E-Auto muss dafür wieder auf seine mitgeschleppten Akkus zurückgreifen.
Nur brauch man bei einem E Motor kein Getriebe und schon garkein aufwendiges. Man heizt auch nicht die Umwelt wenn man sie im Innenraum nicht brauch, zumindest nur absolut unwesentlich. Ein Verbrenner macht das zu 66%, ist also als Heizung effektiver als als Antrieb.😁 Der E Motor macht das mit etwa 10%, als Heizung also wirklich mist aber als Antrieb recht gut...
Darum geht es aber nicht. Fakt ist das ein Diesel eben keine 45% erreicht. Das gerechnete 1/3 ist absolut realistisch.
Und Fakt ist, das muss man mal so stehen lassen, dass Diesel anfaellig, dreckig und steuerbeguenstigt ist.
Anfällig? Genauso wie jeder andere Antrieb.
Dreckig? Nicht mehr.
Steuerbegünstigt? Wie LPG auch. Wieso ist der Begriff überhaupt negativ konnotiert?
Zitat:
@IncOtto schrieb am 26. September 2017 um 21:41:16 Uhr:
Anfällig? Genauso wie jeder andere Antrieb.
Dreckig? Nicht mehr.
Steuerbegünstigt? Wie LPG auch. Wieso ist der Begriff überhaupt negativ konnotiert?
Anfällig schon. Meine Mutter hatte mit ihren Dieseln mehrere Turboschäden, so etwas hatte noch keiner von meinen Ottos. Berkokende AGR oder kaputte Partikelfilter hatte ich auch noch nie.
Dreckig sind die 2017er Diesel immer noch mehr als z.B. unser 1991er Porsche und auch als fast jeder andere MPI-Otto mit G-Kat.
Steuerbegünstigt - ja, das stimmt. Allerdings kann man bei LPG und CNG sagen, daß ein Auto damit weniger dreckig ist als ein vergleichbarer Otto mit Benzin. Das trifft auf den Diesel nicht zu. Der Diesel hinkt in Sachen Schadstoffe eben über 30 Jahre hinterher.
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 26. September 2017 um 21:30:49 Uhr:
Und Fakt ist, das muss man mal so stehen lassen, dass Diesel anfaellig, dreckig und steuerbeguenstigt ist.
Seh ich auch so. Mach das aber mal jemandem klar der solch emense Wärmeverluste als umsonst betitelt... Mir ist klar das ein Benziner die Verluste genauso hat, aber wenigstens sauberer, und zwar deutlich sauberer, als der Diesel....
Oder halt
Zitat:
Ach ihr immer mit euren Effektivitätswerten.
Fakt ist, wenn ich mit 15 bis 20% Wirkungsgrad fahre, verbrauche ich auf 100km Strecke erheblich weniger Kaftstoff, als wenn ich mit 35 bis 40% Wirkungsgrad durch die Genend brettere.
Deshalb sind mir Wirkungsgrade vollkomen Schnuppe. 😉
Ich hoffe zwar das @Rainer_EHST damit ausdrücken will, dass der Fahrstil einen großen Einfluss hat, aber das macht den Inhalt des Satzes nicht richtiger.
Fahr ich 100km mit 100km/h und einem Wirkungsgrad von 20% hab ich immernoch doppelt soviel gebraucht wie wenn ich die 100km mit 200km/h aber einem Wirkungsgrad von 40% gefahren bin. Die Frage ist aber eher ob die Wirkungsgrade so und bei den Geschwindigkeiten real sind.
Und wir hatten in fast 1Mio KM mit 3 TDIs keinen einzigen Turboschaden, und nur 1x Probleme mit dem AGR. Das einzig größere war unser ex-Golf 5, der meinte die Nockenwelle fressen zu müssen. Der bekam aber nur Vollgas, keine Ölwechsel, und falsches Öl. Dann darf auch nach 250.000KM eine Reparatur anstehen.
Ein DPF hält bei Langstrecke auch seine 250.000KM. Und bei der Laufleistung hat die MKL meines Benziners auch nach einem neuen Kat geschriehen.
Moderne Diesel stoßen im Stadtverkehr zudem teils weniger NOx aus als Benziner. Beispiel BMW 520d vs Ford Focus 1.0 ecoboost.
Machen sie nicht. Bestenfalls weniger als einige wenige Benziner. Bei denen wird dann auch nixmehr mit der Standfestigkeit, es sei denn man baut aus was verdrecken könnte. Das dient aber dazu den Diesel "sauber" zu machen.... Die ganzen Dieselthreads die es so über die Alteisen gibt sind voll von "Wie du hast die Drallklappen und das AGR nochnicht stillgelegt oder rausgebaut.... DPF kostet nur leistung..."
Übrigens haben die Benziner noch kein Chemiewerk und kein BPF. Haben also noc eine ganze Menge Potenzial noch sauberer zu werden. Der Diesel scheint dann doch eher schon am Ende ohne wirklich die Vorgaben einhalten zu können oder nur sehr selten...
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 26. Sep. 2017 um 21:54:43 Uhr:
Fahr ich 100km mit 100km/h und einem Wirkungsgrad von 20% hab ich immernoch doppelt soviel gebraucht wie wenn ich die 100km mit 200km/h aber einem Wirkungsgrad von 40% gefahren bin.
Das Dumme ist, dass bei 200km/h der Luftwiderstand mehr als doppelt so hoch ist. Der Motor mag optimale Leistung liefern, es wird aber auch 4-fache Leistung abgefordert. Da muss ich Rainer also schon zustimmen.