Diesel bei PKW - Anfällig, dreckig, steuerbegünstigt

Über das Thema wurde schon oft drüber geredet, aber soweit ich weiß noch nicht als eigener Thread. Ich frage mich wirklich, warum viele noch Dieselfans sind und warum die deutsche Auto-Industrie sich krampfhaft daran festklammert, wenn es folgende Informationen zum Diesel gibt:

Diesel haben anfällige Technik; die Haltbarkeit seit der Entwicklung vom Saugdiesel zum Drehmomentmonster mit Turbo etc. ist um ein Vielfaches schlechter geworden.

Euro 6 Diesel sind im Realbetrieb reihenweise dreckiger als LKWs.

Diesel ist momentan gegenüber Benzin steuerlich begünstigt. Da Diesel einen höheren Energiegehalt als Benzin hat, wäre es umgekehrt sinnvoll.

Klar, Diesel ist wegen der Steuerbegünstigung billiger und er hat viel Drehmoment. Wiegt das aber die o.g. Nachteile auf?

Beste Antwort im Thema

Ich kann,s nicht mehr lesen immer auf Dieselfahrzeuge schimpfen.
1 Kreuzfahrt Passagierschiff hat soviel Schadstoff Ausstoß wie 5 Millionen PKW,s.geh mal dagegen an.
Und das was ich lese muß nicht die Wahrheit sein. LKW sauberer als PKW, das halt ich für ne Mogelpackung ?
Glaub nicht alles was man uns gezielt vorsetzt als lesestoff.

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Zitat:

@Zephyroth schrieb am 23. September 2017 um 20:16:53 Uhr:


Oje, ganz üble Idee jemandem mit Feinstaub zu kommen, der in der Signatur den Link zum Gegenbeweis hat...

https://www.automobil-produktion.de/.../...erte-fuer-benziner-291.html
................

Komische Diskussion. Irgendwie reden wir aneinander vorbei😕

Geht es hier in dem Thread um LPG- oder andere Gasverbrennermotoren??? Hatte ich irgenwo LPG erwähnt???

Der Link weist auf Fahrzeuge, die ich ebenfalls nicht erwähnt hatte und zu denen ich auch kein Statement abgegeben hatte. Soll das wieder eine neue Nebelkerze sein?

Immerhin heißt es in dem Artikel als Fazit:

"Interessant an dem Test: Diesel stoßen nicht grundsätzlich mehr Partikel aus als Benziner. Neben dem Renault Kadjar ist auch beim Mazda 6 Kombi der Diesel sauberer. Die Benziner schlagen sich dagegen besser bei den Modellpaarungen von Audi A4, BMW X1 und VW Golf. Den höchsten Partikelausstoß im Test hat die Benzin-Variante des Mazda 6 mit 414 Milliarden Partikeln pro Kilometer."

Nur weil der Benziner an die 5000U/min läuft, heißt das nicht Vollast. Letztendlich geben sowohl Benziner als auch Diesel bei gleicher Geschwindigkeit ähnliche Leistungen ab, die typischerweise weit entfernt ist von der Nennleistung.

Was heißt Nebelkerze? Du hast damit anfangen, das Benziner mehr Feinstaub ausstoßen als Diesel. Zwar hast du mit den BMW begonnen, dann bist du aber generell geworden.

Abgesehen davon, jeder Benziner hält die Obergrenze bei Partikeln ein. Diesel die ihre NOx-Grenzen halten, kann man hingegen mit der Lupe suchen.

Grüße,
Zeph

Vollast oder Teillast hat mit der Drehzahl erst mal gar nichts zu tun. 😁 7000 Umdrehungen wenn man Bergab einen sehr niedrigen Gang verwendet sind null Last. Wobei Halbgas bei 1500 Umdrehungen schon Volllast sein kann wenn das Steuergerät die maximale nutzbare Einspritzmengte freigibt.

Wenn Ich mit meinem Benziner mit 4500 Umdrehungen unterwegs bin bleibe ich bei Konstantfahrt immer noch im Teillastbereich, wenn auch am oberen Ende. Beim Diesel dürfte das wohl eher Volllast sein. 😉

Aber wie dem auch sei, letztlich kann man an der Gaspedalstellung eh nicht mehr feststellen wie hoch die Last ist die dem Motor gerade abgefordert wird, dazu müsste man die entsprechenden Parameter im Steuergerät abrufen.

Obwohl in meiner Familie mehrere Benziner mit mehr als 4 Zyl. betrieben werden und wir einer Umstellung auf E-Antriebe mit Skepsis begegnen, wunder ich mich über die dämlichen Argumente gegen das Ende der Verbrenner.
Mit Ausnahme des Schwerverkehrs, der Schiff-und Luftfahrt ist der Verbrenner in 25 Jahren tot.
Tesla baut einen Viersitzer mit Nominalreichweite von 500 km und Beschleunigung von 2,8 sek. auf 100 kmh sowie eine Golfklasse für 31 000€ als massentaugliches Fahrzeug, und ein eigenes Ladesystem. Unsere Industrie hühnert gestützt durch die Lobby noch in der E-Antriebs-Steinzeit herum, und der Werbeaffine Konsument klatscht Beifall.

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Ich wäre stark dafür, dass wir hier beim Diesel als Diskussionsthema bleiben.

Zitat:

@GaryK schrieb am 23. September 2017 um 18:40:31 Uhr:



Interessiert mich persönlich genau einen Scheiss. Wenn ich 50k€ für ne Kiste ausgeben kann/will, dann sind mir auch 2 l formaler "Mehrverbrauch" gerade mal egal. In der 220 kW Klasse sind 9l Diesel gegen 11l Super bei aktuellen Preisen gerade mal 4€/100km Unterschied, was bei 20 tkm auf 800€ im JAHR hinausläuft. Das ist mir Faktor 10-100 in den Stickoxiden durchaus wert. Gerade bei Vollgas (du sprachst von "ausdrehen"😉 gehen Diesel deutlich auf die 2000 mg/km und drüber, während sich Benziner schwertun die 100 mg/km zu überschreiten. Bei Teillast (was 200 km/h Tempomat im "dicken" Benziner noch ist) liegste in der Regel um 50 mg/km, was ein Diesel nicht mal im NEFZ und Schleichfahrt einhält.

Die Stickoxide dürften dem normalen Autofahrer ziemlich egal sein.

Die 800 Euro Mehrkosten für den höheren Benzinverbrauch gehen sicherlich in den Gesamtkosten unter.
Was mich aber stören würde, ist die geringere Reichweite mit einer Tankfüllung beim Benziner. Wenn der Passat TSI einen 100-Liter-Tank (statt 70 Liter wie beim TDI) hätte, wäre dieser Nachteil auch ausgemerzt. Der TDI muss ja noch AdBlue mit herumschleppen - den Raum könnte man beim Benziner anders nutzen.

Die 1000...1200 km Aktionsradius mit einer Tankfüllung möchte ich nicht mehr missen.

Grüße

Zitat:

@Volvoluder schrieb am 23. September 2017 um 15:48:45 Uhr:


Was ich zum Ausdruck bringen will ist, dass ein moderner Dieselmotor mit hohem Drehmoment und Drehvermögen bis > 5000 U/min I. V. m. einem schnell schaltenden Automatikgetriebe im zu > als 95 % genutzen Geschwindigkeitsbereich (0-200 km/h) bei gleicher PS-Leistung (> 200 PS) sparsamer, schneller beschleunigend und sogar schaltfauler bewegt werden kann als der PS-mäßig vergleichbare Benziner.

Ganz klar. Mehr Drehmoment bei gleicher Drehzahl bedeutet auch mehr Leistung bei dieser Drehzahl. Der (Saug)benziner muss also mehr rödeln als der (Turbo)diesel, welcher die Kraft vergleichsweise unaufgeregt aus dem Ärmel schüttelt. Wenn er das darf, bringt ihm sein Minderdrehmoment keinen Nachteil mehr - zumindest dann, wenn man kein Problem damit hat, einen Saugbenziner (besonders reizvoll übrigens dann, wenn es sich um einen mit sechs hintereinander angeordneten Töpfen handelt) mal auszudrehen.

Zitat:

Warum bringt man hier bei den "Fakten" als Beleg ein Vergleichsbeispiel mit einem Dieselmotor im BMW 535D, der nur bis 2007 gebaut wurde? Ich rede von modernen Dieselmotoren, wie z.B. den N57 Motor von BMW, der in verschiedenen Ausführungen seit 2008produziert und ständing verbessert wurde. Den habe ich mit dem seit 2015 eingesetzten B48 Motor im 330i verglichen.

Weil es bei prinzipiellen Vergleichen völlig wumpe ist, wann ein Motor gebaut wurde. Aber bitte, dann halt den N57, im E90 ab dem 325d mit 204 PS verbaut. Angegeben ist er mit 7,0 Sekunden auf 100 km/h und 27,4 s für 1000 Meter. Derivat als Saugbenziner: 325i 3.0 mit 218 PS, 6,7 und 26,7s lauten die Werte. Ich würde sagen: Respektabstand eingehalten.

Zitat:

Weshalb bist du ausgewichen und nimmst nicht dazu Stellung, weshalb der lediglich nominell 6 PS schwächere 330i XD trotz Leistungsgewichtsvorteil das Beschleunigungsduell gegen den 330D XD um Längen (mehr als 0,5 s Unterschied sind in diesem Bereich schon eine Haus-Nr.!) verliert. Das potentielle Duell 0-200 würde der 330i XD übrigens genau so verlieren, da auch hier der 330 XD ca. 2 s. schneller ist.

Hier ist nur eine tendenzielle Betrachtung sinnvoll, keine Einzelfahrzeugbetrachtung. Ich kann Dir genauso gut ein Beispiell nennen, in dem der Saugbenziner schneller ist: 318i E90 gegen 318d zum Beispiel, beide 143 PS stark, aber der Saugbenziner ist schneller auf 100 km/h. Gelegentliche Abweichungen nach oben der favorisierten Motorengattung als Indiz für deren grundsätzliche Überlegenheit zu deuten, zeugt von Kurzsichtigkeit.

Zitat:

Du irrst leider mit deiner Meinung, dass es "völlig egal [ist], wieviel Drehmoment wann anliegt"; jedenfalls gilt das nicht für über 95% des normalen Fahrbetriebs, es sei denn, man fährt mehr als 5% Fahrtstrecken mit Tempi über 200km/h oder bewegt sich auf der Rennstrecke. 😁.

Wie erwähnt: Wenn man keine Angst vor einem hoch drehenden Motor hat, ist es tatsächlich egal. Was ein Radzugkraftdiagramm ist, weißt Du? Falls nicht: Bitte einmal ausführlich begutachten.

Zitat:

Bei Tacho 200 dreht mein 330D gerade mal etwas über 2000 U/min, während der 330i bei knapp 5000 U/min läuft. Frag dich mal ernsthaft welcher Motor da im Teilbereich läuft.

Frag Dich Du mal lieber ernsthaft, weshalb Du meinst, hier Märchengeschichten verbreiten zu müssen, während Du offenbar hoffst, dass es niemand bemerkt.

Hier mal die echten Drehzahlen bei 200 km/h, jeweils im 8. Gang

330d F30: 2864 U/min.
330i F30: 3015 U/min.

Bisschen sehr weit von 2000 bzw. 5000 U/min. entfernt, nicht? Vor allem beim Benziner. Objektivität sieht jedenfalls anders aus.

@Crankshaftrotator

Mit deinem letzten Post gehe ich vollkommen d' accord. Bleibt sachlich ohne Abschweifungen und auch überzeugende Argumentation sowie endlich mal ein Beitrag ohne Polemik 😉

Edit auch noch von mir zu dem während meines Schreibens von dir hinzugefügten Drehzahlen bei Tacho 200.

Bei meinem 330D werde ich das demnächst noch einmal genau testen. Bei dem 330i hatte ich das zugegebenermaßen geschätzt, weil ich nur mal den 328i gefahren bin und da noch in etwa die Drehzahl bei 200 in Erinnerung hatte. Kann also wirklich sein, dass ich beim 330i daneben lag.

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