Diesel als Kurzstreckenfahrzeug

Mercedes C-Klasse S204

Hallo liebe Leute,

Mein Vater will mit seinen c220 cdi (S204 Baujahr 02/09) abgeben, da mein alter Micra mittlerweile durch ist und er sich gerne einen neuen Wagen holen will. Das Problem ist nur, dass ich eher kurze Strecken fahre. 4 mal die Woche 4km Stadtverkehr hin und 4km zurück zur Arbeit einmal die Woche 30/40km (Landstraße) Manchmal kommt zwar ne etwas längere Fahrt ca alle 2-3 Wochen von 150 km (30%landstrasse 70% Autobahn). Der Wagen ist bis vor 2 Jahren auch Langstrecke gefahren (täglich 70km Landstraße und alle 1-2 Wochen 200km Autobahn). Mittlerweile hat er auch schon paar Kilometer gesammelt und steht bei 380.000km und hat auch paar Kleinigkeiten die gemacht werden müssen.
Nun zu der Frage ob ich den ganzen kurzen Strecken auch mal entgegenwirken kann ( ab und zu mal ne Runde auf der Autobahn fahren o.Ä)? Mir kam schon in den Kopf den Wagen wieder auf Vordermann zu bringen und ihn dann zu verkaufen und von dem Geld einen gebrauchten Benziner zu kaufen, fühle mich aber bei dem Gedanken irgendwie blöd weil mir der Wagen ja fast schon geschenkt wird. Vielleicht habt ihr da ja paar Tipps oder wäre ein Verkauf hier deutlich sinniger?

12 Antworten

Den 220 CDI nur als Kurzstrecke zu betreiben ist problematisch, gerade im Winter erreicht er nicht mal 80°C, es bildet sich sehr viel Kondensat im Motoröl, das muss man dann absaugen. Der ganze Ansaugtrakt verschlammt dadurch, Partikelfilterregeneration findet nicht statt. Eher nicht zu empfehlen. Nur für längere Fahrten zu empfehlen, sonst leidet der Motor.

Ich würde mir überlegen ob die 4km sein müssen. Das geht auch zu Fuß oder mit dem Rad und ist auch gesünder.

Zitat:

@wolfgangpauss schrieb am 24. Juni 2024 um 14:30:33 Uhr:


Ich würde mir überlegen ob die 4km sein müssen. Das geht auch zu Fuß oder mit dem Rad und ist auch gesünder.

Stimmt auch aber in den Wintermonaten gewinnt meistens der innere schweinehund

Zitat:

@wolfgangpauss schrieb am 24. Juni 2024 um 14:30:33 Uhr:


Ich würde mir überlegen ob die 4km sein müssen. Das geht auch zu Fuß oder mit dem Rad und ist auch gesünder.

Meine Rede! Praktiziere ich selbst so!

Und wenn der Schweinehund zu groß ist bei dir, dann fahr mit dem Auto aber mecker dann nicht rum Geld in die Hand zu neben um zu reparieren (oder reparieren zu lassen) und fahr Kurzstrecke damit.

Ähnliche Themen

Wie ist es dann eigentlich bei den Taxis, die fahren ja fast nur Kurzstrecke, und die Diesel sind, und waren da bis jetzt immer die meist gefahrenen Motoren.

Die Taxen sind doch immer warm… viele aneinander hängende Kurzstrecken machen auch Langstrecke, wenn wir uns nur mal auf die Temperaturenrwicklung konzentrieren.
Mein OM651 kennt von der Anzahl der Einzelstrecken mehr Kurz- als Langstrecken. Er hat über seine 175kkm (noch) keine Probleme gemach #Holz-Klopf#.

Mein Vorschlag: nimm ihn, fahre ihn mit Deinem Profil und Du wirst Freude dran haben. Bei 380kkm hat er sowieso sein bestes Alter schon hinter sich… „auch wenn neue Besen besser kehren, die alten kennen die Ecken“… keine Scheu, ist n schönes Auto.

Bis unsere Kisten aufgrund der Schadstoffklasse ausgemustert werden, hält der Dicke durch…

der Motor an sich ist schon sehr robust, ist ja noch der gute alte OM646 drin, dem macht es nicht viel aus wenn man den Ölwechsel jetzt nicht gerade alle 25tkm wechselt
denn bei jedem Start gelangt ein wenig Diesel ins Motoröl, wenn du jetzt nur wenig km fährst und dann das Öl erst alle paar Jahre wechselt ist das nicht optimal

die Anbauteile werden aber wie schon geschrieben wurde nach und nach verschlammen, da reinigt sich auch bei längerer Fahrt auch nichts, hilft nur zerlegen und reinigen

ein Benziner wäre nur von Vorteil wenn der noch "Öldscool" ist, sonst hast du nichts verändert, außer das beim Benziner der Ölverdünnung mit längeren Fahrten entgegenwirken kann

Verkauf lohnt sich bei einem 380000km kaum, da bekommst du im Idealfall 3000-5000€ je nach Zustand und/oder Ausstattung,
...auf Vordermann bringen? ich habe nach dem Kauf in meinen 300.000km 204er bereits 3000€ reingebuttert, nur Teile!!! und der ist immer noch nicht perfekt

@Sedge
Taxis? die laufen den ganzen Tag durch, werden ja kaum kalt, Kaltstart ist das schlimmste

"Öldscool" ? Türkisch für Old School?

Auch Benziner wollen keine Kurzstrecken.

Im Idealfall bekommst du je nach Zustand für einen mit 380K an KM 3000-5000 Euro? Wunschdenken. Eher max. 3000, wobei du da aber sicher schon 3000 und mehr reinstecken musst.

Fahr den Diesel solange er noch TÜV und keine größeren Probleme hat. Hinterachse geht aufs Haus, Verschleißteile trägst du selbst. Wenn die Ok sind und für den TÜV auch, dann freu dich auf die nächsten Jahre mit deinem W 204.

Erstmal Danke an alle Antworten hier. Ich denke mal ich werde den Wagen dann einfach übernehmen auch wenn es nicht zu meinem Fahrprofil passt und das Ding so lange fahren bis der TÜV nicht mehr mitspielt. Dankeschön.

OM646 ist doch der beste Diesel im 204. Also weiterfahren! Selbst wenn du was jüngeres mit 50% oder auch nur 25% der km kaufst, kann da fortlaufend was sein. Der 204 ist noch nicht so voll gepropft mit Elektronik, da kann man mit etwas Geschick noch selbst viel machen.

Fahre seit 5 Jahren den 200 CDI Mopf praktisch nur Kurzstrecke. Nach anfänglichen Problemen habe ich mehrfach einen Systemreiniger (hier Desolite DW) verwendet und eine Kontrollleuchte für den Partikelfilter eingebaut. Wenn die Leuchte angeht: Weiterfahren, bis sie wieder ausgeht! Seitdem alles ok.

Du könntest auch darüber nachdenken, statt dem normalen Diesel sog "Premiumdiesel" zu tanken.

Ein Problem bei den Kurzstrecken ist nicht nur die Ölverdünnung sondern auch die Verkokung von Injektoren, was durch den "Premiumdiesel" vermindert wird. Ist zwar nen ziemlich happiger Aufpreis, aber wenn du nicht viel Strecke machst, spielt es absolut betrachtet nicht so eine große Rolle.

Deine Antwort
Ähnliche Themen