Die vier Sorten Motorradfahrer

"Wir unterscheiden 4 Spezies von Motorraddeppen:

1) der Rudelfahrer
Der Rudelfahrer ist die angenehmste Sorte der Motorradfahrer. Er holt das gute Stück nur Samstags aus der Opel-Astra-Kombi-besetzen Doppel-Garage, um mit seinen Kumpels einen Motorradausflug zu machen. Im Pulk hat er Spaß und gefährdet weder sich noch andere.
Allerdings bekommt der Rudelfahrer Panikattacken, wenn sich ein Auto in den Pulk schiebt. Da hat der Rudelfahrer Angst, er könnte den Anschluss an die Herde verlieren, weswegen sich in seinem Gehirn dann ein Schalter mit der Aufschrift „einholen“ umlegt und alle anderen Gehirnfunktionen unterdrückt. Jetzt überholt der Rudelfahrer links oder rechts oder vor Kurven oder in Kurven, mit Gegenverkehr, ohne Gegenverkehr, alles egal, das Ziel ist. die eigene Staffel wieder einzuholen, um sich nicht solch widerwärtigen Sätzen wie „wo bleibste denn?“ aussetzen zu müssen.

2) den Kradmelder
Der Kradmelder ist meist mittleren oder fortgeschrittenen Alters und fährt ein kleines bis mittelschweres Motorrad. Der Kradmelder ist der Ansicht, dass er eine RIEEEESIGE Fahrpraxis hat und deswegen „schon irgendwie rechtzeitig vom Bock kommt“, sollte es eine Krisensituation geben.
Der Kradmelder glaubt unbedingt, dass Gott ihm zu diesem Zeitpunkt einen Weiher oder einen Heuhaufen sendet, damit er weich fällt. Deswegen trägt der Kradmelder auch Jeans und T-Shirt, bestenfalls Windjacke, da es für ihn völlig ausge-schlossen ist, dass er unter seiner Maschine mit 100 km/h über den Strassenasphalt schmirgeln könnte. Der Kradmelder ist so eher der lockere Typ, der Kinder bis 6 Jahre schon mal ohne Sturzhelm auf dem Sozius hat, denn da er bisher unfallfrei gefahren ist, bleibt das schließlich auch in Zukunft so und stellt kein Risiko dar.

3) das hoffnungsvolle Renntalent
Das hoffnungsvolle Renntalent ist ständig im Training. Es trägt einen augenbeleidigend gemusterten Kasperanzug aus Leder, der günstigerweise zur Farbe seines mittelschweren bis schweren Selbstmordinstruments passt. Das Renntalent sucht die Herausforderung vor jeder Kurve und vertraut darauf, dass die Autofahrer schon irgendwie auf die Bremse treten, wenn es zwecks überraschendem Gegenverkehr panisch nach rechts ziehen muss. Über-haupt hält das hoffnungsvolle Renntalent solche Dinge wie „Geschwindigkeitsbegrenzungen“ oder „Spielstrasse“ für Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit und Hinweisschilder für Weicheier, die nicht fahren können.
Schließlich hat das hoffnungsvolle Renntalent seine Maschine auch noch bei 200 Sachen im Griff und es ist auch in einem Baustellenbereich völlig ausgeschlossen, dass Steine oder Sand auf der Fahrbahn liegen könnten und dass Eltern selbst schuld sind, wenn sie ihre Kinder in Spielstrassen unangeleint herumlaufen lassen.

4) der Nightrider
Schwarz. Alles Schwarz. Beim Nightrider sind das Motorrad schwarz, die Ledermontur schwarz, der Helm schwarz, das Visier schwarz, die Fingernägel schwarz.
Der Nightrider hält sich für das Phantom der Phantome, den Schrecken der Landstrasse, den Vollstreckungsbeamten des jüngsten Gerichts und den Top Gun der himmlischen Heerscharen. Deswegen steht der Nightrider darauf, mit irrem Karacho durch die Landschaft zu brettern, überraschend hinter PKW aufzutauchen, wie blöd zu überholen und andere zum Abbremsen zu zwingen. Der Nightrider weiß nämlich: wer bremst, verliert.
Genauso wenig wie Strassenverkehrsregeln gelten für den Nighrider physikalische Gesetze.
Für ihn existieren Worte wie „kinetische Energie“ oder „Gravitation“ oder gar „Masseträgheit“ oder „Fliehkraft“ einfach nicht, weswegen wenigstens er sehr angstfrei durch die Gegend donnert. Er schlängelt sich in Staus gerne auf der Mittelspur durch (wer will schon warten?) und ist bereit, jedem die Fresse zu polieren, der dabei so dreist ist und die Fahrertüre aufmacht. Und weil der Nightrider so unsagbar lässig ist, fährt er bei 160 auch schon mal einhändig mit seinem Bock und demonstriert kleine Kunststückchen wie „die Füße auf dem Asphalt schleifen lassen“.

Fazit: Herr, lass es regnen. Dann hüllen sich nämlich die ganzen Motorradschwachmaten in ihre orangenen Regenkombis, sehen ganz uncool wie Strassenbauarbeiter auf Streife aus und fahren ganzganz vorsichtig und rücksichtsvoll, wie das eigentlich sein sollte. Und während den Helden der Asphaltbahn das Regenwasser in den Stiefeln steht, sitze ich im warmen Auto, höre Musik und zünde mir ein Zigarettchen an."

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"Wir unterscheiden 4 Spezies von Motorraddeppen:

1) der Rudelfahrer
Der Rudelfahrer ist die angenehmste Sorte der Motorradfahrer. Er holt das gute Stück nur Samstags aus der Opel-Astra-Kombi-besetzen Doppel-Garage, um mit seinen Kumpels einen Motorradausflug zu machen. Im Pulk hat er Spaß und gefährdet weder sich noch andere.
Allerdings bekommt der Rudelfahrer Panikattacken, wenn sich ein Auto in den Pulk schiebt. Da hat der Rudelfahrer Angst, er könnte den Anschluss an die Herde verlieren, weswegen sich in seinem Gehirn dann ein Schalter mit der Aufschrift „einholen“ umlegt und alle anderen Gehirnfunktionen unterdrückt. Jetzt überholt der Rudelfahrer links oder rechts oder vor Kurven oder in Kurven, mit Gegenverkehr, ohne Gegenverkehr, alles egal, das Ziel ist. die eigene Staffel wieder einzuholen, um sich nicht solch widerwärtigen Sätzen wie „wo bleibste denn?“ aussetzen zu müssen.

2) den Kradmelder
Der Kradmelder ist meist mittleren oder fortgeschrittenen Alters und fährt ein kleines bis mittelschweres Motorrad. Der Kradmelder ist der Ansicht, dass er eine RIEEEESIGE Fahrpraxis hat und deswegen „schon irgendwie rechtzeitig vom Bock kommt“, sollte es eine Krisensituation geben.
Der Kradmelder glaubt unbedingt, dass Gott ihm zu diesem Zeitpunkt einen Weiher oder einen Heuhaufen sendet, damit er weich fällt. Deswegen trägt der Kradmelder auch Jeans und T-Shirt, bestenfalls Windjacke, da es für ihn völlig ausge-schlossen ist, dass er unter seiner Maschine mit 100 km/h über den Strassenasphalt schmirgeln könnte. Der Kradmelder ist so eher der lockere Typ, der Kinder bis 6 Jahre schon mal ohne Sturzhelm auf dem Sozius hat, denn da er bisher unfallfrei gefahren ist, bleibt das schließlich auch in Zukunft so und stellt kein Risiko dar.

3) das hoffnungsvolle Renntalent
Das hoffnungsvolle Renntalent ist ständig im Training. Es trägt einen augenbeleidigend gemusterten Kasperanzug aus Leder, der günstigerweise zur Farbe seines mittelschweren bis schweren Selbstmordinstruments passt. Das Renntalent sucht die Herausforderung vor jeder Kurve und vertraut darauf, dass die Autofahrer schon irgendwie auf die Bremse treten, wenn es zwecks überraschendem Gegenverkehr panisch nach rechts ziehen muss. Über-haupt hält das hoffnungsvolle Renntalent solche Dinge wie „Geschwindigkeitsbegrenzungen“ oder „Spielstrasse“ für Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit und Hinweisschilder für Weicheier, die nicht fahren können.
Schließlich hat das hoffnungsvolle Renntalent seine Maschine auch noch bei 200 Sachen im Griff und es ist auch in einem Baustellenbereich völlig ausgeschlossen, dass Steine oder Sand auf der Fahrbahn liegen könnten und dass Eltern selbst schuld sind, wenn sie ihre Kinder in Spielstrassen unangeleint herumlaufen lassen.

4) der Nightrider
Schwarz. Alles Schwarz. Beim Nightrider sind das Motorrad schwarz, die Ledermontur schwarz, der Helm schwarz, das Visier schwarz, die Fingernägel schwarz.
Der Nightrider hält sich für das Phantom der Phantome, den Schrecken der Landstrasse, den Vollstreckungsbeamten des jüngsten Gerichts und den Top Gun der himmlischen Heerscharen. Deswegen steht der Nightrider darauf, mit irrem Karacho durch die Landschaft zu brettern, überraschend hinter PKW aufzutauchen, wie blöd zu überholen und andere zum Abbremsen zu zwingen. Der Nightrider weiß nämlich: wer bremst, verliert.
Genauso wenig wie Strassenverkehrsregeln gelten für den Nighrider physikalische Gesetze.
Für ihn existieren Worte wie „kinetische Energie“ oder „Gravitation“ oder gar „Masseträgheit“ oder „Fliehkraft“ einfach nicht, weswegen wenigstens er sehr angstfrei durch die Gegend donnert. Er schlängelt sich in Staus gerne auf der Mittelspur durch (wer will schon warten?) und ist bereit, jedem die Fresse zu polieren, der dabei so dreist ist und die Fahrertüre aufmacht. Und weil der Nightrider so unsagbar lässig ist, fährt er bei 160 auch schon mal einhändig mit seinem Bock und demonstriert kleine Kunststückchen wie „die Füße auf dem Asphalt schleifen lassen“.

Fazit: Herr, lass es regnen. Dann hüllen sich nämlich die ganzen Motorradschwachmaten in ihre orangenen Regenkombis, sehen ganz uncool wie Strassenbauarbeiter auf Streife aus und fahren ganzganz vorsichtig und rücksichtsvoll, wie das eigentlich sein sollte. Und während den Helden der Asphaltbahn das Regenwasser in den Stiefeln steht, sitze ich im warmen Auto, höre Musik und zünde mir ein Zigarettchen an."

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... nachdem jemand im Yamaha-Forum aus einer R1 ein "kleines Hoovercraft" bauen möchte, musste ich diesen Satire-thread noch einmal nach oben holen.

Ich hab mir nämlich gedacht, dass ich aus meinem Auto einen prima Schneepflug basteln kann. Leider fehlen mir die gelben Rundumlichter.
Nun meine Frage: Kennt hier jemand einen, der einen kennt, der seine Blinker an seinem Motorrad nicht mehr benötigt? - muss keine R1 sein! ...Die würd ich dann auf mein Autodach schrauben und mit Hilfe einer Schaltung aus der Weihnachtskette in schneller Folge zum blinken bringen.
Für Eure Hilfe vielen Dank.

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


... nachdem jemand im Yamaha-Forum aus einer R1 ein "kleines Hoovercraft" bauen möchte, musste ich diesen Satire-thread noch einmal nach oben holen.

Ich hab mir nämlich gedacht, dass ich aus meinem Auto einen prima Schneepflug basteln kann. Leider fehlen mir die gelben Rundumlichter.
Nun meine Frage: Kennt hier jemand einen, der einen kennt, der seine Blinker an seinem Motorrad nicht mehr benötigt? - muss keine R1 sein! ...Die würd ich dann auf mein Autodach schrauben und mit Hilfe einer Schaltung aus der Weihnachtskette in schneller Folge zum blinken bringen.
Für Eure Hilfe vielen Dank.

Ich muss mal im Keller schauen. Ich meine ich habe noch meine Original Blinker von meiner GSX-R bj00.

Zitat:

nachdem jemand im Yamaha-Forum aus einer R1 ein "kleines Hoovercraft" bauen möchte,

Hätte da ne andere idee für den Vogel, er schenkt mir die R1 und kauft sich von dem Geld das er für den umbau ausgegeben hätte nen kleines Hoovercraft das sogar funktioniert. und Blinker müsstich von meiner alten SR125 auch noch haben, die sind auch gleich dreimal so groß wie die vonner R1 dann wirste auch wenigstens gesehen. Haste dir schon überlegt wie du die schneebesen anbringen willst? Einfach an die Stoßstange schrauben und hoffen das du keinem schlagloch begegnest?

Bitte nutzt den Thread doch nur für die Bikertypen....

Obwohl, mir fällt auch nur gerade der (die) Antibiker-Schwiegertiger ein.

Der Antibiker-Schwiegertiger.

Satiremodus Ein !

Damals, in den Sechzigern ( In der Zeit als sie noch als "Model" gearbeitet hat.) ist Sie mal von einer Vespa heruntergefallen.

...und zwar beim Anfahren. Sie hatte sich nicht richtig Festgehalten und ist auf ihrem zarten Hintern gelandet.

Seit dem ist alles was Zwei Räder und einen Motor hat, für Sie, wie das Rote Tuch des Matadors, für den Stier in der Arena.

Daß Die Tochter nun mit so einem Bikertypen umherzieht, sich auch noch auf dieses Mördergerät mit drauf setzt, entzieht sich völlig ihrem Verständnis.

Bisher hatte Sie es immer geschafft Motorräder als nichtexistent zu betrachten.

...und jetzt Das !

Immerhin kann man bei Besuchen den Schwiegerbiker (Sohn) humorvoll ( bissig,boßhaft !) durch den Kakao ziehn und Sie tut es mit Ausdauer.

Der Schwiegerbiker nimmt es am Anfang, tatsächlich mit Humor. Bei allem guten Willen bleibt ihm aber die hintergründige Boshaftigkeit nicht verborgen. Er will das Thema also Ausklammern. Aber was soll er tun. Wenn das junge Ehepaar, auf Wunsch der jungen Ehefrau , am Sonntagnachmittag zum Kaffeekränzchen antanzt. Auf der CB Seven-Fifty z.B.

Es gibt keine Chance dem Spott des Antibiker-Schwiegertigers zu entkommen.
Schliesslich sind alle Motorräder ja so etwas wie die böse Vespa von der sie fiel...oder gibt es da Unterschiede ?

Eine Differenzierung macht sie ja und äussert sich: " Wenn es wenigstens eine Harley wäre...!"
Ja, da könnte sie in ihrem Frauenzirkel ( Bridgeclub, Tennisclub...wasauchimmer.) mit Stolz von erzählen.

Da sie nicht zu stoppen ist kommt, was kommen muß und die Besuche bei den lieben Schwiegereltern reduzieren sich auf die Pflicht: Weihnachten Ostern, Geburtstage etc.

Standartsprüche des Antibiker-Schwiegertigers sind: "Bist du nicht langsam zu alt für den Kinderkram."

"Kauf dir doch lieber ein gescheites Auto."..(evtl. mit dem Zusatz: "Ich helf euch auch dabei."😉

"Das ist doch soooo gefährlich. Das must du doch selbst zugeben."

"Letzte Woche ist ja schon wieder ein Motorradfahrer tödlich verunglückt"

Bei all dem, ist dann hinter der ganzen, sogenannten Pfrotzelei ein Stück Neid zu erkennen.

Klein, grüngelblich und verschrumpelt hockt es da, wächst ihr aus Ohren, Mund und Nase.

Denn wie gern hätte sie auch so ein bischen Freiheit im Wind gekostet. ( Damals, als Sie noch als "Model" gearbeitet hat....)

Satiremodus Ende !

Gruß

Schraubär

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Mensch, so ein schöner fredd undderart in vergessenheit geraten... Leute, das ist doch schade.. in zwischen haben wir ja sicher ein paar neue User, die ein paar Motorradfahrertypen kennen.

Ich der einst als vorlage für den Übereifrigen Organizer gedient hat kann da leider ncihts beisteuern..

ausser:
[Satire an]
Der Freundliche Fighter

Normal ist es ja so, dass FIghter keiner mag und die FIghter keinen Mögen, Schwarzes Visier. Schwarze Klamotten und überhaupt alles fies und böse, ein wenig erinnert er an den Ghostrider.
Mit dem Deget-breitbau und extrem Ultrahohen einmann Höcker kann man mit seinem hobel allerdings nciht viel mehr als Wheelies fahren, Burnouts machen, und den Hobel auf fightertreffen auf die seite schmeissen nachdem man sich beim Burnout mangels Klamotten den Arsch am heissen GUmmi verbrannt hat. Wenn der eisenhaufen dann da so liegt, und der alkohlpegel hoch genug ist wird noch eben draufgestrullt (oder der MAgen oral Entleert) um gleich nebst dem Hobel in ein BArmherziges Koma zu fallen

der Freundliche Fighter hingegen versucht sich mit seinem Motorrad zu Profilieren, im eigentlichen Leben ist er Versicherungsangestellter oder Bankkaufmann. Wenn er dann nach der arbeit um 13 h nach hause kommt steigt er in sein Fighterdress, und macht das Wohngebiet UNSICHER. unsicher in dem sinne weil sein Superschwarzes visier, die unzureichende Fahbarkeit wegen dem 1meter langen Fehling straight lenker und dem 220er hinterreifen. So eiert er nun durch die Musterhaussiedlung und merk was für ein krasser fighter er ist doch ist.

nun, so richtig Böse sein kann er dann doch nciht denn er ist nunmal ein echt lieber kerl der keiner Fliege etwas antun kann. So werden ALLE aber auch ALLE verkehrsregeln absolut befolgt, im Prinzip ein Stino Im Wolfspelz..)

[Satire off/]

PS es ist mein erster Versuch... nciht gleich in der Luft zerreissen!

JUlian

Oi-weh

Fast hätte ich ihn vergessen. Den alten Satire Fred.....

Aber wenn er hier wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist....

Satiremodus An !

Der möchtegern Biker (Triker)

Sein ganzes bisheriges Leben war absoluter Standard.

Schule, Ausbildung, Beruf. Heirat mit der Marion dann Die beiden süßen Kinder. Schließlich der Hausbau.

So lebte der unbedarfte möchtegern Biker vor sich hin.

Nun ist die Rente in Reichweite, die Kinder aus dem Haus und das Geld auf der hohen Kante.

Es fehlt etwas. Das Abenteuer, die Reisen.

Als er eines Abends auf Kabel 1 Ausschnitte aus Easy Rider sieht wird ihm Klar. Ein Bike muß her.

Den Motorradschein hat er nie gemacht. Die Eltern waren damals dagegen, zu gefährlich. Später war zuerst kein Geld da und dann die Kinder.
Marion bestand ja auch jedes Wochenende auf diese blöden Verwandtenbesuche.

Ne, den Schein will er mit 55 auch nicht mehr machen.

Bei einigem Stöbern bei ebay fällt es ihm dann wie Schuppen aus den Haaren.

Machen sie die Fahrt ihres Lebens steht da !

Darunter ein niegelnagelneues Trike !

Es funkelt in Silbermetallic... mit jeder Menge Plastik und Chrompofel. Das schindet bei ihm gewaltigen Eindruck. Was würden die Kollegen erst sagen, fragt er sich.....

"Ach Was, das Ding will ich haben."

Per Sofortkauf ( 15539,99 €)

Er lässt sich die Papiere zuschicken, lässt zu und holt das Dingens am Wochenende ab. Die Marion fährt ihn zum 200 Km entfernten Händler.

Eine kurze Einweisung und dann schwups in den Schalensitz.Ein Dreh am Zündschlüssel und der regenerierte Käfermotor erwacht zum Leben. Aus den hochgelegten, dick verchromten Slash-cut- Pipes ertönt das typische leicht zwitschernde Boxergeräusch. Genauso wie bei seinem ersten VW. Das Lenkverhalten ist irgendwie komisch und er vermisst auf den ersten Metern die Servolenkung seines Passat.

Er kauft sich noch den "Captain-America" Helm die Fransenwildlederjacke und coole Westernboots.

Ja ! denkt er sich, bei dem Blick in den Spiegel: "Saucool", " wirklich beeindruckend.

Nun gehört er dazu. Ist endlich Biker, vom Scheitel bis zur Sohle.

Auf dem Weg nach hause kauft er sich noch eine "Ray-Ban" Sonnenbrille mit verspiegelten Gläsern.

Soll da noch einmal einer kommen.

Brav grüßt er jedes entgegenkommende Motorrad. Er wundert sich daß kaum zurückgegrüßt wird und manchmal sieht er wie sich einige Hände kurz zum Gruß heben dann aber peinlich schnell, wieder auf den Lenker legen, so ähnlich als hätte ein lästiges Insekt gestochen.

Macht nix... Ihm kann keiner.

An einer Tankstelle führt er ein kurzes Gespräch mit einem Ural Oldtimerfahrer. Aber er hört eigentlich nicht was dieser erzählt.

"So ne BMW hatte ich auch mal", gibt er ein wenig an, nickt kurz freundlich, schwingt sich "Imposant" in den Schalensitz.

Zuhause macht er sich dann eine Flasche Tafelwein auf und beschäftigt sich mit den Fahrzeugpapieren. Einfach weils so toll ist, sein neues Bike.

Auf einmal wird er leichenblass.

"Marion" ruft er,"Komm mal her, lies ma vor was da unter Ziffer Drei steht...bitte." Ungläubig sieht er seine Angetraute an, dem Schock nahe.

"Was soll da schon stehen" mäkelt Marion "Gib her" und reisst fast die Zulassungsbescheinigung-Teil-1 auseinander.

Laut liest Sie vor:

"PKW-OFFEN"........

Satiremodus Ende :-)

Gryße

Schraubär

🙂 Marion kenn ich ....
das ist die Maus, die hin und wieder mit dem Nachbarn fremdgeht ... der fährt so ne schöne alte seven fifty ... !!!

Und dann war da noch der getarnte Biker...

Steh ich neulich mit der Kawa an der Tanke und pülsch´ Sprit in den Tank, hält neben mir ein Rollerfahrer, nimmt den Helm ab und fragt strahlend: "Na, bist du AUCH ein Biker???"

😉

schade mit dem Helm.. sonst hätte es ja ein C1 fahrer sein könn!

übrigens c1 fahrer grüßen sich neuerdings auch gegenseitig....
bloß sind die dinger so selten das man den Beheizten lenker nie loslassen braucht

Zitat:

übrigens c1 fahrer grüßen sich neuerdings auch gegenseitig....

Ganz schön gefährlich. Die erschrecken doch sicher fürchterlich, wenn sie auf einmal Fahrtwind an der zum Gruß aus der Kanzel gestreckten Hand vernehmen, oder?

🙄

Och Leutz.

lasst euch doch bitte ausgewachsene Satire einfallen. nicht nur Slapstick...

Gryße

Schraubär 42

[Satire an]

Der Klasse 3 Fahrer. oder auch gescheiterter Trikefahrer

Seit 30 Jahren auf vier Rädern unterwegs wollen es manche Daddys, denen das Geld zum Trike fehlt dann doch nochmal wissen, haben aber, ähnlich dem Triker keine Lust nochmal zur fahrschule zu gehen.

Anfangs beruht ihr stilles Bikerdasein auf einer mit diversen aufnähern bestickten Lederweste. so wird regelmäßig im weichgespülten Easy Rider Outfit zum nah liegenden Motorradtreff gefahren..(meisst mit Opel Corsa, Ford Fiesta oder VW Polo.
Nach ner Weile ists dann damit aber nicht genug denn die Ausrede, warum er immer mit Auto kommt (weils Motorrad nen absoluten Totalschaden hatte) zieht bei den Leuten ncht mehr. so läuft er dann zum nächsten Händler ,gibt seinen rasselnden Fiesta in zahlung und kauft sich ne 125er Virago. Vom Händler noch schnell erklären lassen und dann gehts raus on the road. von dem 15 PS ist er schlichtweg so beeindruckt dass er jeden, der schneller fährt als er, für nen hirntoten Raser hält.
So kippelig wie er ist höchstens ein besoffener Matrose unterwegs. Landstraßen mit 60 KM/h, in den schönsten Kurven mit 30 zu Blockieren, scheint seine Lebensaufgabe zu werden.

Kann das mal wer weiterführen/verbessern? die Idee ist im Ansatz nicht schlecht aber ich glaub mir fehlt das Geschick mit Wörtern umzugehen..

[Satire off/]

Julian

PS, in einem C1 ist es wenn kann das Aufpreispflichtige Windschott nicht hat verdammt windig!

Schau mer mal....

Satiremodus An.

Zitat:

So kippelig wie Er ist höchstens ein besoffener Matrose unterwegs. Landstraßen mit 60 KM/h, in den schönsten Kurven mit 30 zu Blockieren, scheint seine Lebensaufgabe zu werden.

An diesem Punkt entwickelt sich eines von drei möglichen Szenarios.

A.

Der Kl.3 Biker übersieht bei einem seiner krampfhaften Versuche eine Kurve zu durchfahren eine/n:
( Bitte wahlweise einsetzen: Timberjack/Trecker/Mähdrescher etc.)
...und haucht sein verpfuschtes Leben sofort aus. Er hinterlässt eine geschiedene Ehefrau und zwei erwachsene Kinder. Es kommt ob der Ersparnisse zum Erbstreit. In den Gerichtsverfahren deren Streitwerte die Erbmasse erheblich übersteigen, ruinieren sich die Geschwister vollkommen.
Darüber kann die ex Ehefrau nur lachen. Sie hat bereits im Vorjahr einen Hoteltycoon kennengelernt und sonnt sich jetzt in einer seiner Luxusherbergen, vorzugsweise in Miami Beach.
( Aber daß kriegt der Kl.3 Biker ja, Gott sei Dank, nicht mehr mit.)

B.

Nach einer recht schönen Bikersommersaison fällt dem Kl.3 Biker auf daß es kühl und nass wird. Sorgfältig bereitet er die Virago auf die Winterpause vor. Er trägt sie, mit Hilfe des Nachbarn zwei Treppen, in das Kellergelaß des Mehrfamilienhauses. Im nächsten Mai will er mit der Yamaha so schnell als möglich wieder auf die Straße.
Die sechs Monate Pause reichen aber um ihn seinen schönen 125er Chopper völlig vergessen zu lassen.
20 Jahre später findet ein Enkel die verstaubte Antiquität. Er will sie instandsetzen hat aber, keinerlei Ahnung von der Materie und schraubt die, eigentlich neuwertige Maschine, in Grund und Boden......

C.

Der Kl.3 Biker überwindet seine anfängliche Unsicherheit und findet zu einem rundem Fahrstil. Seine Begeisterung für die, ach so lange geschmähten Motorräder wächst und wächst.

Bald reichen ihm die schmalbrüstigen 15 PS nicht mehr aus. Er macht tatsächlich noch den Motorradschein, kauft sich eine Bulldog und wird zum urwüchsigsten Motorradfahrer den man sich vorstellen kann. Weite Touren und tolle Motorradtreffen kennzeichnen seinen weiteren Lebensweg.
Nachdem er die 20 jährige Ella kennengelernt hat trennt er sich von seiner Frau und enterbt die "süßen" Kinder.
Wohlweislich vermeidet er in Zukunft, über seinen 125er Einstieg zu reden und hält sich bedeckt.
Wer ihn treffen will fährt am besten auf die "Isle of Man" zur jährlichen TT oder auf das Elefantentreffen nach Thurmannberg-Solla. Dort sitzt er am Lagerfeuer zusammen mit seiner jungen LAG und lauscht den Bikerstories oder hat selbst einige auf Lager.
Nur, auf seine 125 Zeit sollte man ihn vielleicht nicht ansprechen.....

Nix für ungut....gell ?

Satiremodus Aus.

Gryße

Schraubär 42

Wir haben da noch einen immer häufiger werdende
Spezie vergessen!

Der "Online-NOS-SSP-Extreem-Turbo-Poster"

Dieser Biker ist ein ganz besonderes Exemplar weil er
der einzige echte Biker, ganz ohne Bike ist!

Der "O.N.S.E.T.P" ist 15 und fährt nen illegalen
Plastikroller aus bella Italia mit allem Furz und
Feuerstein den er von wem ander gekauft hat...

Das Internet ist dem "O.N.S.E.T.P" sein liebster
Spielplatz, hier ist er in zahlreichen Foren unterwegs
und macht sich unter dem Synonym :

"Captain-Turbo-Gixxer"

Einen namen in der SSP Scene!

Er ist ein hilfsbereites Kerlchen und geizt nicht mit
Tip zum extremtuning von NOS bis Bi-Turbo hat er
von allem Ahnung und er sebst hat eine Reifenmischung
erfunden mit der es ihm nun endlich möglich ist die
430 km/h Grenze seiner Bi-Turbo-Busa auszuloten!

Der "O.N.S.E.T.P" bezieht all seine Kraft und Lebens-
energie aus der Tatsache das er nurnoch 1095 mal
schalfen muss bis er den Fetten 34 PS Lappen in Händen
halt.... aber das geht keinen was an!

Ich mach mal mit Marion weiter ....

Marion ist heute Anfang/Mitte 40 und eine attraktive Frau. Sie ist verheiratet mit Sven und bewohnt mit ihm gemeinsam das Reihenmittelhaus in einem Vorort einer großen deutschen Metropole. Die beiden erwachsenen Kinder gehen ihre eigenen Wege und so ist das Leben recht etabliert und ruhig geworden.
Sven war all die Jahre der aufopfernde Familienvater. Beruflich hat er es nur bis zur Besoldungsgruppe A 7 der mittleren Steuerbeamtenlaufbahn gebracht, aber mit Marions Verdienst als Arzthelferin sind sie gemeinsam immer gut ausgekommen. Sven hat sich nun diesen Traum vom Trike erfüllt (siehe oben) .... und sie ??? was hat sie eigentlich ???

Ja, vor mehr als 20 Jahren, da war sie der Hammer ... und wenn ich Hammer sage, dann meine ich HAMMER! Marion war der Star in der Clique. Nein, nicht blond oder schwarz ... oder gar brünett. Marion war rot. Lange rote Haare mit diesen niedlichen Sommersprossen auf der Stupsnase ... und am Rest des Körpers. Dazu diese Augen. Ein tiefes Grün blickt Dir da entgegen und eine Figur, die Mattel als Vorlage für Barbie hatte.
Mit Fredi aus der Clique war sie damals zusammen. Ein Typ, der nicht immer den geraden Weg ging, ein Abenteurer, der allen Mädchen den Kopf verdrehen konnte. Lange Haare, Stirnband und .... Harley Davidson – Fahrer. Sie waren eine ganze Weile zusammen bis Fredi dann weg musste. Man munkelte was von Drogen und Waffen ...

Zum Glück gab es da Sven, der sich dann liebevoll um Marion kümmerte. Er konnte ihr den Halt und die Sicherheit bieten, nach der sie sich sehnte. Schließlich wurde sie schwanger. Doch all die Jahre mit Kindern, Reihenmittelhaus, Passat und Golden Retriever war sie in ihrem Herzen doch immer die Rockerbraut geblieben.
Sie führten eine harmonische Ehe, doch irgendwie fehlte da etwas – und mit zunehmendem Alter und der beginnenden midlife crisis war klar, dass das nicht alles gewesen sein konnte.

Sven gab sich ja Mühe – er hatte sich sogar das Trike gekauft, um sich ein wenig den Anschein des Rockers zu geben. Doch was so ein Steuerbeamter ist, der kann halt nicht raus aus seiner Haut, der wird nie wirklich mal was Unvernünftiges machen. Zum Glück gab es da ja noch den Klaus.
Klaus war der Nachbar. Sie wohnten mit ihren Familien schon sooo lange nebeneinander. Man mochte sich, grillte zusammen, die Kinder gingen gemeinsam zur Schule. Und irgendwann passierte es dann, dass Klaus die Marion mal einlud, eine Runde auf seiner seven fifty mit Ihm zu fahren. Die Frau von Klaus (Gitta) hatte nichts dagegen, weil Gitta grundsätzlich nicht Motorrad fuhr und die Marion schließlich zu ihren besten Freundinnen gehörte.

Dass Klaus und Marion die seven fifty auch mal im Wald geparkt haben, muss ich hier wohl nicht erwähnen, sonst wird’s sauig.

Eigentlich sind jetzt alle zufrieden: Sven hat sein Trike, Marion hat ihr Abenteuer, Klaus hat seine seven fifty und ab und zu die Marion, Gitta hat ihre heile Welt.

Marion müsste eigentlich den Schein machen.

Das Leben schreibt die beste Satire.

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