Die Eigenheiten des deutschen Autokäufers
Habe kein passenderes Unterforum gefunden, ich hoffe, das hier ist ok.
Mir sind bestimmte Verhaltensweisen des durchschnittlichen deutschen Autokäufers sehr fremd, seht ihr das auch so oder könnt ihr diese besser nachvollziehen als ich?
1) Viel Drehmoment im Drehzahlkeller ist wichtig. Da greifen viele gerne zu einem Turbo-Motor. Ein Hauptgrund ist schaltfaules Fahren. Da frage ich mich immer, warum die Leute sich nicht direkt eine Automatik kaufen, wenn ihnen Runterschalten zu schwierig ist. Meint ihr, sowas würde besser werden, wenn mehr Modelle mit automatischem Rev-Matching bei nicht aufgeladenen Handschaltern angeboten würden?
2) Die Spritkosten müssen so niedrig sein wie möglich. Da kauft sich jemand nen Wagen für 50.000€, verdient 40€ die Stunde und fährt dann nur Montag Abends zur Tankstelle und/oder steht 10 Minuten an und/oder fährt extra einen Umweg zur günstigsten Tanke (bei dem er natürlich Sprit verfährt!), um 1,50€ beim Tanken zu sparen. Finde ich total schizophren.
3) 1 und 2 führen natürlich in Summe auch schnell zu einem Diesel, manchmal auch dann, wenn der höhere Anschaffungspreis bei niedrigeren Kilometerleistungen kaum wett gemacht wird. LPG-Autos dagegen werden kaum gekauft. Bei CNG kann ich es noch verstehen, weil das Tankstellennetz da einfach noch zu dünn ist.
4) Zuverlässigkeit (siehe Punkt 4 in meiner Signatur) wird völlig außer Acht gelassen bzw. mit der Innenraum-Anmutung oder dem Marken-Emblem gleichgesetzt. Wie kann das sein, dass dieser Nimbus über den heimischen Herstellern weht, sie würden so tolle Autos bauen, wenn die sich in den letzten Jahren einen Faux-Pas nach dem anderen geleistet haben und wenn Zuverlässigkeits-Reports hauptsächlich Japaner / Koreaner ganz oben sehen?
5) Ein starker Diesel wird für Fahrspaß gekauft. Also wenn ich einen Diesel mit miesem Sound und ohne dass man den Motor ordentlich hoch drehen kann mit einem Honda S2000 vergleiche, dann ist das ein himmelweiter Unterschied beim Fahrspaß.
Auszug aus einem
MX-5 RF Fahrbericht:
Zitat:
Beim Fahren merkt man im RF zum Glück keinen Unterschied zum klassischen MX-5. Es ist in dieser turboverseuchten, doppelverkuppelten, autonomfahrenden, maximalentspaßten Superlativ-Automobilwelt immer wieder eine Wonne einen drehzahlgierigen Zweiliter-Vierzylinder mit einem knackigen Getriebe ganz altmodisch und ohne jegliche Bedenken drehen zu dürfen. 160 PS und 200 Nm in einem 1,1-Tonnen-Auto passen nämlich einfach. Schon bei legalen Geschwindigkeiten kann man mit dem MX-5 auch in der RF-Variante einfach unschuldig Spaß haben.
Wer mehr will oder braucht, mag andere Talente haben, hinter das Steuer eines Autos gehört er nicht. Es hieße Perlen vor Säue werfen, da ein solch unsensibler, wahrscheinlich SUV-fahrender Anti-Automobilist wohl auch keine Sensoren für die präzise, kommunikative und kongeniale Lenkung hätte, die das ganze MX-5-Paket so knackig macht.
Also Fahrspaß kommt für mich auch von Leichtbau, viel (nicht zu viel) Rückmeldung von Lenkung und Fahrwerk, einer niedrigen Position, einem guten Leistungsgewicht und von einem schönen Sauger ohne Turbo mit direkter Gasannahme, den man ordentlich drehen kann. Die meisten starken Diesel sind in den genannten Punkte das Gegenteil davon außer beim Leistungsgewicht. Wenn ein Dieselfahrer von Fahrspaß erzählt, ist das für mich immer so als würde ein Blinder von Farben reden. Dazu kommt dann ja noch, dass die meisten sowas wie einen MX-5, Honda S2000 etc. nie gefahren sind und das gar nicht glauben können, dass man da trotz teilweise weniger Leistung mehr Fahrspaß hat (auch wenn Fahrspaß immer subjektiv ist; die meisten Auto-Enthusiasten, die beide Welten kennen, tendieren doch deutlich zu einem Roadster statt zu einem Diesel-Kombi / Limousine).
6) Man braucht einen riesigen Raum, den man zu 99% der Zeit nicht nutzt oder hohe Bodenfreiheit, die man zu 99,9% der Zeit nicht braucht. Papa kauft den Kombi "wegen der Familie" und pendelt damit dann alleine zur Arbeit und Mama darf dann mit dem Klein(st)wagen die Kinder zur KiTa bringen. 2x im Jahr wird er dann für die Urlaubsfahrt genutzt. Papa kauft den SUV, weil er 1x im Jahr Brennholz und einen Weihnachtsbaum holt. Mal ehrlich: sollte man ein Auto für Sonderfälle kaufen oder sollte man sich besser ein Auto für den Regelfall kaufen und die Sonderfälle anderweitig händeln? (z.B. für den Familien-Urlaub ein Taxi zum Flughafen, die Bahn oder einfach einen Mietkombi). Klar gibt es auch viele, die den Platz wirklich oft gut nutzen können. Aber es gibt halt auch etliche, bei denen er zu 99% der Fahrzeit verschwendet ist.
7) Umwelt- und Gesundheitsgefahren sind deutschen Autokäufern scheißegal. Most Bang for the Buck bei aufgesetzter Markenbrille.
8) Deutsche Autokäufer lieben langweiliges Design. Wenn mal jemand was Ausgefalleneres anbietet, wird das vom deutschen Biedermeier-Geschmack mit Verachtung gestraft. Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute trauen sich auch einfach nicht, etwas zu kaufen, das z.B. wirklich sportlich aussieht (unabhängig von den PS), selbst wenn es ihnen gefällt. Mein Auto muss MIR doch gefallen, da kann mir doch egal sein, was andere darüber denken!?
In Kürze wäre glaube ich meine Kaufempfehlung aktuell: Rahmenbedingungen passen und jeweiliges Fahrzeug liegt im Budget und gefällt? -> E-Auto. Ansonsten wenn es um hohe Fahrleistungen geht -> Hubraumstarker Saugrohreinspritzer mit LPG / CNG. Ansonsten Toyota-Hybrid ohne Direkteinspritzung. Damit sollte man so lange wie möglich vor Abgasregelungen Ruhe haben und besonders zuverlässig unterwegs sein.
Das durchschnittsdeutsche Verhalten scheint mir aktuell zu sein: kann ich mir ABM leisten? wenn ja -> will ich Design-mäßig subtil prollen? -> Audi. Will ich mit sportlichem Design prollen? -> BMW. Ansonsten Mercedes. Kann ich mir nichts davon leisten, VW. Dann jeweils den dicksten Diesel, den man sich leisten kann. Evtl. mit Automatik, auch wenns ein anfälliges DSG ist. Andere Hersteller gibts nicht und über Zuverlässigkeit brauche ich mich gar nicht zu informieren, da weiß ja jeder Stammtisch, dass die Deutschen für immer die besten sind und waren.
Diesen letzten Absatz bitte nicht zu ernst nehmen, ich weiß natürlich, dass es auch andere Gründe für bestimmte ABMs gibt 🙂
Beste Antwort im Thema
Die Eigenheiten des MT-Kaufberaters
1.) Grundsätzlich sind alle europäischen, insbesondere alle deutschen Automobile schlecht. Das beginnt beim nicht vorhandenen P-L-Verhältnis und endet der wirklich in jeder Hinsicht unterirdischen Qualität (egal ob Corsa 1.4 oder Audi RS6). Mit anderen europäischen Marken ist das ebenso, wobei diverse Außenseiterfahrzeuge noch okay sind.
2.) Im Gegensatz dazu ist alles, was aus Asien kommt, besonders aus Japan, perfekt. Von dort stammen solch unglaublich geniale Fahrzeuge wie der Suzuki Celerio oder Toyota Prius, die allen europ. Pendants grundsätzlich wegen ihrer asiatischen Herkunft überlegen sind.
3.) Hybrid ist Trumpf - egal ob du ein 90-jähriger bist, der die Woche 2x zum Arzt fährt; oder ein Handelsvertreter mit 50tkm p.a. auf der Autobahn - ein Hybrid ist dank seines genialen und verschleißfreien Konzeptes IMMER (!) die richtige Wahl. Wenn das ganze noch in einem Prius steckt, ja, da kann einem dann schon die Milch vor Freude einschießen....
4.) Direkteinspritzer und Diesel sind böse und passen eh in kein Fahrprofil. Kann man fast so stehen lassen, wird ja quasi in jedem Thread thematisiert ("Welche Warnwestenfarbe könnt ihr empfehlen - gelb oder orange?" - Antwort: "Kauf bloß keinen Diesel oder DI-Benziner!!!"😉
5.) Je wunderlicher das Auto, und je weniger es auf den Straßen vertreten ist; desto besser ist es! Schon mal von einem Suzuki Kizashi gehört? Nein? Das macht ihn zu einer der besten Alternativen in der allg. Kaufberatung; wenn man eine Mittelklasse zwischen 10.000 und 75.000€ sucht. Auch zählt, je wunderlicher die Optik ist, desto besser ist der Wagen.
6.) Oberste Regel: Bitte niemals auf die Bedürfnisse des TE eingehen. Wenn sich der TE zwischen einem Audi A4 und einem BMW 3er entscheiden will, dann ratet unter jeden Umständen zum Prius! Es ist wichtig, jedem den eigenen Stempel aufzudrücken und andere Geschmäcker hinsichtlich Design und Fahrphilosophie nicht zu akzeptieren!
7.) Ex-User "Stratos Zero" muss vergöttert werden! Betet euren SZ-Schrein an; besonders solche Ketzer wie @Texas_Lightning sollten sich das zu Herzen nehmen.
Das war mein Statement zum Thema und vorallem zum TE. Meinetwegen könnt ihr mich hassen, aber das ist mir auch egal 😁
265 Antworten
Zitat:
@Dynamix schrieb am 30. Januar 2017 um 13:29:42 Uhr:
Im Prinzip kannst du auch mit dem Lexus problemlos Vollstoff die Autobahn runterheizen. Im Prinzip geht das sogar mit meinem Mii 😉Die Frage ist halt:
Wie angenehm ist das Ganze?
Das geht auch mit dem Hummer. Als ich beim Bund war, und mit meinem Mazda 626 (75 PS) auf der A3 entspannte Tacho 170 km/h von Regensburg nach Erlangen heimwärts gefahren bin, fuhr in der Nähe der Anschlusstelle zur A6 eine Kolonne Ami-Hummer an mir vorbei, dass ich mir vorkam, als würde ich auf der Bahn parken. Ich konnte denen mit meinem Auto nicht folgen - ich habe es versucht.
Ich weiß bis heute nicht, welcher Teufel die geritten hat. Und es war nicht EINER, es waren ca. 10 - 15 dieser Rase-Hummer! Ich weiß nicht, wie schnell die waren, es müssen aber mehr als 170 km/h gewesen sein (vmax meines Mazda war laut technischen Daten 170 km/h - GPS hatte ich damals nicht - gab es wohl auch nicht?).
Eigentlich dürfte der HMMVE keine 170 schaffen. Selbst ohne Aufbauten sollte bei 113 km/h Schluss sein.
Sicher das das Hummer waren und nicht irgendwas anderes?
Zitat:
@Dynamix schrieb am 30. Januar 2017 um 14:31:10 Uhr:
Eigentlich dürfte der HMMVE keine 170 schaffen. Selbst ohne Aufbauten sollte bei 113 km/h Schluss sein.Sicher das das Hummer waren und nicht irgendwas anderes?
So sahen sie aus.
Das war 1988. Die Autos habe ich nie im Leben vorher gesehen. Die Antennen, die gegen die Fahrtrichtung nach vorne gebogen waren, und dieses abfallende Heck dazu (im Gegensatz zu den normalerweise "kastigen" Geländeautos), sowie das "bissige" Gesicht (als wären da Zähne) mit den Runden Augen haben sich in mein Gehirn eingebrannt.
Ich weiß auch, dass ich total baff war, dass diese Auto so schnell unterwegs sind. Deswegen habe ich auch versucht, ihnen zu folgen. Ging nicht. Es war so surreal. Ich weiß nicht, wie sehr das Auto beladen war. Normal hatten wir Fahrgemeinschaften, aber normal hatte ich (in der Ebene) keine Probleme, die Tacho 170 bis 180 zu fahren.
Deutsche Kolonnen fuhren ja nur mit 60 km/h auf der Autobahn (zumindest die, in denen ich mitfuhr). Diese Amis waren brutal schnell.
Vielleicht war das Military Police oder sonst eine Sondertruppe? Auch heute erscheint mir das Tempo, das sie fuhren, irreal. Heutige, "zivile" Hummer fahren ja auch kaum in die Nähe der 200 km/h. Die eierten auch nicht, die zögerten nicht - fuhren links raus, überholen mich, zogen sauber rechts rein, wie auf Schienen, einer nach dem anderen. Als die vorbei waren, habe ich versucht deren Tempo mitzugehen. Da ging nix...
Zitat:
@der_Nordmann schrieb am 30. Januar 2017 um 10:52:24 Uhr:
Ich tu mir diese Aufsätze nicht mehr an.
Mal einen sehr ausführlichen Post, find ich ja noch ok.
Aber was hier abgeht, man.
@fm672 : warum keinen Blog?
Ist mir aber auch egal. ich bin raus.
Er hat schon einen Blog, Titel: Allgemeine Kaufberatung-Rundumschlag
Hätte seine neuen Weisheiten ja darin anbringen können.
Da dieser Blog aber kaum auf Interesse stößt, macht er hier einfach ein neues Thema auf.
Damit hat er erreicht was er wollte, jede Menge Aufmerksamkeit, Beiträge, Hits.
So macht man das, wenn man Gehör finden möchte...
Ähnliche Themen
Zitat:
@Rotherbach schrieb am 30. Januar 2017 um 13:02:59 Uhr:
Du gehst die Abstraktion von der Zahl der zu Ihrer realen Bedeutung nicht. Zwei Möglichkeiten weshalb das so ist, du kannst es nicht - oder schlimmer du willst es nicht, weil du verbohrt in deiner Theorie bist. Die Antwort darauf lasse ich dir offen.
[...]
dass die Zahlen 113 und 134 alleine belanglos für eine Kaufentscheidung sind, weil faktisch BEIDE WERTE ein sehr gutes Ergebnis sind
[...]
Und?! Was sind denn nun 99.9%? Gut/schlecht? Sag mal ... So wie du dich hier aufgestellt hast - musst du die perfekte Antwort darauf haben. Denn du triffst permanent exakt EINE Aussage. Ich könnte dich auch Fragen ob eine Toleranz von 0.1mm gut oder schlecht sind ...
Von der Zahl zur realen Bedeutung ist es sehr einfach, wie diese zustande kommen. Das ist beim JD Power extrem offensichtlich, da muss ich denke ich nichts zu sagen; bei der Autobild ergibt sich das anhand der Teilfelder, die im Qualitätsreport näher beschrieben werden. Beim Reliabilityindex ist es am kompliziertesten, deswegen habe ich da extra bei der ersten Nennung dazu geschrieben, was da mit einfließt.
Vorhin hast du noch geschrieben, man muss beim Automarkt zwischen Basic und Luxus unterscheiden und du nimmst als Vergleichszahlen dann die von Toyota (113) vs. Audi (134)? 😁 Das ist wahrheitsverdrehende Heuchelei vom Feinsten. Du hast wiedermal den Punkt überschritten, an dem es dir nur noch darum geht, deinem Gegner zu schaden.
Der sinnvolle Vergleich VW vs. Toyota ergibt folgendes:
JD Power: 113 vs. 169. (Der Mittelwert ist 152)
Autobild: 2,43 vs. 3,43. (Die Durchschnittsnote ist 2,874)
Reliabilityindex: 59 vs. 138 (Der Durchschnitt ist 100)
Wenn du dir jeweils die prozentualen Abweichungen vom Durchschnitt anschaust, wirst du feststellen, dass deine frei erfundenen Abweichungen von 0,1 oder 0,2% von der Realität entfernter nicht sein könnten. Zum x-ten mal: du kannst jetzt wieder alle Studien angreifen, aber das Bild wäre nicht so eindeutig, wenn die Realität nicht so eindeutig wäre. Wenn deine Theorie (Beleg fehlt bislang) der so eng zusammen hängenden Hersteller stimmen würde, würde eine Studie mal zu völlig anderen Ergebnissen kommen als die andere, wie oft soll ich das noch wiederholen? Lexus war bei JD Power z.B. die letzten fünf Jahre auf Platz 1. Glaubst du da und bei den anderen Studien an puren Zufall? An eine Verschwörung? Schauen wir uns doch einfach mal die Realität an: im letzten Jahr hatte VW noch mit den (hoffentlich letzten) Steuerketten und mit dem Abgas-Skandal-Rückruf zu tun, natürlich gab es schon deswegen mit VWs im letzten Jahr mehr Probleme als mit Toyotas. Willst du das leugnen? Was ist mit den verschleißärmeren Techniken bei Toyota gegenüber VW? Was ist mit den Rekord-Zuverlässigkeits-Geschichten von Toyotas, warum gibt es keine modernen dieser Art über VWs? Für dich sind doch praktisch alle gleich zuverlässig, selbst wenn der eine im gleichen Jahr für jeden sichtbar sogar zusätzlich noch Massenprobleme hatte? Sorry, diese Realitätsverweigerung muss doch nicht sein!?
Zitat:
Und wer redet von Studien? Rohdaten ... Z.B. sammelt die NHTSA sowas. Da stellt man dann fest, dass Auto XY z.B. Unfälle durch eine Fehlkonstruktion des Zündschloss verursacht hat.
Ok, schauen wir uns mal die Skandale der letzten Jahre an:
GM - Zündschloss-Skandal: inzwischen durch, aber unfassbar lange verschleppt und zu Recht Vertrauen eingebüßt, wohl der tödlichste der Skandale.
Toyota - Rutschmatten-verklemmt-Gaspedal-Skandal: inzwischen durch und es lag, wie später rausgekommen ist, hauptsächlich an Fahrfehlern (Bremse und Gas verwechseln kann ich mir kaum vorstellen, aber wenn man sich auf Youtube mal umschaut, dann wird man eines Besseren belehrt)
VW - Steuerketten-Skandal - evtl. durch, aber es gab nie einen offiziellen Rückruf, also immer noch aufpassen bei Gebrauchten. Lange verschleppt und kaum Kulanz gezeigt und zu Recht Vertrauen eingebüßt
VW - Abgasskandal: bisher der einzige Hersteller, dem eine illegale Abschaltvorrichtung nachgewiesen wurde. Ich bin aber gespannt, ob noch weitere folgen. Noch nicht durch. Zu Recht Vertrauen eingebüßt.
Takata Airbag-Skandal: kein Problem eines Autoherstellers, sondern vieler. Trotzdem schade, dass das keinem der vielen Takata-Bezieher aufgefallen ist.
Meintest du noch einen weiteren bedeutenden Skandal der letzten Jahre?
Moin,
Mein lieber FM - das deine Argumentation jetzt ins absurde und total unseriöse abdriftet und dass du entweder nicht lesen kannst oder willst ist nun offensichtlich. Sorry - aber meine Zahlenbeispiel waren KLAR und EINDEUTIG als solche erkennbar.
Offenbar geht es dir NICHT im geringsten um einen sachlichen Austausch, sondern nur darum allen auf den Senkel zu gehen.
Nochmal - ich habe deine ZAHLEN nicht bezweifelt, dass ich einen Zahlendreher drin hatte - ist dir offenbar selbst aufgefallen. Dass jeder versteht - außer deiner Wenigkeit - dass es um eine REINE Bewertung der Zahlen und ihre Relevanz für den Käufer geht und du dies nun zu xten Male ignorierst werde ich dir das nicht noch einmal erklären. Entweder du machst das selbst - oder du lässt es halt sein. Der einzige der offenbar eine Verschwörung oder alternativ eine Bestätigung sucht, wie toll er ist - bist ganz offenkundig du. Ich muss das nicht weiter ausdiskutieren, weil es offensichtlich ist, dass du alle Argumente Absichtlich ignorierst oder falsch verstehst. Da du aber schon bewiesen hast, dass du nicht doof bist - kann es ja nur Masche und Absicht sein. Muss ich nicht unterstützen.
Schönen Tag noch ...
LG Kester
Lieber Rotherbach,
ich kann ja nicht wissen, dass der Zahlendreher keine Absicht war, Schwamm darüber.
Deine Zahlenspiele bringen aber nichts, wenn deren Tendenz nicht belegbar ist und die Realität ganz anders aussieht. Deine Theorie der gleich zuverlässigen Autos habe ich nicht ignoriert, sondern einen Beleg gefordert, der immer noch fehlt (gibt es wenigstens einen journalistischen Artikel, der das behaupten würde?) und dagegen meine Argumente des Gesamtbildes und Konsistenz der Studien sowie die verwendete Technik, die aktuellen Massenprobleme und die Berichte, die alle zusammen ein eindeutiges Bild abgeben, gesetzt. Diese dagegen ignorierst du konsequent zum x-ten Mal.
Rückrufaktonen Toyota. Qelle Datenbank ADAC:
https://www.adac.de/.../suchergebnis.aspx?...
Und der TE führt nur die Rutschmatten an, die sogar nur auf Fahrfehlern beruht haben sollen.
So strickt er hier die Wirklichkeit nach seinem Gusto zurecht....
Mir fällt inzwischen nur noch eine Textstelle eine bekannten Liedes ein:
"... Ich mach' mir die Welt - widdewiddewitt wie sie mir gefällt... "
Zitat:
@Texas_Lightning schrieb am 30. Januar 2017 um 17:46:11 Uhr:
Mir fällt inzwischen nur noch eine Textstelle eine bekannten Liedes ein:"... Ich mach' mir die Welt - widdewiddewitt wie sie mir gefällt... "
Das wollte ich fast genau so schreiben😁
Moin,
und soll ich euch etwas sagen? Genau dies wird ihn in seiner Ansicht bestätigen. Er hat ja bewiesen, dass er kein Interesse daran hat sich mit den Daten realistisch auseinanderzusetzen. Leider Verschwendung von Talent und Zeit.
LG Kester
Selbst wenn ich externe Quellen poste und 4 handfeste Punkte für meine Position nenne, du dagegen keine externe Quelle für deine Position, die bislang nur eine Theorie ist, soll ich derjenige sein, der kein Interesse an realistischer Auseinandersetzung mit Daten hat? 😁
Was für dich spricht, ist deine Entourage, die zwar nichts Zusätzliches beizutragen hat, aber zumindest den Eindruck erweckt, deine Meinung würde von mehr Menschen getragen. Hat nicht jeder sowas. Da kann man nur hoffen, dass Gelegenheitsleser hier diese wandelnden Spambots richtig einschätzen 😉
Super, jetzt ist man schon ein Spambot wenn man nicht zu den Claqueuren von Stratos heiliger Lehre zählt 😁
Zitat:
@fm672 schrieb am 26. Januar 2017 um 00:15:01 Uhr:
Habe kein passenderes Unterforum gefunden, ich hoffe, das hier ist ok.Mir sind bestimmte Verhaltensweisen des durchschnittlichen deutschen Autokäufers sehr fremd, seht ihr das auch so oder könnt ihr diese besser nachvollziehen als ich?
Als wenn jemand meine Gedanken lesen könnte.
Das mit den Spritkosten scheint ein kognitives Problem zu sein. Den Kaufpreis sieht man nur einmal, die Tankstelle wird iterativ besucht. 200 PS und Sparsamkeit widersprechen sich einfach. Man kann die Physik nicht bescheißen.
Ich bin auch einer der wenigen, die eine LPG-Anlage haben (Auto steht aber mittlerweile abgemeldet in der Garage). Meine habe ich schon 2008 einbauen lassen und mich all die Jahre gefragt, warum keine Sau LPG fahrt. Einmal angeschafft für 2000€ hat man dauerhaft niedrigste Preise. Die Preise sind im letzten Jahrzehnt sogar gesunken und unterbieten jeden Diesel deutlich.
Das mit der Zuverlässigkeit stimmt so nicht umbedingt. Die drei dt. Premiummarken führen die Pannenstatistik an. Das kann man nicht wegdiskutieren. Einzig Toyota ist gleichwertig. Suzuki, Isuzu und Mazda sind es nicht.
Drehzahlorgeln haben in Europa nicht so eine Reputation wie moderne Turbomotoren. Sie wirken veraltet. In meiner Garage steht ein Corsa C mit 1.8 l Saugmotor, 143 PS, 1130 kg und 200 Nm Drehmoment bei 4300 U/min (alles auf der Rolle gemessen). Wenn ich das jetzt mit meinem 2.0 Turbo im Megane (220 PS, 360 Nm, 1290 kg) vergleiche, wirkt der Corsa absolut träge. Da mein Vorhaben ein Auto mit 1t Leergewicht zu kaufen nicht möglich ist, war das nun die Alternative. Nichts hasse ich mehr, als ein unnötig schweres Auto (Negativbeispiel: Astra J).
Der Kommentar mit dem Familienkombi ist auch lustig, aber leider wahr. Irgendwann kommt ein Kind. Auf einmal braucht die ganze Familie mit 3 Personen einen 5m langen Kombi mit mindestens 500 l Kofferraum. Jetzt sollte man mal überlegen, wie oft im täglichen Leben dieser riesige Kofferraum wirklich genutzt wird. Bei mir (eine Frau, ein Kind) nie. Wenn was nicht reinpaßt, packt man es auf den Rücksitz. Im Prinzip hat man quasi keine Vorteile, aber massig Nachteile. Vor allem die Parkplatzsuche ist nervig.
Umwelt: ja, da bin ich auch so ein Arsch. Deutschland mit seiner Mikro-Einwohnerzahl beeinflußt neben Riesen wie China und Indien das Weltklima nicht. Deshalb ist meine Motivation ein Elektroauto zu kaufen, recht gering, da zu viele Nachteile.
Design: Deutsche lieben VW. Deutsche lieben bocklangweiliges Design und die ätzenden Farben silber und schwarz. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Allein die Vorstellung, daß man einen VW im Rückspiegel nicht unterscheiden kann, finde ich schon etwas merkwürdig.
An den Threads in diesem Forum sieht man ja auch die vollkommene Verblödung der 90er Generation. Grundsätzlich muß es immer ein BMW sein. Maximal noch ein Audi oder Mercedes. Man hat zwar "nur" einen 4-stelligen Betrag. Dann schaut sich der potentielle Käufer irgendwelche E36 von 1998 an, wo ich denke: Junge, ist dir die Marke so wichtig, daß du dir eine Karre antun willst, die nicht mal die afrikanische Miliz als Transportmittel nutzen würde?
Irgendwas muß sich in den letzten 20 Jahren ja geändert haben. Diese Ausgrenzung bei Markenklamotten gab es ja damals auch, aber beim Auto ging es nur um billig und zuverlässig. Ich kann mich nicht an einen erinnern, der mit einem Premiumauto vor der Schule stand. Na gut, einer hatte einen Audi A4, weil Papa Bürgermeister war. Absolute Ausnahme.
Vielleicht müßte wieder zu dem Punkt zurückfinden, an dem Kredite, Überschuldung und Unverhältnismäßigkeiten von Gespartem/Gehalt zu Wert der Anschaffung und Alter stimmen. K.A. ob das Generation "0%-Finanzierung" versteht. Leasing in der Probezeit (auch so ein Steckenpferd dieses Forums) ist auch nicht cool. Da helfen auch keine gefangenen Elite-Pokemons.
Im Urlaub in Irland hatte ich 2016 einen Rechtslenker Hyundai I30 Neuwagen. Das war ein absolut butterweiches Auto und verbraucht habe ich auch nur 5,5 l/ 100 km. Ford Mondeo, Daewoo, Mercedes, Smart, Opel, Renault, Skoda hatte ich. Nur der Daewoo war richtig Scheiße. Summa summarum: deutsche Autos sind in eigentlich nichts besser als die Konkurrenz. Deshalb kann ich gewisse Kaufentscheidungen nicht nachvollziehen. Mit dt. Arbeitsplätzen kann man auch nicht argumentieren. Bei Bosch haben für quasi den gesamten Markt zugeliefert und das auch in der gleichen Qualität egal ob BMW oder KIA.