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Mercedes S-Klasse W140: Gebrauchtwagen-Kaufberatung

Mercedes S-Klasse W140
Themenstarteram 10. April 2017 um 13:33
  • Gute Basisausstattung
  • Sehr ausladende Abmessungen
  • Viel Platz und sehr gute Verarbeitung
  • Probleme mit Klimaanlage, Fahrwerk und Getriebe

Berlin – Was haben sie damals gelacht, als Mercedes die S-Klasse mit dem internen Code W140 vorstellte. Die passte ja nicht mal auf den Autoreisezug nach Sylt! Sie kam also nicht ohne Weiteres dorthin, wo die Schönen und Reichen mit ihren dicken Autos hinwollten. Die dritte Generation des Dickschiffs war zu breit und musste auf Lkw-Waggons. Was für eine Schmach. Die "Taz" schrieb über den neuen Benz damals: „Ausgeburt von Ingenieurswahn und Klimakiller-Instinkt“, die "Auto, Motor und Sport" allerdings „vom besten Auto der Welt“.

1991 kam der W140 zu einer denkbar schlechten Zeit auf den Markt. Der zweite Golfkrieg drehte gerade indirekt den Kraftstoffhahn zu, Deutschland war frisch wiedervereinigt und machte sich auf magere Jahre gefasst. Der BMW 7er (E32) wirkte im Vergleich zum wuchtigen Benz schmal, der ab 1994 gebaute E38 geradezu filigran.

Mercedes entwickelte am W140 schon seit Anfang der 1980er-Jahre und packte alles hinein, was gut und teuer war. Zum ersten Mal waren bei Mercedes mehrere Steuergeräte über das CAN-BUS vernetzt, es gab eine Einparkhilfe (Peilstäbe und später Parktronic), doppeltverglaste Seitenscheiben und eine Sprachsteuerung fürs Autotelefon. Ab 1991 arbeitet unter der Haube des S 600 ein Zwölfzylinder – man musste auf den BMW 750i reagieren.

Nur 400.000 W140 wurden verkauft

[bild=3]Mercedes fräste die Karosserie quasi aus dem Vollen. Dennoch konnte der W140 an die Erfolge des beliebten Vorgängers W126 nicht anknüpfen. Zwischen 1991 und 1998 wurden nur rund 400.000 Autos verkauft. Beim Vorgänger waren es innerhalb von rund zwölf Jahren mehr als das Doppelte.

Der Nachfolger W220 verkaufte sich deutlich besser als der W140. Dennoch ist der Dicke ein Tipp, zumindest für Langstreckenfahrer und Genießer. Denn mit 140 bis 160 km/h gleitet er mit dem Serienfahrwerk über den Asphalt wie eine Sänfte, durch die Doppelverglasung bleiben lästige Störgeräusche draußen.

Von den rund 400 W140, die auf mobile.de derzeit angeboten werden, sind rund 70 Autos scheckheftgepflegt und haben weniger als 200.000 Kilometer auf dem Tacho. Das klingt erstmal nach viel Laufleistung, aber: Die S-Klasse hält bei anständiger Pflege und regelmäßiger Wartung locker das Doppelte aus, wie einige MOTOR-TALKer beim Motortest zeigen. Es gilt, die guten Fahrzeuge herauszupicken, denn es gibt einige Macken am W140. Einen tiefen Überblick gibt das Mercedes S-Klasse-Forum. Wir gehen hier auf die häufigsten Fehler ein.

Historie/Modellwechsel

[bild=5]Der W140 löste 1991 den W126 ab. Eigentlich sollte der kantige Benz schon 1989 auf den Markt kommen, aber wegen technischer Änderungen am fast fertigen Auto verstrichen noch zwei Jahre.

Anfangs stimmte die Qualität nicht. Die Türen zischten, die Außenspiegel flatterten. Die Zuladung beim 600er war zunächst zu gering. Mit der Mindestbreite von 1,88 Meter hatte der Benz Mühe in engen Parkhäusern. Mercedes sah sich genötigt, eine Art Rechtfertigung für ihr neues Wunderauto zu veröffentlichen. So etwas gab es bis dato noch nicht.

1994 ändert Mercedes per Modellpflege vor allem die Optik. Stoßfänger, Seitenplanken (die sogenannten Sacco-Bretter), Kühlermaske und Räder zeichneten die Designer neu. Ab Baujahr 1995 gibt es für die V8- und V12-Motoren eine neue, elektronisch gesteuerte Fünfgang-Automatik. Die Peilstäbe am Heck weichen ab 1995 Parksensoren, zeitgleich gibt es auch ESP.

Die nach ihrem Designer Bruno Sacco benannten Seitenplanken wurden bei der zweiten Modellpflege 1996 farblich dem Blech angepasst. Außerdem änderte sich das Design der Rückleuchten und, die Bedienung der Klimaanlage. Optional war seitdem Xenonlicht an Bord. Seitenairbags zählten nun auch bei Sechszylindern zum Standard. 1996 gab es aber auch eine Rückrufaktion für etwa 70.000 Fahrzeuge: Die vorderen Bremsschläuche mussten mit Abstandshaltern versehen werden.

Karosserie

[bild=7]Die S-Klasse wurde mit zwei Längen gebaut. Der Kurze misst 5,11 Meter, der Lange 5,21 Meter. Daneben verkaufte Mercedes das Coupé C140 unter den Namen SEC, Coupé und CL-Klasse zwischen 1992 und 1998 an. Und der SL der Baureihe R129 gehört ein bisschen zur W140-Familie: Cockpit und Motoren sind identisch.

So kantig die Karosserie aussieht, so praktisch ist sie: Das getönte Isolierglas der Seitenscheiben verhindert das Beschlagen und dämmt den Schall. Im Vergleich zu vielen anderen Fahrzeugen liegen die Scheiben flächenbündig an der Karosserie an, was Windgeräusche minimiert.

Typische Schwachpunkte der 1990er-Jahre sind beim W140 wie beim W124 die Wagenheberaufnahmen. Hinter den Kunststoffklappen können die Rohre in Ruhe vor sich hinrosten, wenn sie nicht anständig versiegelt oder gefettet sind. Auch die weiße Eintrübung der Heckscheibe an den Kanten ist ein bekanntes Problem.

Seit der Umstellung auf wasserlösliche Lacke 1994 hat auch der W140 an manchen Stellen mit Rost zu kämpfen, vor allem rund um das Heckschloss, unten am Heckdeckel, rund um die Sacco-Bretter und am Unterboden des hinteren Achsträgers.

Motoren/Getriebe

[bild=9]Der W140 setzte von Anfang an auf Sechszylinder mit 2,8 und 3,2 Liter Hubraum oder V8-Motoren mit 4,2 oder 5,0 Liter Hubraum. Damals modern: variable Einlassnockenwellen und Vierventiltechnik sowie eine LH-Jetronic-Steuerung in allen Ottomotoren. 1994 kam ein 6,0-Liter-V12 dazu. Die kleineren 300 SE 2.8 (1992-1993) und S 280 (1993-1998) mit 193 PS sind für den Dicken aber weniger ratsam. Der Motor hat mit den mehr als zwei Tonnen Leergewicht seine Mühe und muss sich hörbar anstrengen – ganz gleich, ob mit manuellem Fünfganggetriebe oder der optionalen Automatik mit vier oder fünf Gängen.

Die 300 SE (1991-1993) und S 320 (1993-1998) mit 231 PS passen schon besser zum schweren Auto, vor allem mit der ab 1995 serienmäßigen Fünfgangautomatik. Bei gemächlicher Fahrt bleibt der Verbrauch bei rund zehn Liter auf 100 Kilometer. Am häufigsten wurden die Sechszylinder gekauft.

Besser zur S-Klasse passen aber die V8-Motoren des 400 SE (286 PS), S 420 (279 PS), 500 SE (326 PS) oder S 500 (320 PS). Sie bieten noch mehr Laufruhe und Drehmoment bei nicht viel mehr Verbrauch.

Die 6,0-Liter-V12-Motoren mit 408 PS und ab 1993 mit 394 PS fahren souveräner, sind aber in Unterhalt und Wartung deutlich teurer. Die Selbstzünder in 300 SD Turbo und S 350 Turbodiesel (150 PS) sowie dem S 300 Turbodiesel ab 1996 (177 PS) sollten ebenfalls nicht die erste Wahl sein. Außerdem fressen die Diesel gerne Zylinderkopfdichtungen.

Von Problemen sind die Motoren nicht befreit. Vor allem die 500er und 600er. Hier kann mit der Zeit die Drosselklappe verschleißen, erkennbar an einem unruhigen Motorlauf. Interessenten sollten auch nach dem letzten Wechsel der Duplexkette und der Gleitschiene fragen. Die halten zwar beide lange, aber nicht ewig. Experten raten zum Wechsel der Kunststoff-Gleitschiene nach rund 180.000 Kilometern oder 15 Jahren, da sie porös werden kann. Zersplittert sie, kann die Kette überspringen und den Motor zerstören.

Teuer wird ein Kabelbruch unter der Motorhaube. Wegen organischer Weichmacher können die Kabel nach Jahren verspröden. Einige Experten behaupten, dies würde bei Reimporten aus Japan häufiger auftreten, da diese Fahrzeuge viel im Stau stehen und die Kunststoffummantelung der Kabel schneller austrocknet und brüchig wird.

[bild=12]Die Sechszylindermotoren neigen mit der Zeit zur Inkontinenz. Entweder tritt vorn am Simmerring Öl aus oder hinten kurz vor dem Getriebe. Auch die Zylinderkopfdichtung neigt zum Schwächeln. Nichts Wildes, aber bei der Probefahrt sollte die Abgasfarbe beobachtet werden. MOTOR-TALKer Mike 69 hält die 320er „für super Motoren, an sich sehr haltbar, die Peripherie außenrum ist etwas empfindlicher.“

Oft empfohlen: Ein Getriebeölwechsel mit Filter alle 60.000 Kilometer – auch wenn Mercedes von einer Lebensfüllung spricht. Sollte es bei den Automaten im Rückwärtsgang rattern oder wechseln die Gänge nur ruckartig, besser die Finger davon lassen - oder eine Getrieberevision für rund 3.000 Euro einplanen. MOTOR-TALKer V8-STGT hatte Probleme mit den Lagerbuchsen im Getriebe.

TV-Ghost schreibt, dass man den Fehler erkennt, wenn „beim Ausrollen der Schaltvorgang von 3 nach 2 hart wird und es ruckt.“ Für MOTOR-TALKer dummefrage ist das Getriebe eine tickende Zeitbombe. Blau Baer meint, dass das ein Problem der 722.6-Fünfgang-Automat - ab ca. 07/1995 ist. „Hier löst sich irgendwann ein Lager und dreht mit... Das betrifft früher oder später alle 722.6.“

Fahrwerk

Das Serienfahrwerk der S-Klasse hat schwer zu schleppen an mindestens zwei Tonnen Leergewicht. Kein Wunder, dass Dreieckslenker, Dämpfer und Lager mit der Zeit ausschlagen. Bei Knarzgeräuschen sind es meist Traggelenke, poltert es auf schlechten Straßen, sind es oft die Spurstangenköpfe.

Auch Fahrwerksfedern können durch die hohe Last nach 20 Jahren brechen. Das kann man zwar nicht direkt sehen, aber oft am Ablaufbild der Reifen erkennen oder beim Fahren spüren. Zieht das Auto zu einer Seite oder flattert beim Bremsen, stimmt etwas am Fahrwerk nicht. Die Raumlenker-Hinterachse arbeitet in der Regel auch nach Jahren zuverlässig. Nur Rost an den Fahrschemeln kann die Freude trüben. Vor einem Kauf sollten Interessenten den W140 auf jeden Fall auf eine Hebebühne stellen.

Ausstattung/Sicherheit

[bild=14]Je nach Jahrgang war die Basisausstattung sogar aus heutiger Sicht üppig. Dazu zählten immerhin Klimaanlage, Lederausstattung, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, höhenverstellbarer Fahrersitz, Armlehne und elektrisch einstellbare Außenspiegel. Die Optionsliste der S-Klasse war aber schon damals sehr lang. Die Verarbeitung ist auch nach 20 Jahren gut, die Schalter greifen sich nicht ab, das Leder ist haltbar.

Ein großes Problem hat der dicke Benz mit der Elektronik. Erlöschen nach dem Start nicht alle Kontrollleuchten im Cockpit, kann der Wurm im CAN-Bus stecken. Funktionieren nicht alle elektrische Bauteile einwandfrei, also auch Innenbeleuchtung und Fensterheber, sollten Interessenten besser weiterziehen. Probleme, die auch MOTOR-TALKer Pinie hatte.

Und falls die Klimaanlage nicht funktioniert und der Verkäufer etwas von „da muss nur die Klimaflüssigkeit aufgefüllt werden“ faselt, besser Finger vom Auto lassen. Oft ist der Klima-Verdampfer defekt, der hinter dem Armaturenbrett sitzt. Dafür muss einen Tag lang das ganze Auto ausgeräumt und später wieder eingeräumt werden, was sehr zeitaufwändig und teuer ist. Das gilt auch, wenn der EC-Klimaanlagen-Knopf keine Funktion mehr hat und immer rot leuchtet, wie MOTOR-TALKer Jason300td erklärt.

Marktsituation/Preise

In Deutschland sind heute noch rund 6.000 Fahrzeuge des Typs W140 angemeldet. Obwohl der W140 mindestens 20 Jahre alt ist, gibt es ihn günstig. In den vergangenen Jahren stiegen die Preise kaum bis gar nicht. Wer also jetzt noch ein gutes Modell ergattert, sollte zugreifen. Billiger wird es nicht mehr, eine S-Klasse zu fahren. Bei mobile.de werden derzeit noch ein paar gepflegte Autos ab rund 6.000 Euro angeboten, nach der Modellpflege kosten 320er rund 10.000 Euro.

Fazit/Empfehlung

[bild=15]Die S-Klasse des Typs W140 ist besser als ihr Ruf. Klar, das Auto ist schwer und behäbig, kein Racer. Dafür aber ein grundsolides Auto, das bei anständiger Pflege als Langstreckenauto begeistert. Ideal als S 320 oder S 500 nach der zweiten Modellpflege, mit den moderneren Klimabedienteilen und Parksensoren. Ab Baujahr 1995 sorgt im S 320 eine Fünfgang-Automatik für ein niedriges Drehzahlniveau, was aber auch sehr problematisch sein kann. Davon gibt es noch ein paar Autos für rund 10.000 Euro.

Das Beste aber ist: Heute fällt die kantige Karosserie bei den ganzen SUV überhaupt nicht mehr auf. Und auch auf den Sylt-Autozug passt der Benz wieder – indem man die Außenspiegel bei neueren Fahrzeugen einfach einklappt.

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122 Antworten

zu schwer, zu klobig, er kann einfach dem W126 nicht das Wasser reichen, sein Nachfolger, der W220 kam da schon wieder erheblich eleganter daher....

Ich sehe, hier wurde mal gute Arbeit seitens Redakteur geleistet und die im Netz befindliche Kaufberatung vom S-Klasse-Club genau studiert.

Nur eine Anmerkung: Es wurde aufgrund der vielen Getriebedefekte später ein einmaliger Ölwechsel bei 60.000 km vorgeschrieben. Wer regelmäßig beim Daimler zur Wartung fährt (fuhr), kommt in dessen Genuss.

Ich würde jetzt mal schwören, daß bereits damals die Fähre von Romö nach Sylt gefahren ist...

>Die passte ja nicht mal auf den Autoreisezug nach Sylt!

Breite: 1886 mm

(also ca. so breit wie ein aktueller Ford Focus ;-) )

d.h. "kein" aktuelles Auto passt mehr auf diesen Zug?

Gab es seinerzeit nicht auch ein Prospekt "Bauen mit Mercedes" (o. ä.) mit Garagenmaßen, weil das Auto in keine normale Fertiggarage gepasst hat? ;)

Ich halte den W140 für eine der besten S-Klassen ever. Den rostenden W220 Nachfolger hingegen würde ich nicht geschenkt nehmen. Fakt ist aber auch, dass die recht opulente W140 S-Klasse zur Unzeit auf den Markt kam, Stichworte Treuhand, Abwicklung, (nicht mehr) blühende Landaschaften in Deutschland. Da überlegte der Eine oder Andere schon genau, ob er in einem solchen Auto gesehen werden wollte. Im Ausland hingegen kam die Baureihe hervorragend an. Als 20-jähriger Azubi konnte ich einmal seiner Zeit in einem 500 SEL mitfahren - ein bis heute bleibendes Ereignis, speziell im Hinblick auf meinen 50 PS 86C Azubi-Polo Steilheck.

Der Sylt Shuttle Mythos soll meines Wissens nach auch gar nicht stimmen, so weit ich weiss, passte der W140 nur bei einigen wenigen älteren Wagen nur auf die obere Ebene. Dieses Wagenmaterial stand jedoch schon damals zur Ablösung an. War natürlich ein gefundenes Fressen für gewisse Blättchen, die den Neidreflex bedienten.

Kleine Anmerkung meinerseits zu Sylt: auch die Urban Legend der Insel der Reichen und Schönen ist seit 60 Jahren nicht tot zu bekommen. Wir sind häufig dort und objektiv betrachtet wie 95% der anderen Touristen weder reich, glamourös oder schön. Von gewissen Bereichen in Kampen mal abgesehen laufen da ganz normale Leute rum.....

Zitat:

@lrlr schrieb am 10. April 2017 um 13:55:37 Uhr:[/i

Breite: 1886 mm

(also ca. so breit wie ein aktueller Ford Focus ;-) )

d.h. "kein" aktuelles Auto passt mehr auf diesen Zug?

Das ist die Breite ohne Aussenspiegel. Mit Spiegeln sind es beim W140 2162 mm. Der aktuelle Ford Focus hat eine Breite von 2010 mm.

http://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=671720

 

mit einem Ford Focus darf man doch gar nicht nach Sylt fahren :D :D

Serienmäßige Doppelverglasung ist schon nicht schlecht, aber man hätte auch das serienmäßige Softclose für die Türen erwähnen können, ein Novum damals und auch heute eine seltene Sonderausstattung. -Die Türen werden automatisch geschlossen wenn sie nur angelehnt sind.

Außerdem auch genial: der griff für die Heckklappe hinter einer Klappe, die vor Verschmutzung schützt.

Ich finde das Auto absolut genial und hatte auch mal einen 300SE. Leider gab es da auch Probleme mit der Elektronik bzw der Haltbarkeit der kontakte. Befehle auf der Klimaautomatik wurden nur nach dutzenden Tippen angenommen.

Unser Unternehmen hatte drei S 320 L Chefwagen und ganz gelegentlich - wenn die Fahrer nix zu tun hatten - hatte ich das Vergnügen in einem der drei dunkelblauen Prachtstücke zum Flughafen gefahren zu werden. Ganz nach Manier des damaligen Kanzlers - Fahrer mit Mütze und im Anzug, eilfertig zur rechten hinteren Tür gesprintet und mir aufgehalten. Die Blicke der Umstehenden - ob in Köln oder Düsseldorf - waren mir sicher.

Aber : Der W140 war für mich nie die beste S-Klasse. Die war der W221. Die innovativste, autoritärste und schönste war allerdings für mich immer der W116. Als Bonner mir natürlich noch bestens in Erinnerung. Kennzeichen BN - XXX. Auch als Dienstfahrzeuge der GSG 9 in St.Augustin Hangelar zu unserem lokalen Straßenbild gehörend. Die fuhren 350 SE. Unser Nachbar schließlich einen 280 SE in Weizengelb bis er zum schmucklosen W126 wechselte. Wie ich nach dem W123.

Und eines Tages steht auch noch mal eine S-Klasse in meiner Garage. Ganz sicher.

PS: Wäre schön gewesen, wenn wenigstens auf dem Aufmacherfoto ein W140 mit Serienfelgen zu sehen gewesen wäre. Die auf dem Bild sehen ein wenig nach Dönerbude aus.

Zitat:

@Max 0763 schrieb am 10. April 2017 um 13:38:39 Uhr:

zu schwer, zu klobig, er kann einfach dem W126 nicht das Wasser reichen, sein Nachfolger, der W220 kam da schon wieder erheblich eleganter daher....

Der W220 war aber innen wiederum deutlich kleiner. Gerade große Menschen haben beim Umstieg von W140 auf W220 ihre Probleme gehabt.

Kenne im Bekanntenkreis auch so einen Fall. Er (1,98) war über 10 Jahre lang überglücklich mit seinem W140. Als er sich dann 2002 doch für den Nachfolger entschieden hat, hat er sich 5 Monate damit rumgeärgert, hat immer was von "größter Fehler seines Lebens" erzählt. Irgendwann ist er dann mit nem Skoda Superb gekommen. "Da habe ich endlich wieder vernünftig Platz drin" war seine Antwort. Den Benz hat er beim Skoda Händler auf'm Hof stehen lassen.:D

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