Die beste Energiequelle?

Was haltet ihr für den Antrieb der Zukunft?

Ich persönlich bin ein Gegner der derzeit propagierten Wasserstoffmotoren oder Zellen. H2 ist ein Knallgas und explodiert beim bloßen Kontakt (!) mit Luft (O2), wenn da mal nach Jahren eine Dichtung undicht wird, könnten die Autos fahrende Bomben werden.

Vielleicht regenerative Kraftstoffe: Rapsöl, verflüssigte Biomasse? 'Aber reicht das für alle Autos?

Mein Tip: die Autos werden in 100 Jahren nur noch Elektromotoren haben und "Akkus", ihren Strom nur noch über die Steckdose beziehen, also elektrisch. Die eigentliche Energierzeugung erfolgt in Zentralen Kraftwerken wie jetzt mit höheren Wirkungsgraden als die kleinen Automotoren. Mit Kernfusion oder ähnlich.

Oder sieht das jemand anders?

64 Antworten

Die Hybridtechnologie ist noch in den Kinderschuhen aber in 5-10 Jahren wird nahzu jeder Automobilhersteller mindestens einen Antriebsstrang dieser Art je Modellreihe anbieten (müssen, wegen Abgasnormen). Kraftstoff sparen war bisher das große Motto, jetzt kommt die Ausnutzung der aufgebrachten Energie hinzu. Was zur Aufbesserung der sogenannten "Energiebilanz" führt.
Strom aus der Steckdose ist nach derzeitigem Stand der Technik nur eingeschränkt einsetzbar, da die Batteriesysteme nicht ausreichend große Kapazitäten haben um beispielsweise eine Langstreckenfahrt zu ermöglichen. Größere Batterie erlaubt mehr Kapazität, bedeutet aber gleichzeitig mehr Bauraum und größere Masse die bewegt werden muss ...

Da stimme ich voll zu . Ergänzen möchte ich jedoch. Das man im Elektroauto zur kalten Jahreszeit auch irgendwie heizen muß, um nicht zu frieren. In dem von mir gefahrenen war eine Benzinheizung drin.
Erkenntnis ,, Auch mit dem Elektroauto muß man tanken fahren :-(,,

Wasserstoff als Energieträger wäre ja in Ordnung, wenn die Herstellung "umweltverträglich" wäre.
Wenn man bedenkt, daß der Strom mit ca. 30% Wirkungsgrad vom Primärenergieträger (Öl, Gas, Kohle..) an der Steckdose zu Hause ankommt, scheidet meiner Meinung nach eine dezentrale Lösung aus. (das gilt auch für Elektroautos mit Akkus, die fahren nicht sauberer, die Schadstoffe entstehen nur wo anders!)
Möglich wäre z.B. eine Wasserstoffproduktion durch Wasserkraft (z.B. Kanada). Ja, wenn bloß der Transport nicht wär....
Alternative Energiequellen wären auch denkbar: Wind, Solar in der Wüste...
Aber auch hier: weite Transportwege!

Ich kann mich mit der Technik Wasserstoff aus diesen Gründen nicht anfreunden, das scheint eine Milchmädchenrechnung zu sein!

Grüße,
Alex

Nochmal zu den Schwierigkeiten der Lagerung und Handhabung des Wasserstoffs.
Wie wäre es wenn man den Wasserstoff an einen anderen Stoff bindet und so seine "Reaktionsfreudigkeit" mit Sauerstoff etwas hemmt. Wie wärs denn z.B. mit Stickstoff...
Wir stellen uns einfach gaaanz viel Amoniak( NH3) her. Das kann man gut und sicherer als Wasserstoff allein aufbewahren, es reagiert zwar etwas schwächer mit O2 aber immernoch stark genug und beim Verbrennen endsteht nur umweltfreundlicher Stickstoff und Wasser.
Als Bonus könnte man den Amoniak ja auch mit Lachgas (NO2) reagieren lassen, das würde die Leistung noch Steigern und die Abgasstoffe blieben gleich...
Die Energie zur herstellung dieser Stoffe kann man irgendwann aus riesigen Solarzellenfeldern oder Kernfusion gewinnen, was haltet ihr davon?

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Binde es an CO2 und du hast synthetischen Sprit. Du könntest CO2 u.a. aus Biomasse herstellen und in leeren Erdgasfeldern sogar zwischenlagern um Bedarf und Verfügbarkeit aufeinander abzustimmen.

Ansonsten hat Wasserstoff noch einen gravierenden Nachteil: Bei Druckspeicherung hat es je Volumen nur rund 1/3 der Energiedichte wie Erdgas, was wiederum nur 1/3 dessen hat was LPG bietet.

Ammoniak als Energieträger wäre fatal. Reisst mal eine Leitung oder ein Tank hast du schwerste Haut/Lungenverätzungen und bist ziemlich schnell erblindet.

Grüsse, GaryK

Fassen wir mal zum Thema Wasserstoff zusammen:

Vorteile:

- es reagiert beim "Verbrauch" ohne Schadstoffe
- ...?

Nachteile:

- es existiert nicht in natürlicher Form, ist also keine Energiequelle sondern nur als Energieträger geeignet
- und muss deshalb erst hergestellt werden, die Herstellung ist noch kompliziert und teuer
- gefährlicher als Diesel und Benzin oder Erdgas, da sehr viel reaktionsschneller
- schlechtere Lagerung und Transportmöglichkeiten
- niedrigere Energiedichte als andere Energieträger
- ...?

Kann jemand ergänzen?

Vorteile:

-durch die Schadstofflose Verbrennung könnten wir (in allen autos eingesetzt) damit den Treibhauseffekt stoppen, der zu fatalen folgen führen kann wie: Überflutung der Meere, Tornados und Stürme die Stärker und überall auftreten und milionen von Menschen das Leben kosten werden.

Man sagt wenn die CO2 emission in den nächsten paar Jahren nicht um mehr als 50% gesenkt wird, dann treten genau diese fatalen folgen auf, daher gibt es nichts zu diskutieren, wir brauchen den Wasserstoff antrieb!!!

Schadstofffrei?

Wohl kaum!

Es reagiert ja nicht Wasserstoff mit reinem Sauerstoff , sondern Wasserstoff mit "Luft". Dabei entstehen auch Stickoxide bei den hohen Temperaturen. Wenig zwar, aber dennoch welche.

Alex

@Inflagranti

Wenn es um die Vermeidung von unnötigen Schadstoffen geht, so schalte sofort deinen PC ab und verbiete DSL Flatrates bzw. Volumentarife. Und das Mutantenstaderl.

Beweis:
Ein PC braucht mit Röhrenmonitor (50%) etwa 350 Watt. Das sind bei 24/7 Betrieb für Filesharer runde 3000 kWh im Jahr. Bzw. 570e für Strom, aber das am Rand. Wovon man ne Menge DVDs ausleihen könnte. Aber das ist noch weiter am Rand.

Kohle hat einen Brennwert von 30 MJ/kg, ein Kohlekraftwerk etwa 40% Wirkungsgrad. Ein kilo Kohle ergibt etwa 3,6 Kilo CO2. Macht also 1,5 Kilo CO2 je Kilowattstunde (1 kWh = 3.6 MJ) verbrauchtem Strom. 1/3 des deutschen Stroms kommt aus Kernkraftwerken. Also verbleibt statistisch etwa 1 Kilo CO2 je verbrauchter Kilowattstunde (bzw. 3h PC an = 1 Kilo CO2).

Ein 24/7 durchlaufender "Porno-Esel" irgendeines Pickelzüchters setzt also runde 3000 Kilo CO2 in einem Jahr frei. Der statistische PKW braucht etwa 1200l Benzin, was 900 Kilo entspricht und ebenfalls runde 3t CO2 freisetzt.

Bei der Hitparade der Volksmusik mit 6 Mio Zuschauern und 90 Minuten Laufzeit werden alleine durch die Fernseher 1,3 Mio kWh verbraten. Was 1300t CO2 entspricht. Zuzüglich des CO2s, was bei der Ausstrahlung in Scheinwerfern & Co sowie von den zum Füllen der Zuschauerränge nötigen Menschenmassen durch die Anfahrt verbraten wird. DAS ist Umweltverschmutzung und dazu noch völlig vermeidbar. Ein Radio hätte bei diesem Format den gleichen Informationswert und braucht keine 10 Watt. Und da fällt das Klatschen vom Band nichtmal auf.

Noch Fragen? Also, Rechner aus. Es schont die Umwelt. Und keine Volksmusik kucken.

Nur für die Statistik: Verkehr ist in Deutschland ca. 15% am Gesamtenergieverbrauch beteiligt.

Private Haushalte mit Heizung und Strom ca. 30%, Industrie 18%, Umwandlungsverluste und Verbrauch im Energiesektor 28,5%...

Wasserstoff kann man günstig in Brennstoffzellen umsetzten, dann ohne Schadstoffe. Ändert aber nichts an der Tatsache dass er nur ein Energieträger ist, nichts weiteres.

Unser Problem ist und bleibt die Energieerzeugung.

Gruß Meik

Ich weiß ja nicht, was ihr alle gegen den CO2-Ausstoß habt. Solange man ihn wieder assimiliert ist es so egal. Vor allem Wasserstoff ist kein gescheiter mobiler Energieträger. Als Tiefkühlware Energieverschwendung, in Palladium toll, aber das liebe Fahrzeuggewicht und soviel Palladium gibt es nicht und als Clathrat auch nicht so toll.

Weiter: Wer mit der Photovoltaik in der Wüste kommt, muß erstmal nen mechanischen Neger anstellen, der zuverlässig den Sand von den Pannelen wischt. Die stehen da auch so wagrecht, weshalb das echt schlecht ist. Und manchmal zieht ne Wanderdüne durch...

Dann sind so Supertypen, die Windkraft wollen... Was macht man, wenn es keinen Wind in der BRD hat, zB im Sommer? Dann schaltet man kleine Gaskraftwerke ein. Die sollte man davor auch bauen...

Wasserkraft... Super. Da bauen wir welche in Ost-Westrichtung, ja nicht am Äquator, und hoffen auf nen Bin Laden, der unsere Erdachse damit kippt... Oder bauen wir einen Stausee, der unser Mittelmeer aufsalzt und den Golfstrom durch die Düse Gibraltar nach Island und Spitzbergen ablenkt. Wozu noch nach Frankreich in den Urlaub und Sibirisches Wetter wie in Wladiwostok ist doch toll.

Wir hätten noch die gute Kohle... Dann Atomstrom... Vielleicht irgendwann Fussion...

Also mal ehrlich, Atomkraft ist im Moment irgendwie global gesehen notwendig. Aber wir könnten in der Wüste Biogas produzieren... Da gärt es sicher...

Gut, Ironie bei Seite, Aber so einfach wie die Grünen es sehen wird es nicht.

Gott Gnade, daß nicht Silizium der neue Energieträger wird. Vielleicht zwingt uns Bayer dann Siliziumnitrid zu produzieren und unser Pulver bei ihnen abzugeben...

Zitat:

Dann sind so Supertypen, die Windkraft wollen... Was macht man, wenn es keinen Wind in der BRD hat, zB im Sommer?

Gegenfrage : was macht man, wenn im Irak Krieg ist?

Man zehrt von Reserven, oder zahlt den teurer gewordenen Sprit.

Um aufs Thema zurückzukommen :
Ich empfinde Wasserstoff schon als praktischen Energieträger.
Vorteile :
- kaum Transportverluste (je nach Speicherart Kühlung z.B.)
- bei Erzeugung aus Wind- oder Sonnenkraft kann man Schwankungen puffern, die Anlage erzeugt einfach Wasserstoff, egal wieviel man davon im Moment braucht, es muss nicht on-demand erzeugt werden
- verschleissfreie Lagerung (keine Batterien)
- häusliche Erzeugung wäre denkbar
- Umstellung von Gasheizung ist wahrscheinlich simpel
- Höherer Wirkungsgrad der Verbraucher, die auf auf Strom angewiesen sind (Elektromotoren im speziellen)
- kein Sondermüll/radioaktiver Abfall (auch wenn ich von sicherer Atomkraft eigentlich viel halte, ist das nun mal das Killerargument, trotz Abreicherung etc... das dauert einfach viel zu lange)

mir unbekannt :
- Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle
- Verschleiss einer Brennstoffzelle

Nachteile :
- Sicherheit, aber das ist ja eine Sache des Gesetzgebers (an Gas- oder Elektroanlagen darf auch keiner rumpfuschen, von daher verstehe ich das DAU-Argument nicht)

Zitat:

Ergänzen möchte ich jedoch. Das man im Elektroauto zur kalten Jahreszeit auch irgendwie heizen muß, um nicht zu frieren. In dem von mir gefahrenen war eine Benzinheizung drin.
Erkenntnis ,, Auch mit dem Elektroauto muß man tanken fahren

Auch hier gibt es Entwicklungen : siehe Quickheat bei Opel. Ein elektrischer 1kW Heizer, der den Luftstrom erwärmt. Das ganze ist atm noch nicht so prickelnd und nur zur Überbrückung der Warmlaufphase und Scheibenenteisung gedacht, aber mit mehr Leistung... warum nicht? Im Moment ist es halt recht unwirtschaftlich, die aus Benzin/Diesel erzeugte Strom-Energie zum Heizen zu benutzen, wenn der Motor soviel Abwärme erzeugt. Demzufolge ist daran auch noch keiner interessiert. Ist imho nur ein Randproblem.

MfG BlackTM

Re: Die beste Energiequelle?

Zitat:

Original geschrieben von pdm80


Was haltet ihr für den Antrieb der Zukunft?

Ich persönlich bin ein Gegner der derzeit propagierten Wasserstoffmotoren oder Zellen. H2 ist ein Knallgas und explodiert beim bloßen Kontakt (!) mit Luft (O2), wenn da mal nach Jahren eine Dichtung undicht wird, könnten die Autos fahrende Bomben werden.

Vielleicht regenerative Kraftstoffe: Rapsöl, verflüssigte Biomasse? 'Aber reicht das für alle Autos?

Mein Tip: die Autos werden in 100 Jahren nur noch Elektromotoren haben und "Akkus", ihren Strom nur noch über die Steckdose beziehen, also elektrisch. Die eigentliche Energierzeugung erfolgt in Zentralen Kraftwerken wie jetzt mit höheren Wirkungsgraden als die kleinen Automotoren. Mit Kernfusion oder ähnlich.

Oder sieht das jemand anders?

Ich denke auch, daß Kernfusion DIE Energiequelle sein wird. Es gibt da glaub ich schon einen Testreaktor.

Bei den Autos wird bestimmt ein Teil mit Strom fahren und ein Teil mit hoffentlich fertig entwickelten Antrieben aus Wasserstoff.

MfG

Ich bin doch immer mehr der Überzeugung, dass Wasserstoff ein Marketing Blender ist.

Man sieht ein Auto wo nur Wasser hinten rauskommt und alle denken, das ist umweltfreundlich und die Energieproblemem sind gelöst. Die Frage der letztendlichen Energiebilanz stellt öffentlich kaum einer. Man verlagert die Schadstoffprodunktion von den Autos hin zur Produktion und Transport von Wasserstoff.

Hallo!

Studiere Maschbau und hatten mit meiner Gruppe ein Projekt: haben Diesel und Öle verglichen ...

Aus einem Hektar Raps können 2000 L Öl gewonnen werden und diese menge ist zu wenig um damit wirklich was zu reissen. Ausserdem muss das ganze Einspritzsystem verändert bzw eine Heizung eingebaut werden damit der Kraftstoff eine dieselähnliche Viskosität erhält. Das bedeutet mehrverbrauch. RME ist dagegen lösmittelähnlich und im Motor müssen Dichtungen usw verändert werden wenn dies vom Hersteller nicht freigegegen ist. Pflanliche öle allgemein haben sogar einen grösseren NOx ausstoß und einen höheren Verbrauch da mehr CO2 ausgestoßen wird ... Diesel ist aufs erste das günstigste in der Hinsicht ...

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