Der "wahre" Grund für verstärkten Rost ab Mopf 1,5 - ein Sammelthread.

Mercedes E-Klasse W124

Hallo Leute

Mir wurde nach einer interessanten Diskussion neulich erklärt, dass der wahre Grund für verstärkten Rost ab 1992 im Hause Mercedes weder am Lack noch in der Blechschnittqualität zu suchen sei. Durch die fransigen Schnittkanten könne der Primer sogar besser haften, schlechte Schnittqualität wäre von Vorteil.

Die Erklärung mit der Blechschnittqualität sei nur eine "Scheisshausweisheit, so dass einfach gestrickte Leute eine Erklärung für den Rost haben".

Da ich das ganze höchst interessant finde wollte ich mich mal erkundigen ob jemand von Euch noch andere Gründe kenne, oder ob mein Diskussionspartner (und das vermute ich mal) selbst nicht wusste wovon er sprach.

Schönen Gruß,

Justus

Beste Antwort im Thema

soll ich dir deinen rost zeigen??

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Zitat:

Original geschrieben von Mark-86


Also sind die Grundierungsprobleme von Sindelfingen was ganz anderes als die Grundierungsprobleme von Rastaat.

Die 124er und 210er aus Rastatt kamen aber komplett lackiert aus Sindelfingen. In Rastatt wurden/werden nur A- und B-Klassen seit 1997 lackiert.

Ja, aber sie waren wenn sie in Sindelfingen vorhanden waren, noch lange nicht in Bremen und Rastatt vorhanden, weil in Bremen und Rastatt noch länger als in Sifi die nichtbiologisch abbaubaren Tauchbadinhalte verwendet wurden.

verwundert mich,diese veröffentlichung und die mitarbeit von daimler.
das muss firmen(personal)politisch gewollt worden sein.
ich glaube, da wollte man jemanden/einige komplett einstampfen.
kenne noch von früher dieses bakterienproblem,
aber nicht die jahre spätere veröffentlichung.
woher auch, war da nicht mehr in der branche.

da dies ja nun öffentlich ist.... 🙄

Ja, nur wenn du das liest, solltest du feststellen das die KTL-Beschichtungsprobleme Ende 98, 99 aufgetreten sind, da fuhr kein 124er mehr vom Band.

das ktlbeschichtungsproblem war sehr viel früher vorhanden.
mitte der 80er fing es an,erst vereinzelt, da die werke immer nach und nach auf festkörperhöhere-ktl umgestellt wurden.
in sindelfingen war diesmal nicht das pilotbecken,sondern düsseldorf anfang 80.
böse zungen behaupten, die krater wurden in der dü-altsstadt wegdiskutiert.
stimmt aber nicht.🙄 wirklich.😁 die hatten keine 🙄 ein paar pro qcm 😁
da war wirklich immer alles i.o. 🙄 ok, glaube dir, köbes noch eine runde alt. 😁

nach der dissertation soll es ktl-becken gegeben haben, die nicht kontaminiert wurden.
vielleicht gab es dort irgendjemanden mit herz, der aus unwissenheit oder aus versehen den aromatencoktail beigab.hat ja fast jeder, du und ich, so als grundausstattung bei sich.
ca. 100l, ist also nichts außergwöhnliches. 😁
so gibt es auch unbewiesene gerüchte, dass .....
weniger bis gar nicht rostene 124er karossen daher immer aus dem zeitraum einer ktl-beckenneubefüllung stammen oder es war der irgendjemand mit herz häufiger anwesend.😁

wissenschaftlich eine ganz hervorragende dissertation.
vieles früher auch einschlägige bekannte probleme bei wässerigen polymer-dispersionen in der industrie.

toll, jetzt ist der hintergrund öffentlich, aber was ändert es ???
es gibt kein navi um diese krater zu finden, um das blech dort zu schützen.
wenn man sie findet, ist evtl. kein blech mehr zum schützen da.🙄

mark,
zu w123 /einführung 124er zeiten waren alle ktl-becken von herberts oder basf,
ebenso die füller,der steinschlagschutz nur von basf.
decklacke ebenfalls herberts, basf und mit einem farbton, einen basecoat,
bolling und kemper.warum kam kemper rein ...??? war auch so anfang der 80er.
kemper hat uns damals beide gut vorgeführt, sein basecoat hatte sowohl in den linien immer den gleichen farbton als auch in der reparatur.das schafften weder basf noch herberts.
da halfen auch alle beziehungen nichts.kemper war allgegenwertig.
so musste kommen , was irgendwann kommen musste und nicht sollte. 🙄
noch lustiger wurde es bei dem preisangebot von kemper.
da kamen beide in erklärungsnot wegen der enorm höheren preise gegenüber kemper.
kemper hatte wahrlich keinen dumpingpreis aufgerufen, der war branchenüblich.
nun rollten auf beiden seiten die köpfe, schon allein durch die unfähigkeit einen farbton nicht vernünftig hinzubekommen, so dass ein kemper bei db reinkam.das haben nicht einmal die anderen großen wie dupont, ppg usw. hinbekommen.
das war das ende der beiden exklusivlieferanten, db wurde danach offener für andere lieferanten.wegen der langzeitprüfungen dauerte dies aber noch einige zeit.
übrigens ist der herr kemper selber ein ganz offener patenter mensch, der sich nicht nur mit seinen produkten identifiziert.ich wünsche und gönne es ihm vom ganzen herzen, wenn er heute immer noch liefert.
und dass, obwohl er ein kölner ist ....... 🙄😁
wie an deiner aufstellung von 94 ersichtlich nur in sifi, ein gutes produkt ist leider nicht immer alles.

war schon eine verrückte zeit damals.😉

Surfdonald :

Zitat:

toll, jetzt ist der hintergrund öffentlich, aber was ändert es ???

Nun , es erleichtert zum Beispiel die Risikoabschätzung für Karosserie - Korrosion beim Gebrauchtkauf .

Ein Beispiel : Traten bisher auf einer zuvor intakten Lackoberfläche kleine Bläschen im Lack auf , galt das

als Hinweis auf die Korrosion des darunter liegenden Bleches , was dann

sekundär

zu den Aufwer fungen im Lack geführt hatte . In Kenntnis der

primären Lackverseuchung

kann aber durchaus ein

nur auf den Lack selbst begrenzter Zersetzungsprozeß vorliegen , ohne daß auch notwendigerweise das Blech schon korrodiert sein muß . Ein Griff zum Taschenmesser mag zur Differenzierung reichen...

Falls es überall an intakten Oberflächen anfängt zu blühen , weiß man jetzt genau , woran es liegt .

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Die wollten ja Kosten sparen.

Ich glaube, die ham billiges Blech aus Asien genommen!

Dies + der "Ökolack" sind die Ursachen für mich.

Wobei meiner Meinung nach möglichst der Lack aus Marketing-Gründen vorgeschoben werden soll.

Und irgendjemand hat all das entschieden und damit das Ende von Mercedes als No. 1 der Autohersteller zu verantworten.
Und das waren mit Sicherheit nicht die Leute am Band, sondern Leute aus dem Management.

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel


Surfdonald :

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel



Zitat:

toll, jetzt ist der hintergrund öffentlich, aber was ändert es ???

Nun , es erleichtert zum Beispiel die Risikoabschätzung für Karosserie - Korrosion beim Gebrauchtkauf .
Ein Beispiel : Traten bisher auf einer zuvor intakten Lackoberfläche kleine Bläschen im Lack auf , galt das
als Hinweis auf die Korrosion des darunter liegenden Bleches , was dann sekundär zu den Aufwer fungen im Lack geführt hatte . In Kenntnis der primären Lackverseuchung kann aber durchaus ein
nur auf den Lack selbst begrenzter Zersetzungsprozeß vorliegen , ohne daß auch notwendigerweise das Blech schon korrodiert sein muß . Ein Griff zum Taschenmesser mag zur Differenzierung reichen...

Falls es überall an intakten Oberflächen anfängt zu blühen , weiß man jetzt genau , woran es liegt .

hi dsd, kürze das mal ab 😁

wenn die oberfläche störungen bekommt, wie du es beschreibst wäre es ja super.
auch blühen heißt nicht gleich ktl und krater.
hier ist ja das fatale, die ktl ist am gesamtem blech und diese krater müssen ja nicht überall sondern können partiell störungen hervorrufen.
visuell ist nichts und unter dem ubs gammelt es wie teufel.
krater ist nicht gleich krater.oberflächlich wirst du selten etwas finden.
die krater wurden meist überschliffen vor dem spritzfüller,damit die oberfläche sauber aussieht.
egal was drunter ist, die oberfläche bei db musste immer spitze sein.
im spritzfüller ist talkum und dieser haftet u.a. nun auf dem blech.der weitere schutz ist die decklackgeschichte. solange die nicht beschädigt wird passiert nichts.
war übrigens eine ausarbeitung von mir.
blieb ihnen ja auch nicht anderes übrig.😁
schlimmer sind die blanken stellen ohne ktl-beschichtungen, wo nichts drauf ist.
das fängt mit den hohlräumen an, wo auch nicht immer die ktl vorhanden ist.
das würde jetzt zu weit und zu viel werden ,warum dies so ist, keine ktl am blech.
viele teile der achse sind nur mit ktl beschichtet,bißchen wachs und gut war es.
wachs weg rost da.nun die hohlräume , sobald der gummistopfen undicht wird dringt auch dort wasser ein, folge ,,,rost.
ein früheres problem war u.a., die knaller ,nicht nur db, haben während der mittagspause die autos im ofen und ca, 40 minuten länger da bruzeln lassen. folge--- ktl zu spröde , wurde von den folgenden (spritzgrund oder usb) lösungsmittel partiell unterwandert oder angelöst,irgendwann waren auch die lösungsmittel weg, keine haftung, luftpolster, die verschieden temperaturen ausgesetzt waren, rissen die ganze schose auf,feuchtigkeitunterwanderung und fiel dann wie placken mit samt rostigen blechstücken ab,...folge...noch mehr rost. dafür braucht man keine krater.
oberflächlich konnte man dies schon erkennen, aber nicht an den nichtsichtbaren stellen.
muss schluss machen.
sorry für meinen schreibstil .... 😁 .. bisschen abgehackt ,unsortiert, aber bin gerade auf dem sprung in die wirkliche welt und kann jetzt leider nicht weiter darauf eingehen.

schönen abend noch.... 😁

Zitat:

Original geschrieben von Mark-86



Genau so verhält sich das mit Kunststoffteilen, Gummiteilen und Innenausstattungen. Was wenig bewegt wurde, wenig benutzt wurde, wenig Sonne abbekommen hat, das ist auch nach 30 oder 40 Jahren noch in einem SEHR GUTEN Zustand.

EINSPRUCH: Ich hab ne MZ 250 ETZ die hat 1000 km drauf, ist von BJ 90 und steht seit 1993 in meiner beheizten Garage ohne Sonneneinstrahlung.... und trotzdem lösen sich die Gummiteile auf, werden sichtbar brüchig und reißen

Auch mein 1995er-W124 rostet kaum. Die WHA sind etwas angegammelt. Die Heckklappe hatte an einer Stelle Gammel, den ich aber habe sanieren lassen, aber ansonsten - nichts.
Ein Problem sind die "Sacco-Bretter", so schön das aussehen mag. DArunter wird nie sauber gemacht, sodass sich der Gammel breitmachen kann. Aber auch dies ist kein Lack-Problem, sondern ein Problem der Bauart. Mein erster W202 hatte erst bei über 300000km soviel Rost, dass ich passen musste. Der Wagen war aber von den Vorbesitzern nicht gepflegt worden. Habe mir deshalb einen zweites solches Fahrzeug geholt, als klar war, dass ich den "Kampf" gegen den Rost verlieren würde. Dieser wiederum hatte nur Rost an der Heckklappe, den ich habe sanieren lassen.
Schlussendlich bin ich nach wie vor der Meinung, dass es eine Frage der Pflege ist.

Zitat:

Original geschrieben von tazio1935


Danke für das Lob, aber die Arbeit ist auch so leicht zu finden. Sie steht im Wikipedia-Artikel zum W210 als Einzelnachweis-Link, gleich nach dem Kapitel zu Kritik/Rostprobleme. In anderen W124-Foren war sie ebenfalls schon Thema.

MfG, Tazio1935

Hallo zusammen,

es liegt mir eigentlich fern, richtig zu stellen, wer wann was verfasst hat. Zur Klarstellung:

Nach einer erstmaligen Diskussion im Forum Motor-Talk fand der Verweis auf den tatsächlichen Grund für die Rostproblematik nach 35 Tagen Eingang in den Wikipedia-Artikel zum W210.

Zitat:

aus der Dissertation, Seite 138:
"Ziel dieser Arbeit war es daher, die Ursachen der aufgetretenen Beschichtungsstörungen zu ermitteln."

Die Änderung im Wikipedia-Artikel zum W210 zur Rostproblematik erfolgte am 29.08.2011, 14.14 Uhr:

http://de.m.wikipedia.org/w/index.php?...

Vorausgegangen war dieser Thread-Dialog am 27.08.2011: http://forum.mb124.de/read.php?1,687497,687497#msg-687497

[mit Bezug auf einen Thread in Motor-Talk v. 3.08.2011, dieser wiederum ist eine Zusammenfassung eines Threads in Motor-Talk, der am 04.06.2011 erstellt wurde. Darin ist ein Beitrag v.24.07.2011 samt Einzelnachweis-Link auf die in Rede stehende Dissertation enthalten.]

Zitat:

Zunehmender Rost z.B. bei Mopf 2 und späer W210 durch Bazillen????
geschrieben von: Dirk (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. August 2011 22:44

Schaut her,

dies fand ich gerade. Ziemlich interessant. Das erklärt, daß manche Modelle keinen Rost haben, andere umso mehr:

[motor-talk,de]

Gilt vielleicht auch für manche Mopf 2.

...

Ist das schon auf Quellenangaben überprüft worden?!kratz...
geschrieben von: Jörg E320T (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. August 2011 22:55

...

Hier ist die Quelle, hab ich gerade gefunden. OK Eine Dissertation
geschrieben von: Dirk (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. August 2011 23:04

usw.

LG, Walter

Zitat:

Original geschrieben von Owlmirror


.....
Schlussendlich bin ich nach wie vor der Meinung, dass es eine Frage der Pflege ist.

Hi

zu dem Schluss kann man nur kommen, wenn man das MB-Rostthema ab MJ1993-bis 200x nicht verfolgt hat - nicht nachvollziehen kann oder Fakten ignoriert.

Es gibt in der Periode Baureihenübergreifend auch nicht so rostbefallene Exemplare -aber nein, es ist kein primäres Pflegeproblem. Die bis heute noch existierenden älteren w124 aus der Zeit- sind von dem " gemeinten Rostprob" weniger betroffen und haben überwiegend altersentsprechenden Rost- der dann tatsächlich pflegeabhängig sein kann. Ein höheres Restrisiko bleibt dennoch, ab MW 92/93.

mike

ps mein Dom-rost-schaden 2011 ist verm. Folge eines bei MB sanierten Frontseitenschadens re. des Erstbesitzers( diplomat. Corps) - mein erster und letzter Unfaller. (sollte ja auch nur ne Interimslösung sein)

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