Der perfekte Sportwagen

BMW 3er E90

Der perfekte Sportwagen im Bereich um 50-60.000 Euro wird gesucht.

Ich war sonst in einem anderen Forum unterwegs.

Zur Auswahl stehen gänzlich unterschiedliche Fahrzeugkonzepte, die aber alle für sich gesehen umgemein reizvoll erscheinen - und sich den Vergleich aufgrund ähnlicher Kosten gefallen lassen müssen.

Erstmal meine Sicht der Dinge

BMW 335i Coupe:

Vorteile:
- Sehr elegant, mit M-Paket kaum zu toppen
- alltagstauglich,
- sehr guter Langstreckenkomfort
- hoher Understatementfaktor
- geniale Motorcharakteristik mit Durchzug in allen Lebenslagen
- angemessener Preis (z.B. im Vergleich zu Audi S4, C-AMG)
Nachteile:
- als "echter" Sportwagen eventuell doch zu langweilig, querdynamisch zu träge

Porsche Cayman/Boxster S:
- fast perfekte Fahrwerksabstimmung, sportlich mit Restkomfort
- tiefer Schwerpunkt, Mittelmotor...perfekte Grundlage für sportliches Fahren
- guter Motorsound
- jedoch Durchzug erst bei höheren Drehzahlen
- weniger alltagstauglich, wenngleich für einen echten Sportwagen immer noch vergleichsweise gut
- geringerer Langstreckenkomfort
- Porsche-Image fragwürdig (unter "echten" Porschefahrern),
- dafür zumindest unmißverständlicher Sportwagen-Look
- geringer Wertverlust

BMW Z4 M-Coupe:
- extrem sportliches Fahrverhalten
- sportlichste Motorcharakteristik
- geringere Alltagstauglichkeit, gegenüber dem Porsche (Platzverhältnisse, kein Restkomfort), trotzdem schlechtere Rundenzeiten
- angemessener Preis, jedoch erheblich teurer als 335ci bei vergleichbaren Fahrleistungen (längsdynamisch)
- unübersehbarer Sportwagen-Look, kein Möchtegern-Image

Corvette C6:
- echter Sportwagen
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
- nochmals bessere Fahrleistungen (5,0 Sekunden, 300 km/h), Fahrleistungen mindestens auf 911-S-Niveau
- veraltete Fahrwerkstechnik, die sich aber kaum negativ bemerkbar macht
- Qualtitätseindruck schlechter, schnödes Inneraumdesign
- immer noch fragwürdiges Image

und zu guter Letzt die Entdeckung:

HGP R32 (445PS):
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
- gute Alltags- und Reisetauglichkeit, beste Platzverhältnisse
- sehr guter Orginal-Motorsound, eventuell abgeschwächt durch Ladergeräusche
- langweilige Golf-Optik (extrem hohes Understatement)
- karosserie-technisch kein echter Sportwagen, hoher Schwerpunkt
- jedoch bessere Fahrleistungen (3,9 Sek, 13,3 Sek. 200 km/h) als ein Lamborghini Gallardo und bessere Rundenzeiten als ein 997 turbo (Oschersleben, AB Sportscar)
- gnadenlose Traktion dank Allradantrieb, gute Winter- und Schlechtwettertauglichkeit
- Haltbarkeit des Motors fragwürdig
- extrem hoher Wertverlust

Man möge mir bitte nicht die mangelnde Vergleichbarkeit dieser Auswahl vorwerfen, denn gerade die Unterschiedlichkeit fasziniert in meinen Augen. Teilt mir Eure Sicht der Dinge mit, auch wenn es sich letztlich um eine Geschmacksfrage handelt.

Mit freundlichen Grüßen,

Raser

18 Antworten

Nix für ungut aber das Zuhälter Image hatten die Corvette Modelle der 70er und 80er vielleicht auch noch zum Teil der 90er aber seit der C5 ist dem nicht mehr so.

Ich sage nur Le Mans Siege...

Ganz abgesehen haben einige 3er inzwischen auch ein zweifelhaftes Image nachdem sie endlose Tuning Massnahmen hinter sich haben.

Eigentlich hast Du es doch gut auf den Punkt gebracht mit deinen Zusammenfassungen.

Der Golf:

Der Golf wäre mir viel zu langweilig. Ich finde ihn schon als Alltagswagen langweilig von der Form her, geschweige denn als Spaßauto ...
Als Tuningmodell wäre mir das nicht geheuer. Firmen stecken extrem viel und teuren Aufwand in die Erprobung ihrer Fahrzeuge in punkto Haltbarkeit und viele verschiedene Situationen.
Ein Tuner möchte erstmal nur Leistung, Leistung und nochmal Leistung rausholen. Ich wette, da wird es kaum verwertbare Erfahrungen über 100 000 km geben.
Auch weiß man nicht, wie er nach einigen Rennkilometern aussieht. Bremse auch bei mehr als 3 Runden standfest? Da wird nur auf Biegen und Brechen ein Rekord gegen die Konkurrenz herausgefahren. Meist recht unseriös.
Dann das Image vom Tuning Proll. Für viele wird das Auto dann auch aussehen wie einer der 75 PS Rennwägen ...
Zwar Understatement, aber auch negative Blicke ...

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Die Corvette:

Technisch wird sie oft unterschätzt. Sie ist recht flott, das Fahrwerk ist besser als die meisten denken und sie braucht lange nicht so viel Sprit, wie die meisten denken. Man kann sie wohl durchaus sehr sparsam bewegen.
Allerdings möchte ich für diese Preisregionen auch ein entsprechendes Interieur. Schließlich sitze ich die meiste Zeit ja doch im Auto und schaue es mir nicht von aussen an.
Und wenn man dann auf unseren Straßen sowieso 95% im Stau, an der Ampel oder hinter einem Lahmarsch in einer zu kurvigen Landstraße hinterherfährt oder auch einfach mal nicht in Stimmung ist um mehr als von A nach B zu fahren, dann hat man weitaus mehr von einem guten Innenraum, indem alle Maße stimmen, nichts knackst und knistert und man nicht am Plastik erstickt. Von einer geringfügig besseren 0 auf 100 Zeit oder 0,5 Sekunden schnellere Hockenheimrunden hat man wohl so gut wie nie was auf unseren Alltagsstraßen, oder? 😉

Naja und das Image. Da können Corvettefans erzählen was sie wollen. Man sieht es alleine hier im Forum, wieviele die Corvette noch mit Zuhältern in Verbindung bringen. Und hier sind schon Leute, die sich mit Autos beschäftigen und informieren. Wie sieht es dann erst unter dem größten Teil der Bevölkerung aus? Zumindest hier in Deutschland hat sie definitiv noch ganz dick das Zuhälterimage.
Dazu kommt das negative Amiimage. Die Corvette ist ein typisch amerikanisches Auto. V8, wer hat den größten Schw... äh Hubraum usw usw. Und das wissen sogar Amateure, daß die Corvette kein deutsches Auto ist. Und Amerikaner genießen zur Zeit nicht gerade den besten Ruf weltweit. Als deutlicher Unterstützer der amerikanischen Industrie in einem Land, daß für Autos bekannt ist und gute eigene Produkte anbietet ... auch ein Imageschaden gewissermaßen.

Außerdem sind eben viele Details deutlich schlechter. Während ein Porsche versucht in allem perfekt zu sein, versucht die Corvette nur einfach mal schneller zu sein. Die Sitze bieten keinen Seitenhalt, die Rückmeldung der Lenkung ist im Vergleich zu Porsche schlecht. Viele Details ...

Als reiner Drittwagen für den Spaß und die Rennstrecke ist eine Corvette Z06 eines der besten Fahrzeuge hinsichtlich Preis/Leistung. Allerdings kann man dann auch auf Hardcorealternativen wie Ariel Atom, Radical, getunte Rennelise usw. zurückgreifen, wenn man eh nur zur Rennstrecke hin und zurück will und damit kaum im Alltag rumfährt.

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Z4M Coupé:

Wüßte nicht, wieso man das dem Cayman vorziehen sollte. Letztendlich hast Du dazu ja alles geschrieben 😉
Hat kein Möchtegern Image, steckt aber gegenüber einem Porsche trotzdem zurück für minimal bessere Längsbeschleunigung.

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Tja, bleiben die beiden Kanidaten, die ich auch oft im Kopf habe für die Zukunft irgendwann. Die Porsche un der 335i.
Boxster fliegt allerdings raus, da ich eher ein Coupé mag. Und der Boxster ist im Gegensatz zum Cayman für Nichtkenner sofort der "Billigporsche". Den Cayman dagegen können manche nicht so gut vom 911er unterscheiden. Imagetechnisch ist der Cayman deutlich besser ...

Technisch betrachtet dürfte der Cayman sogar schlicht sportlicher als der 911er sein. Er fährt in den meisten Händen angenehmer durch Kurven, weil er weniger dazu neigt erst zu untersteuern, sondern vollständig neutral kurvt. Das generelle Konzept ist idealer ... allerdings hat man ihn bewußt schwach gehalten und ein Sperrdifferential verweigert. Ich bin gespannt, ob es das irgendwann mal als Sportpaket geben wird.
Der 911er ist etwas dick geworden und mehr traditionsbewußt und für ältere Herrschaften gebaut als optimal auf Leistung konzipiert.

Allerdings hat der 911er natürlich den besseren Ruf und ist DER Inbegriff überhaupt für einen Sportwagen in unseren Regionen.
Und im Alltag, wo beide schnell genug sind für jede Kurve, wenn man im legalen Bereich bleibt, dürfte der 911er flotter sein. Schlicht, weil er bei der Längsbeschleunigung besser ist und etwas mehr Traktion hat aus dem Stand.

Ich wüßte nicht, ob lieber gebrauchter 911 oder Cayman. Schwierig.

Der BMW dagegen ist ein exzellenter Allrounder. Allerdings würde ich eventuell auf zwei Dinge warten :

1. Den 335xi als Coupé (kommt im Herbst oder?)
2. Das Doppelkupplungsgetriebe von BMW

Punkt 1 ist sicher spitze für den Motor. Denn das Ding hat wirklich schon bei Trockenheit in den ersten beiden Gängen Traktionsprobleme, soweit man überall hört. Aus Kurven heraus dreht dann kreischend nur das innere Rad ständig durch, weil das Sperrdifferential fehlt und er kommt nicht vom Fleck.
Bei Nässe oder anderen Bedingungen, die ja auch oft im Alltag vorkommen, dürfte es dann vorbei sein mit Traktion und Vorwärtstrieb.
Bei 1,6 Tonnen wird der Allrad nicht mehr soviel dazu machen, aber das Auto mit Sicherheit in fast jeder Situation ausser obere Autobahnregion flotter machen. (bei 250 ist regulär ja sowieso Schluss) Auf der Rennstrecke, durch Kurven, aus dem Stand oder bei widrigen Bedingungen.

Das DKG ist sicher geschmackssache. Ich bin mal gespannt, wie BMW es umsetzt und ob es besser wird als die Audi Umsetzung. Stichwort ECHTER manueller Modus völlig ohne Kickdown und ohne Hochschalten und Stichwort Verzögerung der Gasannahme in manchen Situationen.
Wenn die BMW Version beide Dinge besser macht, ist man damit sicher am schnellsten unterwegs und gleichzeitig komfortabel, wenn man will.
Fragt sich halt ob man auf den Spaß einer Kupplung und einer manuellen Schaltung verzichten will 😉
Aber zu einem Turbo-Motor passt so ein Getriebe sicher spitze.

Tja. Der BMW ist vernünftiger und in den meisten Alltagssituationen angenehmer. Eventuell sogar mal überlegen, wenn er spontan losschiessen soll.
Man kann entspannt Autobahn fahren ohne Nervosität beim Geradeauslauf, geringem Komfort oder tierischer Geräuschkulisse.

ABER der Porsche ist ein Sportwagen. Er vermittelt damit mehr Emotionen und macht jede Fahrt zu einem Erlebnis. Der BMW ist dagegen nüchtern, nahezu perfekt technisch, aber irgendwie auch langweilig.
Wie ich in einem anderen Thread schrieb, bräuchte man beides. Leider haben wohl nur wenige das Geld dazu ...

Oh mann ,was für eine Frage .
Richtest Du dich danach wieviele Leute hier sagen BMW,Porsche
usw. ?
Du kaufst Dir doch den Wagen und solltest bei der Kohle jeden einmal wenigsten Probefahren, um zu entscheiden.
Find ich immer lustig was es für Typen gibt, die sich nach der Mehrheit richten.
Antscheinend brauchste auch deswegen einen Spotrwagen um bei
Dir etwas zum Kompensieren.
Kauf Dir einen etwas billigeren und für den Rest hollste Dir
einen Personaltrainer ums Selbstbewußtsein zu stärken.

Ist aber auch nich all zu ernst gemeint.
Hättest eventuell noch nach der Farbe fragen können,auch sehr beliebt .

Pf, also für mich ist die Sache ganz klar! Zu allererst der Porsche, aber doch bitte die offene Variante!

Und dann die Corvette, alles andere ist doch langweilig!

Was ist denn mit dem z350? Ist zwar mehr ein Reisesportler, aber die wirklichen Sportler möchtest du ja eh nicht haben.

Ich würde mir nen Opel Speedster kaufen.

Tim

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