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Der australische M3(-R) E36 - die seltenste Variante des Werks-M3?

BMW 3er E36
Themenstarteram 17. Dezember 2019 um 13:47

Ein Kumpel hat mich heute auf einen (zwar etwas nebulösen und wenig fundierten) Artikel in der Autobild zum BMW M3-R ausmerksam gemacht (Fahrzeug ist leider nicht mehr komplett original).

Dieser veranlasste mich weiter zu recherchieren, obschon der (Erst-)Eindruck dem M3 Leightweigt (U.S.) entsprach, schien es sich hier tatsächlich um ein eigentständiges Modell zu handeln. Von 15 produzierten Fahrzeugen ist die Rede, welche sich auch bestätigen und als Homologationsmodell für die australischen Langstreckenrennen dienten oder gedient haben sollen. Angeblich in Zusammenarbeit mit BMW, AC Schnitzer und Tony Longhurst Racing. Konkrete Hinweise oder Details fehlen.

Wirklich gute Bilder vom Fahrzeug gibt es hier und einige wenige Informationen (mit Vorsicht zu genießen, da Wikipedia ohne Quellbezug) hier.

Ich habe die BMW Classic einmal angefragt, ob mehr zu diesem Fahrzeug-Typus bekannt ist. Bedauerlicherweise sind alle Fahrzeuge für den Rechtsverkehr ausgelegt.

Mit 322 PS dürfte das der stärkste (Klein-)Serien-M3 sein, den es gab. Aufgrund der kleinen Stückzahl dürfte dieser Vertreter in der "freien Wildbahn" leider nicht anzutreffen sein.

Die eine o. g. FIN habe ich nicht auslesen können, kann das wer anders? EA63061

Weitere Informationen zum Fahrzeug sind natürlich gern gesehen!

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13 Antworten

Mit DER VIN wird man au nix finden......da hat einer falsch abgeschrieben.....die richtige VIN lautet:

EA68061

Und damit findet sich auch ein australischer M3 in alpinweiß gebaut am 21.12.1994.

 

Greetz

Cap

Themenstarteram 17. Dezember 2019 um 17:38

Hallo Cap,

das scheint so zu sein, wobei mich die Ausstattungsliste wundert, denn so wie dieser bestellt wurde, kommt er wie der Lightweight (mit Ausnahme der Aluminiumbauteile) daher, also wirklich nahezu nackt.

ALPINWEISS 3 (300)

STOFF AMARETTA ANTHRAZIT (B4AT)

S243A Airbag für Beifahrer

S255A Airbag-Sportlederlenkrad

S354A Grünkeil

S687A Radiovorbereitung

S806A Dritte Bremsleuchte

S818A Batteriehauptschalter

L810A Länderversion Australien

S850A Zusätzliche Tankfüllung für Export

S900A Elektronische Wegfahrsperre

S925A Versandschutzpaket

Gezeigtes Fahrzeug weißt aber sowohl eine manuelle Klima als auch ein BMW Radio auf...vermutlich wurde da einmal etwas nachträglich verändert. Denkbar ist hier auch das Rennflaggendesign in den M-Farben, denn im Vergleich zum Lightweight, weißt der M3-R keinen Hinweis auf eine Individuallackierung noch entsprechende Ausstattungsumfänge (S940A Sonderwunsch Individual) aus, der Lightweight – dessen Design hier übernommen wurde – schon.

So wie ich das verstanden habe,erfolgte die Endmontage in Australien.....was da alles genau endmontiert wurde,kann dir wohl nur derjenige sagen,der das in AUS geleitet hat.

Evtl. war da die Klima dabei,denn die konnte man ja ordern,wenn man sie haben wollte.

BMW in D hat sie aber eben nicht schon am Band in D verbaut,sondern quasi 15 identische Fahrzeuge gebaut,die eben alles in der SA-Liste aufgeführte hatten und danach nach AUS verschifft wurden,um dort die Kundenwünsche montiert und somit endgefertigt werden konnten.

Sowas taucht dann auch in keiner SA-Liste auf,da es nicht der Bestellung ab Werk entspricht.

Auch der Aufkleber war was nachträgliches und somit kein SA-Listen Umfang.

 

Greetz

Cap

Mein Cousin wohnt in Sydney, der hat mir dieses Foto geschickt

M3
Themenstarteram 17. Dezember 2019 um 21:11

@CaptainFuture01

Durchaus denkbar, wobei ich schon davon ausgegangen bin, dass "schlüsselfertige" Fahrzeuge verschifft werden. Wie kann man sich die Endmontage denn vorstellen? Inwieweit sind die Fahrzeuge dann bereits montiert/vervollständigt? Weißt du da mehr? Denkbar wäre der Ansatz und würde die abweichende Fahrzeugausstattung erklären.

Die M3, die nach Kanada gingen, verließen das BMW Werk allerdings vollständig komplettiert und fahrbereit. Dazu gibt es hier einen schönen Bericht mit tollen, zeitgenössischen und vor allem seltenen Werksfotos.

Bezüglich der Aufkleber, das ist korrekt, läuft beim Lightweight aber unter dem Individualcode der Außenlackierung.

Mal sehen, ob die Classic dazu antworten kann.

@drbeschtlar

Fraglich wäre hier natürlich, ob es sich um das genannte Modell oder einen "normalen" M3 handelt, der zufälligerweise den gleichen einen ähnlichen Radsatz trägt. Meine Recherchen haben bisher ausschließlich alpinweiße Fahrzeuge ergeben. Möglicherweise könnte man die FIN stellenweise auf und ab gehen. Dürfte bei einem solchen Kleinserienauftrag auch hintereinander gefertigt worden sein.

EDIT:

Identische Fahrzeuge sind:

1) EA68060

2) EA68061 (bekannt von oben)

3) EA68063

4) EA68071

Leider sind das die einzigen Fahrzeuge, die sich von EA68060 bis EA68099 identifizieren lassen.

Hatte da neulich durch Zufall ein Video dazu gefunden, meine es wäre auf Youtube gewesen. Der M3 war ursprünglich sowieso nie für den australischen Markt vorgesehen, glaube das war sogar bei BMW direkt im Kanal.

Weiterhin hatten die Australier keine Lust auf die kastrierte US Version.

Irgendwie hat man es dann aber wohl doch geschafft, Rohkarossen von UK zu bekommen, die dann nach Australien verschifft wurden und mit Teilen vom Euro-M3 bestückt wurden. Die Kabelbäume wurden von Hand gewickelt, weil nichts wirklich von der Stange passte. Das ging so lange gut, bis das in München jemand mitbekommen hat...

Die Sache mit dem M3-R ist auch nicht neu....das hat vor ein paar Jahren schonmal einer rausgefunden:

https://www.whichcar.com.au/features/30-years-of-bmw-m3-e36-m3r

Themenstarteram 20. Dezember 2019 um 10:14

Dann dürfte es sich um dieses Video gehandelt haben? Das wäre allerdings nicht (!) von BMW gewesen. Hier habe ich nur kurz reingeschaut und aufgrund des nicht mehr originalen Fahrzeuges und der Unkenntnis des "Moderators" weggeschaltet.

Deine Infos sind zwar interssant, aber gibt es dazu irgendwelche Belege? Deine Geschichte von den Aussies, die keine Lust auf einen kastrierten M3 gehabt und dann selbst welche zusammengeschraubt hätten, bis es in München jemand bemerkt habe, klingt sehr nach einer urbanen Legende.

Vor allem müssten selbst die aus GB importierten Rohkarossen über Fahrgestellnummern verfügt haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass BMW ungestempelte Rohkasserien irgendwo hin verschifft hat - auch nicht nach England. Vielmehr dürften dabei bestehende Fahrzeuge modifiziert und/oder neu aufgebaut worden sein, oder? Die Einzelteile für den Aufbau eines Euro-M3 zu einer Zeit, in welcher diese Fahrzeuge aktuell waren, dürfte auch mit den dazugehörigen Wechselkursschwankungen, Fracht- und Logistikkosten damals extremst teuer und somit unrentabel gewesen sein - eine Verückte, die es auch hierzulande gab außen vor genommen. Ich erinnere mich dabei an das erste (!) M3 Cabriolet von Leo Le Rose aus 1987!

Irgendwie erinnert mich die Suche nach Informationen an dieselbe, die ich seinerzeit mit dem 333i (E30) durch hatte, denn 2008/09 waren diese Informationen noch viel spärlicher als sie heute zugänglich sind.

Themenstarteram 22. Dezember 2019 um 0:00

Ich bin fündig geworden und möchte hier weitere, glaubwürdige Details zum M3-R liefern. Quelle dieser Daten ist das Buch "BMW M3: The Complete Story" von James Taylor, einem seit den 1970er tätigen Automobiljournalisten.

Aufgrund von Urheberrechten gebe ich das wesentliche mit eigenen Worten wieder.

Der M3-R war das Homologationsmodell der BMW Australia Ltd. für die Australian Supertouring Klasse unter der Leitung Frank Gardners (fuhr für BMW bis 1998).

Vier der 15 Fahrzeuge blieben im BMW Rennteam von Gardner und die verbliebenen 11 Fahrzeuge wurden zum Verkauf angeboten. Die Käufer mussten jedoch eine CAMS-Rennlizenz vorweisen können (Confederation of Australian Motor Sport).

Jetzt wird es spannend:

Alle Fahrzeuge waren in Alpinweiß III lackiert und mit Stoff Amaretta Anthrazit ausgestattet. Ebenso tragen alle 15 Fahrzeuge eine silberne Nummernplakette auf der Mittelkonsole (zu sehen im Verkaufslink oben).

Geliefert wurden diese Fahrzeuge aus München ohne Klimaanlage oder andere aufpreispflichte Extras, jedoch mit verstellbarer GT-Frontverspoilerung sowie zweiteiligem Class II Heckflügel. Diese gingen (wie oben richtig erwähnt) an Tony Longhurst Racing. Dort wurden diese von allen verbleibenen als "unnötig" eingestuften Bauteilen befreit, d. h. Schallisolierung, Ersatzrad, Bordwerkzeug etc entfernt/demontiert. Die Einsparung dieser ausgebauten Teile betrug wohl 200 Kg!

Ferner erhielt die Fahrzeugtechnik eine Überarbeitung. Der S50 wurde umfassend modifiziert (veränderte Ölansaugung und Ölwanne, Kopfschmierung, AC Schnitzer Nockenwelle, kürzere Ansauganlage, erleichtere Schwungscheibe, verändertes Steuergerät sowie modifzierte Luftansaugung über die linke Scheinwerferaussparung der Frontschürze) und leistete 326 PS bei 6.000 U/min sowie 350 Nm bei 4.400 U/min. Die Handschaltung wurde mittels Doppelscheibenkupplung von AP Racing realisiert. Die Diff-Übersetzung liegt bei 3,23:1 und wurde über Antriebswellen des 850i (!) auf die Räder gebracht.

Der Radsatz war von BBS (Styling 29) in der Dimension 17 Zoll mit 7,5J VA und 8,5J HA mit Michelin Pilot SX 235/45R17. Gebremst wurde der M3-R über AP Racing Vier-Kolben-Bremssättel.

Die BMW Australia Ltd. gab für dieses Fahrzeug eine gemessene Höchstgeschwindigkeit von 290 Km/h und eine 0-100 Km/h Beschleunigung binnen 5,4 Sekunden an.

 

Das oben zum Verkauf angebotene Fahrzeug wäre also hinsichtlich Komfortextras teilweise wieder zurück- und aufgerüstet worden, wie z. B. die Rückbank im Fond oder nachträglich verbaute Klimaanlage. Das Streifendekor kam ebenfalls nachträglich und ist nicht original. Stutzig macht mich allerdings der Umstand, dass das zum Verkauf angebotene Exemplar über ein Schiebedach verfügt, welches einerseits nicht in der SA-Liste auftaucht und andererseits für den Einsatz als Rennfahrzeug eher als nachteilig zu werten gewesen wäre. Vielleicht ist der o. g. Wagen auch nur eine Replik..?

---

Bemerkenswerterweise wird in selbigen Buch mit entsprechendem Bildmaterial (siehe unten) und Zulassung in München 1994 ein BMW M3 GT-R beschrieben, welcher mit lediglich zwei Exemplaren und einer Leistung von 300 PS auf 1.300 Kg Leergewicht – zu Recht – als der stärkste und seltenste M3 bewertet werden könnte.

Entworfen und gebaut wurde dieses Fahrzeug für die Zulassung der ADAC GT Cup 1993/94.

M3-GT-R

Du bist fündig geworden und zitierst mehr oder minder den Inhalt deines AutoBild-Links in deinem ersten Beitrag......hast du den selbst überhaupt gelesen?

Und der M3 GTR war deshalb von BMW als schnellster,gebauter M3 genannt,weil dieser M3 von BMW direkt gebaut wurde,nicht von irgendeinem Rennstall in "Heimarbeit"......

Ich kann auch bei Autohersteller X 15 Fahrzeuge der schärfsten Version seines Serienfahrzeugs Y kaufen und nachträglich leichtbauen und leistungssteigern,das Ding ist dann der schnellste,je gebaute XY aller Zeiten,aber eben NICHT vom entsprechenden Hersteller X.....somit nicht offiziell.

Im AutoBild -Artikel wurde auch beschrieben,das die Fahrzeuge beim Verkauf an Normalsterbliche mit Komfortextras geordert werden konnte und diese dann eingebaut wurden.

Evtl. hat da einer genug Geld hingelegt,das der umzubauende Autohändler sogar ein Schiebedach nachgerüstet hat.Das weiß nur derjenige,der das durchgeführt hat.

Der M3R ist somit kein offizielles BMW-Produkt,sondern ein Umbau wie bspw. ein Schnitzer S3.Macht die Sache nicht weniger interessant,ist aber am Ende eigentlich nix allzu besonderes......denn umgebaut wurden die M3 damals von einigen Tuningfirmen.....

 

Greetz

Cap

Zitat:

@BMW_Classic schrieb am 20. Dezember 2019 um 10:14:12 Uhr:

Dann dürfte es sich um dieses Video gehandelt haben? Das wäre allerdings nicht (!) von BMW gewesen. Hier habe ich nur kurz reingeschaut und aufgrund des nicht mehr originalen Fahrzeuges und der Unkenntnis des "Moderators" weggeschaltet.

Deine Infos sind zwar interssant, aber gibt es dazu irgendwelche Belege? Deine Geschichte von den Aussies, die keine Lust auf einen kastrierten M3 gehabt und dann selbst welche zusammengeschraubt hätten, bis es in München jemand bemerkt habe, klingt sehr nach einer urbanen Legende.

Nein, das war ganz sicher nicht das Video. Das Video war in Form einer Reportage aufgebaut. Wenn ich mal Zeit habe suche ich danach.

Habe aber gerade den Artikel dazu gefunden und muss zu meiner Schande gestehen, dass es dort nicht um den australischen M3 ging, sondern um den Kanadischen: https://www.hagerty.com/.../canadian-m3

Themenstarteram 23. Dezember 2019 um 21:00

Zitat:

@BMW325i_Cabrio schrieb am 23. Dezember 2019 um 01:39:52 Uhr:

Zitat:

@BMW_Classic schrieb am 20. Dezember 2019 um 10:14:12 Uhr:

Dann dürfte es sich um dieses Video gehandelt haben? Das wäre allerdings nicht (!) von BMW gewesen. Hier habe ich nur kurz reingeschaut und aufgrund des nicht mehr originalen Fahrzeuges und der Unkenntnis des "Moderators" weggeschaltet.

Deine Infos sind zwar interssant, aber gibt es dazu irgendwelche Belege? Deine Geschichte von den Aussies, die keine Lust auf einen kastrierten M3 gehabt und dann selbst welche zusammengeschraubt hätten, bis es in München jemand bemerkt habe, klingt sehr nach einer urbanen Legende.

Nein, das war ganz sicher nicht das Video. Das Video war in Form einer Reportage aufgebaut. Wenn ich mal Zeit habe suche ich danach.

Habe aber gerade den Artikel dazu gefunden und muss zu meiner Schande gestehen, dass es dort nicht um den australischen M3 ging, sondern um den Kanadischen: https://www.hagerty.com/.../canadian-m3

Alles gut, der Artikel wurde von mir auch schon einmal verlinkt und ist auf jeden Fall sehen- und lesenswert.

Themenstarteram 30. Mai 2020 um 16:03

Zum M3 GTR ist mir heute folgender Auszug aus der Bayernmotor (Mitarbeitermagazin Ausgabe Mai 1993) in die Hände gefallen. Für diesen Thread eine nette Ergänzung.

M§_GTR_Bayernmotor_1993

So muss das aus schauen. Wenns dafür ein Möglichkeit zum eintragen geben würde. Das wäre schön

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