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Delle in der Tür / Zettel an der Windschutzscheibe

Themenstarteram 15. November 2020 um 21:56

Hallo Forum,

ich bin heute zum Parkplatz zurückgekommen und entdecke beim einsteigen eine ordentliche Delle mit Lackspuren an meiner Tür. Obwohl das fast 30 Jahre alte Auto schon ein paar wenige Kratzer und Dellen hat, war mir dieser hier neu und ich war mir sicher, dass er genau auf diesem Parkplatz entstanden war. Nachdem ich mich kurz darüber aufgeregt hatte, dass die Leute keinen Anstand mehr haben, entdeckte ich aber zu meiner Verwunderung einen Zettel unter der Windschutzscheibe mit Entschuldigung, Namen und Telefonnummer und freute mich über diesen ehrlichen Menschen. Zuhause angekommen, rief ich dann vorhin die junge Frau an, die mir erzählte, dass das ja ihre Tochter war und sie das Auto nur hin und wieder leihweise mal fahren dürfe. Die Frau erschien mir alles andere als abgeklärt und eher etwas naiv. Sie wollte natürlich vermeiden, die Versicherung des Halters (der Vater einer Freundin) einzubeziehen und hatte die Idee, bei Ihrer privaten Haftpflichtversicherung nachzufragen, ob die den Schaden nicht übernehmen wollen. Die Frau war mir sympathisch und tat mir ein bisschen Leid in Ihrer misslichen Lage. Ich kenne mich auch mit Versicherungsfragen nicht wirklich aus und habe ihr gesagt, das ich das für höchst unwahrscheinlich halte, dass ihre Haftpflichtversicherung darum drängen würde, den Schaden zu begleichen, aber sie solle doch morgen mal mit denen sprechen. Die würden ihr sicher sagen können, wie man so einen Schaden regulieren könne. Ich weiss auch nicht, wie man die Situation am besten klären sollte.

Aber ist es grundsätzlich denkbar, den Schaden regulär der Versicherung zu melden. Die Versicherung würde ja den Schaden zunächst begutachten lassen. Hat man dann nicht immernoch die Möglichkeit zu sagen, das man den Schaden selbst begleicht und die Versicherung nicht in Anspruch nimmt?

gruss,

heinetz

Beste Antwort im Thema

Da es heutzutage Mode ist, sich vom Unfallort zu entfernen, finde ich das Verhalten fair.

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Für Schäden die mit durch das Auto entstanden sind, ist die KFZ-Haftpflicht zuständig.

Die Privathaftpflicht hat damit nichts zu tun.

Grundsätzlich ist folgendes Vorgehen zu empfehlen: Die Fahrerin bzw. Halterin des Wagens meldet den Schaden an ihre Versicherung. Die setzen sich mit dir in Verbindung. Du kannst dann den Schaden reparieren lassen oder auf Gutachterbasis abrechnen.

Der Halter des Fahrzeugs kann den Schaden später von der Versicherung zurückkaufen, dann erfolgt keine Hochstufung. Damit hast du aber nichts mehr zu tun, das ist eine Sache zwischen der Versicherung und dem Halter.

Die Frage ist, wie groß ist das Faß, welches Du gedenkst aufmachen zu wollen?

Grundsätzlich ist es so, dass Dir in dem Fall ein eigener Gutachter und ein eigener Anwalt zusteht, kein Gutachter der gegnerischen Versicherung. Bei einem 30 Jahren altem Fahrzeug und der Schadenshöhe ist die Sache mit dem Gutachten eher fraglich, eher deutet es auf Kurzgutauchten hin.

Natürlich kann die Schädigerin den Fall über die KH laufen lassen und den Schaden später zurück kaufen. Ist in dem Fall sicherlich eine Rechenfrage. :)

Nun kommt die Vertrauensfrage, möchtest Du diese Schramme aufwändig

in Stand setzen lassen oder per Smart Repair entfernen lassen.

Letzteres würde ich die Kosten schätzen lassen und der Dame die Summe

nennen. Dann kann Diese entscheiden, ob Sie die Haftpflichtversicherung

belasten möchte oder den Schaden selber ausgleichen möchte.

Wenn Du die Autonummer der Verursacherin bekommen könntest, wärst

Du ,wie auch immer, auf der sicheren Seite dabei.

Zitat:

@fehlzündung schrieb am 15. November 2020 um 22:10:52 Uhr:

. Damit hast du aber nichts mehr zu tun, das ist eine Sache zwischen der Versicherung und dem Halter.

Kleine Anmerkung: das ist dann die Sache zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer :)

BTW: Jemand möge das bitte in das Versicherungsforum verschieben. :)

@NDLimit

Ja, du hast vollkommen recht, das betrifft Versicherungsnehmer, nicht Halter. Aber auf jeden Fall nichts, was den Fragesteller hier kümmern muß.

Aber ja, wenn man nett sein will und es eh ein altes Auto mit diversen Macken ist, kann man auch die Reparaturkosten über Smartrepair erfragen und den Betrag von der Schädigerin einfordern. Das wäre dann auf jeden Fall sicher ein betrag, für den man die Versicherung inkl. Hochstufung nicht bemühen müßte.

Sollte man sich dem Verursacher nicht genau so fair verhalten, wie er sich verhalten hat?

Habe vor Jahren ähnliches erlebt und auf weitere Ansprüche verzichtet, da kein großer Mehrschaden entstanden ist.

Ist mir bewusst, dass es sich strafrechtlich um Unfallflucht handelt.

Was heißt fair für dich in dem Fall?

Keine Ansprüche geltend machen? Es über Smartrepair machen lassen und das mit der Fahrerin direkt abrechnen?

Ich finde es nicht unfair, wenn man sich den entstandenen Schaden ersetzen läßt. Man muß ja nicht zum Anwalt rennen deswegen. Wenn man es weil es ein altes Auto ist und es eh schon einige Schrammen hat, über Smartrepair machen läßt, finde ich das einen netten Zug. Aber wenn man es reparieren lassen will (Werkstatt) oder fiktiv abrchnen will, ist das nicht unfair.

Da es heutzutage Mode ist, sich vom Unfallort zu entfernen, finde ich das Verhalten fair.

Ja, das stimmt, dabei sollte es eigentlich der Normalfall sein, dass man für verursachte Schäden einsteht.

Aber ich meinte, was wäre ein faires Verhalten des Geschädigten für dich?

Die Ansprüche so klein, wie möglich, zu halten.

30-jähriges Auto ... könnte also als Oldtimer durchgehen und durchaus noch mehr als eine Tankfüllung wert sein. Erstmal das Kennzeichen ermitteln, dann über die Kostenseite nachdenken. Wird das Kennzeichen nicht rausgerückt, dann ist ein Besuch auf der Polizeiwache ratsam.

Ich würde meine Werkstatt und eine Smartrepair-Stelle anfahren und um eine Einschätzung bitten. Das wären zwei Meinungen. Je nachdem, was heraus kommt, würde ich das so reparieren lassen oder bei einem unerwartet großem Schaden das volle Programm mit Gutachter und Versicherung fahren.

Du musst dir über legen, ob der Wagen das H-Kennzeichen bekommen soll. Wenn das ansteht, ist eine gute fachgerechte Reparatur wichtig.

Die Frage ist was Du willst:

Ist es dein Ziel den maximal möglichen Profit zu erzielen?

Dann fahre das volle Programm mit Anwalt und Gutachter, streiche die Summe ein und lasse das fast 30 Jahre alte Auto mit seinen Kratzern und Dellen so wie es ist.

Ist dein Ziel das Auto optisch wieder in den selben Zustand wie zuvor zu versetzen ohne der Verursacherin viel Aufwand zu bescheren?

Lasse es bei einem SmartRepair - Betrieb anschauen, einen KVA erstellen und lasse die Rechnung von der Verursacherin begleichen.

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