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Defa versus owb Heizer

Themenstarteram 13. Februar 2021 um 0:13

Moin, ich bin neu hier und stelle mich erstmal kurz vor:

Ich habe in der Vergangenheit immer nur relativ kleine Fahrzeuge mit kleinen Benzinmotoren gefahren, denen war es egal ob ich kurze oder lange Strecken gefahren bin.

Aufgrund einer Erkrankung (Muskelschwund) musste ich mich im vergangenen Sommer von meinem Skoda Fabia trennen.

Ich brauchte ein Fahrzeug mit folgenden Kriterien : Es sollte für mich relativ ermüdungsfrei zu steuern sein (die Arme können zb beim Steuern auf den Knien abgestützt werden).

Es sollte ein Automatik sein (hatte bisher immer nur Schaltwagen). Der elektrische Rollstuhl muss mitgenommen werden können.

Nach viel Suchen, Probieren und Probefahrten entschied ich mich dann für einen gebrauchten Ford Grand Tourneo Connect. Die beiden hintersten Sitze wurden rausgenommen und ein Kran wuchtet meinen 170kg schweren Rolli in den geräumigen Kofferraum.

Die Automatik Version gibt es leider nur mit Diesel Motor. Als mittlerweile nur noch Kurzstreckenfahrer sicher nicht so optimal.

Nun zu meinem Problem.

Ich fahre mit meinem 1,5l Diesel Automatik nur kurze Strecken von 5-10 km, selten mehr. Motor und Abgassystem werden also nicht einmal im Sommer richtig warm.

Darum möchte ich in den Wagen einen Motorvorwärmer einbauen lassen. Die örtliche Werkstatt hat schon öfter für Norwegen Fahrzeuge die Tauchsieder von Defa verbaut. Diese kommen ja bekanntlich in einen Froststopfen des Motors. Bestellt haben die den schon, kann aber frühestens in drei Wochen geliefert werden. Mittlerweile habe ich mir verschiedene Systeme im Netz angesehen und bin nicht mehr so sicher ob das die beste Lösung ist.

Der Defa hat ja nur 550W und keine Pumpe. Wie warm kann der den Motor bekommen ? Am besten wäre ja Betriebstemperatur, also 80°, aber welche Wärme schafft der tatsächlich ? Hat jemand von euch so einen Tauchsieder ?

Ein Heizer von OWB mit Pumpe hätte 2000W und würde in einen Kühlschlauch eingesetzt werden. Hat jemand so ein Teil und welche Wärme schafft der ?

Mein Fahrzeug steht unter einem Carport mit Steckdose.

Eine Standheizung möchte ich nicht, es geht mir nur darum die Lebensdauer des Motors/Abgassystems zu erhalten.

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58 Antworten

Hallo Rollicoco,

herzlich willkommen hier auf Motor - Talk.

Ich halte von den punktuellen Heizsystemen nicht viel. Nach dem Motorstart wird heißes Kühlmittel, an kalte Motorstellen gepumpt. Das kann meiner Ansicht nach nicht Sinn der Sache sein.

OWB kenne ich nicht. Erscheint mir aber sinnvoller zu sein. Wie es dann ins Kühlsystem eingebunden wird, ist die entscheidende Frage, also das es in den kleinen Kühlkreislauf eingeschleift wird. Dies sollte an der Innenraumheizung durchführbar sein.

So ein behindertengerechten Umbau kostet ja ein Vermögen, daher sehe ich deine Gedanken schon für sinnvoll an. Du solltest aber auch an den Korrosionsschutz denken.

 

Gruß

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Ich hatte mal einen Defa-Stopfen und es hat so gut wie nichts gebracht.

Man muss dann halt auch eine Steckdose am Stellplatz haben und abends den Stecker in die Zeitschaltuhr reinstöpseln und morgens alles wieder wegräumen. Das machen faule Menschen wie ich, auch nicht immer.

Außerdem sollte niemand zwischendurch über das Kabel stolpern.

Bei meinem Auto war dann nach etlichen Stunden der Motorblock gerade so handwarm.

Ich hatte danach immer "normale" Standheizungen.

Bei deiner beschriebenen Nutzung müsstest du bei Standheizung aber auch regelmäßig die Batterie nachladen, bringt dir also auch nicht viel.

Ich würde zum stärkeren Elektroheizer tendieren.

Mit 500 Watt Leistung fallen am Tag ca. 10 kw/h = ca. 3,- € Betriebskosten an. Im Jahr sind das rund 1.000,- €. Bei 2 kW wäre es tendenziell das 4-fache.

Der Kurzstreckenbetrieb wird vor allem den DPF zusetzen und eine Regenerationsphase wird bei 5-10 km sicherlich nicht abgeschlossen werden.

Am sinnvollsten wäre wohl eine Einhausung des Carports zu einer Garage und vielleicht alle 2 Wochen mal eine längere Tour über 100 km am Stück.

Gut 500W ohne aktive Umwälzung bringen kaum etwas.

Zudem kommt es drauf an, wo der Tauchsieder eingebaut wird und wie der Motor aufgebaut ist.

Zudem gibt es von DeFa auch Kontaktheizer, die gar nicht ins Kühlsystem eingebunden werden. Das hängt vom Motor ab und nicht alles muss bei deinem Motor freigegeben sein.

Zur Schonung des Motors trägt das eher wenig bei. Verwende pro Fahrt lieber etwas Zeit, um die Strecke, zumindest im Winter, zu verlängern.

Das bringt mehr, schont zudem die Batterie etwas und ist deutlich kostengünstiger, als 10 Stunden elektrisch heizen. Das kannst du dann zudem auch bei der Rückfahrt anwenden.....

Ein Diesel ist bei solchen Strecken, wenn die oft gefahren werden, ohnehin nicht gerade die beste Entscheidung, wie du ja selbst erkannt hast.

Allerdings ist das Auto für den kleinen Motor schwer und relativ unförmig und von daher erreicht der Motor eine einigermaßen akzeptable Temperatur sicherlich früher, als z.B. ein Kompaktwagen mit diesem Motor.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 13. Februar 2021 um 10:41:11 Uhr:

Mit 500 Watt Leistung fallen am Tag ca. 10 kw/h = ca. 3,- € Betriebskosten an. Im Jahr sind das rund 1.000,- €. Bei 2 kW wäre es tendenziell das 4-fache.

ja, vor allem im Hochsommer wäre das Vorheizen besonders sinnvoll...

Wenn du magst kannst du bestimmt eine wissenschaftlich exakte Grenzwert- und Kostenberechnung mit einem verbrauchsoptimierten Anwenderverhalten aufstellen. :)

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 13. Februar 2021 um 11:04:45 Uhr:

Wenn du magst kannst du bestimmt eine wissenschaftlich exakte Grenzwert- und Kostenberechnung mit einem verbrauchsoptimierten Anwenderverhalten aufstellen. :)

du gehst von 3€ pro Tag an Energiekosten aus und kommst im Jahr auf rund 1000€.

Von daher ist stark zu vermuten, dass du die 500W-Vorheizung nahezu jeden Tag, also z.B. auch im Sommer, des Jahres für 20 Stunden nutzen willst.

Da verzichte ich auf jeden Versuch einer wissenschaftlich exakten Begründung und bleibe schlichtweg bei meiner Meinung, dass ich das für äußerst übertrieben halte.

Wie schon geschrieben, wenn es denn Not tut (im Sommer i.d.R. nicht....), lieber die Fahrt 5 Minuten verlängern. Das bringt insgesamt mehr Schonung und ist vor allem erheblich kostengünstiger.

Darauf sind die halt konzipiert und in Skandinavien als Haupteinsatzgebiet auch gedacht. Dass ich nur über den Daumen auf die hohen Betriebskosten und den verschwindend geringen Nutzen im Anwendungsfall des TE aufmerksam machen wollte, das hast du doch wohl auch bemerkt. ;)

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 13. Februar 2021 um 11:20:35 Uhr:

Darauf sind die halt konzipiert und in Skandinavien als Haupteinsatzgebiet auch gedacht.

Ich bin relativ oft zwischen Mai und September in Skandinavien:

Auch in Skandinavien hängen die Autos im Sommer eher nicht an der Steckdose und schon gar keine 20 Stunden pro Tag.

Das können schlimmstenfalls Extremfälle im hohen Norden sein.

Wir (und vermutlich auch der TE) sind hier in Mitteleuropa mit gemäßigtem Klima....

Zitat:

Dass ich nur über den Daumen auf die hohen Betriebskosten und den verschwindend geringen Nutzen im Anwendungsfall des TE aufmerksam machen wollte, das hast du doch wohl auch bemerkt.

Für Mitteleuropa ist dein Daumen-Ansatz zu den jährlichen Betriebskosten, 20h Nutzung jeden Tag, aber m.E. schlichtweg Unsinn. Darauf habe ich aufmerksam gemacht.

Zitat:

@giantdidi schrieb am 13. Feb. 2021 um 10:14:05 Uhr:

Bei meinem Auto war dann nach etlichen Stunden der Motorblock gerade so handwarm.

Mehr soll das System doch auch gar nicht machen, weshalb ich das Problem nicht so recht sehe.

Es geht dabei nur darum, den Motor am Auskühlen zu hindern bzw. den Auskühlvorgang zu verzögern und nicht darum, den Motor auf Betriebstemperatur oder den Innenraum zu heizen.

 

Das kann man mit der heimischen Heizung vergleichen. Die schaltet man im Winter auch nicht komplett ab, nur weil man nicht zu Hause ist, sondern dreht sie etwas runter, damit man nicht so viel aufheizen muss.

Sind die Autos heut zuTage so schlecht geworden.

Mein KFZ Baujahr 56 steht oft monatelang rum,da brauche ich weder was vorzuheizen noch die Batterien nachladen.

Dieserer CTECWahnsinn und die angesagten Kurzstrecken Diskussionen sind ja nicht mehr zum aushalten.

In Berlin werden die meisten privaten KFZ so 2 mal am Tag 5 Km bewegt und trotzdem verrecken die nicht..

AEG

Ist das ein Argument gegen bessere Betriebsbedingungen?

Zitat:

@navec schrieb am 13. Februar 2021 um 10:50:25 Uhr:

Gut 500W ohne aktive Umwälzung bringen kaum etwas.

Zudem kommt es drauf an, wo der Tauchsieder eingebaut wird und wie der Motor aufgebaut ist.

...

Zitat:

@navec schrieb am 13. Februar 2021 um 10:50:25 Uhr:

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 13. Februar 2021 um 10:41:11 Uhr:

Mit 500 Watt Leistung fallen am Tag ca. 10 kw/h = ca. 3,- € Betriebskosten an. Im Jahr sind das rund 1.000,- €. Bei 2 kW wäre es tendenziell das 4-fache.

ja, vor allem im Hochsommer wäre das Vorheizen besonders sinnvoll...

Das stimmt so nicht. Ich habe bei meinen TDI seit 12 Jahren den Defa-Tauchsieder verbaut. Der wärmt den kompletten Motorblock ca 30-40C gegenüber der Umgebungstemperatur auf. Da bedarf es keiner Umwälzpumpe. Per Zeitschaltuhr läuft er 3 Stunden, was dann wohl ca. 50 Cent je Tag kostet. Gerade jetzt jetz bei unter -10C ist das Starten ohne Vorglühen möglich, der Motor ist vom Stand an deutlich leiser, läuft rund und nach 4-5 Minuten kommt bereits warme Luft.

Als Nachrüstlösung finde ich den ideal.

Themenstarteram 13. Februar 2021 um 16:29

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 13. Februar 2021 um 15:07:13 Uhr:

Zitat:

@navec schrieb am 13. Februar 2021 um 10:50:25 Uhr:

Gut 500W ohne aktive Umwälzung bringen kaum etwas.

Zudem kommt es drauf an, wo der Tauchsieder eingebaut wird und wie der Motor aufgebaut ist.

...

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 13. Februar 2021 um 15:07:13 Uhr:

Zitat:

@navec schrieb am 13. Februar 2021 um 10:50:25 Uhr:

 

ja, vor allem im Hochsommer wäre das Vorheizen besonders sinnvoll...

Das stimmt so nicht. Ich habe bei meinen TDI seit 12 Jahren den Defa-Tauchsieder verbaut. Der wärmt den kompletten Motorblock ca 30-40C gegenüber der Umgebungstemperatur auf. Da bedarf es keiner Umwälzpumpe. Per Zeitschaltuhr läuft er 3 Stunden, was dann wohl ca. 50 Cent je Tag kostet. Gerade jetzt jetz bei unter -10C ist das Starten ohne Vorglühen möglich, der Motor ist vom Stand an deutlich leiser, läuft rund und nach 4-5 Minuten kommt bereits warme Luft.

Als Nachrüstlösung finde ich den ideal.

Ein bisschen wird es,denke ich auch, zirkulieren. Warmes Wasser steigt ja nach oben und von unten würde dann kaltes Wasser nachfließen, sofern auch im Motor ein Kältemittel Kreislauf stattfindet. Es gibt ja allerdings auch Systeme bei denen der Kühlmittel Kreislauf erst bei laufendem Motor freigeschaltet wird. Oder betrifft das da nur den Kühler der später zugeschaltet wird ?

Themenstarteram 13. Februar 2021 um 16:35

Bei Minustemperaturen wie aktuell würde der Tauchsieder den Motor dann auf 15-20° aufheizen, ist natürlich noch nicht Betriebstemperatur.

Kennt jemand von euch das Owb Gerät und hat eventuell Erfahrungen damit ?

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