Defa "Standheizung" per Steckdose - Erfahrungen?

BMW 3er E90

Hallo,

habe heute was im Internet entdeckt, was mein Interesse geweckt hat. Nun wollte ich mal eure Meinung/Erfahrungen zu dem Teil hören.
http://cgi.ebay.de/.../370460080705

Wird in Skandinavien anscheinend sehr gern genutzt, da es nicht auf die Autobatterie geht, sondern seinen Saft von einer externen Stromquelle bekommt.

Das Teil funktioniert mit einer 230V Steckdose und soweit ich das verstanden habe, gibt es folgende Ausführungen:

  • Für 200€ wird nur der Innenraum geheizt.
  • Für 360€ wird zusätzlich der Motor mit geheizt -> geringer Verschleiß, da kein Kaltstart mehr.
  • Für 490€ wird der Motor mitgeheizt und sogar die Batterie noch aufgeladen.

-

  • Jetzt ist die Frage, funzt das gut?
  • Wie viel Strom frisst das Teil?
  • Hat da einer von euch schon Erfahrung?

Steckdose wäre nicht das Problem, habe ich 30cm neben meinem Hobel 😉
Mir gehts hauptsächlich darum das der Motor bereits vorgewärmt ist, wenn ich ihn bei diesen kalten Temps am frühen Morgen starte!

28 Antworten

Ok...

Vielen Dank :-)

Zitat:

Original geschrieben von StockholmBMW


Lars,
die 230V kommen durch eine DEFA-spezifische Steckdose in der vorderen Stosstange und werden im Motorraum aufgeteilt für die Motorvorwärmung und für eine 230V Steckdose im Beifahrerfussraum. Diese kann dann für den eingangs erwähnten Lüfter benutzt werden.

Gruss

Danke! 🙂

Ich hatte überlegt erstmal nur den Lüfter zu nehmen mit dem Standard-Stromkabel und schaun wie es funktioniert. Also mit Stromkabel einfach vorsichtig auf den Türgummi legen und die Tür vorsichtig zu machen. Wenn´s mir gefällt dann erst das Kabel im Motorraum verlegen lassen.

Aber dann kann mans auch gleich richtig machen, denke ich 🙂 Immer diese Entscheidungen 😉

Zitat:

Original geschrieben von V64Motion



Abraten möchte ich an dieser Stelle noch von den ganz starken Heizlüftern, die DEFA anbietet: Wenn man die nicht an ein Thermostat koppelt, wird es richtig heiss im Auto, solange es draussen nicht zweistellige Minusgrade hat, sie sind also eher für "Parken am Nordpol im Eiswind" gedacht.

N.

Mein Defa Lüfter im X3 zieht auf Stufe 1 700 Watt, auf Stufe 2 1400 Watt. Die Motorvorwärmung, als Tauchsiederprinzip über einen Froststopfen im Kühlwasserkreis implementiert, würde ebenfalls 700 Watt ziehen, ist aber bei mir nicht verbaut. Ob die, auf der Ölwanne aufgeklebten, Heizelemente auch nur 700 Watt ziehen kann ich nicht sagen.

Noch wichtig zu erwähnen: diese Lüfter sind extrem erschütterungsfest und unbrennbar ... versicherungstechnisch wichtig, falls doch mal was in die Hose geht.

Da wir im Geschäft Steckdosenparkplätze haben, werden diese Teile von vielen Kollegen schon seit noch mehr Jahren genutzt. Mein Lüfter hat mittlerweile 15 Jahre auf dem Buckel und läuft im Winter die komplette Arbeitszeit durch. Ein Haushaltslüfter hätte unter diesen Bedingungen schon lange die Grätsche gemacht.
Noch was: bei uns ist es vorgeschrieben, wegen der Gefahr des kabelabquetschens (und damit Strom auf der Karosserie) die Installation über die Defa Steckdose nach innen auf die220 V Steckdose auszuführen, in die dann der Lüfter eingesteckt wird.
Beim X3 könnte man das Kabel zur Not unter der teilweise geöffneten Heckklappe nach innen führen und sich dadurch Installationsarbeit ersparen. Im E93 Cabby wäre das, auf Grund des selbst zuziehenden Kofferraumdeckels , nicht möglich. Entweder läuft man Gefahr, dass mittelfristig das Kabel beschädigt wird oder aber der Wagen läßt sich nicht mehr verriegeln, da der Kofferraumdeckel noch einen Spalt aufsteht. Diese Problematik gibt es auch bei Fahrzeugen, bei denen der Heckdeckel sich nicht automatisch zuzieht.

Vor vielen Jahren hatte ich mich auch schon mal damit beschäftigt.
Aber irgendwie setzte ich die Vorhaben nicht in die Tat um. Ein Grund dafür war u.a. die damaligen Ausführungen in "Tauchsieder"-Form, wozu auch immer ein Froststopfen am Motorblock zu entfernen war.

DEFA hat sich jedoch was einfallen lassen müssen und so werden die Motorvorwärmsyteme von außen an geeignete Stellen des Motors befestigt. Hab mir mal die PDF-Einbauanleitungen von dieser Seite
http://www.carandcamp.com/...rzeugliste-BMW-3er_c12-124-147-455_x1.htm angeschaut.

Hier gibt es unterschiedliche Einbauorte für den E90:

Für 4-Zylinder-Benziner -> am Motorblock unten rechts

Für 6-Zylinder-Benziner -> an der Ölwanne unten rechts

Ich sag mal für mein Modell für 160,- incl. Leitungsanschluss außen eine Alternative, da es nur angeschraubt werden muss.

Die technischen Daten verheißen eine Leistungsaufnahme des Vorwärmers von 300W - ich denke, selbst wenn man ihn 3 Stunden laufen lässt (zeitgeschaltete Steckdose) dürfen sich die Folgekosten in einem normale Rahmen bewegen, dafür dass der Motor nicht bei -10°C aus seinen Träumen früh gerissen werden muss.

Stellt sich für mich jetzt die Frage:

Wie warm könnte der Motor bei -10°C Außentemperatur durch 3h beheizen mit 300W DEFA-Vorwärmer dann sein?

10Grad, 20 ... 30??

Was schätzt ihr?

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Wenn ich nicht so faul wäre ... man könnte es berechnen was knapp 1000 Watt ( 300 x 3h) in kalter Umgebung, durch Metall getrennt, auf Öl oder Kühlwasser ausrichten. Schätzen würde ich eher Richtung 10°C als 20°C. Eine Standheizung pulvert mit ca 5-6 kw , d.h. ca 2500 Watt in 30 Minuten und selbst da springt die Öltemperatur nicht gleich auf 50°C ( bei den Fahrzeugen, bei denen nicht nur der Innenraum gewärmt wird).

Zitat:

Original geschrieben von Zimpalazumpala


Wenn ich nicht so faul wäre ...

... das habe ich mir vorhin auch so gedacht ... 😁

Nun, wenn man überlegt, dass ja nur eine beschränkte Kontaktfläche ist, und dort 300W Heizleistung an liegen, das dürfte dauern.

Für ein eindeutiges Ergebnis bliebe wohl nur der Selbstversuch: Kaufen, Einbauen, Ausprobieren.

Der Wert ließe sich ja im Geheimmenü digital ablesen vor dem Start des Motors.

Habe im Technischen Handbuch v. DEFA einige Diagramme gefunden und daraus lässt sich entnehmen, dass schon einiges an Energie zugeführt werden muss, um einen merklichen Effekt zu erhalten ... da sind 180min Einschaltzeit eher die Regel. Und das bei direkt im Kühlwasser eingebundenen Heizungen mit 700W.

Und die für den E90 in Frage kommende "Kontaktheizung" an Motorblock oder Ölwanne dürfte wohl wesentlich länger benötigen um einen ähnlichen Effekt zu erreichen - unterm Strich wahrscheinlich wieder gleich auf.

Demnach müsste man schon 4-5 Stunden heizen.

Nachdem es ja für das "Sommerauto" (so sieht BMW wohl den aktuellen) Z4 keine Standheizung ab Werk gibt, wäre das vielleicht eine brauchbare Lösung. dann wäre in meinem Falle der Wagen wenigstens morgens warm, Abends, beim Kunden wäre er dann zwar immer noch kalt, aber ein kleiner Anfang wäre es schon ...

Danke für die Berichte!

Ok... Nun bin ich völlig verwirrt, ob es nun was taugt oder nicht :-)

Hallo,

über 60° war mein Kühlwasser nie, bei 2-3h Vorlauf begann der Zeiger, sich zu bewegen (also 40° und ein Bisschen was). Da das Öl ja mehr oder weniger komlett in der Wanne steht und so nur das Metall dazwischen ist (das Kühlwasser steht ja überall im Kreislauf und kann soweit ich weiss in modernen Autos auch nicht passiv frei zirkulieren), könnte ich mir eine ähnliche Temperatur vorstellen - mein Auto hatte aber damals eine Garage, die durch das dauernde Einstellen warmgefahrener Autos und den Betrieb des Heizlüfters nie auf Aussentemperatur abgekühlt ist. Man weiss ja auch nicht, wo der Temperaturfühler sitzt / wie weit weg er vom Heizelement ist.  Ausserdem wird bei VW, was die Kühlmitteltemperatur angeht, mit einer "Plateaufunktion" geschummelt.

Wenn man durch den Motorraum reingeht (das Auto also vorne angesteckt wird, da könnte man auch den Stecker in der Blende für die Nebelscheinwerfer einbauen ohne den eigentlichen Stoßfänger anzubohren), würde ich es auf jeden Fall machen. Rollt man die Sache von hinten auf, was sich bei BMW gerade wegen der Batterie anbietet, wäre es mir den Aufwand nicht wert.

Im Anhang ein Bild des vorne eingebauten Steckers.

N.

Heizungnebel

Hallo,

ich hatte die Idee den Motorwärmer und die Innenraumheizung über eine 2. Batterie und einen 230-Volt Spannungswandler zu betreiben, da ich keinen Stromanschluss in der Nähe meines Autos habe. Würden die 2 Batterien das schaffen bis der Wagen warm ist ohne zu leer zum Motorstart zu werden und falls ja, bekommt die Lichtmaschiene die 2 Batterien auf der 20km Hin- und Rückfahrt zur Arbeit auch wieder voll genug?

Danke und Gruß

Sven

@ Borsal:

Ich sage mal Nein, Nein und Nein: Das System zieht je nach Gesamtauslegung 2-3KW über mindestens eine oder besser zwei Stunden. Da wäre, ausser Du parkst in einer Garage, sicher eine benzinbetriebene Standheizung Mittel der Wahl. Alternativ ein Hänger mit Zusatzbatterien...

N.

Garage hab ich leider nicht und da wir in nem Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen wohnen, wird es den Nachbarn / Vermieter / Hausmeister nicht passen wenn ich da mein 15m Verlängerungskabel über die Wiese verlege.

Ich hab mir das 1350 mit Anschlusskit jetzt mal bestellt. Mal schaun wie einfach das Stromkabel in den Mini einzubauen geht... Vielleicht fahr ich dazu aber auch gleich zu meinem 🙂 denn es ist grad ein wenig kalt zum basteln 😉

Zitat:

Original geschrieben von Borsal


Hallo,

ich hatte die Idee den Motorwärmer und die Innenraumheizung über eine 2. Batterie und einen 230-Volt Spannungswandler zu betreiben, da ich keinen Stromanschluss in der Nähe meines Autos habe. Würden die 2 Batterien das schaffen bis der Wagen warm ist ohne zu leer zum Motorstart zu werden und falls ja, bekommt die Lichtmaschiene die 2 Batterien auf der 20km Hin- und Rückfahrt zur Arbeit auch wieder voll genug?

Danke und Gruß

Sven

Vergiss es ...

ein kleiner Ausflug in die Elektrotechnik:

wenn du den kleinsten Innenraumlüfter (700 Watt) und die Motorheizung (700 Watt ??) betreiben willst, fließen, nach Vatter Ohm bei 12 Volt schon 115 Ampere. Mit welchen Batterien und welcher Lichtmaschine willst du 230 Ampere (nach nur 2 Stunden) zur Verfügung stellen und wieder aufladen? Ein Spannungswandler, der 2000 Watt in der Spitze verträgt, liegt schon um die 100 Euro und ist eigentlich auf 1000 Watt Dauerbelastung ausgelegt, benötigt in der Regel schon einen eigenen Lüfter. Wenn man jetzt noch den Einschaltstrom mit abdecken will ( muss ), der das 10 fache der Leistung betragen kann, kann man sich ungefähr vorstellen, was man an Material verbauen muss und wohin die Kosten laufen.

Dies ist aber alles nur Theorie, da nach 2h Betrieb der Anlage die Batterie nicht nur leer ist sonder 2-3 mal leer wäre 😁. Also mußt du sie erst 3 mal laden, bevor sie überhaupt nur normal leer ist 😁😁 ...leider ist sie aber in der Zwischenzeit den Tiefentladungstod gestorben.
Wenn du keinen 220 V Stromanschluss zur Verfügung hast wirst du entweder weiterfrieren müssen, schwitzen, weil du dein Fahrzeug in Zukunft nur noch schieben wirst (kein Anlasserstrom mehr zur Verfügung) oder normal temperiert sein, weil du dir eine kraftstoffbetriebene Standheizung geleistet hast.

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