Das richtige Motorenöl für Oldtimer und Youngtime

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In der aktuelle Ausgabe 11/2013 der AUTO BILD KLASSIK wurden Motorenöle für Oldtimer getestet.
Das Ergebnis ist einfach erschreckend für Oldtimer Liebhaber. Nur 4 Produkte sind "gut", darunter Liqui Moly (www.liqui-moly.de) und ******.

Was haltet ihr von diesen Ergebnissen?

*** Beitrag wegen Verdacht auf Eigenwerbung gekürzt! - Johnes, MT-Moderation ***

Beste Antwort im Thema

Öl schmiert immer - egal ob legiert oder unlegiert, verdreckt oder sauber, da sollte man keine Angst haben.
Man muss sich die Motoren die unlegiertes Öl brauchen mal genauer angucken. Viele würden 'heute' ein legiertes vorschreiben, nur 1954 oder um die Kante, da war das mit den HD-Ölen gerade im Kommen. Oder man bekam es nur teuer aber nicht an jeder Ecke. So schrieben die Herstellen eben unlegiertes vor, wie VW zeitlang auch. Die aber haben das noch ende der 1950er jahre auf HD-Öl als Vorschrift umgeschrieben, ohne was an Motoren zu ändern...bis 1979. Und die Mexicokäfer (mit Grundprinzipip des Motors von 1960) bekamen auch HD Öle. Erst sehr viel später kamen die Ölfilter hinzu.
Diejenigen die kein Legiertes bzw. HD-Öl vertragen, weil sie mit Ablagerungen des Öles in einer gewissen Laufzeit berechnet wurden, die hätten kleinere Probs, wie einen höheren Ölverbrauch z.B..
Bevor man Berge von abgelagerten Schlamm im Motor hat, die die Ölpumpe zusetzen, lieber HD-Öl.😁

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Zitat:

Original geschrieben von winkler12345


Man muß doch bei diese Themen immer dringend angeben, was man unter Oldtimer versteht !!!

Für den einen ist es ein Golf Bj. 75 und für den anderen ein Vorkriegs-Opel !!!

Richtig! Da ich selbst schon ein "Oldtimer" bin (Bj. 57) sind für mich automobile Oldtimer solche allenfalls bis zu Baujahren Mitte der 60er Jahre (mit Ausnahmen). 70er und 80er Jahre Autos, die ich in meinen jüngeren Jahren noch selbst als Alltagsautos gefahren habe oder täglich im Strassenverkehr gesehen habe, kann ich nicht als Oldtimer wahrnehmen. Das hat mit dem effektiven Alter des Autos aber nichts zu tun, hier geht es einzig um meine individuelle Wahrnehmung.

Mit Vorkriegsautos kann ich aber auch nicht so viel anfangen, mit Ausnahme der Traction Avant. So gesehen habe ich mein ideales Oldtimerauto gefunden. Vorkriegsoptik, seiner Zeit aber um 20 Jahre voraus.

Zitat:

Original geschrieben von Karl-der-Käfer


Verstehe sowieso nicht, warum man für Oldtimer spezielles Öl brauchen sollte.
Zu der Zeit, wo die Oldies neu waren, war API-SD das höchste der Gefühle. Inzwischen hat man SH oder weiß nicht was.
Im Prinzip reicht es doch, ein stinknormales Öl 20W-50 oder so zu nehmen für 4€ pro Liter oder hab ich da einen Denkfehler?
In meinem Fall werden Käfer und Cremeschnittchen eh nicht im Winter bewegt, da braucht man auch nix in Richtung 5W.

Viele alten Motore haben keinen Ölfilter, in diese Motore dürfen keine Öle eingefüllt werden die Rückstände in schwebe halten, um sie bis zum Ölfilter zu transportieren.

Um die Rückstände in der Ölwanne zu sammeln, brauchen viele alte Motore auch heute noch unlegierte Einbereichsöle.

Öl schmiert immer - egal ob legiert oder unlegiert, verdreckt oder sauber, da sollte man keine Angst haben.
Man muss sich die Motoren die unlegiertes Öl brauchen mal genauer angucken. Viele würden 'heute' ein legiertes vorschreiben, nur 1954 oder um die Kante, da war das mit den HD-Ölen gerade im Kommen. Oder man bekam es nur teuer aber nicht an jeder Ecke. So schrieben die Herstellen eben unlegiertes vor, wie VW zeitlang auch. Die aber haben das noch ende der 1950er jahre auf HD-Öl als Vorschrift umgeschrieben, ohne was an Motoren zu ändern...bis 1979. Und die Mexicokäfer (mit Grundprinzipip des Motors von 1960) bekamen auch HD Öle. Erst sehr viel später kamen die Ölfilter hinzu.
Diejenigen die kein Legiertes bzw. HD-Öl vertragen, weil sie mit Ablagerungen des Öles in einer gewissen Laufzeit berechnet wurden, die hätten kleinere Probs, wie einen höheren Ölverbrauch z.B..
Bevor man Berge von abgelagerten Schlamm im Motor hat, die die Ölpumpe zusetzen, lieber HD-Öl.😁

Zitat:

Original geschrieben von flatfour


Öl schmiert immer - egal ob legiert oder unlegiert, verdreckt oder sauber, da sollte man keine Angst haben.
Man muss sich die Motoren die unlegiertes Öl brauchen mal genauer angucken. Viele würden 'heute' ein legiertes vorschreiben, nur 1954 oder um die Kante, da war das mit den HD-Ölen gerade im Kommen. Oder man bekam es nur teuer aber nicht an jeder Ecke. So schrieben die Herstellen eben unlegiertes vor, wie VW zeitlang auch. Die aber haben das noch ende der 1950er jahre auf HD-Öl als Vorschrift umgeschrieben, ohne was an Motoren zu ändern...bis 1979. Und die Mexicokäfer (mit Grundprinzipip des Motors von 1960) bekamen auch HD Öle. Erst sehr viel später kamen die Ölfilter hinzu.
Diejenigen die kein Legiertes bzw. HD-Öl vertragen, weil sie mit Ablagerungen des Öles in einer gewissen Laufzeit berechnet wurden, die hätten kleinere Probs, wie einen höheren Ölverbrauch z.B..
Bevor man Berge von abgelagerten Schlamm im Motor hat, die die Ölpumpe zusetzen, lieber HD-Öl.😁

Man sollte nicht an der falschen Ecke sparen, vor allem nicht beim Motorenöl für Oldtimer! Sonst kann es sehr teuer werden 😉 Es muss aber nicht das teuerste Öl sein. Teuer ist nicht gleich gut, siehe dazu Auto Bild Klassik Öltest 11/2013. Und die 4 Motorenöle, die mit "gut" bewertet wurden sind vom Preis doch auch OK, z. B. Mercede Benz Motorenöl Classic oder *** etc.

*** Beitrag wegen Verdacht auf Eigenwerbung gekürzt! - Johnes, MT-Moderation ***

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Zitat:

Original geschrieben von bgfeller


Bei Vorkriegs-Autos ohne Druckschmierung, ohne Ölfilter die auf eine Ölnebelschmierung angewiesen sind, würde ich dringend ein Öl nehmen das diesen Vorgaben auch entspricht. Ja nichts mit irgendwelchen Additiven.
Meine Wahl: Motorex Premium SAE40

http://www.motorex.com/File/classic_cars.pdf

Gruss bgfeller

Wenn du schon so alte Technik mit Mangelschmierung hast, was würden da verschleißmindernde Additive Schaden ? ? ? Doch eher nützlich sein ! ! !

Je dicker das Öl, je bessere Schmierung...das setzt aber Grenzen bei zu großen Temperaturunterschieden und Drehzahlen. Dafür gibt es aber nun Mehrbereichsöl,
welches im Winter dünn genug zum Anlassen ist und bei Betriebstemperatur dick genug für optimale Schmierung. Wenn es vor Krieg noch keine Additive gab, muß man aber deswegen heute nicht auf verschleißmindernde Zusätze verzichten.
Wenn ein Motor innen verdreckt ist..., dafür gibt es Spülöl und oder Motorinnenreiniger.
Wer diesem Unsinn mit der Ölschlammbildung verfallen ist, sollte mal schwarzes Öl in eine Flasche füllen, diese aufs Fensterbrett stellen, sich davor setzen und anfangen mit warten...falls sich dann in zehn Jahren der Ölschlamm gesetzt hat und wieder sauberes Öl in der Flasche zu sehen ist, könnte er ja mal kurz hier bescheid geben.
Da auf keiner Ölflasche drauf steht, was drinne ist, kann man weder vom Preis noch vom Text irgendwelcher Zeitungen was ableiten, ist aber auch völlig egal, es schüttet eh jeder was anderes rein.

Ich hab da jetzt doch mal ne Frage weil ich die Tests aus Auto-Bild und Auto-Bild-Klassik nicht kenne -
Ca. ab welchen Baujahren abwärts ist denn überhaupt ein spezielles Oldtimeröl wie z.B. Rektol Klassik
ratsam ? (z.B. Rektol SE 15W-40 im Vergleich zu "normalem" 15W-40 von der Tanke ???)

Zitat:

Original geschrieben von winkler12345


Ich hab da jetzt doch mal ne Frage weil ich die Tests aus Auto-Bild und Auto-Bild-Klassik nicht kenne -
Ca. ab welchen Baujahren abwärts ist denn überhaupt ein spezielles Oldtimeröl wie z.B. Rektol Klassik
ratsam ? (z.B. Rektol SE 15W-40 im Vergleich zu "normalem" 15W-40 von der Tanke ???)

Ab 60er Jahre braucht doch kein Fahrzeug spezielle Oldtimeröle (15 W-40 oder 20W-50 sind doch lediglich eine Bezeichnung der Viskosität und kein Merkmal eines speziellen Oldtimeröls ), der Test in der Zeitung geht hier allerdings auch nicht näher drauf ein .

Ich habe für meine alten wagen,zB. Morgan 4-4 Bj.1966 stinknormales Motoren Öl gefahren und hab`nie Probleme gehabt.

Die größte Gefahr besteht m. E. nach darin, sich blind auf das Öl zu verlassen. Wenn man sich was für 15€/l kauft und dann denkt: kann ja nix mehr passieren, denn es ist ja das super spezial-hypervergeilte-Goldwertmotoröl mit Omega3-Spezifikation und Steampunk-Nanodrohnen drin. Am Ende hat man noch Hemmungen, es wieder rauszuwerfen, obwohl Nase, Finger und Auge sagen: "Altöltonne!". Ich habe auch schon mal ein Öl nach zwei Wochenenden wieder rausgetan, weil es einfach "nicht passte".
Und die Sinnesorgane sollten drin sein in der Ölwanne. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell sich der Zustand eines Motoröls verschlechtern kann, und wie unterschiedlich auch untereinander sich neue Öle verhalten.
Sinnvoll in dem Zusammenhang scheint zu sein, sich die Bezeichnung irgendwo abzuspeichern. Um nach einem halben Jahr fahren mit einem Öl, was sich dann als hervorragend herausgestellt hat, auch noch zu wissen, welches genau es war.

Grüße,
Michael

Zitat:

Original geschrieben von winkler12345


Ich hab da jetzt doch mal ne Frage weil ich die Tests aus Auto-Bild und Auto-Bild-Klassik nicht kenne -
Ca. ab welchen Baujahren abwärts ist denn überhaupt ein spezielles Oldtimeröl wie z.B. Rektol Klassik
ratsam ? (z.B. Rektol SE 15W-40 im Vergleich zu "normalem" 15W-40 von der Tanke ???)

Ist eigentlich ganz einfach: ohne Ölfilter = unlegiertes Öl, z.Bsp. Panolin Premium 40 oder Rektol Klassik. Kann auch ein Mehrbereichsöl sein. Grob gesagt sind das Vorkriegsautos. Meine Traction und eventuell noch andere Vorkriegskonstruktionen, die bis in die 50er weitergebaut wurden sind die Ausnahme.

95% der Käufer dieser Spezialöle werden das wohl in Karren schütten die das überhaupt nicht brauchen, ein Benz von 63 ist zwar schon 50 Jahre, ein spezielles Oldtimeröl braucht er trotzdem nicht, es reicht die richtige Viskosität .

Zitat:

Wenn ein Motor innen verdreckt ist..., dafür gibt es Spülöl und oder Motorinnenreiniger.
Wer diesem Unsinn mit der Ölschlammbildung verfallen ist..

Öl-,Schwarzschlamm entsteht durch NOx, Stickoxide aus der Kraftstoffverbrennung lassen das Öl verschlammen.

Das Phänomen tauchte mit der Einführung der ASU auf und kommt auch in einigen heutigen Motoren vor.

Motorspülungen sollte man lassen, wenn man den Motor zum Reinigen nicht zerlegt, da die Reste Öl abwaschen, das für die Schmierung gebraucht wird.

Lagerschalen und Wellen sind die ersten, die das auszubaden haben..

Von wem das 20/50, 15/40 stammt ist egal, es ist auf Mineralölbasis und kein synth. - Öl und lässt idR die alten Motore nicht vorzeitig undicht werden..

Motore ohne Ölfilter können durch HD Öle ein Verschmutzungsproblem im Kopf bekommen, bewegliche Teile, wie Stößelstangen, Kipphebel und Ventilfedern verpeeken.
Die Ablagerungen bekommt man mit viel Geduld wieder runter..
Das HD - Öl kommt aus den filterlosen Motoren, wie gewohnt, unten raus, und lässt nicht ahnen, das es anderen Örtes ein Problem gibt.

Jetzt nur mal ein Hinweis auf die Ölschlammbildung: wer unlegiertes Öl für Motoren nimmt MUSS beim Ölwechsel mit spez. oder zumindest frischen neuem Öl + Petroleum eine 2/3Füllung machen und das Ding 5min laufen lassen, um die Ölanbackungen zu lösen, aufzuwirbeln und dann dieses Öl wieder ablassen.
Erst dann erfolgt der eigentliche Ölwechsel. Und das 2x im Jahr.
Bekannt?? ja,ja- klar doch, jetzt wissen es plötzlich alle.😉 Die meisten Hersteller schrieben das in die BA, oder war bei Tankstellen früher Schmierwartwissen.
Was passiert in diesen 5min mit spez. Spülöl und dem neuen Öl nach den ersten km??? Genau, gelöster Dreck wird umgepumpt, was die Verfechter der unlegierten Ölen ja vehement abstreiten.
Die unlegierten Öle haben die ausgeprägte Lösungseigenschaft nicht und sind selbst manchmal mit anderen Öle nicht mischbar. Das war ursprünglich ja eine MIL-anforderung: ein HD-Öl muss mit jedem HD-Öl auf'm Markt mischbar sein.
-
Wer nun meint, ok, dann nehme ich nächstemal das billige 15W-40 aus'm Baumarkt, statt das unlegierte Oldtimeröl, der sollte die Finger davon lassen: das HD löst wie wild die Ablagerungen und pumpt Dreck um, der normal nie in der Menge in die Lager käme. Also einmal unlegiert, gilt für diese Motoren ein Motorenlebenlang unlegiert.

Petroleum ist ok, ich ging von den modernen chemischen Keulen zum Spülen aus, die alles andere als hilfreich sind, die nach dem Einsatz mehr schaden als nutzen..

Hi,

stimme flatfour zu. Wenn die Motoren ohne Ölfilter gereinigt sind , kann man auch legierte Öle verwenden.

Dazu hatte der Sterndoktor auch mal was geschrieben:
http://www.motor-talk.de/.../...ammtisch-rund-ums-oel-t230315.html?...

Man sollte nur keine "Wasseröle" (0W-20 oder so etwas) oder Öle mit abgesenktem HTHS-Wert für Oldtimer verwenden.

Grüße

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