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CuNiFer Leitungen

Themenstarteram 28. August 2017 um 21:07

Moin, hat jemand Erfahrungen mit oben genannten Leitungen ??

Beste Antwort im Thema

servus

Ja ich verbau diese nur noch sind leichter zu biegen und leichter zu bördeln

und bevor einer meint die sind nicht zugelassen soll er sich mal das durchlesen:

https://kunden.stahlgruber.de/.../zulassung.pdf

und hier eine montageanleitung:

https://kunden.stahlgruber.de/.../montageanleitung.pdf

gruß sony8v

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CuNiFer ist nicht gleich CuNiFer!!! Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Kupfer-Nickel-Eisen Legierung. Aber die Zusammensetzung ist nicht immer gleich. Beispielsweise 90Cu-10Ni oder 70Cu-30Ni haben unterschiedliche Eigenschaften was den Korrosionsschutz angeht. Prinzipiell scheint es tatsächlich keine Teilegutachten, so das eine Änderungsabnahme nach §19(3) StVZO möglich wäre. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, könnte man beim Hersteller nachfragen ob für dieses Material eine Freigabe vorhanden ist.

Welche Voraussetzung sollen den die Leitungen haben? Wir wollen ohne Druckverlust beide Bremskreisläufe im Fahrzeug hydraulisch versorgen...und das natürlich über einen längeren Zeitraum. Die PI's bzw. die aaS's sind im Regelfall über das Material informiert. Und deshalb ist es unwahrscheinlich das jener deshalb die Plakette nicht zuteilt.

Dennoch kann dieser nach §30 StvZO im sachverständigen Ermessen die Zuteilung einer Plakette verweigern. Auch wenn in diesem Thread was anderes behauptet worden ist.

Bei Fahrzeugen mit Erstzulassung nach 2011 und allen Fahrzeugen mit ESP würde ich mich aber genauer erkundigen, da die Bremsdrücke hier viel höher sind.

Wer keine Lust zu Bördeln hat bzw. seine Leitung nicht so penibel hinter den ganzen Verkleidung verlegen will....sollte dann doch lieber zur Werkstatt gehen.

Themenstarteram 29. August 2017 um 14:48

Ich habe für meine Leitungen ein Werkstoffzeugnis bekommen können, hierin ist auch die Eignung als Bremsleitung aufgeführt....

Na hat dieses Zeugnis irgendeine Aussagekraft? Ich kann dir auch ein Zeugnis ausstellen! Was soll drauf ?

Zitat:

@jof schrieb am 29. August 2017 um 12:10:31 Uhr:

Ein Bekannter, selbständiger Werkstattmeister und -inhaber, außerdem leidenschaftlicher Oldtimerschrauber, hatte bei mehreren Kundenfahrzeugen in der Praxis Risse/Brüche (wahrscheinlich Schwingungsbrüche) festgestellt, und verbaut das nun nicht mehr.

Vielleicht kann das jemand bei seinem eigenen Fahrzeug bestätigen? Dann hätten wir mal eine Aussage aus erster Hand.

Das kenn ich nur aus der Theorie. Ich verbaue die jetzt "in 3. Generation" und kann das nicht bestätigen, wobei es natürlich auch vom Fahrzeug abhängt. Bei Mercedes sind so viele schellen dran, da schwingt nix, auf so ner alten Opel Starrachse ist das schon n bisschen was anderes... Kann man aber auch ne Schelle mehr dran machen, dann hälts auch zumindest bei mir schon 50.000km...

Also um es auf den Punkt zu bringen. Im 22a StVZO sind alle Bauteile aufgehört die nach EG oder ECE eine Bauartgenehmigung brauchen. Bremsleitungen hab ich dort nicht gefunden. Dürfen also bedenkenlos eingebaut werden.

Das Auto hat ne BE mit Stahlbremsleitungen, wenn du da CU Bremsleitungen einbaust, verliert es m.E. die Betriebserlaubnis. Die müsstest du eintragen lassen, was wegen der theoretisch höheren Bruchgefahr aber normalerweise niemand machen wird.

cu ist ungleich der legierung cu(pfer)ni(ckel)fe(rrum(eisen))

reines kupfer neigt zum verspröden/brechen. cunifer eben nicht.

hab ich mal irgendwo kopiert:

Zitat:

KUNIFER-Leitung Typ CN102 (auch Cunifer 10 genannt) entspricht in Zug- und Druckfestigkeit der britischen Norm BS2871.3 bzw. BS EN12449 (letzteres ist gleichzusetzen mit DIN EN12449 und ersetzt mit DIN EN 12451 die alte DIN 1785, alle DIN entsprechen dem aktuellen Werkstoffkurzzeichen CuNi10Fe1Mn) sowie der Werkstoffnummer 2.0872, bzw. CW352H und sind nahtlos gezogen.

Gemäß DIN 74234 "Hydraulische Bremsrohre Bördel" Abschnitt 3 sind Bremsrohre mit Werkstoffkurzeichen CuNi10Fe1Mn (2.0872) (ehemals DIN 17664), als Bremsrohre zugelassen.

ok, steht noch im widerspruch zum deutschen bürokratismus, weil die kba fehlt, wird aber von schätzungsweise ~70%der TÜVler akzeptiert.

in der praxis läßt sich cunifer ungleich besser verarbeiten, besonders wenn du 'unter dem audo liegen tust':D

eine gebrochene cuniferleitung habe ich noch nicht gesehen.

ich schätze mal 1 gebrochene auf 1000 000 durchgerostete stahl:)

im zweifel kann man etwas dunkelgrüne 'schutzfarbe' drüberpinsel über die cunifer :rolleyes:

Vor Allem wird eher eine Stahlleitung wegen Vibrationen brechen als eine weiche CuNiFer, wenn sie nicht gerade durch 1000mal hin- und herbiegen schon geschädigt ist.

Nein, die Cuniferleitung schwingt durch das "weiche" Material eher als eine Stahlleitung.

Deshalb bricht sie auch eher.

Aber, wie gesagt, gebrochene Kuniferleitung habe ich noch nie gesehen, durchgerostete Stahlleitungen öfter...

Die meisten HU-Prüfer wissen die Details aber gar nicht mehr.

naja, in der regel schwingt bei bremsleitungen nix, vernünftiger einbau vorausgesetzt.

ende fest - gummi/stahlflex - andere bremsleitung fest oder bremssattel. so sieht der normale aufbau aus.

gebrochene leitung hatte ich einmal bei einer kupplungsleitung (gleiches material wie stahlbremsleitung) stahl wiegesagt.

theoretisch könnte es wohl noch bei einer ente passieren. die hatte so eine wilde spiral-konstruktion als 'bewegungselement' an der hinterachse.

Zitat:

naja, in der regel schwingt bei bremsleitungen nix, vernünftiger einbau vorausgesetzt.

Naja, also auf so ner Opel Rekord Achse schwingt das garantiert ... Das hat mit dem Einbau nix zu tun, sondern mit der Konstruktion...

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 30. Aug. 2017 um 15:43:28 Uhr:

Das Auto hat ne BE mit Stahlbremsleitungen, wenn du da CU Bremsleitungen einbaust, verliert es m.E. die Betriebserlaubnis. Die müsstest du eintragen lassen, was wegen der theoretisch höheren Bruchgefahr aber normalerweise niemand machen wird.

Siehe Paragraph 22a StvZO. Deine Aussage stimmt nicht.

@Mark-86

Einer von uns irrt gerade. Imho bricht eine CuNiFer Leitung nicht, gerade WEIL sie mitschwingen kann, WEIL sie vergleichsweise weich ist im Gegensatz zur Stahlleitung.

Kann es leider nicht belegen,aber irgendwas war da in der Richtung.

Ein VA Auspuff reagiert auch ziemlich empfindlich und neigt zu Schwingungsbrüchen, ganz im Gegensatz zur minderwertigeren Serientröte.

@Mark: Du kennst den von mir genannten Werkstattinhaber persönlich, von diversen Panoramatreffen ("Florida Boy"). Vielleicht tauscht ihr euch bei Gelegenheit mal aus.

Zitat:

@jof schrieb am 30. August 2017 um 20:37:32 Uhr:

@Mark: Du kennst den von mir genannten Werkstattinhaber persönlich, von diversen Panoramatreffen ("Florida Boy"). Vielleicht tauscht ihr euch bei Gelegenheit mal aus.

Klar, den kenn ich :)

Wie gesagt, auf so ner Opel Hinterachse wäre ich damit auch vorsichtig...

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