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Crashtests groß gegen klein

Themenstarteram 27. April 2009 um 12:57

Hallo!

Vom IIHS gibt es einige interessante neue Crashtests.

Man crasht dort Kleinwägen gegen größere Modelle.

Wie z.B.: Smart gegen C-Klasse.

 

http://www.iihs.org/news/rss/pr041409.html

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Housil

Ich habe mir extra einen X3 gekauft da ich schon genug Tote aus solchen "sichern" Seifenkisten holen mußte.

Auch wenn der X3 "nur" 4 von 5 Punkten bekommen hat, der 5. wäre der Fußgängerschutz gewesen - aber eine Diesellok bekommt den ja auch nicht und es beschwert sich keiner wenn jemand von ner Lok überfahren wird dass derjenige nicht überlebt hat, der Physik und der Anatomie sind nun mal Grenzen gesetzt.

Wir hatten vor kurzen hier erst wieder einen VU Smart contra richtigem PKW. Der Smart kommt in der Kurve ins schleudern, dreht sich um 180° und kracht Heck voran in den Gegenverkehr. Die Smartfahrerin war sofort Ex... Mit einem 20 Jahre alten D-Kadett hatte sie ausser "Halsschmerzen" (sog. Schleudertraume) auch keinen Kratzer gehabt...

Das ist Quatsch. Der X3 hat beim Frontalcrash nicht besonders abgeschnitten, darum hat er nur vier Sterne. Und weil ihm die Gurtwarner fehlten. Fußgängerschutz geht da überhaupt nicht mit ein, aber ich frage mich, wie solche Autos wie der X3 überhaupt eine Zulassung bekommen (nicht immer rennen die Leute absichtlich vor eine Diesellok, manchmal ist die Diesellok auch zu schnell). Übrigens ist das das gleiche Phänomen wie beim Smart. Wenn du mit dem X3 gegen ein wirklich hartes Hindernis fährst, wird dir dort auch die nicht besonders gute Knautschzone zum Verhängnis. Große SUVs sind beim Crashverhalten einfach nicht optimal.

Beim 20 Jahre alten D-Kadett hätte es mich nicht gewundert, wenn die Fahrerin zwischen Lenkrad und Heckklappe zerquetscht worden wäre. Und Insassen auf der Rücksitzbank hätten das sicherlich nicht überlebt. Oder war der Kadett D, vielleicht noch mit ein bischen Rost am Schweller, so optimal ausgelegt, dass er sich bei einem solchen Heckcrash zusammenfaltet und den Insassen optimale Verzögerungswerte liefert ?

Wäre es kein Smart gewesen, sondern ein X3, dann wären vermutlich die unschuldigen Insassen im Corsa verstorben. Was würdest du nun dazu sagen ?

 

Zitat:

Original geschrieben von BananaJoe

Weil hier wieder die Encap-Nörgler auf den Plan gerufen werden...

Selbst auf der ENCAP-Seite steht das die Sterne nur innerhalb einer Klasse vergleichbar sind!!!

Auch ist die Geschwindigkeit beim US-Test nicht höher!

In Deutschland testet man bei solchen Frontalcrashs wie beim Fiat 500 gegen Audi Q7 oder VW Golf gegen XC70 mit 55-56 km/h, in Amerika waren es 40 mph - das sind 64 km/h und nicht 55 km/h, wie es die Autobild geschätzt hat.

Bei 64 km/h liegen die Crashenergien um 31-35 % höher.

Zitat:

Original geschrieben von mit18a6fahren

Und was lernen wir daraus?;)

wir fahren nichts mehr unter 3 tonnen:D

nein aber mal abgesehen davon dass die heutigen kleinwagen auch immer sicherer werden wäre mir mein leben trozdem zu schade um nen smart, fiesta oder sowas zu fahren tut mir leid...man muss nichtmal schuld sein,kann immer einer die kurve unterschätzen und fährt in dich rein dann haste verloren...vorallem wenn ich immer wieder höre dass kleinwagen für fahranfänger gut sein sollen...das ist meiner meinung nach völliger quatsch...weil wenn man als fahranfänger mal einen unfall baut ist man mit einem großen auto sicher besser dran...

(meine meinung)

Grundsätzlich ist doch festzustellen, dass Fahranfänger häufiger Unfälle bauen (verschulden) als andere Fahrer. Jetzt könnte man zwar auf der einen Seite sagen, der Fahranfänger hat sein Leben noch vor sich und müsse deshalb mehr geschützt werden, als das unschuldige Opfer, aber auf der anderen Seite sehe ich es wie bei der Fahrerin des Smart. Ich wollte nicht am Tod anderer Menschen schuld sein, bloß weil ich meinen Wagen nicht unter Kontrolle habe oder unverschuldet einen Unfall herbeiführe.

Man hört doch oft genug von genau solchen Szenarien: Der Fahranfänger hatte seinen übermotorisierten Mittelklassewagen nicht unter Kontrolle, ein paar Tote und der Verursacher liegt im Krankenhaus.

Grundsätzlich hat sich von 1995 bis 2005 so viel in Sachen Crashsicherheit getan, dass jeder Kleinwagen der letzten 5 Jahre sicherer ist als ein Mittelklassewagen, der 10 Jahre älter ist. Selbst beim Gewicht ist der Unterschied zwischen modernen Kleinwagen und 10 Jahre älteren Kompakt- und Mittelklassewagen so gering, dass man im größeren Auto nicht sicherer unterwegs ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber Kleinwagen der bekannten Hersteller sind meist sehr sicher.

Klar, gegen das Wettrüsten kommt man damit nicht an. Aber das ist sowieso der falsche Trend.

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Sicher interessant. Aber man sollte auch wissen, dass dort kein einziges US-Fahrzeug gecrashed wurde. Warum nur? Und man sollte sich auch vor Augen führen, dass die US-Autobauer im Kleinwagensegment - vorsichtig formuliert - keine Rolle spielen. Mit diesem "Hintergrundwissen" kann man sich das Teil dann mal in Ruhe anschauen. Ist aber übrigens auch längst in Deutschland veröffentlicht!

Themenstarteram 27. April 2009 um 14:23

Interessant ist der Test von der C-Klasse mit dem Smart. Da schneidet der Smart ja echt schlecht ab. Oder der Honda...

Es gibt allerdings schon Tests wo der Smart gegen eine S-Klasse bzw. E-Klasse gecrashed wird. Doch hier schneidet der Smart sehr gut ab.

Eines zeigt das allerdings: Ein Kleinwagen kann bei so einem Crash ganz schön unterlegen sein. Wenn man noch bedenkt dass die hier angeführten Kleinwägen sehr modern sind...

Die Physik lässt sich nunmal nicht ausschalten, kommt für mich nicht wirklich überraschend.

Allerdings ist das dortige Szenario im Straßenalltag wohl auch nur sehr selten anzutreffen. Habe gerade die Zahlen nicht zur Hand, aber nur ein Bruchteil aller Unfälle verläuft so, wie es in diesem Test zugrunde gelegt wurde.

Themenstarteram 27. April 2009 um 14:37

Ja, aber im Vergleich zu dem Test mit der S-Klasse bzw. E-Klasse schneidet der Smart hier schlechter ab...

Was an der Geschwindigkeit der beiden Unfallkontrahenten liegt, die ist in dem US-Test höher!

Der Smart setzt ja bekanntlich im Crash nicht auf seine eigene (nicht vorhandene) Knautschzone, sondern nutzt die des Unfallgegners. Vielleicht ist die C-Klasse ja im Gegensatz zum W220 (Oberklasse-Sicherheit von 1998!!) oder dem W211 steifer geworden, um die Fahrgastzelle auch bei höheren Crashgeschwindigkeiten aufrecht zu erhalten.

Wenigstens spricht der Ami endlich mal das aus, was ich schon seit Jahren versuche, den Leuten zu erklären: Obwohl ein 5-Sterne-NCAP Kleinwagen als sicher eingestuft ist, ist er ggü. einem 4-Sterne-Mittelklasse Modell im Crash benachteiligt. Da nützt auch der x-te Airbag nichts, wenn dem Fahrer im Kleinwagen die Motorhaube des anderen um die Ohren fliegt.

Es gibt ja zurzeit auch die Werbung von Renault - "der neue Megane. Laut EuroNCAP das sicherste Auto der Welt." WIE KANN MAN SO ETWAS BEHAUPTEN? Ich bin mir ziemlich sicher, dass der EuroNCAP dies so nicht gesagt haben wird - wobei ich auch bei denen an der Glaubwürdigkeit zweifle (wie auch an deren Unkäuflichkeit).

Sollte MB gemäß meiner Theorie die C-Klasse steifer gemacht haben, so ist dies meiner Meinung nach der richtige Schritt. Klar, die Beschleunigung auf den Körper ist dann beim einheitlichen 64km/h-Crash höher, weil noch potentiell deformierbare Knautschzone übrig bleibt - dafür habe ich diesen Rest bei 80 km/h noch, der mir den Baum vom Leibe hält. Ich denke, eine französische Karosse mit 70 km/h gegen die deformierbare Wand zu fahren wird weitaus schlimmer aussehen, als bei anderen Autos, die evtl. nicht diese hohe NCAP-Bewertung erhielten...

...da werden ja sogar die Gurtwarner in die Bewertung mit eingenommen. So ein Quatsch! Das macht mein Auto eh nicht sicherer, ich schnall mich immer an - und heute wird dies wohl 99% der Bevölkerung tun. Bei dem 1%-Teil wird der Piepser einfach deaktiviert.

Kleines Auto -> Böse im 1vs1!

am 29. April 2009 um 14:38

Ich habe mir extra einen X3 gekauft da ich schon genug Tote aus solchen "sichern" Seifenkisten holen mußte.

Auch wenn der X3 "nur" 4 von 5 Punkten bekommen hat, der 5. wäre der Fußgängerschutz gewesen - aber eine Diesellok bekommt den ja auch nicht und es beschwert sich keiner wenn jemand von ner Lok überfahren wird dass derjenige nicht überlebt hat, der Physik und der Anatomie sind nun mal Grenzen gesetzt.

Wir hatten vor kurzen hier erst wieder einen VU Smart contra richtigem PKW. Der Smart kommt in der Kurve ins schleudern, dreht sich um 180° und kracht Heck voran in den Gegenverkehr. Die Smartfahrerin war sofort Ex... Mit einem 20 Jahre alten D-Kadett hatte sie ausser "Halsschmerzen" (sog. Schleudertraume) auch keinen Kratzer gehabt...

am 29. April 2009 um 15:23

Hier mal ein Vergleich Crash-test Volvo 940 estate vs Renault Modus

 

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=k3ygYUYia9I

Ok in diesem test sieht der renault gut aus für einen kleinwagen aber fahr so ne schüssel mal gegen ein richtig großes/schweres auto z.b ne s-klasse w140 usw. wie siehts dann aus?

Weil hier wieder die Encap-Nörgler auf den Plan gerufen werden...

Selbst auf der ENCAP-Seite steht das die Sterne nur innerhalb einer Klasse vergleichbar sind!!!

Auch ist die Geschwindigkeit beim US-Test nicht höher!

am 30. April 2009 um 15:02

Was ist denn nen richtig schweres Auto?! Nen 18m MAN... oder nen Sprinter mit langem Radstand...

Ich möchte in keinem Auto sitzen, das von einem Dodge-Ram oder einem Ford-F150 gerammt wird...

da haste selbst in einem X3 schlechte Karten...

Man darf ja auch nicht vergessen, das in der Klasse, in der getestet wird, die Möglichkeiten der Klasse genutzt werden und das Ergebniss dann schon in Ordnung sind... Und das ich in einem Kleinwagen schlecht Karten habe wenn mich nen Q7 oder ne S-Klasse rammt... das ist doch wohl jedem klar...

Aber das es auch Unfälle gibt, wo die Insassen aus ner Oberklassen-Limo geborgen werden müssen, da es auch noch mehr und größere Verkehrsteilnehmer gibt, zB... LKW´s da passt dann auch keine ENCAP mehr...

PS... und wenn der Volvo-Kombi mit seinen dicken Blechen, kein richtig schweres Auto ist... :(

Und was lernen wir daraus?;)

wir fahren nichts mehr unter 3 tonnen:D

nein aber mal abgesehen davon dass die heutigen kleinwagen auch immer sicherer werden wäre mir mein leben trozdem zu schade um nen smart, fiesta oder sowas zu fahren tut mir leid...man muss nichtmal schuld sein,kann immer einer die kurve unterschätzen und fährt in dich rein dann haste verloren...vorallem wenn ich immer wieder höre dass kleinwagen für fahranfänger gut sein sollen...das ist meiner meinung nach völliger quatsch...weil wenn man als fahranfänger mal einen unfall baut ist man mit einem großen auto sicher besser dran...

(meine meinung)

Mir reicht ein Unfall vom letzten Winter: Smart bei Glatteis auf die Gegenfahrbahn gerutscht und dort gerammt worden. Der Smart war ungefähr zehn Zentimeter schmaler geworden und die beiden Insassen tot. In jeder C-Klasse hätten sie überlebt. Irgendwo gibt es halt bauartbedingte Grenzen.

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