Citymaut ab 2014?

Ich habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass sich heute die Verkehrsminister von Bund und Ländern treffen und ganz oben auf der Agenda die Einführung einer Citymaut steht und auch ein Konzept vorliegen würde, welches dies befürwortet. Es soll Komunen und Ländern Geld in die Kasse spülen und zwar 6,10€ pro Einfahrt in die City (im Gegenwert einer Tageskarte im ÖPNV). Vorbild soll London sein, wo es die City vor dem Verkehrsinfarkt bewahrt haben soll (wobei ich finde, London war schon extrem mit dem Verkehr, so was habe ich hier in noch keiner Stadt gesehen). Frühester Starttermin könnte in deutschen Städten in 2 Jahren sein.

Was denkt ihr denn darüber? Mich macht das sehr wütend.

Beste Antwort im Thema

die gewerbetreibenden wirds freuen... 😰
denn statt 6€uroZehn zu zahlen, werden die meisten dann - aus verständlichen gründen - lieber 3km weiter, in die, in den außerörtlichen gewerbegebieten angesiedelten supermärkte und outlet's fahren...

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Zitat:

Original geschrieben von downforze94


Wer sein Auto beruflich nutzt, muß schon aus Zeitgründen keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Das ist ein berechtigtes Argument. Nur muss das dann eben sowohl für Stadt- als auch Landbewohner gleichermaßen gelten. Mit Citymaut (wenn man davon ausgeht, dass Anwohner ausgenommen sind) und Anwohnerparken schafft man aber gerade die Situation, wo das Pendeln

in

die Stadt verhindert werden soll, während gleichzeitig das Pendeln

aus

der Stadt begünstigt wird. Man kann nicht sagen, die Landbewohner sollen mal schön mit dem ÖPNV in die Stadt fahren, aber die Stadtbewohner dürfen sich zwei Autos pro Wohnung vor die Tür stellen, weil sie ja schnell und komfortabel zur Arbeit kommen müssen. Daher muss es auch gleiche Chancen für Pendler und Anwohner geben, in der Stadt einen Parkplatz zu finden. Schließlich fährt der ÖPNV in beide Richtungen, ist also für beide, Stadt- und Landpendler, eine Alternative.

Tach!

Downforze, es steht doch jedem frei, sich eine Wohnung mit Stellplatz zu mieten.
Nur eine Wohnung ohne Stellplatz mieten und sich dann eigentlich öffentlichen Parkraum per Anwohnerparkausweisregelung unter den Nagel zu reissen finde ich inakzeptabel.

M. D.

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts


Tach!

Downforze, es steht doch jedem frei, sich eine Wohnung mit Stellplatz zu mieten.
Nur eine Wohnung ohne Stellplatz mieten und sich dann eigentlich öffentlichen Parkraum per Anwohnerparkausweisregelung unter den Nagel zu reissen finde ich inakzeptabel.

M. D.

Da reist sich keiner was unter den Nagel.

In Berlin wurden Abstimmungen unter den Anwohnern gestartet und obwohl die Mehrzahl gegen Parkraumbewirtschaftung war hats die Stadt eingeführt um Kohle zu kasieren.

Ansonsten finde ich nichts verwerfliches dran Anwohnern Parkraum bevorzugt zur Verfügung zu stellen.

warum eine extrawurst braten? entweder ich habe einen stellplatz oder ich muss suchen, wie jeder andere auch.

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Hehe nee... Ich zahle KFZ-Steuer in der Stadt, wenn ich dort meinen Erstwohnsitz habe, und daher steht mir der Parkplatz eher zu, als demjenigen der in die Stadt pendelt und seine Steuer aufm Land entrichtet 😉

Ihr sabbelt doch immer, dass Steuern ihrem Zweck entsprechend eingesetzt werden sollen? Bei den Anwohnerparkplätzen wäre das dann so. Ist aber auch wieder nicht richtig 😁

Zitat:

Original geschrieben von infuso


warum eine extrawurst braten? entweder ich habe einen stellplatz oder ich muss suchen, wie jeder andere auch.

Es werden aber nicht soviele Stellplätze vermietet wie Bedarf besteht.

Wo ist denn Dein Problem ?

Und außerdem schrieb ich auch schon das die Parkraumbewirtschaftung nicht immer im Sinne der Anwohner ist.

Ich wohne auf dem Dorf , mir könnte das Scheiß egal sein. (nur mal so angemerkt)

Alle die ihr vom Lande kommt, wo es keinerlei Probleme mit der Parkerei gibt, wollt den Bewohnern des Stadtzentrums das "Anrecht" auf einen Parkplatz streitig machen, damit ihr schön eure Karre dort abstellen könnt? Da ist viel Theorie im Spiel: Versetzt euch doch in die Lage der Menschen, die dicht an dicht ganze Straßenzüge bewohnen, die leider evtl. noch aus dem späten Mittelalter oder der beginnenden Industrialisierung stammen. Grundstücke im Zentrum sind nun mal irrsinnig teuer und ihr redet immer von Privatparkplätzen?? Wo sind sie denn? Im unmittelbaren Zentrum gibt es wohl Parkhäuser oder Firmenparkplätze, aber Privatparkplätze genauso wie zu mietende Garagen dürften eher rar sein.
Versetzt euch mal in die Lage des echten Innenstadtbewohners - ihr würdet die Sache ein wenig anders sehen!

Also wenn ich in die Innenstadt ziehe, weiß ich vorher, dass es da eng ist mit Parkplätzen. Private Mietmöglichkeiten gibt es genügend, beispielsweise auch in Parkhäusern. Der Luxus, mitten in der City ein Auto zur Verfügung zu haben, kostet natürlich Geld. Wieso soll die Stadt mit den Steuereinnahmen neben dem ÖPNV auch noch Parkmöglichkeiten subventionieren?

Da stellt sich dann auch die Frage, wozu man denn unbedingt im Stadtzentrum wohnen muss? Also entweder, um von der guten Infrastruktur zu profitieren oder weil man dort arbeitet, dann braucht man aber eher kein Auto. Oder weil man gern "mittendrin" wohnt, dann muss man sich dieses Plus an Lebensqualität eben etwas mehr kosten lassen. Der Fall, wo jemand gezwungenermaßen auf das Auto angewiesen ist und in bester Citylage wohnen muss, ist wohl eher konstruiert. Ist natürlich sehr beliebt, sich bei solchen Dingen immer arm zu rechnen. 😉

Und wenn ich aufs Land ziehe, dann weiss ich, dass ich keinen Anwohnerparkplatz in der Stadt kriege und in gewissen Gegenden nur schwer einen Parkplatz kriege...

Lässt sich alles umdrehen...

Und wo ich warum wohnen möchte, lässt du mal schön meine Sorge sein. Vielleicht wohn ich da, weil Freunde und Familie dort leben und ich die gerne mehr als einmal pro Woche sehe?

Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


Und wo ich warum wohnen möchte, lässt du mal schön meine Sorge sein. Vielleicht wohn ich da, weil Freunde und Familie dort leben und ich die gerne mehr als einmal pro Woche sehe?

Ich bin lediglich der Meinung, man sollte die Menschen bei ihrer Wohnortwahl mit den tatsächlichen Kosten konfrontieren und nicht dieses und jenes subventionieren. Wenn Parkraum in der Stadt knapp ist, darf man den nicht noch an Anwohner verschenken. Auf dem Land kriege ich ja auch keinen Benzingutschein vom Staat, weil der nächste Supermarkt 30 km weg ist.

Ist Sache der Stadt, wie sie ihren Platz nutzt. Ihre Zukunft und ihr Wohlstand hängen davon ab, wie gut sie zwischen den einzelnen Interessen ausbalancieren kann.

Wisst ihr eigendlich das man, obwohl man für den Anwohnerausweis zahlt, kein Anrecht auf einen Parkplatz hat ? Wenn alles voll ist, ist alles voll, in der Regel ist alles voll.

Ja dann bitte ich im Gegenzug die Pendlerpauschale komplett zu streichen! Die kostet nämlich auch Steuergelder! Das Gewirre in den Innenstädten verursachen genau diejenigen, die den Bewohnern der Zentren nichts gönnen. Ein anderes Beispiel:
Bei den Kirchweihen und den Schützenfesten auf dem Lande: Verursachen da die Einheimischen das Chaos oder die Festbesucher?

Zitat:

Original geschrieben von freddi2010


Ja dann bitte ich im Gegenzug die Pendlerpauschale komplett zu streichen!

Du spinnst doch wohl ?😉

Diese ermöglicht mir täglich nach Berlin zu pendeln.

Zitat:

Original geschrieben von freddi2010


Das Gewirre in den Innenstädten verursachen genau diejenigen, die den Bewohnern der Zentren nichts gönnen. Ein anderes Beispiel:
Bei den Kirchweihen und den Schützenfesten auf dem Lande: Verursachen da die Einheimischen das Chaos oder die Festbesucher?

Ist doch letztendlich unerheblich. Straßen sind öffentlicher Verkehrsraum und zum Glück sind "Bewohnerparken" und "Anwohner frei" absolute Ausnahmen (die es meiner Rechtsauffassung nach nicht geben dürfte). Ich möchte in keinem Land leben, wo ich mich dafür rechtfertigen muss, wieso ich welche öffentliche Straßen und Parkplätze nutze. Bewegungsfreiheit bedeutet eben auch, dass Auswärtige bei der Straßennutzung nicht schlechter gestellt werden dürfen als Anwohner.

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