Citymaut ab 2014?

Ich habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass sich heute die Verkehrsminister von Bund und Ländern treffen und ganz oben auf der Agenda die Einführung einer Citymaut steht und auch ein Konzept vorliegen würde, welches dies befürwortet. Es soll Komunen und Ländern Geld in die Kasse spülen und zwar 6,10€ pro Einfahrt in die City (im Gegenwert einer Tageskarte im ÖPNV). Vorbild soll London sein, wo es die City vor dem Verkehrsinfarkt bewahrt haben soll (wobei ich finde, London war schon extrem mit dem Verkehr, so was habe ich hier in noch keiner Stadt gesehen). Frühester Starttermin könnte in deutschen Städten in 2 Jahren sein.

Was denkt ihr denn darüber? Mich macht das sehr wütend.

Beste Antwort im Thema

die gewerbetreibenden wirds freuen... 😰
denn statt 6€uroZehn zu zahlen, werden die meisten dann - aus verständlichen gründen - lieber 3km weiter, in die, in den außerörtlichen gewerbegebieten angesiedelten supermärkte und outlet's fahren...

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Das Parken auf Straßen sollte ganz verboten sein. Straßen sind zum Fahren da, nicht zum Parken. Dort parkende Autos zwingen andere immer wieder zum Bremsen und versperren die Sicht im Verkehr.

Wo willst du denn hin mit dem ruhenden Verkehr? Garagenpflicht für alle? Verbot von Zweitwagen? Oder alle Parker unter die Erde?
Wie willst du das finanzieren?

Stellplatz auf Privatgelände würde schon reichen. Ist im Vergleich mit den sonstigen Kosten des Autofahrens weniger teuer als man denkt.

Hehe ja genau...

Mitten in Städten und Ortschaften sollen mal eben riesige Parkplätze abseits der Straßen entstehen. Ein Auto verbraucht etwa 10qm. Das heisst für ein normales Mietshaus mit 10 Parteien, muss der Vermieter 100qm Parkplätze auf seinem Grundstück anlegen...

Also etwa die Hälfte der Wohnhäuser sprengen und Parkplätze bauen. Wo lebt ihr eigentlich? 😁

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Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


Wo lebt ihr eigentlich?

Ich lebe in einer Stadt und habe einen Stellplatz. Er hat mich 3000 € gekostet. Rostet nicht, muss nicht zum TÜV und hat keinen Wertverlust, im Gegenteil. Außerdem bekomme ich Rabatt bei der Versicherung und das beste ist, dass mein Wagen auf der Straße niemandem im Wege steht.

Schön für dich. Erstens hat nicht Jeder 3000 EUR für einen Stellplatz über und zweitens ist dafür kein Platz...

Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


hat nicht Jeder 3000 EUR für einen Stellplatz über

Wenn ich mir ansehe, was für Autos in den Städten so herum stehen, fällt es mir schwer, das zu glauben. Der Wagen, der bei mir da drauf steht, kostet mich alljährlich locker das Doppelte dessen, was der Stellplatz einmalig gekostet hat und es ist nur ein ganz profaner Golf.

Und das Platzproblem? Wo willst du den Plstz hernehmen, um all die Straßenparker auf Privatgelände zu zwingen? In vielen innerstädtischen Wohnvierteln reicht ja nichtmal die Straße aus...

Es geht doch darum, den Verkehr zu reduzieren und das geht nun mal am besten mit weniger und kleineren Autos. Wenn dazu als Nebenwirkung noch die Straßen frei werden würde ich sagen: Besser geht es gar nicht.

Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


Nein. Einem Anwohner ist es nicht zuzumuten genauso alle 2 Stunden Parkscheine zu ziehen, wie Jemand der in die City pendelt...

Dann muss man eben Tages-, Wochen- und Monatstickets einführen. Ich denke, die Parkgebühren würden eher noch sinken, wenn sie für alle, Anwohner und Besucher gleich hoch wären, schließlich würden dann viele Anwohner Privatparkplätze mieten und es gäbe mehr freien öffentlichen Parkraum und dadurch auch weniger Parksuchverkehr.

Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


Warum fährt eigentlich der Pendler nicht mit den Öffis in die Stadt? 😉

Wofür braucht denn ein Innenstadtbewohner unbedingt ein Auto, wenn nicht zum Pendeln? Kommt doch von der Verkehrsbelastung aufs gleiche raus, ob der Pendler vom Land unbedingt morgens mit dem Auto in die Stadt rein- und abends wieder rausfahren muss oder der Pendler aus der Stadt morgens raus- und abends wieder reinfahren muss.

Zitat:

Original geschrieben von freddi2010


Wieso wollt ihr dem Bewohner der Innenstadt das Recht absprechen, ein Auto sein eigen zu nennen? Was würdet ihr tun, wenn gerade vor eurer Tür, in eurer Straße alles voll wäre mit Fremdparkern? Soll der City-Mensch sein Auto verkaufen? Geht's noch? Der Druck des Verkehrs muss von den Innenstädten genommen werden. Sie haben leider keine Möglichkeit, sich auszuweiten wie die Märkte auf der grünen Wiese.

Es gibt weder ein Recht auf ein Auto, noch ein Recht darauf, in bester Citylage zu wohnen. Wer sich trotzdem für beides entscheidet, muss mit den finanziellen Konsequenzen leben. Wer auf das Auto angewiesen ist, muss eben den Preis für einen Parkplatz zahlen oder sich einen insgesamt preisgünstigeren Wohnort suchen. Die Zeiten wo sich jeder studentische WG-Bewohner eine kaum genutzte Schrottlaube direkt vor die Tür stellen kann, wäre dann natürlich vorbei, aber genau darum geht es ja: Die Innenstädte entlasten.

Wenn ich eine Wohnung miete, gehört mir nun mal nicht auch noch die Straße davor. Begriffe wie "Fremdparker" zeugen schon von einer ziemlichen Blockwart-Mentalität.

Ich denke entlasten will man die Innenstädte eher von den Blechlawinen, die sich alltäglich vom Umland in die Stadt wälzen. Nicht so sehr von den PKW der Stadtbewohner, denn dafür kassiert die Stadt ja KFZ-Steuer. Ganz im Gegensatz zu den PKW die im Umland versteuert werden 😉

Im Übrigen kann man die Argumentation auch umdrehen. Es gibt kein Recht kostenfrei mit dem Auto in die Innenstadt fahren zu dürfen. Wenn du das willst, kannst du ja in die Stadt ziehen 😉

Ein Glück habe ich eine Tiefgarage direkt Unter den Linden. Bin mal auf die Citymaut gespannnt und vor allem auf die Ausnahmeregulungen. 😁

Tach!

Zum Thema Anwohnerparken in Cities:
Auch ich meine, dass Anwohnerparkplätze inakzeptabel sind.
Wer keinen Stellplatz auf dem Grundstück hat, muss eben auf der Straße suchen. Und zwar gleichberechtigt mit allen anderen.

Ich wohne im "Speckgürtel" einer Sadt, die massiv nachverdichtet wird. Ca. 10 Km vom Zentrum entfernt.
In unserer Straße leben heute doppelt so viele Menschen wie vor 10 Jahren. Ausserdem hat jeder 18-Jährige ein eigenes Auto. Hinzu kommen tagsüber Leute, die bei uns parken um einzukaufen.
Allerdings gibt es keine Anwohnerparkausweise o.ä.
Wem als Anwohner die Situation nicht passt, muss eben Parkplätze auf dem eigenen Grundstück vorhalten. Aus diesem Grund können wir nicht supereffizient das gesamte Grundstück überbauen, sondern müssen Grund dem eigenen Parkraum opfern.

Weshalb sollte das mitten in der City, wo noch mehr "Externe" parken möchten als bei uns am Stadtrand, anders sein? Nur weil die Buden von 1880 ohne Parkplätze bzw. mit zu wenigen Parkplätzen im Hof sind, holt man sich öffentlichen Parkraum in private Hand?
Das ist in meinen Augen eine Farce.

Darf ich mir nun, weil ich so gerne eine solche hätte und auf meinem Grundstück kein Platz dafür ist, eine Schwimmhalle für meine privaten Zwecke auf dem öffentlichen Spielplatz errichten? Wohl kaum...

Zum Thema Parkraumbewirtschaftung: ich hoffe, die Mehrheit der Wähler in den Städten wählt in Zukunft keine Spinner mehr, die Parkplätze zurückbauen und Bushaltestellen auf die Fahrbahn planen.
So etwas ist Schwachsinn. Es werden deshalb nicht plötzlich 150.000 Menschen bei 5° und Regen aufs Rad umsteigen.

Zum Thema Umweltplkatte: nur ein paar wenige nicht umrüstbare Nischenmodelle sind vom Einfahrtsverbot für gelbe und rote Plaketten betroffen. Diese Regelung kann man sich also gleich sparen.

Ich denke ein erster Schritt müsste sein, dass die ewigen Gutmenschen damit aufhören zu versuchen, ständig allen anderen ihre Lebensweise aufzuoktroyieren.
Die demographische Entwicklung in Deutschland geht hin zu weniger und älteren Menschen. Individuelle Mobilität wird somit weiterhin wichtig sein, aber nciht ins Unermessliche weiter wachsen.
Da aber die Zahl der Menschen sinkt, sinkt auch irgendwann die Zahl der Auto-Kilometer in den Cities. Der vorhandene Parkraum wird somit irgendwann einigermassen ausreichen.
Dies immer unter der Prämisse, dass das Verhältnis Stadt- und Landbevölkerung konstant bleibt.
Vermutlich wird es noch ein wenig mehr Konzentration in Richtung Metropolen geben.
Auch wenn in 30 Jahren der Verbrennungsmotor wie wir ihn kennen langsam aussterben wird, wird es alternative Individualverkehrsmittel geben, z.B. Elektroautos.
Allein schon wegen der klimatischen Bedingungen hierzulande werden nicht alle aufs Rad umsteigen.

Daher ist es vollkommen schwachsinnig, nun weiteren Parkraum zurückzubauen. Lasst es doch wenigstens, wie es ist.
Wir haben in Deutschland um jede Stadt herum Natur satt. Da muss man doch als Innenstädter nicht seinen Privatpark vor der Haustür verlangen.

M. D.

ich stimme dir in fast allen punkten zu aber auch in der stadt sollte schon etwas grün vorhanden sein. ich finde es sehr schade, wenn überall die bäume sterben müssen. was hier in der gegend schon alles abgeholzt wurde, ist schon nicht mehr normal.

aber die anwohnerparkplätze sind wirklich überflüssig, ich ärgere mich regelmässig darüber. entdeckt man endlich mal einen parkplatz, so ist dieser nur für anwohner. nervig!

Eine Wohnung ohne Parkplatz wäre schon mal ein KO-Kriterium. Wer sein Auto beruflich nutzt, muß schon aus Zeitgründen keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

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