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Caterham Super Seven 1600

Caterham Seven Series 3 (S3)
Themenstarteram 19. April 2020 um 12:17

Caterham hat, dem allgemeinen Trend folgend, ein neues Retromodell herausgebracht, den Super Seven 1600.

Nun klingt es sicherlich seltsam, wenn ein Hersteller, dessen Produktportfolio ohnehin nur aus lebenden Fossilen besteht, davon noch eine Retroversion herausbringt. Aber einige Details sind schon recht ungewöhnlich und durchaus dazu angetan, Fans der Retrowelle - und davon gibt es einige - zu befriedigen.

Alleine der Innenraum des Super Seven 1600 bietet einige Details, die so einen normalen Caterham Seven relativ schmucklos wirken lassen. Was natürlich auch kein Wunder ist, ging es beim Seven doch nie um Glamour sondern nur um´s Fahren.

Die großen fest angebauten Kotflügel (Flared Front Wings) sind zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache, aber sie unterstreichen den klassischen Charakter noch ein wenig. Man kann sie aber auch durch die normalen am Rad verbauten Kotflügel (die, die so lustig mitlenken ;) ) ersetzen lassen.

Ob man bei den Fake-Vergasern nicht vielleicht doch einen kleinen Schritt über das Ziel hinaus geschossen ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Sie sind lustig und etwas albern zugleich.

Und den Reserveradhalter gibt es auch wieder. Wenn ich überlege, dass ich meinen damals extra habe entfernen lassen. :D

Erstmals kann man bei einem Retro-Caterham, nach den Modellen "Sprint" und "Super Sprint" auch das große Chassis wählen. Bei den beiden vorigen Modellen ging das deshalb nicht, weil diese die Antriebseinheit von Suzuki mit dem kleinen Dreizylinder-Turbo hatten, zu der auch immer die hintere Starrachse zwingend dazugehörte und die gab es eben nur für das kleine Chassis.

Das ist jetzt anders, denn der "Super Seven 1600" basiert technisch auf dem Modell 275 bzw. in England 270 mit dessen Antriebseinheit, einem Ford Sigma mit 1.6ltr Hubraum und 135 PS. Das reicht, um den ca. 550kg schweren Flitzer in ca. 5 Sekunden auf 100 Km/h zu beschleunigen und für eine (vollkommen unwichtige und eher akademische) Höchstgeschwindigkeit von knapp 200 Km/h.

Ich gehe davon aus, dass sich auch dieser Caterham gut verkaufen wird, die beiden limitierten Retrovorgänger jedenfalls waren nach jeweils wenigen Tagen (oder waren´s Stunden?) abverkauft. Wobei ich von einer Limitierung noch gar nichts gehört habe. Muss ich mich wohl nochmal umhören.

Passend gibt es auch bereits einen kurzen Vorstellungsbericht der Auto Motor Sport dazu.

Mal sehen, wer als erster mit dem Vorführmodell (so es denn überhaupt schon da ist) eine Probefahrt machen kann, die AMS oder ich. ;)

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Themenstarteram 19. April 2020 um 12:17

Caterham hat, dem allgemeinen Trend folgend, ein neues Retromodell herausgebracht, den Super Seven 1600.

Nun klingt es sicherlich seltsam, wenn ein Hersteller, dessen Produktportfolio ohnehin nur aus lebenden Fossilen besteht, davon noch eine Retroversion herausbringt. Aber einige Details sind schon recht ungewöhnlich und durchaus dazu angetan, Fans der Retrowelle - und davon gibt es einige - zu befriedigen.

Alleine der Innenraum des Super Seven 1600 bietet einige Details, die so einen normalen Caterham Seven relativ schmucklos wirken lassen. Was natürlich auch kein Wunder ist, ging es beim Seven doch nie um Glamour sondern nur um´s Fahren.

Die großen fest angebauten Kotflügel (Flared Front Wings) sind zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache, aber sie unterstreichen den klassischen Charakter noch ein wenig. Man kann sie aber auch durch die normalen am Rad verbauten Kotflügel (die, die so lustig mitlenken ;) ) ersetzen lassen.

Ob man bei den Fake-Vergasern nicht vielleicht doch einen kleinen Schritt über das Ziel hinaus geschossen ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Sie sind lustig und etwas albern zugleich.

Und den Reserveradhalter gibt es auch wieder. Wenn ich überlege, dass ich meinen damals extra habe entfernen lassen. :D

Erstmals kann man bei einem Retro-Caterham, nach den Modellen "Sprint" und "Super Sprint" auch das große Chassis wählen. Bei den beiden vorigen Modellen ging das deshalb nicht, weil diese die Antriebseinheit von Suzuki mit dem kleinen Dreizylinder-Turbo hatten, zu der auch immer die hintere Starrachse zwingend dazugehörte und die gab es eben nur für das kleine Chassis.

Das ist jetzt anders, denn der "Super Seven 1600" basiert technisch auf dem Modell 275 bzw. in England 270 mit dessen Antriebseinheit, einem Ford Sigma mit 1.6ltr Hubraum und 135 PS. Das reicht, um den ca. 550kg schweren Flitzer in ca. 5 Sekunden auf 100 Km/h zu beschleunigen und für eine (vollkommen unwichtige und eher akademische) Höchstgeschwindigkeit von knapp 200 Km/h.

Ich gehe davon aus, dass sich auch dieser Caterham gut verkaufen wird, die beiden limitierten Retrovorgänger jedenfalls waren nach jeweils wenigen Tagen (oder waren´s Stunden?) abverkauft. Wobei ich von einer Limitierung noch gar nichts gehört habe. Muss ich mich wohl nochmal umhören.

Passend gibt es auch bereits einen kurzen Vorstellungsbericht der Auto Motor Sport dazu.

Mal sehen, wer als erster mit dem Vorführmodell (so es denn überhaupt schon da ist) eine Probefahrt machen kann, die AMS oder ich. ;)

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Themenstarteram 18. Juli 2020 um 9:33

Morgen ist bei Caterham Deutschland wieder einer dieser "Passenger Ride" genannten Vorführtage (natürlich unter Corona-Bedingungen), bei denen möglicherweise auch der Caterham Super Seven 1600 vorgestellt werden könnte. Bin mir aber tatsächlich nicht sicher.

Ich werde berichten.

Wer sich höchstpersönlich davon überzeugen will, kann natürlich auch selbst hinfahren. ;)

Themenstarteram 20. Juli 2020 um 15:15

Wie versprochen möchte ich heute von der gestrigen Vorstellung des neuen Caterham Super Seven 1600 berichten.

Das Design ist, wie schon vorab berichtet mit den Flared Front Wings, den Felgen im Minilite-Design, dem Ersatzrad-Träger am Heck, dem Holzlenkrad, den chromumrandeten Armaturen, den farbigen Leder-Akzenten im Innenraum und den Fake-Vergasern, bewusst klassisch gehalten.

Man könnte im Grunde genommen mit dem Super Seven 1600 ohne aufzufallen an jeder Oldtimer-Veranstaltung teilnehmen und würde vermutlich für den tollen Restaurations-Zustand gelobt werden (Kinderspiel bei einem Neuwagen :D ). Wenn man das denn wollte. ;)

Wobei ich auch schon einmal mit meinem Caterham im nicht so klassischen Look auf den Parkplatz einer zufällig gerade stattfindenden Oldtimer-Rallye gewunken wurde, obwohl ich mit der Veranstaltung gar nichts zu tun hatte. :confused: Ich kam gerade zufällig vorbei.

Aber wie fährt er sich jetzt?

Vor dem Fahren kommt das Einsteigen.

Zunächst einmal, bei diesem Modell handelte es sich um ein kleines S3-Chassis mit tiefer Sitzwanne und Dreipunktgurten. Das ist insofern von Relevanz, da Personen aus der breiteren Fraktion, zu denen ich mich auch zählen muss, hier an gewisse Grenzen stoßen könnten.

Da ich selbst auch einen S3 besitze, vermutete ich zunächst keine Probleme.

Der Teufel steckt hier aber im Detail. Bei den im Caterham eher selten anzutreffenden Dreipunktgurten ist das Gurtschloss an der Seite im Weg und drückte etwas unangenehm gegen das Becken. Ein Problem, welches ich in meinem S3 mit Vierpunktgurten gar nicht mehr kenne und welches daher bei mir auch etwas in Vergessenheit geriet.

Mit etwas Akrobatik ging es aber und mein Beifahrer, ein Bekannter aus dem Caterham Car Club, und ich fanden irgendwie Platz. :cool:

Als ein weiterer Stolperstein erwies sich das eigentlich ganz hübsche Holzlenkrad, welches etwas größer ist als das normale kleine Sportlenkrad im Caterham. So stieß ich während der Fahrt mit dem Oberschenkel dagegen. Dieser Umstand erhöhte den Sitzkomfort jetzt auch nicht gerade.

Aber jetzt, Motor starten und los geht´s. Und Holla, was ist das denn? Also dass ein eigentlich eher unspektakulärer Ford Sigma 1,6ltr Saugvierzylinder im Caterham durchaus sehr klangstark daherkommt, ist nichts neues. Aber was die Caterham-Leute mit dem Super Seven 1600 auf die Beine gestellt haben, ist akustisch echt mal ein kleines Feuerwerk.

Speziell das Ansauggeräusch erinnert ein bisschen an einen Walzenschieber, wie ihn mein Caterham 485 hat, nur noch härter. Selbst Caterham Deutschland war davon überrascht und hat vorsichtshalber in England nachgefragt, ob man auch das richtige Auto geliefert hat. ;)

Dazu kommt eine blitzsaubere Gasannahme, wie man sie lange nicht erlebt hat.

Dass der bei Vollgas einsetzende Schub etwas verhaltener ausfiel, als normalerweise bei diesem Motor, schiebe ich dem nagelneuen Zustand ebenso zu wie der Tatsache, dass der kleine Wagen mit uns Zweien ganz gut beladen war. Auch das Getriebe war etwas länger übersetzt als bei einem unmittelbar davor von mir alleine gefahrenen Caterham 275 (mit dem grundsätzlich gleichen Motor).

Auch an die relativ schmale 14-Zoll-Straßenbereifung musste ich mich erst wieder gewöhnen. Das Auto bewegt sich damit etwas mehr um die Hochachse und auch der Grip schmiert über einen sehr breiten Grenzbereich ganz langsam weg. Macht viel Spaß und lässt sich sehr gut kontrollieren, quietscht aber auch mehr als ich es gewohnt bin.

Agilität und Lenkpräzision befinden sich aber auch mit diesen Reifen auf caterhamtypisch extrem hohen Niveau und sind mit so gut wie nichts auch nur annähernd vergleichbar, was auf unseren Straßen sonst so unterwegs ist.

Bedingt durch die Bereifung und auch das etwas größere Lenkrad waren die Lenkkräfte sehr gering, fühlt sich fast schon nach Servolenkung an (die selbstverständlich nicht vorhanden ist).

Ich hatte leichte Bedenken, dass die Flared Front Wings den Fahrspaß etwas mildern, sieht man damit doch die Vorderräder nicht mehr. Aber dem war tatsächlich nicht so, auch wenn ich weiterhin die kleinen Kotflügel, welche man beim Lenken und Federn direkt beobachten kann, bevorzuge.

Gibt´s noch ein Fazit?

Naja, eigentlich ist es ein normaler Caterham, wie ich schon so viele hier beschrieben habe.

Aber dieser hat schon einen besonderen Charakter, der sich nicht nur optisch sondern auch beim Fahren zeigt.

Mir persönlich kam er dabei etwas weniger fordernd vor, so dass man auch mal eine gemütliche Runde damit drehen kann, ohne immer gleich das Gefühl zu haben, den Stier bei den Hörnern packen zu müssen.

Das geht freilich auch und macht auch Spaß wie eh und je im Caterham. Aber er "zwingt" einen nicht so dermaßen permanent dazu.

Aber vielleicht ändert sich mein Eindruck ja auch wieder, wenn ich ihn nochmal alleine fahre (glaubt mir, der Unterschied alleine oder mit ausgewachsenem Beifahrer ist wirklich groß).

Und dann ist da noch dieser Sound... :eek::D

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