Bremsweg aus 220km/h???

Audi A6 C6/4F

Letztens bin ich mit meiem Audi A6 Avant hier bei uns auf der A 57 Richtung Holland unterwegs gewesen, da diese nicht so stark befahren ist. Ich wollte die Topspeed meines Wagens testen. Bei ca. 215km/h scheerte ein Opel Astra vor mir aus um einen LKW zuüberholen. Der Astra hatte nur ca. 120km/h daruf und ich musste schon häftig in die Eisen gehen.

Danach stellte sich mir die Frage wie lange eigendlich der Bremsweg bei über 200km/h bei einer Vollbremsung auf 0 ist?!

Hat da einer eine Ahnung oder änliche Erfahrungen gemacht?

Gruß,
Chris

47 Antworten

@juhuuh : ein klasse pdf dokument - vielen dank dafür und für die viele mühe mit der grafik. anschaulicher kann man das szenario wirklich nicht mehr darstellen.

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ich hatte bisher zwei mal die möglichkeit, bei einem fahrsicherheitstraining teilzunehmen.

grundtenor dieser veranstaltungen war, den autofahrer auf das fahrzeugverhalten schon bei niedrigen geschwindigkeiten zu sensibilisieren. dies jedoch auf speziellem, rutschigem untergrund mit <30%iger haftung (entspricht schneebedeckter fahrbahn). hier sind fahrzeuge in kurven schon ab ca. 45 km/h kaum mehr beherrschbar und die bremswege sind entsprechend lang. der "normalfahrer" erschrickt ob solcher erfahrungen und behält die erinnerungen - untermauert durch blumige ausführungen der instruktoren - für eine gewisse zeit im sinn und verhält sich dann auch während dieser zeit im "normalen" strassenverkehr entsprechend vorsichtig. beim nächsten schneefall ist dann allerdings das meiste wieder vergessen (leider...).

solche trainings nützen dem alltäglichen fahrverhalten letztlich nicht besonders. das fahrzeugverhalten auf trockener strasse mit 80%-100% haftreibung kann bei solchen sicherheitstrainings nicht gezeigt werden. dies entspräche aber mehr dem realen vorkommen auf unseren strassen.

da man aber das vollbrems- oder kurvenverhalten auf trockener strasse nicht in einfacher form trainieren kann (ausser auf dem hockenheim- oder nürburgring), wird man auch weiterhin mit den schon genannten "schnarchnasen" leben müssen, die unerschrocken und bar jeden blickes in den rückspiegel die fahrbahn wechseln. der hintermann wird's schon regeln...

ich denke, wir "erfahrenen" autofahrer - die mehr als 40.000, 50.000 oder 60.000 km im jahr im auto absitzen müssen - müssen das gefahrenpotential selbst minimieren. wenn wir eine "schnarchnase" hinter einem lkw ausmachen, dann sind wir eben in der pflicht und müssen damit rechnen, dass die gurke rauszieht. und damit sind geschwindigkeiten von mehr als 220 km/h im tagesbetrieb halt nur ganz selten machbar.

grüße an euch
jens.

stimmt, meistens kann man die tupperdosen schon vorher ausmachen, die einem vor die karre fahrn. dann heists genau schaun, und provisorisch auf die bremse. wenns dann wirklich zum knall kommt haben die eh keine chance eek!

Zitat:

Original geschrieben von syncromaniac


....wird man auch weiterhin mit den schon genannten "schnarchnasen" leben müssen, die unerschrocken und bar jeden blickes in den rückspiegel die fahrbahn wechseln. der hintermann wird's schon regeln...

ich denke, wir "erfahrenen" autofahrer - die mehr als 40.000, 50.000 oder 60.000 km im jahr im auto absitzen müssen - müssen das gefahrenpotential selbst minimieren. wenn wir eine "schnarchnase" hinter einem lkw ausmachen, dann sind wir eben in der pflicht und müssen damit rechnen, dass die gurke rauszieht. und damit sind geschwindigkeiten von mehr als 220 km/h im tagesbetrieb halt nur ganz selten machbar.

sehr gut geschrieben !

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