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Bremsprobleme Corolla Verso (ZER,ZZE) 2.0 D-4D 116 PS

Toyota Corolla Verso 2 (R1/ZER/ZZE)
Themenstarteram 3. Juni 2017 um 12:03

Hallo liebe Toyotaschrauber,

ich hätte drei Anliegen bei unserem Familienwagen, dem Toyota Corolla Verso 2.0 D-4D aus 2004 mit 116 PS (Diesel ohne Partikelfilter) mit etwa 180 tkm, wo ich selbst schnell am Ende bin mit meinem Latein.

Erstens:

Die Bremswirkung auf allen vier Rädern scheint jedes mal eine andere zu sein. Meistens hab ich das Gefühl, dass bei den ersten 2-3 Bremsvorgängen die hinteren Bremsen kaum beansprucht werden. Erst beim dritten Mal gehen die hinteren mit und man spürt eine deutlich kräftigere Bremswirkung. Ist das so normal bzw. so gedacht? Gibt es eine elektronische Bremskraftverteilung, wo man selbst nichts mehr unternehmen kann, da es die Programmierer so vorgesehen haben?

Das kann aber gar nicht wahr sein, denn selbst wenn ich mal kräftig bremse, passiert dasselbe. Also nur geringe Bremswirkung. Also gehe ich davon aus, dass es kein elektronisches Problem ist.

Mein Vater merkt von all dem nichts. Da ich aber dasselbe Verhalten auch bei meinem BMW hab, fällt mir so was sofort auf. Wie ich gerade erfuhr, lies mein Vater gestern die Bremsflüssigkeit wechseln. Ich werde natürlich noch testen, ob sich das Bremsverhalten geändert hat. Glaube ich aber nicht so recht, da man dann ständig super gute Bremswirkung haben müsste und das würde meinem Vater auch auffallen.

Beim Treten des Pedals bei stehendem Fahrzeug zischt aber etwas (vermutlich Unterdruck), so dass ich eher von einem kaputten Bremsverstärker ausgehe. Oder Hauptbremszylinder. Wenn da etwas zischt, was ist dann defekt? Nur der Bremskraftverstärker speichert doch Unterdruck, oder? Oder war es das Hauptbremszylinder?

Die Bremssattelkolben hinten sind nicht fest (Beläge wurden getauscht und ich konnte die Kolben testweise mit der Hand zurückdrücken, aber doch mit etwas Widerstand). Vorne waren sie deutlich fester, als die Beläge vor 2 Jahren getauscht wurden. Mit der Hand zurückdrücken ging da nicht. Trotzdem funktionieren die vorderen Bremsen gut. Daher wird es nicht an den Kolben liegen, nehme ich mal an.

Zweitens:

Gibt es da auch ein Rückschlagventil? Wo ist es? Angeblich ist das Pedal sehr hart, wenn das Fahrzeug ein paar Tage stand.

Drittens:

Ich hab 2x erlebt, dass irgendetwas die Räder ziemlich brutal blockiert hat. Als wäre die Handbremse angezogen. Ich fuhr ca. 1-2 Meter und prompt wurden die Räder blockiert. Handbremse mehrmals angezogen und wieder gelöst. Brachte keinen Erfolg. Dummerweise passierte das ganze auf einem Parkplatz bei leichtem Regen. Hab versucht vorwärts und rückwärts zu fahren, aber Bewegung unmöglich. Letztlich blieb mir nichts anderes übrig als zu versuchen, mit Gewalt ein paar cm zu fahren. Zuerst vorwärts, danach rückwärts. Und dann konnte ich ohne jeglichen Widerstand weiterfahren. Um blockierende Bremsen auszuschließen, fuhr ich nach etwa 10 km in eine Raststätte, wo ich aufgrund einer leichten Steigung völlig ohne bremsen zum Stehen kommen konnte. Hab vorsichtig alle 4 Bremsscheiben abgetastet und alle 4 waren eiskalt. Also kein Schleifen. Bin dann bis nach Hause gefahren.

Neue Handbremsen sind gestern gekommen. Werden das mal ersetzen, allerdings finde ich es seltsam, dass die Räder nicht gleich zu Beginn, sondern erst nach 1-2 Metern abrupt blockiert haben. Nach einer gegammelten Handbremse hört sich das nicht an.

Hat jemand so etwas schon mal gehabt? Woher kann so was kommen?

Fehler zu ABS, DSC oder so kamen nicht.

Ich wäre für jede Anregung dankbar. Bin mal gespannt, ob wir den Übeltäter mit eurer Hilfe/Ideen ausfindig machen können. An Autos machen wir alles selber, weshalb wir das Thema selbst angehen wollen.

PS: Weitere Frage am Rande: Kann oder muss man die ABS- bzw. DSC-Einheit per Software ansteuern, wenn man Bremsflüssigkeit wechselt? Das haben die in der Werkstatt nämlich angeblich nicht gemacht. Hab aber zumindest bei BMWs gelesen, dass da ein enormer Unterschied auszumachen war, als nochmal entlüftet wurde mit DSC-Ansteuerung. Aber gibt es diese Vorgehensweise bei Toyota auch, dass man die Dinger ansteuert?

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8 Antworten

Allgemein jetzt mal.

Kann nach länger Standzeit passieren das sich auf Scheiben Flugrost bildet auch mal nach einem Tag nach Regen. Bei einer 30/70 Verteilung von der Bremskraft . Nach dreimal bremsen sind die auch mal frei und die volle Bremskraft liegt an. Ungewöhnlich ehr das du das merkst ;)

Weiter . Zischen ist glaube normal also Motor aus . Und nun wenn du Pumpst hört es sich wie ne Luftpumpe an und das Pedal wird hart. Du Verbrauchst den Unterdruck des Verstärkers. Erklärt auch Pedal hart nach längerem Stehen was bei Motorstart weg geht. Und sollte soweit allrs mechanisch sein bis auf die Abs esc ansteuerung

Themenstarteram 3. Juni 2017 um 18:19

Danke für den Input :) also von Flugrost kann nicht die Rede sein. Es geht nicht darum, dass das Auto mal gestanden hat. Das tut es selten :) selbst wenn es Flugrost wäre, hört und spürt man es beim Bremsen, da es schleift.

Dieses Phänomen mit der schlechten Bremswirkung tritt jedes mal auf. D. h. wenn ich dreimal hintereinander bremse und dann mal eine super Bremswirkung hab, ist es nach 3 Minuten wieder anders. Manchmal beißt die Bremse auch sofort. Beim nächsten Mal (1 Minute später) dann aber wieder nicht mehr richtig.

Das war bei den alten Bremsklötzen auch nicht anders.

Das mit dem Zischen klingt zwar plausibel. Allerdings ist der Motor nicht aus gewesen, wo ich das Zischen hörte. Man muss schon horchen, um es zu hören. Fällt natürlich während der Fahrt absolut nicht auf. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass es nicht zischen darf. Daher bin ich verunsichert.

Außerdem, dass die Pedale nach 2-3 Tagen Standzeit hart werden, spricht dafür, dass Unterdruck langsam entweicht.

Deshalb auch meine Frage, ob es irgendwo ein Rückschlagventil gibt, wie bei einigen anderen Autos.

Ja vor jedem pneumatischem Bremskraftverstärker ist ein Ventil verbaut.

Es sitzt in Form einer kleinen Plastikdose direkt in der Unterdruckleitung vor dem BKV.

Bei Motor aus sollte das Pedal erst nach etwa 3x drücken fest werden.Um dem BKV zu testen, startet man jetzt den Motor mit gedrücktem Bremspedal.Sobald der Motor läuft, muss das Pedal absinken.

Reparaturen am Ventil sind nicht erlaubt,man tauscht es mit der gesamten Leitung aus bei Defekt.

Bei Flussigkeitswechsel wird das ABS angesteuert, da ich selbst die Möglichkeit nicht habe, mache ich es auf herkömmliche Art.

Nachteile gab es bisher nicht, aber es ist mir schon klar,das das ABS Modul evtl.dann noch etwas alte Flüssigkeit enthalten kann.

Spätestens wenn das ABS eingreift mischt sich das ohnehin.

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 13:20

Danke für deinen Beitrag :)

Muss im Motorraum viel abgebaut werden, um diese Plastikdose zu sehen bzw. zu ersetzen? Kann mir vorstellen, dass die Schutzleiste unter den Scheibenwischerarmen raus muss. Aber lieber frage ich nach, bevor ich mir unnötig viel Arbeit mache :)

Also wenn man den Motor startet, sinkt das Pedal wie erwartet. Während der Fahrt kann man auch normal bremsen, ohne erhöhte Pedalkraft. Aber die Bremswirkung ist eben nicht immer die beste. Aber das sagt noch nichts über dieses Ventil aus. Oder irre ich mich? Ich wüsste auch nicht, wie man es reparieren soll. Daher hätte ich es einfach ausgetauscht.

Okay, auf jeden Fall gut zu wissen, dass man bei Toyota auch das ABS ansteuern kann. Werde mal meinen Hobbywerkstatt-Mann fragen, ob man das mit seiner Software machen kann (er hat iCarSoft oder so). Wenn nicht, dann müsste es spätestens beim Bosch-Dienst gehen.

Mir geht es auch nicht um die alte Flüssigkeit. Dieser kleine Rest darf ruhig dort bleiben. Wie du es schon gesagt hast, vermischt sich das irgendwann. Aber kann es nicht sein, dass da nicht nur alte Flüssigkeit, sondern auch Luft drin ist? Gerade deshalb hätte ich gerne die Ansteuerung beim Entlüften.

Sonst muss man theoretisch die Bremsflüssigkeit einmal komplett tauschen, dann ein paar hundert km fahren inkl. Vollbremsungen und danach nochmal tauschen. Irgendwann wird die Luft schon raus sein. Wäre aber sehr unergonomisch/unökologisch diese Vorgehensweise.

Oder denke ich da grad in eine völlig falsche Richtung?

Gibt es auch eine Webseite für Toyota-Ersatzteile, wo man von jedem Bereich des Fahrzeugs eine Explosionszeichnung sieht und die entsprechenden Teile auch bestellen kann?

Ich kenne es nur von BMW, wo man alles mögliche so bestellen kann oder zumindest nachschauen kann, wie ein System aufgebaut ist. So sieht man z. B. auch, welche Schrauben man für einen Kupplungswechsel benötigt und kann direkt dort bestellen.

Wollte neue Hitzeschutzbleche für Bremsen übers Netz bestellen, da die wegen Rost langsam auseinanderfallen. Allerdings gibt es da einfach nichts im Web. Nicht mal auf ebay hab ich was gefunden. Oder ich bin zu blöd :D

Wenn das Ventil evtl.nicht funktioniert,prüft man das so.An leichter Steigung ohne Hindernisse und viel Platz Motor aus und Fuß auf Bremse lassen ohne zu pumpen das Pedal halten, Handbremse bereit.Die Unterstützung muss nun länger als etwa 1 min anhalten ohne das das Pedal hart wird und das Auto losrollt.

Wechseln geht recht einfach.Im BKV steckt der Unterdruckschlauch mit einer Art Dübel in einem Gummiformstück.Durch Ziehen evtl.etwas Silikonspray als Gleitmittel bekommt man den Schlauch gelöst.Am anderen Ende,der Unterdruckpumpe beim Diesel ist der Unterdruckschlauch mit einer normalen Überwurfmutter befestigt.Unbedingt sauber arbeiten,damit keine Schmutzteilchen eindringen das Ventil unwirksam machen können.Zischen beim Bremsen ist jedenfalls nicht üblich.

Die Bremsschottbleche als auch Wärmeschutzbleche für Kat gibt es häufig nur teuer in der T.Apotheke.

Luft im System wegen fehlender Ansteuerung des ABS würde ich ausschließen.

Die kleine Plastikdose,Ventil hat nur etwa einen Durchmesser von 30 mm.

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 15:04

Das sind ja sehr hilfreiche Infos, vielen Dank dafür :) diese Testmethode des Ventils kannte ich gar nicht. Wieder mal ein Stückchen schlauer geworden.

Dann bleibt einem ja nichts anderes übrig als direkt beim Toyota-Händler einzukaufen.

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