Bremsleistung hat nachgelassen

BMW 3er E46

Ja, ich habe zuvor die Suchfunktion bemüht... aber so richtig schlau bin ich daraus nicht geworden.

Mir ist nun erneut im Vergleich zu neueren Fahrzeugen aufgefallen, dass mein 320i M54 (BJ 2003, 210.000km) in den letzten Jahren deutlich an Bremswirkung eingebüßt hat. Zum Vergleich: Der Fort Kuga, den ich momentan als Leihwagen fahre bremst bei leichtem Antippen der Bremse so krass, als wenn ich 'nen Anker geworfen hätte.
Die Bremse ist schön bissig, im Gegensatz zu meinem 3er.
Ich habe an meinem eigenen Wagen normale ATE Bremsscheiben und Beläge verbaut und die Bremsflüssigkeit ist auch noch relativ frisch - auch von ATE.
Der letzte Bremsflüssigkeitswechsel hat schon etwas bewirkt, aber steht in keinem Vergleich zu neueren Fahrzeugen. Das Bremsscheibenbild ist auch unauffällig - er bremst halt nur nicht so kräftig, oder bissig - eher gemächlich.
Als ich den Wagen gekauft habe, bremste er deutlich besser. Die Bremswirkung trat einfach deutlich eher und kräftiger ein.

Der Bremskraftverstärker scheint erst mal in Ordnung zu sein, da das Pedal nach vorherigem Aufpumpen beim Motorstart nachgibt.
Ein Arbeitskollege meinte heute noch, dass es im Motorradbereich auch deutliche Unterschiede hinsichtlich der Bremsbeläge gäbe.
Vor dem letzten Bremsscheiben- u. Belegwechsel hatte ich vorne Beläge von Textar. Die waren gefühlt auch etwas besser/bissiger.

Kann es wirklich an den ATE-Belägen liegen ? Oder vielleicht doch eher am Bremskraftverstärker ? Oder was ganz anderes ?

13 Antworten

Liegt am Nutzer. Der 3er bremst sehr ordentlich, wenn du auch in die Bremse trittst und das sogar besser als dein Leih-Kuga. Deshalb ist die Bremse sehr gut dosierbar. Dieses beim kleinsten Tipper in den Boden verbeißen ist meiner Meinung nach kein Zeichen für eine gute Bremse. Schonmal probiert mit dem 3er kräftig in die Eisen zu gehen? Der Bremsassi wird dich in den Boden rammen 😉.

Fahr zwischendurch einfach mal 'nen Trabi, dann weißt deinen 3er wieder sehr zu schätzen ;-)

Bin mal mit dem E28 528i zu meinem Onkel gefahren, dann seinen Trabi mal so aus Neugier gefahren . . . gnadenlos dort vorbeigerauscht, wo ich eigentlich abbiegen sollte/wollte . . . war einfach den E28 gewohnt, auch nur antippen und man hängt schon fast mit der Nase an der Frontscheibe . . .

Ist halt kein weichgespülter Joghurtbecher von heute.
Mal den" Arsch gegen die Hose stemmen"und ordentlich bremsen! ;-)
Dann steht der Dicke auch ziehmlich schnell

Zitat:

@onkelruckzuck schrieb am 25. September 2018 um 23:25:19 Uhr:


Ist halt kein weichgespülter Joghurtbecher von heute.
Mal den" Arsch gegen die Hose stemmen"und ordentlich bremsen! ;-)
Dann steht der Dicke auch ziehmlich schnell

Er bremst ja grundsätzlich. Ich frage halt nur wegen der Bisskraft der Bremsen und weil ich der Meinung bin, dass es anfangs an meinem Auto auch mal deutlich besser war. Aber das ist inzwischen 6 Jahre her.

Zitat:

@dseverse schrieb am 25. September 2018 um 22:32:42 Uhr:


Liegt am Nutzer. Der 3er bremst sehr ordentlich, wenn du auch in die Bremse trittst und das sogar besser als dein Leih-Kuga. Deshalb ist die Bremse sehr gut dosierbar. Dieses beim kleinsten Tipper in den Boden verbeißen ist meiner Meinung nach kein Zeichen für eine gute Bremse. Schonmal probiert mit dem 3er kräftig in die Eisen zu gehen? Der Bremsassi wird dich in den Boden rammen 😉.

Das kenne ich vom F31 320er Diesel, aber leider nicht von meinem e46.

Ich hatte zwei Jahre lang parallel einen Ford Focus Mk2 und einen E46 330i... Der Ford reagiert, wie hier schon über den Kuga berichtet, vergleichsweise empfindlich aufs Bremspedal. Der E46 ist da meiner Meinung nach ausgewogener. Man gewöhnt sich aber an beide recht schnell. Nur wenn man die Fahrzeuge regelmäßig wechselt, könnte es sein, dass man nach dem Umstieg über- bzw unterdosiert.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Bremse tatsächlich nicht in Ordnung ist, fahr in eine Werkstatt und prüfe es auf dem Prüfstand. Dann weißt du sicher, ob alles okay ist oder eben nicht.

hallo,

ich hatte bei meinem Vorgängermodel (E36 Automatik) auch mit der Brems-
leistung gehadert - hatte dann zwischen 2 TÜV-Terminen auf Beläge von
ebc (green stuff, glaube ich) gewechselt - und siehe da, statt dem laut letzt-
em TÜV-Bericht gemessenen Wert von 250 (mit original Belägen) stand da
plötzlich ein Wert von 300 - sind zwar nur echte 10%, aber gefühlt waren es
sicherlich 50% mehr an Beisskraft der Bremsanlage (alles mit Originalscheiben)

das Phänomen mit Bremsen, die einem Ankerwurf gleichen hatte ich auch mal
an einem GolfV Diesel (mit weniger als 100 PS) - ist aber, wenn man anderes
gewohnt ist schon kritisch und teilweise gefährlich (für die Hintermänner)

good lack

Ok. Demnach können die verwendeten Bremsbeläge also nochmal was rausholen.

Hab schon bei ATE nach Angaben zum Reibwert versucht zu finden, aber bislang ohne wirklichen Erfolg.
Kennt jemand einen Testbericht über Bremsbeläge?

Zitat:

@cabriofreek schrieb am 26. Sep. 2018 um 08:4:07 Uhr:


....statt dem laut letzt-
em TÜV-Bericht gemessenen Wert von 250 (mit original Belägen) stand da
plötzlich ein Wert von 300 - sind zwar nur echte 10%, aber gefühlt waren es....

Na sagen wir mal echte 20% .

Der Bremskraftverstärker ist beim e46 eben anders als bei den neuen Autos. Insbesondere VW und co.
Im M235i ist die Bremse ähnlich des e46 vom Gefühl her, allerdings hatte ich bei mir Stahlflexleitungen die ich nun sehr vermisse. Vom bremsgefühl her ist es für mich ein Rückschritt geworden.

Fazit: wenn es unbedingt „besser“ sein soll, Stahlflexleitungen verbauen. Wenn du gerne sehr sportlich fährst auch mal Sportbeläge die aber Temperatur brauchen.

Eure Hinweise beruhigen mich ja schonmal insofern, dass vermutlich alles ok ist hinsichtlich meiner Bremsen.
Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass es definitiv mal bissiger war.
Ich werde beim Wechsel auf Winterreifen mal die vorderen Beläge gegen Textar, oder Brembo tauschen und die Gleitschienen reinigen.

Wegen der Bissigkeit mal die Temperaturen draußen in deinen Überlegungen einfließen lassen. Zudem können die Gummileitungen bereits geschwächt sein, so dass die sich aufblähen wenn du bremst. Dann geht der Druck nicht komplett zu den Belägen, sondern im Schlauch...

Ich habe inzwischen im Rahmen des Wechsels auf Winterreifen meine Bremsbeläge an der Vorderachse von ATE auf Textar gewechselt und bin definitiv der Meinung, dass die besser zupacken. Die Bremswirkung ist zwar nicht gleich zu brachial wie bei dem Kuga, aber deutlich besser als vorher.
Habe natürlich auch die Gleithülsen/Schrauben gründlich gereinigt und mit Antiquitschpaste - witzigerweise von ATE - eingefettet. Das habe ich allerdings zuvor auch im Rahmen des Wechsels bei den ATE-Belägen gemacht. Von daher nix Neues.

Wen's interessiert - ich habe folgende Beläge gekauft:
https://www.amazon.de/.../ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?...

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