Bremskraft verstärken durch stärkeren BKV???!!!
Tach zusammen!
Jeder PN-Fahrer kennt wohl das Problem der schlechten Bremswirkung. So auch bei meinem. Dazu kam noch, dass die Membran undicht war und er dann manchmal Falschluft über den Unterdruckschlauch gesogen hat.
Nun habe ich mir gedacht, den Bremskraftverstärker von einem 107PSler GTI einzubauen. Gedacht-getan :-)
Bremswirkung ist echt 1a. Nur jetzt meine Frage: Ist das legal, oder bekomme ich bei einem eventuellen Unfall Probleme???
Weiß da vielleicht jemand was?
Wäre über jede Meinung dankbar!
MfG
Thomas
33 Antworten
Genau das dachte ich mir eben auch. Ein Bekannter sagte aber, dass es ihm neu sei, dass die bei dem damals nen Regler verbaut hätten. Kam mir auch spanisch vor.
Und Dunkelbazi schrieb:
Zitat:
Bei ABS geht nur eine Leitung nach hinten in einen Verteiler, aber einen lastabhängigen BKR hat das ABS glaub ich nicht.
🙄
Zitat:
Original geschrieben von STTommes
Genau das dachte ich mir eben auch. Ein Bekannter sagte aber, dass es ihm neu sei, dass die bei dem damals nen Regler verbaut hätten. Kam mir auch spanisch vor.
🙄
...ist ein Bremskraftregler
Was Dunkelbazi schreibt stimmt so nicht. BKR gibt es bei ABS schon. Bei ABS geht eine Leitung nach hinten, die wird direkt vor dem BKR geteilt.
Bei der Bremse ohne ABS müssen es zwei Leitungen sein, da die beiden Bremskreise beim Golf diagonal geteilt sind (im Gegensatz zum Käfer und anderen alten VW, die sind achsweise geteilt).
Das ABS im Golf 2 ist ein Dreikanal/Dreikreis-ABS, die Vorderräder haben jeweils einen eigenen Bremskreis und werden einzeln geregelt und die Hinterräder haben einen gemeinsamen Kreis und werden auch gemeinsam geregelt. D. h. wenn eines der beiden Hinterräder blockieren will, wird für beide Räder der Bremsdruck abgebaut. Daher reicht da eine Leitung nach hinten zum BKR. Der BKR ist trotzdem nötig, damit die HA nicht frühzeitig überbremst und das ABS dadurch regelt. Weil es, wie gesagt, noch keine EBV gibt.
Ok, ist klar. Da du bescheid zu wissen scheinst, würde ich gerne noch wissen, wie ich das mit den Leitungen am besten bewerkstelligen kann. Die sind bei mir in nem top Zustand. Nun überlege ich mir, die Vorderen mit der Biegevorrichtung für den ABS-Block zurechtzubiegen und eine hintere rauszumachen, die andere aber ebenfalls zurchtbiege. Kann ich das so machen, oder brauch ich für hinten ne dickere Leitung? Müssen ja schließlich zwei Bremsen versorgt werden.
Ach ja, noch was 😁
Glaub, dass ich noch ein kleines Problem bekommen könnte:
Sind die vorderen Radlagergehäuse des G60 mit meinen PN-Antriebswellen kompatibel? Zwecks Sitzfläche und Verzahnung der Welle? Will echt kein Risiko eingehn, wenn ich den "ABS-Aufwand" schon in Kauf nehme.
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Die Radlagergehäuse sollten an Deine Antriebswellen passen.
Wüsste nicht, was dagegen spricht. Deiner als auch der G60 sind ja nach Modell '87, von daher müsste das gehen.
Die Leitung nach hinten kannst Du sicherlich abändern, Durchmesser ist gleich. Bei den vorderen könnte es evtl. (hab das auch noch nicht probiert) Probleme mit der Länge geben.
Beim Eintragen dran deken, dass die 13- und 14-Zoll-Räder gestrichen werden. Und nachschauen, ob das Notrad mit der Bremse kompatibel ist (wobei man das ja eh möglichst nur hinten verwenden soll und da ist es ja egal...).
Danke erstmal.
Dachte halt, dass das nicht so geht. Hab mal gehört, dass die unterschiedliche Verzahnungen mit der Nabe haben. Desweiteren hat die Antriebswelle vom G60 am Gelenk ne Sitzfläche von 100mm, meine 90mm. Weiß nicht, ob das sicherheitstechnisch einfach so machbar ist...
Das mit der Leitung ist gut. Schau dann halt mal, wie weit es vorne reicht. Ist ja auch nicht so ein riesen Ding, schnell neue zu biegen.
Mit den Rädern leuchtet mir ein. hab 15 Zöller. Da hab ich mir allerdigs auch was sagen lassen... 😁 Meine sind Tiefbett. Angeblich passen die dann nicht so wirklich über den Sattel (vorne). Nur die BBS. Stimmt das?
Da sollen sich mal die G60-Profis zu äussern. Wir haben zwar einen Corrado in der Familie, aber mit solchen Sachen hab ich mich da noch nicht auseinandergesetzt. Ist halt ein Rentner-Auto...
Zitat:
Original geschrieben von STTommes
Ich frag mich immernoch, wie das mitm Überbremsen ist. Es wirkt ja nun schon eine mächtig stärkere Kraft auf den HBZ. Musste ja, wie schon gesagt davor einmal voll in die Eisen und dann hat es mir die Hinterräder blockiert. Wenn ich nun mit dem Bremskraftverstärker ne Vollbremsung hinlege, was ja nun sehr viel einfacher geht, habe ich halt schon meine Befürchtungen. Und bei einer Panikbremsung tritt man nunmal voll rein... 😕
Um deine Verwirrung aufzulösen:
Die Vorderachse muss immer vor der HA blockieren. Wenn die HA zuerst blockiert (Überbremsen der HA), wird das Auto instabil (ala Handbremsendreher) und kommt ins Schleudern.
Blockiert zuerst die Vorderachse, so darf danach auch die HA blockieren, weil das Auto dann geradeaus weiter rutscht und nicht unkontrolliert schleudert.
Wichtig ist hier nur die Bremskraftverteilung auf VA und HA und nicht die absolute Bremskraft.
Ich zweifle ein wenig dran, dass der BKR die Druckpulse des ABS schnell genug übersetzen kann (Kolben vibriert). Aber für die normale Bremsung wäre er ja nützlich.
Zitat:
Original geschrieben von Dunkelbazi
Blockiert zuerst die Vorderachse, so darf danach auch die HA blockieren, weil das Auto dann geradeaus weiter rutscht und nicht unkontrolliert schleudert.
Ich behaupte mal, wenn beide Achsen blockieren -egal in welcher Reihenfolge- dann hat das Auto keinen Grund mehr in der Spur zu bleiben.
Zitat:
Original geschrieben von Dunkelbazi
Ich zweifle ein wenig dran, dass der BKR die Druckpulse des ABS schnell genug übersetzen kann (Kolben vibriert). Aber für die normale Bremsung wäre er ja nützlich.
Wenn Du damit weiterhin Zweifel am Vorhandensein des BKR bei ABS ausdrücken willst, so kann ich sagen, dass mir gleich mehrere Autos einfallen, wo wirklich ABS und BKR verbaut sind.
@Dunkelbazi:
Danke erstmal, dass du meine Verwirrung auflösen wolltest 🙂
Das Problem Beim Überbremsen ist das, dass die Räder keine Seienführungskräfte mehr aufweisen. Blockieren nun zu den Vorderrädern auch noch die Hinterräder, Bricht das Auto ebenfalls aus, da es überhaupt keine Spurtreue mehr hat. Normalerweise verhindert der BKR bei Fahrzeuegn ohne ABS doch das Blockieren der Räder. Bei geringer Hinterachslast hat man hinten ja so gut wie keine Bremswirkung.
Der Kolben im BKR wird ja eigentlich duch die Fahrzeuglast in seiner Lage gehalten. Könnte mir nicht vorstellen, dass da dann noch was zum Vibrieren kommt...
Hätte das ABS-System keine lastabhängige Bremskraftverteilung, so müsste es ja eigentlich hinten ständig bis zur Blockiergrenze und dann wieder runterregeln, um die optimale Bremswirkung durch die HA zu erzielen. Wäre ein Prozess, der wahrscheinlich ganz schön viel Gummi verbraten würde... 😁
Korrigiert mich, wenn ich mich täusche.
Hi,
Wollte auch noch einmal dazu was sagen. Problem ist großer BKV lässt kolben und bremszylinder schnell ausfahren, aber ist der druck geringer-> Problem ist der geringere Druck. Inwieweit sich das bemerkbar macht ist dann eine Sache der Abweichungen der einzelnen BKV.
Ich wollte es auch nur mal angesprochen haben.
MfG
Moin!
...golf1ercabrio hat Recht!
Es ist nicht damit getan, einfach den HBZ zu vergrößern, da sich dann die "Druckverhältnisse" (gemeint ist das Übersetzungsverhältnis HBZ/Bremszylinder) verändert!
Heisst: vergrößere ich den HBZ OHNE die Kolbengröße der Bremssättel zu vergrößern, dann wird nur die benötigte Kraft geringer die Bremswirkung aber schlechter!
Umgekehrt (HBZ kleiner/BZ größer) wird der benötigte Kraftaufwand wesentlich höher und die Dosierbarkeit schlechter und die Bremse neigt zum Blockieren (früher bei Harley´s ein Problem)
Eine Verbesserung der Bremsleistung ist nur durch Vergrößerung der Belagfläche respektive der Bremsscheibe möglich.
Dabei hilfreich sind natürlich mehrkolbige Bremssättel, damit die Bremskraft möglichst "verlustfrei" auf die Bremsscheibe übertragen wird (größere Auflagefläche).
Habe selbst vor ca. 2 Jahren die S2-Bremse (Girling 60) eingebaut und bin mit der Bremsleistung zufrieden - deutlich besser als die G60 (Girling 54 1-Kolben-Bremse).
Dazu passend wurde das ABS eines Passat (passt übrigens 1:1 - Golf, Corrado und Passat - alle gleiches ABS)verbaut, da meiner ab Werk nur die 239mm Scheiben hatte.
Sehr gut dosierbar und homogen.
Zum Thema passend gibt´s grade eben neue Literatur zum kleinen Preis (Oldtimer-Praxis aktuelle Ausgabe für 1,80) - da geht´s in der neuen Ausgabe um Bremsen aufrüsten.
Gruß
Mathias
Zitat:
Original geschrieben von mc4000
Es ist nicht damit getan, einfach den HBZ zu vergrößern, da sich dann die "Druckverhältnisse" (gemeint ist das Übersetzungsverhältnis HBZ/Bremszylinder) verändert!
Heisst: vergrößere ich den HBZ OHNE die Kolbengröße der Bremssättel zu vergrößern, dann wird nur die benötigte Kraft geringer die Bremswirkung aber schlechter!
genau das hat aber selbst VW gemacht. Den normalen 3er gibts mit 22er Kolben bei ABS und Girling 54 Sätteln. Im Variant hat er einen 23er Kolben bei ABS und ebenfalls Girling 54 Sättel.
Ob dabei evtl. die Kolben hinten anders waren weiß ich jetzt nicht, würde aber auch nicht viel ausmachen.
Micki
Zitat:
Original geschrieben von STTommes
Hätte das ABS-System keine lastabhängige Bremskraftverteilung, so müsste es ja eigentlich hinten ständig bis zur Blockiergrenze und dann wieder runterregeln, um die optimale Bremswirkung durch die HA zu erzielen. Wäre ein Prozess, der wahrscheinlich ganz schön viel Gummi verbraten würde...
Zumindest wäre es ziemlich blöd, wenn bei jeder etwas stärkeren Bremsung sofort das ABS in den Regelbereich käme, nur weil auf der HA zuwenig Gewicht ist.
Zitat:
Original geschrieben von golf1ercabrio
Hi,
Wollte auch noch einmal dazu was sagen. Problem ist großer BKV lässt kolben und bremszylinder schnell ausfahren, aber ist der druck geringer-> Problem ist der geringere Druck. Inwieweit sich das bemerkbar macht ist dann eine Sache der Abweichungen der einzelnen BKV.
Ich wollte es auch nur mal angesprochen haben.MfG
Das verstehe ich nicht, kannst Du das etwas näher erläutern?
Zitat:
Original geschrieben von mc4000
Es ist nicht damit getan, einfach den HBZ zu vergrößern, da sich dann die "Druckverhältnisse" (gemeint ist das Übersetzungsverhältnis HBZ/Bremszylinder) verändert!
Zum Thema passend gibt´s grade eben neue Literatur zum kleinen Preis (Oldtimer-Praxis aktuelle Ausgabe für 1,80) - da geht´s in der neuen Ausgabe um Bremsen aufrüsten.
Gruß
Mathias
Es ging hier um einen größeren BKV nicht um einen größeren HBZ.
Und die OP kostet 1,90€.
Zitat:
Original geschrieben von STTommes
Blockieren nun zu den Vorderrädern auch noch die Hinterräder, Bricht das Auto ebenfalls aus, da es überhaupt keine Spurtreue mehr hat.
Das Auto bricht nicht aus, sondern rutscht durch die Massenträgheit geradeaus. Die Störkräfte (Wind/schiefe Fahrbahn/unterschiedliche Reibwerte) bewirken nur ein leichtes abkommen vom vorherigen Kurs.
Noch nie bei Schnee probiert?
Zitat:
Original geschrieben von STTommes
Der Kolben im BKR wird ja eigentlich duch die Fahrzeuglast in seiner Lage gehalten. Könnte mir nicht vorstellen, dass da dann noch was zum Vibrieren kommt...
Der Kolben wird nicht auf Position gehalten, sondern die Vorspannfeder wird in ihrer Vorspannung geändert und damit der Schaltdruck geändert (Anhang).
Ist mir jetzt auch klar, dass wenn das ABS noch keine EBV hat mit den großen Radbremszyl. einen BKR braucht.
@mc4000+golf1ercabrio:Hier geht es nicht darum den HBZ zu vergrößern, sondern nur den BKV. Lest euch den Thread nochmal durch. Ihr bringt das ganze Thema durcheinander!!! 🙄