Bremshebel fest am Bremssattel

VW Golf 4 (1J)

Hallo Forum,

bei meiner Bremse inten links hatte ich in der Vergangenheit teils das Problem einer leicht festsitzenden Bremse.
Vor einer Woche hat die Bremse nach nachts angezogener Handbremse stark gestunken nach 3km Fahrt, hat sich durch diese Erwärmung aber wieder gelöst. Seitdem messe ich regelmäßig die Temperatur (und verwende keine Handbremse mehr): sie ist inzwischen geringfügig höher als die andere Seite (z.B. 50°C statt 35°C).

Bei näherer Betrachtung zeigt sich:
-das Handbremsseil ausgehängt: ist sehr leichtgängig.
-der Handbremshebel am Bremssattel ging nichtmehr von allein in den Ausgangszustand zurück. Nach etwas Einweichen mit WD40 gehts jetzt wieder. Zusätzlich hab ich mir die Rückholfedern bestellt, zur Unterstützung.

Meine Fragen:

-sehen die Bremsbeläge gut oder schlecht (verbrannt/verglast) aus -> komm ich so wohl durch den TÜV? Auf der Rückseite ist eine spröde Beschichtung, die ich mit dem Schraubenzieher teils schon entfernt habe.

-bringt es einen Vorteil, den Handbrems-Hebel abzubauen (die Mutter zu lösen), um auch unterhalb FluidFilm o.ä. reinzuschmieren? (die schwarze Gummi-Manschette bleibt stationär, wenn der Hebel gedreht wird -> passt das?)

Bremsscheibe
Bremsbeläge Vorderseite
Bremsbeläge Vorderseite
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mit einem geeigneten gabelschlüssel kann man die nabenschauben lockern, das spritzblech austauschen ohne das lager zu demontieren

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Zitat:

@KlauberJay schrieb am 15. April 2019 um 13:21:38 Uhr:


Meine Fragen:

-sehen die Bremsbeläge gut oder schlecht (verbrannt/verglast) aus -> komm ich so wohl durch den TÜV? Auf der Rückseite ist eine spröde Beschichtung, die ich mit dem Schraubenzieher teils schon entfernt habe.

Optisch scheinen diese nicht verglast zu sein. Gut ausschauen brauchen sie nicht. Eine Revision ist in absehbarer Zeit trotzdem geboten.

Zitat:

-bringt es einen Vorteil, den Handbrems-Hebel abzubauen (die Mutter zu lösen), um auch unterhalb FluidFilm o.ä. reinzuschmieren? (die schwarze Gummi-Manschette bleibt stationär, wenn der Hebel gedreht wird -> passt das?)

Da glaube ich nicht dran. Das WD 40 ist für den Moment ja hilfreich, dauerhaft wird das Problem dadurch nicht gelöst. Selbst wenn der Bremssattel vollständig zerlegt wird, ist eine dauerhafte Beseitigung fraglich. Kaum eine Werkstatt wird diesen Weg aus Gründen der Sachmängelhaftung wählen. Ich rate langfristig zu zwei neuen Bremssättel von TRW. Kosten um 60 € das Stück und die Baustelle ist auf Jahre trocken. Die Spritzbleche sind sich auch am auflösen. Manch ein Prüfer sieht das gar nicht gern, andere juckt es kaum.

Gruß

ebenfalls: wenn die welle der handbrmse im sattel festgeht, dann aufgrund von korrision. dann wird die dichtung dort auch nicht mehr lange halten und bremsflüssigkeit rinnt dort raus

Die Handbremse muss einfach immer wieder während der Fahrt regelmäßig benutzt werden, sonst vergammeln die.

Ich würde da einmal Rundumschlag machen wenn der Wagen noch etwas gefahren wird. Bin da aber auch optisch pingelig 🙂 Wenn die deckbleche getauscht werden sollen müssten allerdings die Radnaben runter und dann brauch man meist neue Radlager.
Den Sattel auf jeden Fall tauschen, wenn der einmal fest ist wird der nie wieder gut weil wie gesagt- die Welle der automatsichen Nachstellung gammelt.

Zum Thema Bremssattel und Marken/ Preisgestaltung kann ich auch noch ne aktuelle Geschichte erzählen...
Ich habe bei drei unterschiedlichen Händlern, jeweils einen Bremssattel für die VA bestellt- Zweimal "Original" TRW und einmal von Textar. TRW für 64 und 59€, der Textar für 39€.
In allen drei Fällen habe ich einen originalen ATE Bremssattel mit VW Logo bekommen. Natürlich sind die generalüberholt, das ist ja erstmal nichts schlimmes.Krass fande ich, dass bei einem Sattel Rost im Sattel war! im Bereich des Entlüftungsnippels.

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Wieder mal einer mit keine Ahnung und davon ganz viel? Ich habe in meinen mehr als 35 Jahren Berufserfahrung mehr als genug Bremsscheiben, Radlager und Bleche hinter den Bremsscheiben ersetzt. Aber nie Radlager in der Folge ersetzt weil vorher die Radnabe ab war.

Erklär´ mal die technische Notwendigkeit warum Radlager nach Tausch der Bleche, nach Demontage der Radnaben erforderlich sein sollen. Vielleicht kann ich was dazu lernen?

Thommi

Zum Wechsel der Spitz Schutz Bleche ! muss die Radnabe gezogen werden und dabei ! geht das Radlager auseinander.

mit einem geeigneten gabelschlüssel kann man die nabenschauben lockern, das spritzblech austauschen ohne das lager zu demontieren

Ich hab seinerzeit an meinem TT 8N die vergammelten Bleche ausgetauscht. Ich konnte die Achsstümpfe einfach von der Achse abschrauben ohne die Radlager oder die Nabe zu ziehen. Und die Hinterachse ist da ja baugleich.

Zitat:

@petzi5596 schrieb am 16. April 2019 um 08:00:02 Uhr:


...die nabenschauben...

sorry, ich meinte den achsstumpf alias achszapfen

Danke euch!
Da ich keinen Zugriff auf eine komplette Werkstatt habe, trau ich mir den Bremssattel-Tausch nicht zu (v.a. das Entlüften), von den Blechen ganz zu schweigen.

Es wird jetzt schon spannend genug, ob ich überhaupt mit dem Kolben-Rücksteller den Kolben wieder rein kriege ohne übermäßigen Kraftaufwand (wieso hat mir bloß keiner gesagt, dass der auch durch Bewegen des Handbremsseil-Hebels aktiviert wird ;-)) --> falls sich der Kolben querstellt, muss ich entweder einen neuen Sattel einbauen, oder das Auto vom Profi abholen lassen... denn ohne montierten Sattel krieg ich das Rad nicht drauf...

Aktuell hab ich meine Zweifel, ob ich da noch Geld reinstecken soll (160 tkm, gut 15 Jahre alt). Letztes Jahr Zahnriemen-Paket und Querlenker gemacht (mit Inspektion 1300), in der Hoffnung dass dann wieder eine Weile Ruhe. Diesen Winter ein Radlager und Rückfahrlicht-Schalter (400, alles hauptsächlich Arbeitszeit). Falls der TÜV neue Bleche will, sind wohl gleich auch beide Sättel fällig -> wohl gleich wieder 600€ bei den üblichen süddeutschen Wohlstandsgebiet-Preisen (ist zwar eine freie Werkstatt, aber trotzdem).

Zitat:

Erklär´ mal die technische Notwendigkeit warum Radlager nach Tausch der Bleche, nach Demontage der Radnaben erforderlich sein sollen. Vielleicht kann ich was dazu lernen?

Thommi

Nee nach 35 Jahren ist man ausgelernt 😉

Die Erfahrungen die ich überblicken kann waren teilweise mit Radlager i.O. nach Demontage, andere nicht.

Zitat:

@petzi5596 schrieb am 16. April 2019 um 08:00:02 Uhr:


mit einem geeigneten gabelschlüssel kann man die nabenschauben lockern, das spritzblech austauschen ohne das lager zu demontieren

Was meinst du mit geeignet? Schafft man es mit einem gekröpften? Oder einen Schlüssel schmaler schleifen?

Zitat:

@das-markus schrieb am 15. April 2019 um 22:11:51 Uhr:


Die Handbremse muss einfach immer wieder während der Fahrt regelmäßig benutzt werden, sonst vergammeln die.

Dann war mein "Handbremsen-Vermeiden" in den letzten Monaten wohl der Auslöser für den weiteren Verfall.

Aber auch so hab ich Bedenken: Was, wenn ich an der Ampel mal die Handbremse ziehe, und sie sich dann nichtmehr löst? Oder ist die Gefahr hier aus irgendeinem Grund kleiner, als beim Stehen über Nacht?

Dann nimmst du nen kleinen Hammer und schlägst die Hebel bis zum Anschlag wieder zurück und kannst wieder fahren.
Der ADAC hilft bestimmt auch gerne weiter.
So ist das eben wenn man die Handbremse nicht nutzt. Was willst du denn in einer Notsituation machen wenn du sie brauchst und du dich nicht darauf verlassen kannst das sie auch das macht was sie soll.

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