Bremsen der Hinterachse nach 40.000 km verschlissen
Moin zusammen!
Wir fahren einen Allspace, 1.4 TSI mit Automatikgetriebe. Der Wagen ist von Mitte 2018 und hat gerade einmal 39.800 km auf der Uhr. Jetzt bildet sich folgendes Problem:
Als ich heute beim TÜV war, kam am Ende der Prüfung raus, dass die Bremsen (wider erwarten) an der zweiten Achse schon ziemlich verschlissen seien und damit in ein paar Monaten ein neuer Belag fällig wird.
Er hat zwar noch die Plakette bekommen, weil der Mangel nur gering war und er sonst nichts hatte, aber es ist doch eigentlich unwahrscheinlich, dass bereits nach nicht einmal 50.000 km die Bremsen erneuert werden müssen, oder? Kann es sein, dass sich der Prüfer versehen hat, oder verbaut Volkswagen mittlerweile wirklich so minderwertiges Material?
Danke schonmal im Voraus!
80 Antworten
Zitat:
@1yvi schrieb am 3. Oktober 2022 um 12:37:57 Uhr:
Nur leider nützt mir die Auto-Hold -Bremse nix im Berliner Ampel-Wahnsinn. Da nützt mir nur die Funktion der Feststellbremse. Ich bremse bis zum Stillstand, dann greift automatisch die Feststellbremse bis ich wieder auf das Gaspedal trete.
Was Du beschreibst, ist exakt die Funktion des Autohold. Auch zu sehen am grünen Kreis mit P im Armaturenbrett. Wenn Du dann den Gurt löst o. ä. wechselt diese Farbe auf rot, du hörst das Surren der Stellmotoren der Feststellbremse und die hydraulische Bremse wird drucklos
Hört sich an, als ob @1yvi unangegurtet fährt...
Sorry Jungs, ich repariere Flugzeuge. Wie das beim Tiguan genau funktioniert weiß ich nicht. Ich meine den "Hold" Knopf an der Schaltkulisse. Ist der an , dann bleibt der Automatik Wagen bei Stillstand stehen, auch wenn ich den Fuß von der Bremse nehme. Ich soll aber diesen Knopf vor jedem Abstellen abschalten, damit die Bremse nicht festbackt. Und das entbehrt jeder Logik für mich. Ich habe mich jetzt aber damit abgefunden und werde in ca. 15000km mir Scheiben und Steine von ATE einbauen lassen. Aber nicht bei VW.
@ledewo- wahre Helden sterben jung. Da ich aber 50+ bin , ist der Drops für mich gelutscht. 😁😁
sollte auch keine Belehrung sein, nur eine mögliche Erklärung....
Aber mit dem Rest hast Du meiner Beobachtung nach Recht: mit aktivem AutoHold wird nach Ausschalten der Zündung die Feststellbremse automatisch aktiviert.
Dies ist ein Grund, warum ich AutoHold nur sehr selektiv aktiviere.
Ich vermeide das Parken mit Feststellbremse wie der Teufel das Weihwasser...
Genützt hat es aber wenig, unser Golf hatte nach drei Jahren die Bremsen verrottet (jetzt nach fünf Jahren sind ATE-Scheiben und -Beläge montiert worden) und bei unserem Tiguan deutet sich der gleiche Ablauf an
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Zitat:
@1yvi schrieb am 4. Oktober 2022 um 20:10:21 Uhr:
Sorry Jungs, ich repariere Flugzeuge. Wie das beim Tiguan genau funktioniert weiß ich nicht. Ich meine den "Hold" Knopf an der Schaltkulisse. Ist der an , dann bleibt der Automatik Wagen bei Stillstand stehen, auch wenn ich den Fuß von der Bremse nehme. Ich soll aber diesen Knopf vor jedem Abstellen abschalten, damit die Bremse nicht festbackt. Und das entbehrt jeder Logik für mich. Ich habe mich jetzt aber damit abgefunden und werde in ca. 15000km mir Scheiben und Steine von ATE einbauen lassen. Aber nicht bei VW.
@ledewo- wahre Helden sterben jung. Da ich aber 50+ bin , ist der Drops für mich gelutscht. 😁😁
Bei den ersten Fahrzeugen mit Autohold war es noch so, dass man dieses bei jedem Fahrzeugstart neu einschalten musste. Ich glaube mich aber erinnern zu können, dass man das in späteren Modellen permanent aktivieren konnte.
Wenn ich mein Fahrzeug bei aktiviertem Autohold (und nur dann!) parke, dann werden natürlich immer alle hydraulischen Bremsen gelöst, und die elektromechanische Feststellbremse bremst automatisch die Hinterräder deutlich hörbar, wie die klassische Handbremse auch. Die Vorderradbremsen können somit niemals festfrieren oder "anbacken". Bin ich ohne Autohold gefahren, muss ich die Feststellbremse selbst aktivieren, indem ich die Schaltwippe nach oben ziehe.
Will man die Feststellbremse lösen, und das Auto in der Ebene nur mit einem niedrigen Gang vor dem Wegrollen sichern, dann tritt man bei noch laufendem Motor, angeschnallt, die Kupplung, und drückt den Wippschalter der "Handbremse" nach unten. Schon löst die sich sofort wieder.
Dann sind alle Bremsscheiben weitgehend frei, und es bleibt nichts mehr "kleben".
Ausnahme: Die Bremssättel sind so verschlissen, oder verschmutzt, dass sich die Beläge nicht mehr frei bewegen können.
Gruß
Oreus
Hi!
was verlangt der Freundliche dafür?
ich mache es immer noch gerne selbst - 29-49-89€ Klötze + halbe Stunde Zeit (mit Reifenwechsel gekoppelt)
Zitat:
@Berndtalk schrieb am 16. September 2022 um 13:11:14 Uhr:
Hallo,
ich möchte euch mitteilen, dass ich nächste Woche einen Termin habe und neue Bremsen bekomme.
Vielen Dank für eure Unterstützung.Gruß Bernd
Hübschen wir mal die Hinterbremse auf. Nachdem sie, obwohl ich die Originalen lackiert habe,
anfängt Rost anzusetzen nach 15.000 km ( 8 Monate im Sommer ), habe ich paar Brembo-Scheiben besorgt.
Hoffe, die halten, was sie versprächen 🙂
Mit Autohold muss man einfach mal kurz aufs Gas tippen und dann lässt die Bremse ruck- und verschleissfrei los. Fährt man quasi in die Bremse rein, dann ergeben sich die Geräusche und das Ruckeln beim Anfahren.
Zitat:
@Markus_79 schrieb am 27. Oktober 2022 um 21:12:32 Uhr:
Mit Autohold muss man einfach mal kurz aufs Gas tippen und dann lässt die Bremse ruck- und verschleissfrei los. Fährt man quasi in die Bremse rein, dann ergeben sich die Geräusche und das Ruckeln beim Anfahren.
Ich nehme mal an, dass Du hier von einem Automatik sprichst. Da stimmt das von Dir beschriebene Verhalten teilweise: Man fährt jedoch niemals gegen die Bremse an! Das würde einen enormen Verschleiß bedeuten.
Steht man mit einem DSG mit aktiviertem Auto-Hold an der Ampel, und will losfahren, so passiert folgendes:
Man betätigt das Gaspedal, aber die DSG-Kupplung ist noch offen. Doch mit dem Betätigen des Gaspedals wird sofort die Hydraulische Bremse gelöst und Millisekunden später schon die Kupplung geschlossen.
Beim Schaltgetriebe funktioniert das etwas anders.
Da braucht es zwei Bedingungen um die Hydraulische Bremse zu lösen:
Hierzu muss man das Gaspedal nur ganz wenig antippen, und die das komplett durchgetretene Kupplungspedal gleichzeitig nur ganz leicht kommen lassen, um die Bremse zu lösen.
Diese Feature ist wirklich genial gelöst, und funktioniert auch wirklich gut! Nie war z.B. das Anfahren am Berg einfacher...
Doch ich empfehle jedem, der von einer mechanischen Handbremse, mit einem seilzugbetriebenen Handbremshebel, auf dieses System umsteigt, sich mal an einer steilen Straße genauer damit zu beschäftigen. Dann versteht man einiges besser.
Und noch was: Auto-Hold bezieht sich auf die sogenannte Betriebsbremse, die hydraulisch auf alle vier Räder wirkt. Hierbei wird der letzte Bremsdruck gespeichert, indem im Bremssystem irgendwelche Ventile geschlossen werden. Habe ich aber das Fahrzeug nur ausrollen lassen, im schlimmsten Fall bergauf, so kann der letzte Bremsdruck, der da gespeichert wurde, zu gering sein, um das Auto dauerhaft festzuhalten. Daher sollte man sich angewöhnen, am Ende eines Bremsvorgangs nochmal fest auf die Bremse zu treten. Dann steht das Auto wie ein Stein in der Landschaft.
Das andere Bremssystem das jedes Auto zwingend besitzt, ist die Feststell-Bremse.
Die wirkt jedoch nur auf die Hinterräder, und muss mechanisch betätigt sein.
Fährt man mit dem Tiguan bei aktiviertem Auto-Hold, und stellt das Fahrzeug ab, so übergibt die Elektronik das Auto-Hold automatisch an die Feststell-Bremse, indem sie zwei Elektromotore sehr hörbar anwirft und mechanisch die Hinterräder bremst. Dann ist die Hydraulik der Bremsen nicht mehr relevant.
Gruß
Oreus
Steht man mit einem DSG mit aktiviertem Auto-Hold an der Ampel, und will losfahren, so passiert folgendes:
Man betätigt das Gaspedal,+!!!!!!!!!!!+ aber die DSG-Kupplung ist noch offen. Doch mit dem Betätigen des Gaspedals wird sofort die Hydraulische Bremse gelöst und Millisekunden später schon die Kupplung geschlossen.
Springt da nicht erst der Motor an??? 😁😁😁
War ein Joke!!
Schönes Wochenende!!
Hallo @oreus ,
deine Beschreibung ist schon „generell“ richtig, allerdings hat die „Gaspedalstellung“ allein mit dem Anfahrmoment wenig zu tun. Der „Lösemoment“ wird aus einer Anzahl Parametern errechnet.
Das Autohold berechnet die benötigte „Losbrechkraft“ für das Fahrzeug (Neigungswinkel, Fahrtrichtung usw.) und löst DANN die hydraulische Bremse (im ABS Steuerblock) wenn genügend Motormoment zur Verfügung steht um ein Zurückrollen des Fahrzeugs sicher zu verhindern.
Das gilt generell für Schalt und DSG Getriebe. Bei den Schaltern kommt dann bspw die Kupplungspedalstellung für die Berechnung mit dazu. Da gibts dann kleinere Unterschiede.
Ähnliches gilt dann für das Anfahren aus der elektrischen Feststellbremse heraus. Auch die wird erst gelöst, wenn genügend errechnetes Motormoment zur Verfügung steht.
Wie es schon bemerkt wurde, für den Bremsbelagverschleiß spielt die Autoholdfunktion oder die elektrische Feststellbremse keine Rolle. Es wird nicht mit angelegten Bremsbelägen losgerollt. Die Bremse löst bei stehenden Rädern und dann rollt das Rad los.
Ob man denn das Fahrzeug IMMER mit automatisch angezogener Feststellbremse abstellen WILL um das mögliche anbacken von Belägen zu vermeiden, ist dann eine andere Frage.
Ich stelle meinen Tiguan in der ebenen Garage auch ohne Feststellbremse ab, die DSG Parkstellung reicht dort gegen wegrollen völlig aus. Ähnlich könnten das die Schaltgetriebefahrer mit nem eingelegten Gang machen.
Zitat:
@kasemattenede schrieb am 28. Oktober 2022 um 09:13:34 Uhr:
Das Autohold berechnet die benötigte „Losbrechkraft“ für das Fahrzeug (Neigungswinkel, Fahrtrichtung usw.) und löst DANN die hydraulische Bremse (im ABS Steuerblock) wenn genügend Motormoment zur Verfügung steht um ein Zurückrollen des Fahrzeugs sicher zu verhindern.Das gilt generell für Schalt und DSG Getriebe. Bei den Schaltern kommt dann bspw die Kupplungspedalstellung für die Berechnung mit dazu. Da gibts dann kleinere Unterschiede.
......
Ich wollte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, zumal ich das mit einem DSG selbst noch nicht erlebt habe.
Doch wichtig war mir, klarzustellen, dass hier niemals gegen den Bremsdruck angefahren wird! Das wäre katastrophal für die Bremsanlage!
Beim Schaltgetriebe kenne ich das System schon seit über 13 Jahren jedoch schon sehr gut, und weiß wie dieses System funktioniert, weil ich das mal regelrecht durchgetestet habe. Mich hat es einfach interessiert, wie genau das eigentlich funktioniert.
Beim Schaltgetriebe sind es tatsächlich nur zwei Geber im Kupplungs- und Gaspedal.
Testen kann man das so: Man stellt sich an einen steilen Hang, abwärts, und hält mit entsprechendem Bremsdruck, und aktiviertem Autohold an, so steht das Auto erstmal.
Hat man zu sanft gebremst, und das Auto will dann trotzdem nach kurzer Zeit weiter rollen, tritt man einfach nochmal stärker auf das Bremspedal. Autohold "speichert" sozusagen den letzten Bremsdruck!
Jetzt steht man wirklich fest.
Nun tritt man die Kupplung komplett durch, lässt die ein paar Millimeter kommen, und tippt gleichzeitig das Gaspedal an: Sofort wird das Autohold deaktiviert, und das Auto rollt los, obwohl man gar nicht eingekuppelt hat, oder nennenswert Gas gegeben hat. Ich wollte damals nur den "Auslöser" dieser genialen Funktion herausfinden, und die genauer verstehen können...
Und ein "Zurückrollen" verhindern schon Fahrzeuge mit Schaltgetriebe seit über zehn Jahren sehr wirksam:
Für mich ist es manchmal ein Spaß, das zu nutzen, indem ich bei einer steilen Bergauffahrt bei aktiviertem Autohold an einer Ampel einfach alles loslasse, und zusehe, wie das Auto zurückrollen will aber sofort radikal abgebremst wird.
Und ich bleibe dabei: Wer das bisher noch niemals erlebt hat, sollte sich mal ausführlicher damit beschäftigen, vor allem was den Übergang von der Betriebsbremse auf die Feststellbremse betrifft, und umgekehrt...
Das ist keine klassische Handbremse mehr, wie man sie vor vielen Jahren in der Fahrschule kennengelernt hat: Das ist ein wahres Brems-Konzept, das es heute sogar dem Beifahrer ermöglicht, das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen, wenn der Fahrer nicht mehr agieren kann.
Gruß
Oreus
Zitat:
@comsat schrieb am 26. Oktober 2022 um 13:25:44 Uhr:
Hübschen wir mal die Hinterbremse auf. Nachdem sie, obwohl ich die Originalen lackiert habe,
anfängt Rost anzusetzen nach 15.000 km ( 8 Monate im Sommer ), habe ich paar Brembo-Scheiben besorgt.Hoffe, die halten, was sie versprächen 🙂
Eine Sommer Saison später …
Habe die Aufnahmen noch gereinigt und mit Keramikpaste versehen. Die lackierten Flanken sind noch lackiert, mal gespannt wie es nach einem Winter dann aussieht.