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Brauche dringend Rat.. Selbständig als Fahrzeugüberführer?

Themenstarteram 1. November 2011 um 23:40

Habe ein Jobangebot bekommen als Fahrzuegüberführer (pkw).

Fahrzeuge von A nach B überführen, Mietfahrzeuge, Deutschlandweit.

Firma: Transfercar gmbh Hamburg.

-Selbständig machen/Gewerbe anmelden.

Finger weg...?

Verbrecherfirma?

 

MfG

Henrik aus Hamburg

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von S HKE 438

Habe ein Jobangebot bekommen als Fahrzuegüberführer (pkw).

Fahrzeuge von A nach B überführen, Mietfahrzeuge, Deutschlandweit.

Firma: Transfercar gmbh Hamburg.

-Selbständig machen/Gewerbe anmelden.

Finger weg...?

Verbrecherfirma?

Nun die Firma kenne ich nicht und auch nicht deren Geschäftsmodell.

Aber es gibt ähnliche Jobs. Zum Beispiel mit eigenem Auto als Quasi-Selbstständiger für eine Firma fahren.

Die Firma verschiebt sämtliche Risiken auf den Selbstständigen. Die gewinnt immer.

Bedenken solltest du, daß du von der Auftragslage der Firma abhängig bist. Keinen Auftrag - kein Geld. Deine Kosten bleiben aber bestehen.

Ebenfalls mußt du bedenken, daß du allein für die Krankenversicherung bezahlen mußt, keine Arbeitslosenunterstützung erhältst weil du die ALV ja nicht bezahlst und auch für Rente/Ruhestand selbst sorgen mußt.

Bist du mal krank gibts natürlich keine Lohnfortzahlung.

Wenn du dann auch noch eventuelle Schäden irgendwie anteilmäßig bezahlen mußt, kannst du dir ja ausrechnen was bleibt.

Frage dich wie viele Stunden im Monat du fahren müßtest und wieviel Geld reinkommt? Und welche Kosten du dabei selbst hast.

Ich persönlich glaube nicht, daß das ein Job ist, von dem man über längere Zeit vernünftig leben kann. Wäre es ein Bombenjob, gäbs nämlich keine freien Stellen zu besetzen. Die wären dann alle schon besetzt.

Aber probiers aus...

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61 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von S HKE 438

Habe ein Jobangebot bekommen als Fahrzuegüberführer (pkw).

Fahrzeuge von A nach B überführen, Mietfahrzeuge, Deutschlandweit.

Firma: Transfercar gmbh Hamburg.

-Selbständig machen/Gewerbe anmelden.

Finger weg...?

Verbrecherfirma?

Nun die Firma kenne ich nicht und auch nicht deren Geschäftsmodell.

Aber es gibt ähnliche Jobs. Zum Beispiel mit eigenem Auto als Quasi-Selbstständiger für eine Firma fahren.

Die Firma verschiebt sämtliche Risiken auf den Selbstständigen. Die gewinnt immer.

Bedenken solltest du, daß du von der Auftragslage der Firma abhängig bist. Keinen Auftrag - kein Geld. Deine Kosten bleiben aber bestehen.

Ebenfalls mußt du bedenken, daß du allein für die Krankenversicherung bezahlen mußt, keine Arbeitslosenunterstützung erhältst weil du die ALV ja nicht bezahlst und auch für Rente/Ruhestand selbst sorgen mußt.

Bist du mal krank gibts natürlich keine Lohnfortzahlung.

Wenn du dann auch noch eventuelle Schäden irgendwie anteilmäßig bezahlen mußt, kannst du dir ja ausrechnen was bleibt.

Frage dich wie viele Stunden im Monat du fahren müßtest und wieviel Geld reinkommt? Und welche Kosten du dabei selbst hast.

Ich persönlich glaube nicht, daß das ein Job ist, von dem man über längere Zeit vernünftig leben kann. Wäre es ein Bombenjob, gäbs nämlich keine freien Stellen zu besetzen. Die wären dann alle schon besetzt.

Aber probiers aus...

Ich kann mich Bert nur anschliessen.

Frag mal bei den ganzen Fahrern von GLS, Hermes und den anderen privaten Kurierdiensten nach. Ist im Prinzip des gleiche Geschäftsmodell, um auf einen einigermaßen vernünftigen Verdienst zu kommen, musst du knüppeln ohne Ende, wenns denn was zu knüppeln gibt.

am 2. November 2011 um 11:53

Ich sehe das genauso wie Bert und Nr.5 lebt. Das sind alles nur bauernschlaue Ideen von Firmen, die mit halbseidenen Methoden die Lohnnebenkosten senken wollen. Wenn du auf sowas eingehst, verbindest du meiner Meinung nach alle Nachteile des Angestelltendaseins (keine Freiheit, kein selbstständiges Entscheiden) mit den Nachteilen des Selbstständigkeit (kein sicheres und gleichmäßiges Einkommen, keine Sicherheit im Krankheitsfall etc.). Umgekehrt wäre es ja wohl besser.

Darüberhinaus schwebt über diesen Kontrukten sowieso immer das Damoklesschwert der Scheinselbstständigkeit, da du ja i.d.R. immer nur für einen Auftraggeber tätig bist. Auch da kann es also Ärger geben...

Ich würd´s lassen...

Themenstarteram 2. November 2011 um 15:53

Es sieht so aus:

-Ich muss eine Bahncard 50 kaufen - 250 €/Jahr.

-Gewerbeversicherung - 230 €/Jahr.

-SB bei schäden - 250 €.

Ich finde das ein bisschen merkwürdig:

-Ich habe am 2. Juni diese Stellenangebot gefunden und eine Email geschickt,

- aber nicht beantwortet.

Am 15. September habe ich eine Email von Transfercar bekommt:

-"Sie haben sich vor einiger zeit bei uns als Überführungsfahrer beworben, wir suchen erneut nach fahrern..."

3 Wochen später hatte ich eine Termin.

Der Firma befindet sich in Sportallee 72, ganz schweirig zu finden weil es war keine grössere Schilder oder Firmalogotype, nur eine kleine Schilder -grösse 15+25 cm auf der Tür.

Ziemlich schlechte umgebung, der Firma ist auf ersten Stock, am Erdgeschoss befindet sich eine kleine Taxifirma und Autowerkstatt.

Laut Transfercar "der grossen unternehmen für Fahrzeugüberführung in Deutschland und Europa".

Wie soll man sich verhalten...?

MfG

Henrik

Zitat:

Original geschrieben von S HKE 438

Wie soll man sich verhalten...?

Andere Arbeit suchen.

Sowas taugt nix.

Warum zahlen die dir die genannten Sachen nicht?

Vorposter gaben die richtige Antwort schon.;)

Habe langjährige Erfahrung im Spedition/Kurierwesen, und weiss wie der Hasen läuft.

Zitat:

Original geschrieben von S HKE 438

Es sieht so aus:

-Ich muss eine Bahncard 50 kaufen - 250 €/Jahr.

-Gewerbeversicherung - 230 €/Jahr.

-SB bei schäden - 250 €.

 

 

MfG

Henrik

Und wieviel Kohle gibts für eine Überführung von München nach Hamburg?

Ich habe mir mal den Spass gemacht und mir die Bewerbungsunterlagen zur Ausbildung zum Einzelhandelskaufmanns/frau für Bürokommunikation bei dieser Firma angeschaut. Der angehende Azubi muss sich bereiterklären auch während der Arbeitszeit KfZ-Überführungen durchzuführen.

Ich lasse diesen Sachverhalt mal unkommentiert.

Themenstarteram 2. November 2011 um 19:22

München - Hamburg, ich weiss nicht genau, 100-120 € netto.

Hamburg - Lübeck ist c:a 30 €.

Innerhalb Hamburg ist es 9 €.

1 mal pro Monat bekommt man Lohn für alle überführungen.

Überführungstariff oben ist netto.

Aber ich muss 1 mal pro Jahr, Steuern nach Finanzamt bezahlen, laut Transfercar ist das einkommen abhängig, und ich muss mit 25% rechnen.

Stimmt?

/ Henrik

Themenstarteram 2. November 2011 um 19:24

Hamburg - Hannover - 30 € , (nicht Lübeck)

Zitat:

Original geschrieben von S HKE 438

München - Hamburg, ich weiss nicht genau, 100-120 € netto.

Das sind  2 Arbeitstage a 10 std  du arbeitetest dann für 5-6€ in der Std

Hast Du dir da mal die Fahrzeiten auf die Beträge, die Du bekommst, umgelegt. Du mußt ja die An- oder Rückreise auch mit im Blick haben. Anders ausgedrückt, dies Rechnet sich nur für jemanden, der auch noch ein anderes Einkommen hat, zB Rentner. Etwas besser würde es sich rechnen, wenn Du für Hin- und Rückweg ein Fahrzeug hättes. Alles Andere  kannste vergessen.

MfG aus Bremen 

25% Steuern? Tolle Auskunft. Lass die Finger von der Bude.

1) Der Steuersatz ist abhängig davon, wie hoch dein zu versteuerndes Einkommen ist. Da zählen dann alle anderen Einkünfte, Positive wie Negative, dazu. Also Zinseinkünfte, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, aus nichtselbständiger Arbeit ... ... ... WIe will da die Firma deinen Steuersatz kennen?

2) Abziehen darfst du dann natürlich außergewöhnliche Belastungen, Vorsorgeaufwendungen ... ..., aber natürlich nur bis zu den Höchstgrenzen.

Gehen wir mal davon aus, dass du keine weiteren Einkünfte hast, dann liegt der Durchnittsteuersatz von 25% bei einem zu versteuernden Einkommen (alleinstehend) von 46.000 Euro an, deine Bruttoeinkünfte müssten demnach bei ca. 50.000 Euro liegen. <== Alles nur grobe Richtwerte.

Dann müsstest du also 50.000 / 30 = 1.667 Überführungen Hamburg-Hannover machen, oder auch 5.556 innerhalb von Hamburg, oder 417 Überführungen Hamburg-München. :D

Für diesen Stundenlohn lohnt sich nicht mal unselbstständige Arbeit und erst recht keine Selbstständigkeit...

Themenstarteram 2. November 2011 um 20:54

Es sieht so aus:

Tranfercar anrufen, ich bekomme info, Fahrzeug,Adresse usw.

Fahrzeug abholen und zum ziel fahren, - wenn keine rückfaht gibt, muss ich mit der Bahn fahren.

Spritkosten, Bahnkosten bezahle ich erstmal, beim abrechnung ( 2 mal /Monat) schicken ich alle beilage/setteln usw.

1 mal pro Monat bekomme ich mein Lohn + Geld für die verschiedene kosten z.B Sprit, Fahrkarten..

Laut Transfercar muss ich jede 3. Monat abrechnungen nach Finanzamt schicken, - touren, quittungen usw, und nach 1 Jahr Steuern bezahlen (mein Nettoeinkommen).

/ Henrik

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