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Bmw Select

Hey Leute,

habe vor mir einen BMW 120d zu kaufen. Von BMW-Online und vom AH habe ich mir entspr. Angebote auch zur Finanzierung eingeholt. Würde nach Abzug der üblichen Rabatte ca. 34TEUR für das Auto zahlen - theoretisch. Anzahlung wären max. 14TEUR möglich und ich würde pro Monat nur 105EUR zahlen müssen. Nach 36 Monaten nimmt BMW das Auto zu einem vorher definierten Preis wieder zurück. Klingt durch die extrem niedrigen Monatsraten erst einmal verlockend - nur irgendwo ist immer ein Haken. Es ist ja quasi nur ein Mieten des Autos - so betrachtet aber schon wieder recht teuer(494EUR/Monat). Ein bissl ratlos bin ich jetzt schon ... Erfahrungsberichte sind also willkommen :)

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20 Antworten

Hmm ...

zu allererst: Ich bin weder Finanzspezialist, Banker oder BMWer. Ich bin "nur" Kunde.;)

BMW Select + ist IMHO eine sog. Zielfinanzierung mit garantiertem Restwert (unter Einhaltung der Kilometer und Schadensfreiheit).

Für Dich - als Privatperson - ist das identisch mit einem Leasing mit km-Abrechnung.

Falls Du Unternehmer bist, besteht der Unterschied darin, dass bei Select+ der Wagen bei Dir im Anlagevermögen auftaucht (die Sonderzahlung) und beim Leasing verbleibt er beim finanzierenden Institut.

Ich habe momentan einen Wagen mit Select+ und einen mit Leasing am laufen, denn ich nehme immer das, was finanziell am interessantesten ist.

Wichtig ist:

  1. Bei Leasing am besten immer mal dagegenrechnen, was das als "Finanzierung" für eine Verzinsung bedeuten würde. Da ist schon so mancher ziemlich erschrocken.
  2. Seriöserweise sollte ich dazusagen, dass m.E. eine Finanzierung oder ein Leasing im Privatumfeld nur dann sinnvoll ist, wenn man sich das Auto "eigentlich" auch kaufen könnte. Im Gewerblichen Umfeld gilt ähnliches, mit allerdings etwas verschobenen Maßstäben, die im Bereich der Liquiditätsplanung zu suchen sind.
  3. Bei Select+ ist eine Vermitllungsprovision für den Vermittler (Verkäufer) eingepreis, die man kaum rausbekommt. Mit dem Geld kann man aber versuchen beim AH sonstiges zu "treiben" (z.B. den Rabatt zu forcieren).
  4. Die Vermittlungsprovision beim Leasing kann der Vermittler bis auf 0 in seinem schlauen Rechner reduzieren. (--> das merkt man!)

  5. Willst Du den Wagen nach Ende der Veranstaltung behalten?
  6. Wenn ja, musst Du nur drauf achten, dass Du beim Leasingvertrag nicht in die Röhre schaust, da die BMW Leasing dem AH ein Vorkaufsrecht einräumt.

    Bei Select+ ist es Deines, sofern Du die Zielrate bezahlst.

  7. Willst Du den Wagen nach Ende der Veranstaltung zurückgeben?
  8. Unbedingt auf km-Abrechnung (ist bei Select+ anders AFAIK nicht möglich) achten und einen realistischen km-Ansatz wählen. Lieber ein paar 1000km zuviel fahren, denn die Mehr-/Minderkostensätze sind verschieden .... (--> nachrechnen;))

  9. In beiden Fällen wäre ein Vollkaskoversicherung mit "GAP-Close" sinnvoll, denn die Restwert/Marktwertdifferenz ist in den ersten Jahren sonst im Falle eines Falles u.U. Existenzbedrohend.
  10. Wenn Du keinen guten Schadensfreiheitsrabatt hast, lass' Dir doch mal anbieten, was es kostet, die Versicherung zu integrieren. (--> nachrechnen)
  11. Restschuldversicherung ist m.E. Quatsch, denn wenn Ich/Du tatsächlich berufsunfähig oder sterben würdest, ist die Restwert-/Marktwertdifferenz das geringste Problem. (--> nachrechnen ... sehr teuer)

Meine Erfahrungen mit BMW Financial Services sind dahingehend gut, dass ein gewieftes AH (oder NL) die gut gebändigt bekommt und man sich auf die Zusagen verlassen kann. Die Bonitätsprüfung läuft sehr zügig und ist - wenn man Bonität hat - kein Problem.

Meine Erfahrungen mit diversen AHs sind so, dass ich keinem Verkäufer traue, solange ich die Verträge nicht in Ruhe geprüft habe.

Mit meiner Lieblings-NL ist das Thema klar. ... Ist halt wie überall ... wenn's mal läuft, dann läuft's.

Alle BMWs in meiner Signatur (und noch ein paar andere), waren/sind über BMW FS abgewickelt. Ernsthafte Probleme hatte ich nie.

Rechne es durch und überleg' was Dir das Autofahren pro Monat wert ist. Dann kannst Du Dir immer noch überlegen, welches Auto und welches Liquiditätsmodell für Dich optimal ist.

So genug gelabert ... Ciao

Grüßle

Chris

die 3-wege finanzierung mag ja ganz nett sein. Aber Anzahlung+Laufzeitraten+Schlussrate iss nicht immer das beste. Vorallendingen wenn die Schlussrate noch relativ hoch iss und man in 2-4 Jahren weniger netto verdient sprich imho weniger sparen kann. Deshalb Anzahlung und Laufzeitraten ohne Schlussrate. Iss zwar 1% teurer bei den Finanzierungszinsen aber die kann man wieder raushandeln.

Gruß Zonkdsl

Zitat:

Original geschrieben von ChrisNoDiesel

Meine Erfahrungen mit BMW Financial Services sind dahingehend gut, dass ein gewieftes AH (oder NL) die gut gebändigt bekommt und man sich auf die Zusagen verlassen kann. Die Bonitätsprüfung läuft sehr zügig und ist - wenn man Bonität hat - kein Problem.

Hallo Chris,

wie läuft eine Bonitätsprüfung ab, welche Unterlagen muss man vorlegen?

Gruss, Jochen

Zitat:

Original geschrieben von neuroticfish

Hallo Chris,

wie läuft eine Bonitätsprüfung ab, welche Unterlagen muss man vorlegen?

Gruss, Jochen

Aus meiner Erfahrung (bin nur Kunde):

Wenn Du mit BMW Financial Services noch nichts zu tun hattest, brauchst Du:

als Arbeitnehmer

  • Ein-Drei aktuelle Verdienstbescheinigungen
  • Mglw. mittlerweile eine Aussage, dass Du ungekündigt bist

als Selbstständiger/Freiberufler

  • letzten Jahresabschluss (am liebsten den mit Unterschrift für's FA).
  • Mindestens aber eine BWA Deines letzten Geschäftsjahres

  • aktuelle BWA
  • viele Argumente, sofern Du weniger als 2 ganze Jahre am Markt bist

Danach läuft's AFAIK gleich:

  • Interne Prüfung Deines "Haushaltseinkommens" anhand Deiner Daten
  • SCHUFA-Abfrage
  • interne Genehmigung

Sofern die Finanzierung wackelig erscheint, bekommst Du Probleme. Die lassen sich - wenn es Zweifelsfälle sind - dadurch beheben, dass man 15-20% Sonderzahlung einstellt, da dann das Ausfallrisiko klein genug wird und Du eine gewisse Liquidität vorführst. Aber unbedingt vorher selbst mit BMW FS telefonieren und abfragen, was als Ablehnungsgrund vom Backoffice in der Anfrage eingetragen wurde.

Wenn das mit dem Haushaltseinkommen gar nichts wird oder das Einkommen nicht nachhaltig ist, hilft nur ein Bürge.

Generell würde ich mal sagen, dass die eine ordentliche Prüfung nur vornehmen, wenn's nicht ganz sauber läuft und man Druck macht.

Ach ja

  • immer dran denken, Finanzierungszusagen, die nicht in Anspruch genommen werden, wieder zurücknehmen zu lassen - sonst liegen die "auf der Linie"
  • die/das 2. Finanzierung/Leasing ist - sofern alles rund lief - bei ähnlicher Größenordnung meist nur Formsache.
  • mit einer schlechten SCHUFA ist fast nichts zu machen - selbst mit Bürgen schwierig.

Grüßle

Chris - kein Finanzprofi sondern Profikunde

Hallo,

ich hätte da auch mal ein paar Fragen zu Select+ bzw. Leasing.

Da bei dem Onlinerechner der BMW-Bank die Raten für Select+ sowie der Zinssatz meistens wesentlich günstiger sind als beim Leasing würde ich gerne wissen wie sich das bei einem Geschäftswagen verhält.

Leasing kann ich voll als geschäflichen Aufwand geltend machen und die MwSt. aus der Rate zusätzlich von meiner Umsatzsteuer abziehen.

Wie ist es bei Select+ ?

Was ist hier Aufwand, Zinsen, Abschreibung ...?

Danke schonmal für eure Antworten

Zitat:

Da bei dem Onlinerechner der BMW-Bank die Raten für Select+ sowie der Zinssatz meistens wesentlich günstiger sind als beim Leasing würde ich gerne wissen wie sich das bei einem Geschäftswagen verhält.

Naja der Onlinerechner iss zwar nett enthält meines wissens nach aber keine Rabatte die der Händler noch zusätzlich gibt (auch bei ner Finanzierung kann man mit 7-10% Rabatt rechnen auch wenns die Verkäufer möglichst verschweigen).

Bei Geschäftswagen kannst du sämtliche kosten Steuerlich geltend machen sprich im Volksmund gesagt " Von der Steuer absetzen/gegenrechnen.

Allerdings mußt du pauschal 1% des Listenneupreises des Kfz (auch wenn du ihn als 10 jährigen Gebrauchten kaufst wird der Neupreis bei der Berechnung zugrunde gelegt)

versteuern (Bsp: 30.000 euro kostet Kfz. dann mußt du 300X 12 =3600 euro zu deinem Versteuernden Einkommen hinzurechnen. Bei 33,33% Steuersatz sind das 1.200 Euro effektiv für die Private Nutzung. Mwst mußt du hierauf meines wissens nach nicht mehr abrechnen. Diese Regelung hat der Europäische Gerichtshof zum Glück endgültig verboten.

Allerdings kannst du auch nach 50:50 Methode abrechnen. D.H. du kannst die Hälfte aller Kfz-Kosten von der Steuer abziehen. Die andere Hälfte zahlst du Privat. Iss die denkbar schlechteste Methode aber von Finanzämtern sehr gerne praktizierte Methode(ja ja das Finanzamt dein Freund und Helfer und sehr Bürgernahe leider nur wenns um Geld geht).

Dann gibts noch die Möglichkeit seinen Privatwagen zu nutzen per Fahrtenbuch oder ähnlichem und 0,30 Cent pro Kilometer sich selbst dafür abzurechnen. Wird aber bei Fahrleistungen von mehr als 20.000-30.000km jährlich NICHT mehr von den Finanzämtern anerkannt(Ermessensspielraum).

Die letzte und meist günstigste Methode iss es ein Fahrtenbuch zu führen. Hier lässt sich dann die Private Nutzung genau herausrechnen. Allerdings verlangen manche Finanzämter dass man dieses manuell (per Hand9 führt. Eigentlich nur um dieses dann einfacher als "gefälscht" oder "frisiert" ablehnen zu können.

Obwohl meines wissens nach auch elektronische Fahrtenbücher die Manipuliersicher sind zugelassen werden müssen. Leider haben viele Freiberufler/Selbständige/Mittelständige Unternehmer nicht das Geld und die Zeit einen langjährigen Prozess gegen das Finanzamt zu führen Obwohl sie eigentlich im Recht sind.

Zitat:

Leasing kann ich voll als geschäflichen Aufwand geltend machen und die MwSt. aus der Rate zusätzlich von meiner Umsatzsteuer abziehen.

Kannst du bei Select auch. Beim Leasing schreibst du es ja nicht auf einmal ab. Sondern über 2-4 Jahre.

Bei einer Finanzierung verhält es sich ähnlich.

Nur diese hat den Vorteil das du die gesamte Mwst beim Autokauf als Vorsteuer sofort und komplett geltend machen kannst (dir bei Vorsteuerüberhang also wenn du mehr Vorsteuer hast vom Finanzamt auszahlen lassen).

Gruß Zonkdsl

@ chris

gut das du behauptest kein profi zu sein, denn deine aussagen sind teilweise nicht ganz richtig.

aber egal, hast ja auch nicht behauptet allwissend zu sein

@faboschnap: Ich muss Dir dringend widersprechen! Die Erläuterungen von Chris sind mir ein innerer Vorbeimarsch, da ich zum ersten mal (!) von einem Verbraucher Sachverstand, Logik und Erfahrungswerte in einer wunderbaren Einheit vernehme, die ich schon seit langer Zeit interessierten Zeitgenossen ans Herz lege.

Mit gesundem Menschenverstand und unternehmerischem Kalkül lassen sich in Verbindung mit einem fähigen Autohaus (leider nicht oft zu finden) tolle Möglichkeiten mit dem ach so geschmähtem Leasing finden.

@Chris: Chapeau!

Gruß, Wolf.

Chris hat das sehr gut aufgebröselt!

So mancher Banker, Versicherungskaufmann und Autoverkäufer könnte das nicht annähernd so gut darstellen.

moin,

Zitat:

So mancher Banker, Versicherungskaufmann und Autoverkäufer könnte das nicht annähernd so gut darstellen.

denen isses auch streng genommen völlig egal. Hauptsache sie können verkaufen (leider). Gibt heute bei den wenigsten Autohäusern noch kompetente mit umfassendem wissen ausgezeichnete Verkäufer.

Gruß Zonkdsl

Zitat:

denen isses auch streng genommen völlig egal. Hauptsache sie können verkaufen (leider). Gibt heute bei den wenigsten Autohäusern noch kompetente mit umfassendem wissen ausgezeichnete Verkäufer.

Jede Münze hat zwei Seiten.

Wenn Du als Verkäufer permanent Kunden zu Probefahrten einladen kannst, mit Ihnen stundenlang Details besprichst, wirst Du Dich irgendwann fragen:

Wo kaufen die ganzen Leute Ihre Autos?

Du wirst dann merken, dass die irgendwo bei einer Neuwagenvermittlung ohne Service und Beratung kaufen.

Den haben Sie ja vorher bei Dir für lau abgestaubt.

Der Kunde bekommt letztendlich das wofür er bereit ist zu zahlen.

Gute Verkäufer haben Kunden gefunden die bereit sind für den Service zu zahlen. Und dann stimmt in den meisten Fällen auch Preis und Leistung.

Das ist jedenfalls meine Käufererfahrung.

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser

Gute Verkäufer haben Kunden gefunden die bereit sind für den Service zu zahlen. Und dann stimmt in den meisten Fällen auch Preis und Leistung.

Und das lässt sich auf alle Bereiche des Käufer/ Verkäufergeschäftes projezieren, denn Service kostet immer Geld.

Leider versteht das nicht jeder Kunde.

 

Gott78

Zitat:

mit Ihnen stundenlang Details besprichst,

es ging eigentlich nur um 10-15 Minuten Verkäuferzeit. Ich bin selber im Vertrieb tätig da ist Service extrem wichtig und sollte (auch wenn andere hier anderer Meinung sein werden) im Preis inbegriffen sein.

Gruß Zonkdsl der der Meinung iss das guter Service NICHT unbedingt extra teuer sein muß.

Zitat:

Original geschrieben von faboschnap

@ chris

gut das du behauptest kein profi zu sein, denn deine aussagen sind teilweise nicht ganz richtig.

aber egal, hast ja auch nicht behauptet allwissend zu sein

Ich lerne aber gerne ...

Auf geht's

Grüßle

Chris

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