Bis zu welcher Geschwindigkeit nutzen Airbags?

Hallo,

Airbags sollen den Fahrer ja schützen, dass er z.B. nicht gegen das harte Lenkrad knallt.

Mich würde interessieren, bis zu welcher Aufprallgeschwindigkeit ein Airbag wirkt?
Also sprich, bei welcher Geschwindigkeit, der Kopf nicht mehr vom Airbag aufgefangen werden kann, weil er zu schnell das Lenkrad berührt?

Und wie hoch ist die max. Aufprallgeschwindigkeit beim Seitenairbag? Weil dort ist die Knautschzone ja noch vieeel geringer bis der Kopf z.B. an der B-Säule aufschlägt.

Nehmen wir mal an, es ist ein hochmoderner Airbag.

Danke für fachkundige Antwort.

Grüße
Stefan

36 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von HeRo11k3


Ich würde das auf 99%<->1% erweitern. Die Fälle, in denen ein Gurt wirklich Schuld an einem Tod hatte, kann man m.E. doch recht einfach überblicken. Und so schnell wie in Action-Filmen explodieren Autos nicht ;-)

MfG, HeRo

also bis n auto explodiert muss saumäßig viel passieren... oder 4 tonnen tnt drin sein 😉 😉

weil für eine normale explosion reicht das mischungsverhältnis brennbarer stoff / sauerstoff nicht aus.

Kann ich nur zustimmen. Ich habe einen Autobrand von Anfang bis Ende mit ansehen dürfen. Der Brand begann als kleines Flämmchen im Motorraum...

Die Feuerwehr benötigte 17 Minuten bis zum Eintreffen. Nachts um halb drei wundert mich das nicht, wenn auch noch drei andere Einsätze parallel laufen.

In diesen 17 Minuten ist die Karre vollständig ausgebrannt. Alle haben auf den großen Knall gewartet - der nie kam.

Hallo,

habt ihr euch das Intro von www.insanctus.de angeschaut? Was bringt es denn, wenn ich mich anschnalle, aber sich die Sitze aus der Verankerung lösen? Kleiner Fehler des Intros. Ich schnalle mich übrigens immer an! Ohn Gurt mag ich nicht einmal den Motor starten.

Ich denke, dass es nicht falsch ist zu sagen, dass man Autos bauen könnte, die auch einen Crash mit 200 km/h unbeschadet überstehen könnte, also wo der Fahrgastraum nicht zermatscht wird. Das Problem ist halt der Mensch, der in dem Auto sitzt, der die enormen Kräfte aufnehmen muss. Es hat ja auch keinen Zweck den Menschen an eine extrem formstabile Karosserie zu schweißen (mithilfe von Sechspunktgurten, o. ä.), wenn die Lungen bei einem 200 km/h-Crash am Brustkorb zerdrückt werden. Der Punkt ist also, die riesigen Verzögerungskräfte auf einen möglichst langen Zeitraum zu verteilen, um den Menschen an sich zu schonen, doch wie kann man soetwas schaffen? Selbst im positivsten Szenario eines 200 km/h-Crashs ist doch die Aufprallzeit so verschwindend gering, Gurtstraffer und Airbags sind restlos überfordert. Das Problem ist also nicht nur, den Menschen daran zu hindern das Amaturenbrett zu durchbohren, sondern die Kräfte gering zu halten.

Gibt es überhaupt einen wirklichen Lösungsansatz?

glaube kaum das es da einen finanziell vertretbaren lösungsansatz gibt.

man kann ja kein monokok (< schreibt man das so?) in jedes serienauto bauen, klar für die sicherheit wäre es super, aber so ein auto kan sich kein mensch mehr leisten.
ein tempolimit wäre aufgrunddessen schon nicht verkehrt.... aber das is ein anderes thema.

ich habe vor kurzem nen neuen bmw 330d von dem vater eines freundes gesehen, der ist mit 130 auf ein fast stehendes fahrzeug gefahren (stauende...) dem vater gehts gut, bis auf n paar kleine blessuren. die karreis natürlich total im ars**. ich finde sowas unvorstellbar. 130kmh und der mann is nahezu unverletzt.

denke ich an den unfall von letztem jarh zurück, da hatn golf 2 irgendnem seat die vorfahrt genommen, der seat war ca. 50 schnell und der golf, keine ahnung 20 oder so. aber wie der golf aussah im vergleich zu dem bmw, das ist schon wahnsinn was die technik da für fortschritte gemacht hat.

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das der bmw noch ganz gut aussah, ist glaube ich gar nicht so verwunderlich. der zweite wagen hat sich ja mit verformt und außerdem wurde der sicher auch ein ganzes stück weggestoßen. ich habge mal gelesen, daß die krafteinwirkung mit 50 gegen die wand identisch ist wie mit 140 auf stehendes fahrzeug gleichen gewichts. deswegen gehen wohl auch die baumunfälle meistens so böse aus. der baum bewegt sich eben kein stück.

Na, die Baumunfälle sind eher deswegen so katastrophal, weil man nur höchst selten frontal einschlägt. In den allermeisten Fällen gehts seitwärts in den Baum. Und ein Seitenaufprall ist das übelste, was man einem KFz zumuten kann. Obendrein ist die Fläche, die direkt verformt wird, auch noch verhältnismäßig klein (es sei denn, man trifft ne 1000jährige Eiche).

Die heutigen Wagen sind in punkto Crashsicherheit sehr viel sicherer als noch vor 5 oder 10 Jahren. Der Preis dafür ist aber, das selbst ein relativ harmloser Auffahrunfall einen sehr hohen Schaden verursacht. Die Auswirkungen sind mit bloßem Auge kaum zu sehen und doch ist die ganze Kiste verbogen.

Das Problem ist doch auch die Steifigkeit, bzw. die Härte der Sicherheitszelle.
Ein sehrsehr harte Sicherheitszelle kann bei sehr hohen Aufprallernergien optimal schützen (was nicht heisst, dass nichts passiert).
Aber eine harte Zelle, die bei 200km/h gut funktioniert (also möglichst viel Energie absorbiert), ist eben für den Stadtcrash mit 30 viel zu hart und würde fast überhaupt keine Energie aufnehmen!

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