Berechnung der Drehzahl für optimale Beschleunigung

Hallo,

wie berechnet man die Drehzahl, welche man für einen Schlupf von 20 - 25 % im Stand aufbringen muss, um die größtmögliche Beschleunigung zu erhalten?

Wenn ich das über die Schlupfformel berechnen will, komme ich an der Fahrzeuggeschwindigkeit nicht vorbei (die ist aber leider im Moment des Stillstands 0) und somit geht die Radgeschwindigkeit gegen unendlich.

Danke für Eure Hilfe!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@mabibe schrieb am 10. Januar 2015 um 16:03:11 Uhr:


Aber kannst mich gerne eines besseren belehren, wie man P = F*v und P = 2*pi*n*M ineinander überführt und dabei nur einen Hebelarm respektive eine Länge ins Spiel bringt. Viel Erfolg! *Aaaaaaah*

F=M/rRad

v=nRad*2*pi*rRad

-> F*v=2*pi*nRad*M

Wer solch einfache Zusammenhänge nicht herleiten kann, sollte sich hier besser mal etwas zurückhalten!

158 weitere Antworten
158 Antworten

Vor einigen Jahren hat sich der Röhr Walter mit dem Moderator einer Autosendung mit 911ern ein Beschleunigungsduell geliefert, der Walter hatte den Schwächeren und war trotzdem deutlich schneller. 😁
Auf die Frage wie oft man Das machen kann kam der trockene Kommentar das nach dem 3. Mal eine neue Kupplung fällig wäre.
Fazit daraus, selbst Leute die regelmässig Autos testen schaffen in der Regel keine optimale Beschleunigung und wer das Spiel regelmässig ohne Kupplungswechsel durchzieht kann Es ebensowenig. 😉

Es gibt Dinge die man leichter im Realversuch durchführt da die ganze Rechnerei zu keinen brauchbaren Ergebnis kommt.
Das Vertrauen auf Berechnungen war auch der Grund dafür das die A-Klasse seinerzeit umkippte. Seither wissen die Entwickler das man auf Fahrversuche nicht verzichten kann, denn die Realität ist nicht so perfekt wie der mathematische Hintergrund jeglicher Software.

Das mit dem Kupplungsverschleiss ist nicht zwingend. Viele Fahrzeuge haben schlechte Anfahrtraktion, was letztlich die Kupplung entlastet.
Da hat der 911er ähnlich wie viele Allradler eine spezielle Situation.
Apropos Allradler: Mein Sierra Cosworth 4x4 hatte trotz hecklastiger Drehmomentverteilung beim Launch viel Schlupf vorne.
Lässt sich also alles nicht verallgemeinern.

Stimmt @ Martins. NIE solche Beispiele (Walter) verallgemeinern!
Hoher Kupplungsberschleiß tritt beim Anfahren dann auf, wenn ein hochdrehender Motor eingesetzt wird. Dann muss bei hoher Drehzahl mit hoher Last eingekuppelt werden. UND wegen der hohen max. Drehzahl ist der Kupplungsdurchmesser klein.
Das andere Extrem ist z.B. ein Camaro mit 7 l V8. Dessen Kupplung hat weniger Streß. Hier kommt die relativ geringe HA-Last noch dazu. Ein Allradler kann mehr Leistung auf den Boden bringen ;-)

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 15. Januar 2015 um 01:03:33 Uhr:


Das Vertrauen auf Berechnungen war auch der Grund dafür das die A-Klasse seinerzeit umkippte. Seither wissen die Entwickler das man auf Fahrversuche nicht verzichten kann, denn die Realität ist nicht so perfekt wie der mathematische Hintergrund jeglicher Software.

Wobei das bei Mercedes bereits vor dem Serienstart bekannt war. Man hoffte nur, dass es nicht passieren würde. Bis dieser blöde schwedische Journalist kam ....

Ähnliche Themen

@Sir Donald

Das was der Röhrl meint ist die Lounch Control, die geht derbe aufs Material.

Aber normal wenn du die Kupplung reinlässt, killt das im Zweifelsfall die Reifen, wenn die Kupplung zu ist, gibts auch in dem Sinne kein Verschleiß mehr.

Früher bei den Alpina B10 Biturbo oder so gabs mal Probleme dass die Kupplung zu schwach war und dann durchrutschte beim sportlichen Losfahren. Das ist dann auch eher in der Richtung.

Zitat:

@Peperonitoni schrieb am 15. Januar 2015 um 23:55:33 Uhr:


Das was der Röhrl meint ist die Lounch Control, die geht derbe aufs Material.

Nö, war noch bevor Porsche diesen Blödsinn verbaute. Davon mal abgesehen das Walter so was sicher nicht braucht.

Allerdings ist die Methodik die Er beschrieb sicher noch weniger gut fürs Material als wenn die Elektronik das Ganze steuert.

Naja ich lass jedenfalls die Kupplung mehr oder weniger "reinhüpfen" wenns schnell gehn soll, kein verschleifen.
Das macht die nach 250tkm immer noch ohne murren und ist auch noch ordentlich pedalweg da.

Zitat:

@Peperonitoni schrieb am 16. Januar 2015 um 00:12:02 Uhr:


Naja ich lass jedenfalls die Kupplung mehr oder weniger "reinhüpfen" wenns schnell gehn soll, kein verschleifen.
Das macht die nach 250tkm immer noch ohne murren und ist auch noch ordentlich pedalweg da.

Sehr witzig 🙂

Ohne schleifen lassen geht das nicht.
Und folgende Faktoren bedingen MEHR Reibarbeit:
- weniger Drehmomemt ein ...
- ... bei geringer Drehzahl
- schweres Fahrzeug
- guter Reibwert Reifen-Fahrbahn
- Übersetzungsverhältnis
- geringe Motorschwungmasse
- u.v.m.
IMMER unter der Prämisse "max. Beschleunigung" !

Folglich gibt es Fahrzeuge, die anfahren, wenn man im Leerlauf die Kupplung schnacken lässt.
Aber selbst dann reibt es etwas. Immer.
OK ... bei einer Klauenkupplung ggf. nicht
Und einen alten F1 fährst Du so nie an 😁

Zitat:

@ixe_und_tic schrieb am 16. Januar 2015 um 06:32:28 Uhr:



Zitat:

@Peperonitoni schrieb am 16. Januar 2015 um 00:12:02 Uhr:


Naja ich lass jedenfalls die Kupplung mehr oder weniger "reinhüpfen" wenns schnell gehn soll, kein verschleifen.
Das macht die nach 250tkm immer noch ohne murren und ist auch noch ordentlich pedalweg da.
Sehr witzig 🙂

Ohne schleifen lassen geht das nicht.
Und folgende Faktoren bedingen MEHR Reibarbeit:
- weniger Drehmomemt ein ...
- ... bei geringer Drehzahl
- schweres Fahrzeug
- guter Reibwert Reifen-Fahrbahn
- Übersetzungsverhältnis
- geringe Motorschwungmasse
- u.v.m.
IMMER unter der Prämisse "max. Beschleunigung" !

Folglich gibt es Fahrzeuge, die anfahren, wenn man im Leerlauf die Kupplung schnacken lässt.
Aber selbst dann reibt es etwas. Immer.
OK ... bei einer Klauenkupplung ggf. nicht
Und einen alten F1 fährst Du so nie an 😁

Ja lustig, du aber auch. Biste schon mal 'ne Sintermetallkupplung gefahren? Nicht die Strassentauglichen mit einseitigen org. Belag, nein die Vollsinterkupplungen? Da gibt es kein Schleifen, nur zupacken oder nicht.

Was schätze wer alles sowas und wo fährt?

klar reibt die ein kleines bisschen aber das kannste vernachlässigen wenn du nicht jedes mal so anfährst.

Stupid ! Sorry...

Mit fast nicht reibender Kupplung drehen dann wohl die Räder sofort durch. Dabei wird i.d.R. nicht die max. mögliche Beschleunigung erreicht (Ausnahme ist z.B. Schotter).

Ob Sinter oder organisch ist egal.

Wie sollte es mechanich funktionieren, ohne Kupplungsschlupf anzufahren?
Sind alle im Motorsport zu dumm, daß dort Kupplungen "verrauchen"?
Prominentestes Beispiel MSC. Im ersten F1-Rennen: Kupplung nach 500 m defekt...
... hätte der mal Sinter genommen . . . . .

Deine Aussage entspricht "ich bremse - und stehe stehe sofort. Ohne Schlupf an der Bremse."
Bis ca. 5 km/h geht das auch annähernd. Je nach Fahrwerk. Dies muss weich sein. Dann federt das Fahrzeug kurz ein und die Rädern stehen extrem schnell.
Aber bei hohem Tempo (äq. Drehzahl) geht das nicht mehr.

Simpler kann ich das nicht erklären.....

Wenn du schon beim Beschleunigungsrennen, die berühnte 1/4 oder 1/8 meile, richtig dabei warst, wirst du sehen das das geht, nur so geht: Kupplung nicht schleifen lassen, reinknallen und dann über die Sliks ab. Damit das auch schön ohne Schlupf funktioniert werden die Reifen vorher( wie bei F1) aufgeheizt oder manuell zur Zuschauerbelustigung warm gefahren damit sie richtig Grip haben. Damit sie sich dann nicht auf der Felge drehen, kommen so'ne Art Blechschrauben durch die Felge in die Reifenflanke.
Es kommt nur auf die erhöhte Drehzahl an die ausgetüftelt wird (und auf jeder Strecke anders ist) damit der Motor im max. Drehmoment zupackt- ohne schleifen zu lassen und sie damit so zu finden, wie beim Public-race, wo es meist mit Schleifen passiert, diesen Punkt zu finden.
Das sind entscheidende 1/10 bis 1/100s.
-
In diesem Fall war es egal, der andere kam erst gar nicht weg🙂
https://www.youtube.com/watch?v=GxlvCINHZM4

Bei Dragsterrennen gibt es aufgrund der hohen Leistung
- möglicherweise keine sinnvolle Möglichkeit die Kupplung zu kontrollieren und
- die Kupplung allein wäre riesig um die Wärme der Verlustleistung aufzunehmen. =>
- es werden deshalb die "riesig" dimensionierte Reifen genutzt, und mit 100 % Schlupf angefahren
Vielleicht kann es nur so technisch umgesetzt werden?
Denn:
die maximal mögliche Beschleunigung würde definitiv bei geringerem Schlupf erreicht.
Und EBEN DAS IST DIE FRAGE des TE. Die maximale Beschleunigung zu erreichen.

Allerdings habe ich einmal gehört, das die Kupplung vor den Rennen abgestimmt wird - auf Strecke, Reifen usw. Das widerspricht der These, dass mit üübermäßig viel Schlupf gefahren wird.
Detaillierte Infos zu Dragsterrennen habe ich allerdings nicht. Vielleicht kennt das ja jemand im Detail?

@flatfour:
hier ein Zitat aus einem anderen Thread, der zeigt, dass es anders zu sein scheint als Du meinst.
Oder erkläre mal, warum Kupplungsscheiben ohne Reibung / "Schleifen" miteinander verschweißen.
Danke Dir im Voraus dafür ...
Allerdings verbrennt Deine Theorie, wenn Du den Bericht im Video hörst.

Link:
http://www.motor-talk.de/.../...-top-fuel-dragster-works-t4012687.html

=>
"
[...]
nach 1,5 Sekunden und ca. 38 m steht der Tacho bei 260 km/h an diesem Punkt hat die verbaute 5 Stufen Mehrscheiben Fliehkraftkupplung bereits die 3te Stufe aktiviert. nach 2 Sekunden und 231 Metern liegen 340 km/h ! an. Die Spritpumpe hat zu dem Zeitpunkt eine Förderleistung von 340 Litern pro Minute = 5,6 Liter Pro Sekunde. 
nach 2,5 Sekunden sind 128 Meter zurückgelegt und die Tachonadel steht auf 400 km/h. Jetzt beginnen einige der Kupplungsscheibenmiteinander zu verschweißen
.
[...]"

Es folgt hoffentlich eine Quellenangabe zur Gegendarstellung von flatfour . . .
Es sind ja sicher keine Hirngespinste gewesen oder gar ausgedacht.
Er hat Fakten und Daten.

Ich bin meine eigene Quelle. Du musst das im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren", mit dem eigenen Auto. Tut mir leid, wenn du Daten, Tabellen, Aussagen erhofftest, die habe ich nicht.

Deine Antwort
Ähnliche Themen