Bella Italia oder: wie ein nasser Innenraum mir den Urlaub versaute

BMW 3er E90

Ich war für zwei Wochen samt Freundin und E91 mit Panoramaglasdach in der Toskana. Eines morgens entdeckte ich, dass der Boden auf der Fahrerseite sowohl vorne als auch hinten komplett nass war - von den Pedalen bis zur Rückbank. Mein erster Gedanke: da ist eine Wasserflasche ausgelaufen (es lag nämlich eine leere hinter dem Fahrersitz). Die Fußmatten konnte man auswringen, der Bodenbezug darunter trocknete dann die nächsten 4 Tage in praller Sonne eher schlecht, da von unten immer wieder Wasser durchzog, so nass war der Innenraum. Ärgerlich, aber okay... Mein Fehler.

Dann aber kam ich zwei Tage später bei starkem Regen zum Ferienhaus. Ich blieb im Auto sitzen um den Schauer abzuwarten. Links an der A-Säule beginnt innen Wasser runterzulaufen (man sah es durch einen ganz kleinen Spalt zwischen Tür und der Abdekcung unter dem Lenkrad). Ich wende sofort das Auto, um die "intakte" Beifahrerseite dem Wetter auszusetzen. Ich fahre an, es gluckert seltsam über mir, dann kommt Wasser aus der Deckenbeleuchtung und dem Taster des Panoramadachs. Eine surreale Szene... Schaltknauf, IDrive-Knopf, Mittelkonsole - nass.

Ich verlasse das Auto mit dem Gedanken, am nächsten Morgen einen vollgelaufenen BMW vorzufinden. Anruf in München, der Herr der Auslandshotline tippt auf verstopfte Abläufe, denn die staubigen Straßen hier könnten das zusetzen und das Wasser würde sich seinen Weg suchen. Das müsste man nur mal freiblasen. Er nennt mit den nächsten Service, der ist 95 km entfernt.

Am nächsten Tag also zum Service. Gott sei Dank spricht eine Dame aus dem Verkauf dort englisch und übersetzt dem Servicemann mein Problem. Gefuchtel, das könne man hier nicht machen. Man sollte eine andere Werksstatt hier in der Nähe aufsuchen. Ein Kollege fährt vor, wir folgen. Wir halten vor eine Hinterhofgarage mit Opel-Logo. Gefuchtel, der BMW-Mann entschwindet und ich stehe mit einem netten Opel-Onkel und meinen triefenden BMW da. Gott sei Dank kann seine Tochter englisch. Er bläst die hinteren Abläufe frei (sichtbar, wenn man die Heckklappe öffnet). So wie ich das verstanden habe, waren diese jedoch gar nicht blockiert.

Ob das Auto mit einer Neigung im Regen gestanden habe. Hat es, Front nach unten. Aha, das sei ein typisches BMW-Problem. Die Abläufe vorne seien zu klein. Ich soll mit dem Heck nach unten oder ebenerdig parken. Außerdem sei der Regen hier halt stark, daher sei das vorher nie aufgetreten. Der Wasserschlauchtest (Wagen steht ebenerdig auf seinem Werkstatthof) bringt keine Nässe in den Innenraum.

Jetzt bin ich zurück in Deutschland und verunsichert: da meine Garantie seit 6 Monaten abgelaufen ist, ist auf Garantie nichts mehr zu machen. Kulanz wäre evtl. eine Möglichkeit. Gibt es für mich selbst noch irgendetwas, was ich vor dem Gang zum Händler prüfen kann? Gibt es noch andere Abflüsse? Ist das überhaupt realistisch, dass diese verstopft sind? Hat sonstwer schonmal so ein Problem gehabt?

Danke für's Lesen 😉

16 Antworten

Ah ja, Danke für die Info.

Wenn ich also richtig schlußfolgere, dann besteht dieses Risiko nur dann, wenn man mit offenem Dach länger parkt, so dass derartiges reinfliegt.

Ich hingegen habe das Dach eigentlich immer geschlossen (auch während der Fahrt, hab nur die Blende offen, mir geht es um das Licht) und habe somit kein Risiko einer Verstopfung?? Richtig so??

Warum macht ihr das Dach nicht zu, wenn ihr länger parkt? Wer weiß, was euch da sonst noch alles reinfliegen kann?

heißt ja nicht unbedingt das man länger parken muss, es reichen paar mal an einer ampel stehen unter Bäumen! ^^ Natürlich wennst nicht mit geöffnetem Schiebedach fährst dann ist das Risiko erheblich geringer...

Deine Antwort
Ähnliche Themen