Baugleicher Kupplungsgeberzylinder, jedoch mit kleinerem Kolbendurchmesser?
Hi zusammen,
nach dem Einbau einer verstärkten Sachs-Kupplung sind die Pedalkräfte in einen Bereich gekommen, in denen die Alltagstauglichkeit für mich nicht mehr gegeben ist. Daher ist mein Ansatz nun, einen in den Golf 3 passenden Kupplungsgeberzylinder zu finden, der jedoch einen im Gegensatz zum Originalbauteil verringerten Kolbendurchmesser aufweist. Dieser beträgt beim Golf 3 19,05mm, beim Golf 4 z.B. 15,87mm. Hatte jemand schon mal ein ähnliches Problem und kann mir hier helfen? Ist z.B. der genannte Kupplungsgeberzylinder vom Golf 4 baugleich zum G3-Geberzyl.? Vielleicht gibt es noch andere Ansätze zur Problemlösung? Danke schon mal im Voraus.
Vielleicht nochmal zum Hintergrund. Der Golf ist mit einem 2l-TFSI-Motor ausgerüstet, das zu erwartende Antriebsdrehmoment liegt bei ca. 500Nm.
Viele Grüße
DannyNRW
15 Antworten
Den Golf 4 Geberzylinder kannst du einbauen. Hab ich schon bei Umbauten auf 02M Getriebe gesehen, die ein ähnliches Problem mit hoher Pedalkraft hatten.
Dann wurde aber sicherlich mit Adaptern gearbeitet, oder? Ich habe mal die Zeichnungen der Geberzylinder vom Golf 3 und vom Golf 4 bekommen und angehangen. Der Abstand der Befestigungslöcher unterscheidet sich und ebenso die Länge des im Innenraum befindlichen Teils inklusive Kolbenstange. Mir persönlich wäre es am liebsten, einen nahezu baugleichen Geberzylinder zu finden.
Zitat:
@schmidmi schrieb am 13. Juli 2023 um 14:48:51 Uhr:
Den Golf 4 Geberzylinder kannst du einbauen. Hab ich schon bei Umbauten auf 02M Getriebe gesehen, die ein ähnliches Problem mit hoher Pedalkraft hatten.
Soweit ich das noch weiß wurde die Stange gekürzt und ein neues Gewinde geschnitten.
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So, hier nochmal ein kleines Update. Für den Golf 3 SDI gab es scheinbar einen Geberzylinder mit einem Kolbendurchmesser von 15,87mm, die dazugehörige Teilenummer ist 1H1721401A (wichtig ist das A am Ende der Teilenummer). Wenn ich nun also den Kupplungsgeberzylinder tausche: Wie hoch sind die Aussichten, mein oben genanntes Problem zu lösen? Ich habe irgendwo gelesen, dass sich der Kupplungspedalweg prozentual in gleichem Maße verlängert, mit dem die Pedalkraft abnimmt (ca. 44%). Für mich erst einmal kein Problem, so lange die Kupplung richtig trennt. Kann dazu vielleicht noch jemand etwas sagen?
Vielen Dank und viele Grüße.
DannyNRW
Irgendwie muss die Menge Flüssigkeit in den Nehmerzylinder kommen. Die Menge ist Fläche des Kolbens mal Betätigungsweg. Und diese Menge wird im Nehnerzylinder wieder ebenso umgesetzt. Der langen Rede kurzer Sinn, irgendwie muss die Menge zu Betätigung da sein. Kann man aber mit 8. Klasse Hauptschule ausrechnen.
So, hier nochmal ein Update, nachdem ich in den letzten Tagen den Originalkupplungsgeberzylinder mit der Teilenummer 1H1721401 gegen einen Zylinder mit der Teilenummer 1H1721401A (bestellt hatte ich den TRW PNA104) ausgetauscht habe. Die Pedalkraft ist deutlich geringer geworden, nach einer ersten Probefahrt scheint die Kupplung auch richtig zu trennen und Schaltvorgänge gehen ohne große Kraftanstrengungen vonstatten. Ein Langzeittest folgt. Allerdings kommt nun das Kupplungspedal nicht mehr ganz zurück - hier fehlen die letzten 5cm. Im Rahmen eines damaligen Motorumbaus hatte hier schon mal jemand gepfuscht und über die Kolbenstange des Geberzylinders eine Druckfeder übergestülpt. Gleichzeitig wurde am Kupplungspedal eine kleine Zugfeder angebracht. Dieses Problem gilt es noch zu lösen. Falls hierzu jemand Tipps hat, so bin ich ganz Ohr.
Ein weiterer Punkt: Ich habe die Kupplung nach dem Tausch des Geberzylinders mit einem Entlüftungsgerät entlüftet und es stiegen bis zuletzt Luftblasen aus dem Entlüftungsventil auf. Den Entlüftungsvorgang habe ich mit ca. 60ml Bremsflüssigkeit durchgeführt. Liegt hier vielleicht doch noch eine Undichtigkeit vor? Da ich zum ersten Mal entlüftet habe, bin ich mir etwas unsicher. Hier meine Vorgehensweise:
Luftschlauch am Entlüftungsventil befestigt und Unterdruck aufgebaut. Entlüftungsventil geöffnet und dabei stets mit Blick auf den sinkenden Füllstand im Flüssigkeitsbehälter. Zwischendurch die Entlüftungsschraube immer wieder geschlossen und Bremsflüssigkeit nachgefüllt. Nach mehreren Durchläufen Kupplungspedal betätigt und Druck aufgebaut. Anschließend nochmals mittels Entlüftungsgerät entlüftet. Habe ich hier vielleicht einen Fehler gemacht? Die ersten Kupplungsvorgänge haben jedenfalls anscheinend gut funktioniert.
Danke schon mal im Voraus und viele Grüße.
DannyNRW
Ok, Danke für die Info. Ich werde dann vorher schauen, wie ich das Problem mit der Rückholung des Kupplungspedals gelöst bekomme.
So, ich habe mich nochmals mit dem Thema beschäftigt und mir die Angelegenheit anhand einer Ersatzpedalerie angeschaut, die ich hier noch liegen habe. Und zwar ist es ja so, dass die Übertotpunktfeder beim Treten des Kupplungspedals unterstützend wirkt und somit die Pedalkraft senkt. Beim Loslassen des Kupplungspedals bewirkt die Übertotpunktfeder dann ab einem gewissen Punkt die Rückholung des Pedals in Ausgangsstellung. Ich denke, genau an diesem "Totpunkt" bleibt mein Pedal hängen.
Ich denke, ich habe nun mehrere Möglichkeiten:
1.) Übertotpunktfeder wechseln: Hat das schon mal jemand gemacht? Die Platzverhältnisse dort sind ja mehr als beengt.
2.) Zugfeder am Kupplungspedal stärker dimensionieren: Es hat ja wie bereits beschrieben, schon mal jemand eine weitere Zugfeder am Kupplungspedal sowie eine Druckfeder an der Kolbenstange des Geberzylinders eingebaut. Das bedeutet, es gab dieses Problem schon einmal. Dazu muss ich sagen, dass die Basis einen AKS-Motor (1,6l 101PS) mit Seilzugkupplung verbaut hatte, welche im Rahmen eines Motorumbaus auf eine hydraulische Kupplungsbetätigung umgerüstet wurde. Ich weiß nicht, ob die Übertotpunktfeder damals schon montiert war oder im Rahmen der Umrüstung eingebaut wurde.
Gehört nicht ganz hierher, aber zu deiner Frage in der Signatur:
Ich habe bei mir mit Teichfolie hinter den Türpappen gute Erfahrungen gemacht. Kann man immer wieder verwenden und sauber zuschneiden. Angeklebt habe ich diese mit Scheibenkleb und Dichtmasse abtupfbar, die nie aushärtet.
Danke Dir, ich habe inzwischen originale Nässeschutzfolien über einen nahegelegenen Schrottplatz beziehen können - muss also meine Signatur mal aufräumen.
Als G3-Fahrer muss man sich ja inzwischen schon selbst ein Ersatzteillager aufbauen, weil immer mehr entfällt... grrrrrrrrr!
Zitat:
@heizerbirne schrieb am 6. September 2023 um 14:55:05 Uhr:
Gehört nicht ganz hierher, aber zu deiner Frage in der Signatur:
Ich habe bei mir mit Teichfolie hinter den Türpappen gute Erfahrungen gemacht. Kann man immer wieder verwenden und sauber zuschneiden. Angeklebt habe ich diese mit Scheibenkleb und Dichtmasse abtupfbar, die nie aushärtet.
Und an dieser Stelle nochmals ein Update. So schlimm, wie gestern angenommen, ist es nicht. Ich hoffe, dass sich das Ganze mit erfolgreich abgeschlossener Entlüftung bessert. Andernfalls werde ich Ausschau nach einer anderen Zugfeder halten, die ein bisschen kräftiger ist. Die Übertotpunktfeder werde ich nur dann wechseln, wenn es einen einfachen Weg gibt, ohne das Armaturenbrett auszubauen (ich hatte in 2012 wohl schon mal die Übertotpunktfeder augetauscht, als ich das Armaturenbrett ausgebaut hatte). Fotos folgen.
So, ich habe nochmals entlüftet und das Problem mit dem hängenden Kupplungspedal scheint etwas besser geworden zu sein. Allerdings kommt nach wie vor Luft aus dem Entlüftungsventil. Ich habe nun insgesamt etwa 350ml durch die Leitung gejagt. Vielleicht doch ein Fehler beim Entlüften oder eher eine Undichtigkeit im System? Ich werde nachher nochmal eine Probefahrt machen und schauen, was passiert.