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Barkauf, Finanzierung oder Leasing. Warum hast Du Dich so entschieden?

Themenstarteram 26. Dezember 2009 um 0:05

Liebe Gemeinde,

ich habe mehrere Wochen damit verbracht den neuen "So günstig wie möglich" zu bekommen. Nun stell ich mir die Frage, warum man sich so, oder so entscheidet.

Ich fahre nur 2o.oookm pro Jahr und nach maximal 3 Jahren steht ein Fahrzeugwechsel beim Alltagsfahrzeug an. Nicht weil der Wagen verbraucht ist, sondern, weil es langweilig wird :)

Warum hast Du Dich für den Barkauf entschieden?

Wieso soll ich finanzieren?

Warum leasen?

Beste Antwort im Thema

Hier geht es nicht um Abschreibungsmöglichkeiten, sondern rein um die Kostenbetrachtung.

Man kann es sich immer schönrechnen und ein Leasingangebot ranziehen, welches gerade ein Modell auf dem Markt puschen soll. Dann ist Leasing immer besser als Barkauf nach Listenpreis.

ABER: man muß kein glorreicher Mathematiker sein um zu verstehen, daß ein Vermittler wie ein Leasinggeber, der Dir das Auto quasi vermietet, auch etwas verdienen will. Da er den Wagen kauft und nicht du, da er den Wagen wieder verkauft und nicht Du, ist es rein vom logischen Denken a la Black-Box über die Laufzeit klar, daß Geldfluß zwischen Dir und der Leasinggesellschaft stattfindet und sonst nirgendwo. Und wenn die Leasinggesellschaft verdienen will, dann geht das nur... und JETZT KOMMT´S!!! von Dir! (Schreibstil von dir übernommen ;)).

Und auch für Dich: Leasing ist eine Ballonfinanzierung, nichts weiter. Nur, daß Du die Schlußrate - den Ballon - ablösen kannst per Abgabe des Fahrzeugs. Und wie jede Finanzierung hat auch das Leasing ein Kreditzins - und der liegt auch heute deutlich über EURIBOR (egal welche Spannweite 1-Monat, 3-Monate).

Mit Leasing haben sich die Hersteller was Tolles ausgedacht. Leasing klingt für viele Privatleute eben besser als "finanziert". Und viele glauben es wirklich, daß das auf Dauer günstiger ist. Man kann über eine gewisse Periode Glück haben und der Gebrauchtmarkt kackt ab oder das Modell will dann keiner mehr oder was auch immer. Dann gibt man den Wagen ab und keine Sorgen. Über lange Zeit ist es aber wie im Casino. Spielt man nur lange genug, hat am Ende alles die Bank :p.

Ich hoffe, ich konnte dir mit adäquater Ahnung entgegentreten ;).

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Sowas nennt man i.d.R. "Milchmädchenrechnung". ;)

Du kannst doch nicht 20 Jahre Anlegen mit 4 Jahren Finanzierung vergleichen.

Zitat:

Original geschrieben von letsfetz2k8

Ich habe meinen mit einem LP von knapp über 46ooo durch Rabatt und Abwrackprämie für 339oo bekommen und somit knapp 26,3% eingespart.

Ich habe ihn bar bezahlt und werde ihn entweder nach 3 Jahren und knapp 9oooo km für (hoffentlich) 2oooo wiederverkaufen um auf den neuen A4 umzusteigen oder ihn noch weiterfahren falls mir der Nachfolger nicht gefallen sollte.

Gruß Letsfetz

Ich glaube nicht das in 3 Jahren schon wieder ein neuer A4 raus kommt. Rechne mal so mit 6 Jahren Laufzeit seit Sept. 2008.

Zitat:

Original geschrieben von c32amg

...Ich glaube nicht das in 3 Jahren schon wieder ein neuer A4 raus kommt. Rechne mal so mit 6 Jahren Laufzeit seit Sept. 2008.

Den B8 gibt es aber seit Dez. 2007. :p

Zitat:

Original geschrieben von bauks

Zitat:

Original geschrieben von c32amg

...Ich glaube nicht das in 3 Jahren schon wieder ein neuer A4 raus kommt. Rechne mal so mit 6 Jahren Laufzeit seit Sept. 2008.

Den B8 gibt es aber seit Dez. 2007. :p

Hast recht ist doch schon länger her und der Avant seit März 08. Ich war grade bei MJ2010 und das gibt's ja schon seit Mai 09...also etwas verwirrt gewesen.... ;-)

Zitat:

Original geschrieben von Spochtback

Also wenn ich mal kurz zusammenfasse haben wir bis auf einen "Finanzierer" und "Leaser" nur Gebrauchtwagenkäufer die Barzahlen.

Was ja auch Sinn macht...

Da ich mich mit diesem Thema nun seit längerer Zeit beschäftige:

Die zitierte Aussage halte ich für quatsch. Logisch ist, dass Finanzierung + Leasing teurer sein müssen als Barkauf. Warum: Nun der jeweilige Geldgeber ist kein Depp und gibt sein Geld bestimmt nicht aus Nächstenliebe raus. Der wird damit Geld verdienen. Was also auch bedeutet, dass alle Peripherie-Daten (Kapitalmarktzins, Restwert bei Rückgabe etc.) sehr gut vom Geldgeber bedacht wurden.

Aus meiner eigenen Sicht (GGF einer Firma - Interessant ist also die Anschaffung von Firmenwagen), ist dann immer nur die Frage: Habe ich die liquiden Mittel für den Barkauf bzw. was ist denn mein Opportunitätsverlust bei Barkauf. Also, was könnte ich sonst mit dem Bargeld anfangen.

Aktuelle Situation: Bargeld liegt für minimalsten Zins auf dem Festgeldkonto der Firma...was den Barkauf interessanter macht, da ich ja ohnehin wenig für mein Geld auf der Bank bekomme. Würde ich dagegen 10% Festgeldzins erhalten (ich übertreibe mal - das macht es plastischer ;-)) wird schnell klar, dass eine Fremdfinanzierung/Leasing interessant werden kann

ABER vermutlich wird dann auch die Leasingrate teurer sein, denn der Geldgeber will ja dann die 10% + Risikozuschlag haben...

Fazit: Streng theoretisch betrachtet ist fremdfinanziert teurer.

Was Leasing attraktiv macht:

- man braucht sich keine Gedanken um den Restwert des Pkw machen bzw. lange rumsuchen, ob man ei n gutes Angebot hat

- die Kosten kann man sehr kalkulierbar halten (mit den Zusatzpaketen für anfallende Kosten etc.)

 

Ich denke der Hauptgrund für Leasing/Kreditfinanzierung (das bitte ich jetzt nicht abwertend zu verstehen), liegt daran, dass die wenigsten Menschen die Barmittel zur Verfügung haben um sich das Auto einfach zu kaufen. Bei Firmen ist dies sicherlich etwas anders gelagert. Da will man ungern die Liquidität hergeben.

Themenstarteram 3. August 2010 um 11:32

Zitat:

Original geschrieben von Calivar

 

Da ich mich mit diesem Thema nun seit längerer Zeit beschäftige:

Die zitierte Aussage halte ich für quatsch. Logisch ist, dass Finanzierung + Leasing teurer sein müssen als Barkauf. Warum: Nun der jeweilige Geldgeber ist kein Depp und gibt sein Geld bestimmt nicht aus Nächstenliebe raus. Der wird damit Geld verdienen. Was also auch bedeutet, dass alle Peripherie-Daten (Kapitalmarktzins, Restwert bei Rückgabe etc.) sehr gut vom Geldgeber bedacht wurden.

Aus meiner eigenen Sicht (GGF einer Firma - Interessant ist also die Anschaffung von Firmenwagen), ist dann immer nur die Frage: Habe ich die liquiden Mittel für den Barkauf bzw. was ist denn mein Opportunitätsverlust bei Barkauf. Also, was könnte ich sonst mit dem Bargeld anfangen.

Aktuelle Situation: Bargeld liegt für minimalsten Zins auf dem Festgeldkonto der Firma...was den Barkauf interessanter macht, da ich ja ohnehin wenig für mein Geld auf der Bank bekomme. Würde ich dagegen 10% Festgeldzins erhalten (ich übertreibe mal - das macht es plastischer ;-)) wird schnell klar, dass eine Fremdfinanzierung/Leasing interessant werden kann

ABER vermutlich wird dann auch die Leasingrate teurer sein, denn der Geldgeber will ja dann die 10% + Risikozuschlag haben...

Fazit: Streng theoretisch betrachtet ist fremdfinanziert teurer.

Was Leasing attraktiv macht:

- man braucht sich keine Gedanken um den Restwert des Pkw machen bzw. lange rumsuchen, ob man ei n gutes Angebot hat

- die Kosten kann man sehr kalkulierbar halten (mit den Zusatzpaketen für anfallende Kosten etc.)

 

Ich denke der Hauptgrund für Leasing/Kreditfinanzierung (das bitte ich jetzt nicht abwertend zu verstehen), liegt daran, dass die wenigsten Menschen die Barmittel zur Verfügung haben um sich das Auto einfach zu kaufen. Bei Firmen ist dies sicherlich etwas anders gelagert. Da will man ungern die Liquidität hergeben.

Ich bin grundsätzlich anderer Meinung, wie auch schon mehrfach hier diskutiert.

Ein Privatnutzer ist von einem geschäftlichen Nutzer zu unterscheiden.

Je nach Nutzung ergeben sich unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen.

Leasing hat definitiv mehr Vorteile für geschäftliche Nutzung:

- je nach Leasingart fester Restwert

- mittelfristig fest kalkulierbare Kosten

- enormer Vorteil: nach der Nutzdauer, geht der Wagen einfach zurück und man ist ihn los

- enormer Vorteil: Leasingraten werden steuerlich als Kosten gesehen - weniger Steuerlast

- enormer Vorteil: geringe Beeinträchtigung der Liquidität

Beim Privatman, der 10.000km im Jahr fährt und den Wagen 6 Jahre hält ist Leasing wahrscheinlich nicht von Vorteil, außer wenn er keine Lust hat sich mit dem Verkauf nach den Jahren zu behängen.

Gruß der Spocht

Zitat:

 

Ich bin grundsätzlich anderer Meinung, wie auch schon mehrfach hier diskutiert.

Ein Privatnutzer ist von einem geschäftlichen Nutzer zu unterscheiden.

Je nach Nutzung ergeben sich unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen.

Leasing hat definitiv mehr Vorteile für geschäftliche Nutzung:

- je nach Leasingart fester Restwert

- mittelfristig fest kalkulierbare Kosten

- enormer Vorteil: nach der Nutzdauer, geht der Wagen einfach zurück und man ist ihn los

- enormer Vorteil: Leasingraten werden steuerlich als Kosten gesehen - weniger Steuerlast

- enormer Vorteil: geringe Beeinträchtigung der Liquidität

Beim Privatman, der 10.000km im Jahr fährt und den Wagen 6 Jahre hält ist Leasing wahrscheinlich nicht von Vorteil, außer wenn er keine Lust hat sich mit dem Verkauf nach den Jahren zu behängen.

Gruß der Spocht

Das mit der Steuerlast ist im übrigen auch quatsch. Kaufe ich einen Pkw für 80.000, dann habe ich jedes Jahr 1/6 (€ 13.333) Abschreibungen. DIese drücken den hoffentlich vorhandenen steuerlichen Gewinn -> weniger Steuern (aber auch weniger Gewinn der auszuschütten wäre).

Lease ich so einen Pkw, dann sind vermutlich die Leasingraten geringfügig höher als € 13.333 jährlich...da ist kein merklicher Effekt. Und ob man riesige Abschreibungen / Leasingraten wirklich so toll findet bezweifel ich übrigens ;-)

Hätte lieber weniger Abschreibungen und mehr Gewinn...

Alle anderen Punkte habe ich auch genannt. Fakt bleibt, dass es nunmal teurer ist (einen adäquaten Restwert vorausgesetzt), als Barkauf.

Themenstarteram 3. August 2010 um 15:37

Das Problem ist jedoch dabei, dass die meisten Geschäftswagen nur 3 oder 4 Jahre gefahren werden und über diese Zeit der komplette Betrag nicht abgeschrieben werden darf.

Die Leasingraten und die Leasingsonderzahlung schon.

Desweiteren, falls man den Wagen 6 Jahre finanzieren und fahren sollte, und ihn dann veräußert, gilt der Verkaufserlös auch als dieser und wird somit auch dem Gewinn zugeordnet (Differenzbetrag zwischen dem Wert, der in den Büchern steht und Verkaufspreis).

Meine Meinung nach lohnt bei geringer (3 jähriger) Haltedauer weder Finanzierung noch Barzahlung. Ich lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen :)

Zitat:

Original geschrieben von Spochtback

Das Problem ist jedoch dabei, dass die meisten Geschäftswagen nur 3 oder 4 Jahre gefahren werden und über diese Zeit der komplette Betrag nicht abgeschrieben werden darf.

Die Leasingraten und die Leasingsonderzahlung schon.

Ob der Pkw komplett abgeschrieben ist oder nicht ist doch total unerheblich.

Bleiben wir bei meinem Beispiel von oben. Fahre ich den Wagen 3 Jahre, dann sind genau € 40.000 abgeschrieben worden. Restwert

€ 40.000. Verkaufe ich den Pkw nun und bekomme € 40.000 als Resatwert (bei meiner Fahrleistung mit ca. 12.000 p.a. fast realistisch), dann passiert rei gar nichts (Aktivtausch Auto gegen Bargeld).

Verkaufe ich den Pkw für € 30.000 mache ich € 10.000 außerordentlichen Verlust und reduziere damit meinen zu versteuernden Gewinn. Bekomme ich € 50.000 mache ich € 10.000 außerordentlichen Gewinn und erhöhe damit den steuerlichen Gewinn meiner Firma um

€ 10.000.

Im Gegenzug habe ich im Leasing nach 3 Jahren wahrscheinlich € 45.000 an Leasingraten bezahlt und muss mich nicht um den Verkauf kümmern...

Wie gesagt, ob ich den Wagen vollständig abschreiben kann oder nicht ist total egal. Abschreibungen dienen dafür, den Wertverlust des Pkw steuerlich geltend machen zu können und können daher in der steuerlichen Betrachtung mit den Leasingraten verglichen werden.

...und wie läuft das eigentlich wenn ich mir was auf pump kaufe und es dann kurzfristig wieder abgeben möchte???

Kann mir dann gut vorstellen,daß die dann einen übervorteilen wollen.

Zitat:

Original geschrieben von Michael K09

...und wie läuft das eigentlich wenn ich mir was auf pump kaufe und es dann kurzfristig wieder abgeben möchte???

Kann mir dann gut vorstellen,daß die dann einen übervorteilen wollen.

"Auf Pump" - meinst Du Finanzierung? Im Grundsatz handelt es sich bei Finanzierung um ein Darlehensgeschäft - voraussichtlich wird hier eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig...

Da ich Barkaufer bin, müsste hier ein "Finanzierer" einen Blick in seinen Vertrag werfen, der dürfte näheres wissen...

Allerdings: "Auf Pump" Kaufen heißt für mich oftmals "über seine Verhältnisse leben"... im Falle eines PKW's eben "über seine Verhältnisse fahren"... - Ausgenommen ist natürlich diejenige Finanzierung, die man monatlich auch stemmen kann - dies sollte im Übrigen auch eine Vorfälligkeitsentschädigung umfassen...

Wutzl

Hier wird aber scharf geschossen. Die Frage soll nicht lauten, ob Barkauf oder Fremdfinanzierung sondern WANN. D.h. der Zeitpunkt ist entscheidend.

Vor 2- 3 Jahren wäre man mit Barkauf sicherlich gut bedient gewesen...da stand der Euribor aber auch bei ca. 6,5 %!

Und nun....bei 1%! D.h. bei guten Konditionen bekommst du nen Zinssatz von 3% bei ner Bank. Und jetzt bitte mal inflationsbereinigt(Durchschnitt der letzten 10 Jahre dein Kapital auf 5 Jahre verzinsen und vergleichen.

Hier mal ein grob berechnetes Beispiel: Also in den 5 Jahren kommt Leasing gerade mal 2000 Euronen teurer als Barzahlung.

UND JETZT KOMMTS: Hat man das Geld flüssig..ist also liquid...so nimmt man einfach die letzten 3 Jahreszahlungen und legt sie bei knappen 2,5% an. SO....bitte mal durchrechnen und STAUNEN!!!!

Defacto ist momentan Leasing...bei guter Vorbereitung sogar günstiger als Barzahlung. Nehme mal an, die Inflationsrate bewegt sich in 2010 und 2011 knapp an der 2%-Marke (Sprit, Weizen, Grundnahrungsmittel haben momentan einen enormen Schub).....dann spart man sich hier durchaus SEEEHRR viel!

So zumindest mach das ich.

MFG

 

PS: Leasing vergleichen...niemals ist die Autobank die günstigste....einfach mal die Hausbank kontaktieren und verhandeln....gute Bonität vorausgesetzt wäre Barzahlung momentan ein Verlust!!

LEASING

Preis Audi 56.211,20$

Bearbeitungsgebühr 200,00$

Gesetzliche Vertragsgebühr 260,00$

56.671,20$

 

 

 

 

BARKAUF

Jahresinflation Durchschnitt 5 Jahre

SUMME % ENDSUMME

50.000,00$ 1 52.500,00$

50.000,00$ 1,5 53.750,00$

50.000,00$ 2 55.000,00$

50.000,00$ 2,5 56.250,00$

50.000,00$ 3 57.500,00$

 

 

Durchschnittliche Inflationsrate

Jahre Harmonisierter Verbraucherpreisindex

2004 2

2005 2,3

2006 1,7

2007 2,2

2008 3,2

2009 0,4

2010 1,4

2011 1,8

Mittelwert 1,875

 

50.000,00$ 1,875 54.687,50$

 

Mehrkosten Barzahlung gg. Leasing bei durchschnittlicher Inflationsrate von 1,875%

56.671,20$ 54.687,50$ 1.983,70$

Noch einer, der denkt, Leasinggesellschaften wären Samariter... :p

Zitat:

Original geschrieben von pb.joker

Noch einer, der denkt, Leasinggesellschaften wären Samariter... :p

Genau von diesen Leuten leben die doch:D

Ein Bekannter von mir argumentierte damals ähnlich-heute fährt er einen Dacia!

Zitat:

Original geschrieben von Spochtback

Zitat:

Original geschrieben von Calivar

 

Da ich mich mit diesem Thema nun seit längerer Zeit beschäftige:

Die zitierte Aussage halte ich für quatsch. Logisch ist, dass Finanzierung + Leasing teurer sein müssen als Barkauf. Warum: Nun der jeweilige Geldgeber ist kein Depp und gibt sein Geld bestimmt nicht aus Nächstenliebe raus. Der wird damit Geld verdienen. Was also auch bedeutet, dass alle Peripherie-Daten (Kapitalmarktzins, Restwert bei Rückgabe etc.) sehr gut vom Geldgeber bedacht wurden.

Aus meiner eigenen Sicht (GGF einer Firma - Interessant ist also die Anschaffung von Firmenwagen), ist dann immer nur die Frage: Habe ich die liquiden Mittel für den Barkauf bzw. was ist denn mein Opportunitätsverlust bei Barkauf. Also, was könnte ich sonst mit dem Bargeld anfangen.

Aktuelle Situation: Bargeld liegt für minimalsten Zins auf dem Festgeldkonto der Firma...was den Barkauf interessanter macht, da ich ja ohnehin wenig für mein Geld auf der Bank bekomme. Würde ich dagegen 10% Festgeldzins erhalten (ich übertreibe mal - das macht es plastischer ;-)) wird schnell klar, dass eine Fremdfinanzierung/Leasing interessant werden kann

ABER vermutlich wird dann auch die Leasingrate teurer sein, denn der Geldgeber will ja dann die 10% + Risikozuschlag haben...

Fazit: Streng theoretisch betrachtet ist fremdfinanziert teurer.

Was Leasing attraktiv macht:

- man braucht sich keine Gedanken um den Restwert des Pkw machen bzw. lange rumsuchen, ob man ei n gutes Angebot hat

- die Kosten kann man sehr kalkulierbar halten (mit den Zusatzpaketen für anfallende Kosten etc.)

 

Ich denke der Hauptgrund für Leasing/Kreditfinanzierung (das bitte ich jetzt nicht abwertend zu verstehen), liegt daran, dass die wenigsten Menschen die Barmittel zur Verfügung haben um sich das Auto einfach zu kaufen. Bei Firmen ist dies sicherlich etwas anders gelagert. Da will man ungern die Liquidität hergeben.

Ich bin grundsätzlich anderer Meinung, wie auch schon mehrfach hier diskutiert.

Ein Privatnutzer ist von einem geschäftlichen Nutzer zu unterscheiden.

Je nach Nutzung ergeben sich unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen.

Leasing hat definitiv mehr Vorteile für geschäftliche Nutzung:

- je nach Leasingart fester Restwert

- mittelfristig fest kalkulierbare Kosten

- enormer Vorteil: nach der Nutzdauer, geht der Wagen einfach zurück und man ist ihn los

- enormer Vorteil: Leasingraten werden steuerlich als Kosten gesehen - weniger Steuerlast

- enormer Vorteil: geringe Beeinträchtigung der Liquidität

Beim Privatman, der 10.000km im Jahr fährt und den Wagen 6 Jahre hält ist Leasing wahrscheinlich nicht von Vorteil, außer wenn er keine Lust hat sich mit dem Verkauf nach den Jahren zu behängen.

Gruß der Spocht

Eine andere Variante, bei der ein Leasing interessant sein könnte, ist die dienstliche Nutzung eine Privatfahrzeugs. Ich habe mich noch nicht von einem Steuerberater beraten lassen, muss mich aber auch erst in ein paar Monaten wieder entscheiden. Aber Szenario ist folgendes:

Arbeitgeber bietet statt Firmenwagen (vorgegebenes Modell/Ausstattung) eine Car Allowance für die Nutzung eines Privat PKW an. Arbeitnehmer fährt pro Jahr ca. 40.000km, davon min. 30.000km dienstlich. Das wird per Fahrtenbuch nachgewiesen, ebenso die tatsächlichen Fahrzeugkosten pro Jahr durch entsprechende Belege. Nun müssten 75% dieser Fahrzeugkosten als Werbungskosten angesetzt werden können (abzüglich eventueller Erstattungen des Arbeitgebers) und mindern somit die Steuerlast.

In dem Szenario muss auf Grund der Fahrleistung nach maximal vier Jahren eh ein neues Auto her, älterer Gebrauchtwagen kommt ebenso nicht in Frage (KM Leistung) und man möchte möglichst kalkulierbare Kosten haben und hohe Reparaturkosten meiden.

In dem Fall kann ein einigermassen günstiges Full-Service-Leasingangebot (inkl. Reparaturen, Wartung, Reifen) eine gute Alternative sein, zumal der Wiederverkauf von Autos mit Kilometerständen weit jenseits der 100.000 kein Spass ist.

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