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Avensis T25 D4D Turbo- Probleme (Diagnose?)

Toyota Avensis 2 (T25)
Themenstarteram 26. Juli 2016 um 18:14

Werte Foristi, mein treuer Avensis streckt nach gerade mal 240tkm die Waffen.

Machte sich das Ganze zunächst durch Leistungsmangel in den unteren Drehzahlregionen bemerkbar, so ist es inzwischen ein einziger Verdruss.

Anfangs stand wiegesagt der erwähnte Leistungsmangel, um die 2000 Touren herum setzte dann allerdings der Turbo ein und verrichtete in gewohnter Manier seine Arbeit.

Seit letzter Woche "kommt" er nur noch im Bereich um/über die 3000 Umin, aber auch nicht gleichmäßig.

Mal früher, mal später hab ich das Gefühl .

Vorgestern dann mit gelber "Motorkaputtlampe", die war heute jedoch wieder weg.

Fehler bis dato noch keine auslesbar (ist aber auch nur ein kleines Autec Taschenlesegerät)

Wenn der Turbo noch einsetzt, tut er das spürbar. Vielleicht nicht ganz so gut wie früher, aber da das eh ein schleichender Prozess war, merk ich das wohl auch nicht so deutlich. Vortrieb findet dann also durchaus statt.

Es handelt sich um den 2,2l mit 177 PS.

Bisher überprüft:

VTG Gestänge - ist freigängig.

Zieht man den Schlauch an der Unterdruckdose im Standgas ab, fällt das Gestänge der VTG nach unten, steckt man ihn wieder an, fährt das Gestänge wieder ganz nach oben. Freigängig scheint es also zu sein.

Ohne Schlauch drauf setzt der Turbo überhaupt nicht ein. Verfahrweg etwa 3 cm.

Marderschaden ist keiner sichtbar, was allerdings nix heißen muss.

Die Schläuche zu dem Unterdruck- Ventilblock scheinen okay zu sein.

Wie ist die Vorgehensweise für eine Diagnose?

Hat schonmal jemand den Turbo ausgebaut und kann mir sagen, ob der Motor dazu abgesenkt werden muss im Falle eines Falles?

Hintergrund: Habe den Wagen mit 200tkm von einer Lady erworben, die nach Gehör gefahren ist. Billig. Sieht schei*e aus, überall verkratzt und kalt verformt - aber fuhr bis dato top. Jetzt ist HU fällig und noch ein paar andere Dinge und ich überlege, oib ich den Guten einem Rotationseuropäer überlassen soll, oder eben nicht.

Danke im Voraus!

 

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4 Antworten

Zitat:

@WildererSepp schrieb am 26. Juli 2016 um 18:14:28 Uhr:

Werte Foristi, mein treuer Avensis streckt nach gerade mal 240tkm die Waffen.

Machte sich das Ganze zunächst durch Leistungsmangel in den unteren Drehzahlregionen bemerkbar, so ist es inzwischen ein einziger Verdruss.

Anfangs stand wiegesagt der erwähnte Leistungsmangel, um die 2000 Touren herum setzte dann allerdings der Turbo ein und verrichtete in gewohnter Manier seine Arbeit.

Seit letzter Woche "kommt" er nur noch im Bereich um/über die 3000 Umin, aber auch nicht gleichmäßig.

Mal früher, mal später hab ich das Gefühl .

Vorgestern dann mit gelber "Motorkaputtlampe", die war heute jedoch wieder weg.

Fehler bis dato noch keine auslesbar (ist aber auch nur ein kleines Autec Taschenlesegerät)

Wenn der Turbo noch einsetzt, tut er das spürbar. Vielleicht nicht ganz so gut wie früher, aber da das eh ein schleichender Prozess war, merk ich das wohl auch nicht so deutlich. Vortrieb findet dann also durchaus statt.

Es handelt sich um den 2,2l mit 177 PS.

Bisher überprüft:

VTG Gestänge - ist freigängig.

Zieht man den Schlauch an der Unterdruckdose im Standgas ab, fällt das Gestänge der VTG nach unten, steckt man ihn wieder an, fährt das Gestänge wieder ganz nach oben. Freigängig scheint es also zu sein.

Ohne Schlauch drauf setzt der Turbo überhaupt nicht ein. Verfahrweg etwa 3 cm.

Marderschaden ist keiner sichtbar, was allerdings nix heißen muss.

Die Schläuche zu dem Unterdruck- Ventilblock scheinen okay zu sein.

Wie ist die Vorgehensweise für eine Diagnose?

Hat schonmal jemand den Turbo ausgebaut und kann mir sagen, ob der Motor dazu abgesenkt werden muss im Falle eines Falles?

Hintergrund: Habe den Wagen mit 200tkm von einer Lady erworben, die nach Gehör gefahren ist. Billig. Sieht schei*e aus, überall verkratzt und kalt verformt - aber fuhr bis dato top. Jetzt ist HU fällig und noch ein paar andere Dinge und ich überlege, oib ich den Guten einem Rotationseuropäer überlassen soll, oder eben nicht.

Danke im Voraus!

Hi

Ich werde vorschlagen, dass du zuerst AGR-Ventil reinigst.

Es ist auch die Zeit DPF zu reinigen.Es könnte sein, dass d-cat 5 Einspritzdüse nicht mehr korrekt arbeitet.

Sonst einfach fahr vorher warmes Auto über 20-30 min mit 5 gang(bei 6 gang Getriebe) 90-130 auf dem Autobahn.Anders gesagt fahr über 3500 U/min. mit 5 gang 30 min. lang.

Im voraus solltest du aber die Ölstand in der Getriebe prüfen, da bei ständig erhöhte Umdrehungen ausrechend Öl in der Gättuebe sein sollte.

LG

Themenstarteram 28. Juli 2016 um 16:44

Kaputtmacher, Du bist mein Held!!!!!

Habe nach Genuss einer hervorragenden Videoanleitung auf Youtube mmal das AGR Ventil ausgebaut und einen erstaunten Blick in den darunterliegenden Flansch geworfen. Der war D I C H T . Üblicherweise sollte man da drinnen 3 Kanäle sehen, durch die Abgase nach oben strömen können, sichtbar war davon genau noch einer - und auch dessen Querschnitt war auf unter die Hälfte reduziert.

Das Ventil selber saß so zu, dass es nicht mehr in der Lage war zu schließen, die Ventilsitze waren komplett zugesifft.

Das AGR auszubauen ist Kinderfasching, sind insgesamt 6 Schrauben mit 12er Kopf, sowie 3 5er Imbusschrauben um den Magnetschalter abzunehmen.

Nachdem dieses Problem auch noch Anderen ins Haus stehen dürfte, will ich die Antwort ausführlich gestalten, damit alle was davon haben.

Die Arbeit ist auch für Laien in längstens einer Stunde machbar.

Nach dem Ausbau des AGR (Stecker abstöpseln nicht vergessen!) welches schön zugänglich unter der schwarzen Motorabdeckung an der Frontseite des Motors sitzt und oben ein silbernes Rohr weggehen hat, kann man das besagte AGR also entnehmen. Man trennt Ventil und Magnetschalter, kratzt erstamal das Kästchen im Krümmer frei. Bei mir kamen da 2 gehäufte Esslöffel Russablagerung weg. Geht mit einem normalen Schraubenzieher.

Das Ventil selbst hat oben eine Feder, die von einem Teller gehalten wird.

Feder zusammendrücken, Teller abziehen, Feder entnehmen.

Den Deckel auf der Gegenseite, der mit 2 Kreuzschrauben gehalten wird, kriegt man kaum runter. Die Dichtmase klebt wie der Teufel. Macht aber nix, es geht auch so ganz bequem , also lasst ihn ruhig drauf!

Jetzt kann man das Ventil mit der Hand drehen, sowie auf- und ab bewegen.

Im Ventilgehäuse möglichst erstmal den ganzen erreichbaren Ruß wegkratzen.

Dazu ist ein Hartholz- oder Plastikstäbchen ideal, kein Metall bitte.

Wer (so wie ich) einen starken Ultraschallreiniger hat, kann sich jetzt ne Kippe anbrennen und zurücklehnen, für den Rest ist hartes Popeln angesagt.

Man kann das Ding übrigens erstklassig mit Cilit Bang für Fett und Eingebranntes, sowie einer Bürste oder einem Pinsel reinigen.

Die Ventilsitze sollten danach genau wie die Ventilränder metallisch blank sein.

Wer viel Zeit hat, badete es für n paar Stunden darinnen und geht immer mal mit dem Pinsel rein.

Meins sieht jetzt wieder aus wie neu, also alles zusammenbauen (Feder und Sicherungsteller nicht vergessen!) und ab ins Auto damit!

Der erste Startversuch war absolut ernüchternd- ich hatte das Gefühl, die Mühle rennt nur auf 3 Zylindern, er hat sich geschüttelt und ist ausgegangen. Lief wie n Sack voll Nüsse.

Nach etwa einer Minute war er perfekt wieder da, hängt am Gas wie Sau und der Turbo kommt wieder wie einst im Mai.

Ich möchte nicht wissen, was dafür bei Toyota aufgerufen wird.

Dickes fettes DANKE !

Zitat:

@WildererSepp schrieb am 28. Juli 2016 um 16:44:00 Uhr:

Kaputtmacher, Du bist mein Held!!!!!

Habe nach Genuss einer hervorragenden Videoanleitung auf Youtube mmal das AGR Ventil ausgebaut und einen erstaunten Blick in den darunterliegenden Flansch geworfen. Der war D I C H T . Üblicherweise sollte man da drinnen 3 Kanäle sehen, durch die Abgase nach oben strömen können, sichtbar war davon genau noch einer - und auch dessen Querschnitt war auf unter die Hälfte reduziert.

Das Ventil selber saß so zu, dass es nicht mehr in der Lage war zu schließen, die Ventilsitze waren komplett zugesifft.

Das AGR auszubauen ist Kinderfasching, sind insgesamt 6 Schrauben mit 12er Kopf, sowie 3 5er Imbusschrauben um den Magnetschalter abzunehmen.

Nachdem dieses Problem auch noch Anderen ins Haus stehen dürfte, will ich die Antwort ausführlich gestalten, damit alle was davon haben.

Die Arbeit ist auch für Laien in längstens einer Stunde machbar.

 

Gern geschehen!!!

du konntest dir es noch leichter machen und AGR- Ventil mit Backofen-Reiniger bearbeiten (Bei Netto kann man für 1.80 kaufen :) ).Man soll nun AGR grob reinigen und dann paar mal im warmes Waser abspülen und Schaum aus Backofen- Reiniger rein spritzen und 30 min. liegen lassen. Es reinigt so stark, dass AGR von inneren glänzt wie neu.

Sonst hast du wieder freunde an dem Auto!!!

Super

LG

Nach dem Ausbau des AGR (Stecker abstöpseln nicht vergessen!) welches schön zugänglich unter der schwarzen Motorabdeckung an der Frontseite des Motors sitzt und oben ein silbernes Rohr weggehen hat, kann man das besagte AGR also entnehmen. Man trennt Ventil und Magnetschalter, kratzt erstamal das Kästchen im Krümmer frei. Bei mir kamen da 2 gehäufte Esslöffel Russablagerung weg. Geht mit einem normalen Schraubenzieher.

Das Ventil selbst hat oben eine Feder, die von einem Teller gehalten wird.

Feder zusammendrücken, Teller abziehen, Feder entnehmen.

Den Deckel auf der Gegenseite, der mit 2 Kreuzschrauben gehalten wird, kriegt man kaum runter. Die Dichtmase klebt wie der Teufel. Macht aber nix, es geht auch so ganz bequem , also lasst ihn ruhig drauf!

Jetzt kann man das Ventil mit der Hand drehen, sowie auf- und ab bewegen.

Im Ventilgehäuse möglichst erstmal den ganzen erreichbaren Ruß wegkratzen.

Dazu ist ein Hartholz- oder Plastikstäbchen ideal, kein Metall bitte.

Wer (so wie ich) einen starken Ultraschallreiniger hat, kann sich jetzt ne Kippe anbrennen und zurücklehnen, für den Rest ist hartes Popeln angesagt.

Man kann das Ding übrigens erstklassig mit Cilit Bang für Fett und Eingebranntes, sowie einer Bürste oder einem Pinsel reinigen.

Die Ventilsitze sollten danach genau wie die Ventilränder metallisch blank sein.

Wer viel Zeit hat, badete es für n paar Stunden darinnen und geht immer mal mit dem Pinsel rein.

Meins sieht jetzt wieder aus wie neu, also alles zusammenbauen (Feder und Sicherungsteller nicht vergessen!) und ab ins Auto damit!

Der erste Startversuch war absolut ernüchternd- ich hatte das Gefühl, die Mühle rennt nur auf 3 Zylindern, er hat sich geschüttelt und ist ausgegangen. Lief wie n Sack voll Nüsse.

Nach etwa einer Minute war er perfekt wieder da, hängt am Gas wie Sau und der Turbo kommt wieder wie einst im Mai.

Ich möchte nicht wissen, was dafür bei Toyota aufgerufen wird.

Dickes fettes DANKE !

Hi, wollte nix neues aufmachen für mein T25.

Ähnliches Problem, AGR putzen half nicht. Wie merkt man wenn das AGR defekt ist? Kann ich das zum Testen nur es Deaktivieren/Blindmachen um zu sehen ob es defekt ist?

Hab auch Turbogestänge gelesen. Wie lokalisiere ich das am D4D Cat 177 Ps?

 

So übel ein Turboloch wie in den 70 ern....

Grüße Eddie

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