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Automatikführerschein, Handschalter fahren

Themenstarteram 5. Januar 2021 um 10:31

Hi,

folgender Link beschreibt, dass wohl ab diesem Jahr auch mit einem Automatikfahrzeug die Prüfung gemacht werden kann und dann trotzdem Schalter gefahren werden darf. Zwar hat man 10 Fahrstunden mit einem Schalter, aber glaubt ihr das reicht?

Habt ihr dabei Bedenken?

Ich denke, dass in Zukunft Werkstätten gut Geld machen durch häufige Kupplungswechsel :D

 

https://www.google.com/.../%3famp

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32 Antworten

Leute die ausschliesslich auf Automatik gelernt haben und dann Schalter fahren wollen stelle ja auch keine sooooo große Gefahr da, die kommen ja nicht sehr weit :)

Ich glaube einfach, hier passt man die Regelungen an die aktuelle Zeit an.

Diese Regelung wurde vor zig Jahren (1972) erdacht, damals waren Automatikgetriebe unterhalb der Luxusklasse absolute Exoten. Den "Automatikschein" machten daher eher Leute mit Einschränkungen / Behinderungen.

Heute sind sie nahezu "Standard". Schon Autos im Bereich BMW 3er oder Mercedes C-Klasse sind entweder gar nicht mehr oder nur in wenigen Motorisierungen überhaupt als Handschalter erhältlich, in der "Golfklasse" haben sie oberhalb der Basisausstattungen Marktanteile von >2/3.

Die manuelle Schaltung gehört - ob man wahr haben will oder nicht - zur aussterbenden Gattung. Mit zunehmender Elektrifizierung sowieso.

Also nur konsequent, daß man diese antiquierte Regelung nun streicht.

Das ganze hat eine bewegte Geschichte:

1972-1983 war die Bedingung für die Einschränkung auf "Automatik": Prüfungsfahrt mit Automatik UND <6 Fahrstunden auf Handschalter.

(6 oder mehr Fahrstunden im Handschalter befreiten also schon damals von der Einschränkung).

1983-1986 wurde diese Einschränkung zu einem Hinweis, ohne rechtliche Bedeutung.

Erst ab 1986 wurde die Einschränkung wieder bindend.

Mit dem was man jetzt will, geht man also im Prinzip wieder in die Zeit von 72-83 zurück, nur daß nun 10 anstatt von 6 manuellen Fahrstunden verlangt werden.

Die Voraussetzungen für einen Entfall der "Automatik - Einschränkung" wurden im Vergleich zu dieser Zeit also strenger, nicht lockerer.

Denn aus 6 soll ja nun 10 werden.

In meiner gesamten Familie gibt es niemanden mehr der einen Schaltwagen fährt, außer meine Frau :D

Ebenso im Kollegenkreis sind Automatikautos seit den Doppelkupplern eher die Regel als die Ausnahme.

Meine beiden Töchter werden weder lernen ein Schaltgetriebe zu fahren, noch eine Telefonzelle oder eine Zapfsäule zu bedienen. Ich kenne Choke und Zwischengas auch nur aus Erzählungen. Das ist einfach der Lauf der Dinge.

In meinem E-Up ist eine Schaltkulisse von einem "klassischem" Automatikfahrzeug nachempfunden (PRND-B), obwohl es Neutral bei Elektroautos gar nicht gibt. Zudem "kriecht" der E-Up bei "D" und lösen der Bremse auch los wie man es vom konventionellen Auto her kennt, obwohl es kein Standgas / Leerlaufdrehzahl gibt.

Andere Hersteller verbauen gar keine klassische Schaltkulisse mehr, weil sie aus technischer Sicht gar nicht mehr relevant ist. Von daher ist das mit den Führerscheinen in meinen Augen schon okay.

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