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Autohaus will Überweisung bevor Brief und Fahrzeug ausghändigt werden

Themenstarteram 25. Febuar 2020 um 9:41

Hallo,

 

ich habe einen Neuwagen der Kompaktklasse gekauft. Dieser ist gekauft ohne Finanzierung, das Geld liegt auf dem Konto zur Überweisung. Was mich etwas stutzig macht, das Autohaus will die Zahlung, bevor ich den Brief bzw. das Auto bekomme. Abholtet min ist für nächsten Dienstag gemacht, das Auto ist da, ich habe es schon kurz angeschaut. Bargeld möchte das Autohaus nicht.

 

Ich vermute, dass alles Glatt geht, es ist ein größeres Autohaus, das nicht den Eindruck macht in den nächsten Tagen pleite zu gehen. Allerdings möchte ich den Betrag auch nicht riskieren. Für Vermutungen ist er etwas hoch. Wie läuft sowas normalerweise ab?

 

Viele Grüße,

 

s40t5

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118 Antworten
Themenstarteram 27. Febuar 2020 um 15:21

Ja genau, er unterstellt mir erstens, das ich meine Rechnungen nicht bezahle und wenn ich mit Bargeld komme, das es gefälscht ist. Ist schon etwas hart die Nummer. Ich könnte ihm locker vor Ort die Überweisung am Rechner machen, will er nicht. Habe Lastschrift angeboten, will ich er nicht.

 

Werde da vermutlich nicht nochmal kaufen. Wobei ich erstmal sehen möchte, wie der Service beim Betrieb des Wagens so ist.

Ich hab meinen Zafira auch so gekauft. Kaufvertrag unterschrieben und den Kaufpreis überwiesen. Die Papiere und der Tüv Bericht zum Anmelden kam per Einschreiben, wenn der Händler seriös ist passiert da nichts.

...eigentlich -ums mal vorsichtig auszudrücken- hättest Du als Kunde allen Grund entsetzt / beleidigt zu sein, da der Händler deine Solvenz / Zahlungsmoral / etc. anzweifelt bzw. ggf. sogar Straftaten (Falschgeld) unterstellt.

hat das Autohaus keinen Geldzählautomaten, der gleichzeitig die Echtheit prüft? Oder wenigstens einen Geldscheinprüfer?

Sowas ist doch Standard.

Moin,

Ist schon ne seltsame Weltanschauung ...

Zum einen bin ich mir sicher, dass im KV ein Eigentumsvorbehalt enthalten sein wird, weshalb er den Rest bzgl. Pfandrecht gar nicht benötigen würde ...

Und zum anderen er misstraut dir in jeder Hinsicht, hält sich aber für grundsätzlich vertrauenswürdig ... Etwas komisch :D

LG Kester

Themenstarteram 27. Febuar 2020 um 16:00

Ja, die Katze beißt sich da ein bisschen in den Schwanz. Klar verstehe ich vollkommen, dass er keine 25k€ aufs Spiel setzen will, will ich ja auch nicht. Aber es macht irgendwie auch den Anschein, dass es für ihn das Ende wäre, was ja irgendwie auch wieder meine These stützt, dass es ja doch sein könnte, dass es finanziell nicht so gut steht um das Autohaus. Egal, es wird jetzt so gemacht und gut. Ich werde wohl beim nächsten Wagen woanders kaufen und werde meine Enttäuschung über das Geschätsgebaren auch ganz klar Kund tun. Ich habe vor ein paar Wochen eine Maschine in einem ähnlichen Preissegment gekauft, die erste bei dem Händler. Ich habe sie abgeholt, Rechnung bekommen und innerhalb der Frist auf der Rechnung bezahlt. Anderswo geht das regelmäßig. Die Beträge sind oft hoch vierstellig und manchmal fünfstellig.

Tja, ein Bekannter von mir hat für über 4.000,- € einen Rasentraktor per Rechnung ausgeliefert - und wartet heute noch auf das Geld. Insolvenzverfahren gegen den Käufer lief bereits, einige Strafverfahren auch und die Hausdurchsuchung hat keinen Rasentraktor zum Vorschein gebracht.

@Badland : "wenn der Händler seriös ist passiert da nichts" - und wenn der Händler nicht seriös ist...Merkt man meistens erst, wenn es zu spät ist.

So ich hab mal mit unserem Autohaus gesprochen. Auch wenn in der Bestellung Überweisung steht. Barzahlung geht natürlich auch. Werde ich aber trotzdem überweisen. Möchte echt nicht mit 25.000 eur rum rennen.

Zitat:

@Badland schrieb am 27. Februar 2020 um 15:25:34 Uhr:

Ich hab meinen Zafira auch so gekauft. Kaufvertrag unterschrieben und den Kaufpreis überwiesen. Die Papiere und der Tüv Bericht zum Anmelden kam per Einschreiben, wenn der Händler seriös ist nicht zwischen Erhalt der Kaufsumme und Versand der Papiere bzw. Aushändigungdes Autos Insolvenz anmeldet passiert da nichts.

Konnte mir eine kleine Korrektur nicht verkneifen.

Seriosität bedeutet nicht zwangsläufig, dass er nicht (unverschuldet) zahlungsunfähig werden kann.

Haben die keine Geldzählmaschine die Falschgeld erkennt? Hast du im 10 Einwohner Dorf gekauft? :D

Zitat:

@PeterBH schrieb am 27. Februar 2020 um 19:27:53 Uhr:

@Badland : "wenn der Händler seriös ist passiert da nichts" - und wenn der Händler nicht seriös ist...

...wird der Verkäufer, der endlich seinen Dezember-lohn will, sich nix anmerken lassen ;)

Erinnert mich irgendwie an meinen Schwager, der früher im Kfz.-Betrieb gearbeitet hat. In der Endphase wurden von Kunden an der Kasse gezahlte Rechnungen auch direkt in der Belegschaft aufgeteilt.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 28. Februar 2020 um 15:10:17 Uhr:

... Kfz.-Betrieb ... In der Endphase wurden von Kunden an der Kasse gezahlte Rechnungen auch direkt in der Belegschaft aufgeteilt.

so im Sinne von:

"Hey Chef! In der Kasse sind gerade 4.000 Euro - wie wäre es mit einer Anzahlung von 500 Euro pro Kopf auf den noch ausstehenden Lohn von letztem Monat?!"

(während alle 7 Mann und die Dame aus dem Büro drohend einen 32er Schlüssel/ein Radkreuz/usw. in der geballten Faust halten ;) )

Hauptstelle war 20 km entfernt im Nachbarort, in der Nebenstelle Kfz.-Gesellen/Meister und mein Schwager im kfm. Teil. Wenn die in der Hauptstelle mitkriegten, dass eine Rechnung bar bezahlt war, war das Geld schon aufgeteilt. Da hat keiner groß gefragt. Konkurs war einige Monate später.

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