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Autofahren bald unbezahlbar?

Themenstarteram 4. Juni 2004 um 13:46

In der einschlägigen Boulevard-Presse habe ich heute die Schlagzeile gelesen „Autofahren bald unbezahlbar?“. Die Benzinpreise sind ja in den letzten Wochen wirklich auf einem sehr, sehr hohem Niveau und sollen dort auch bleiben bzw. noch höher gehen. Aber kann von euch einer feststellen, das jemand – vielleicht sogar ihr selbst – irgendwelche Sparmaßnahmen einleitet.

Es wird doch weiterhin Optimax getankt mit quietschenden Reifen von der Tankstelle weggefahren und jeder kleinste Lücke im Gegenverkehr für’s Runterschalten und überholen benutzt. Also nicht unbedingt eine spritsparende Fahrweise praktiziert.

Haben vielleicht wirklich alle noch große „Geldreserven“ und jammern nur aus Protest und weil es modern ist?

Bin mal auf eure Antworten gespannt.

Gruß Lomax

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72 Antworten

interessanter Beitrag. den gleichen Gedanken hatte ich auch schon. Solange die Leute noch Geld für andere Sachen übrig haben (z.b. Alufelgen, die ja nur aus optischen Gründen gekauft werden und ohne praktischen Nutzen sind) muss auch irgendwo noch Geld da sein.

Du postest hier im MB-Forum. Ein MB gehört immer zum teuersten seiner Klasse, soll heißen, solange noch Geld für einen MB da ist, müssten die Spritkosten auch noch bezahlbar sein. Demzufolge dürfe es hier auch keinen geben, der rummjammert, er müsste jetzt an anderer Stelle sparen.

Ich nehme mich davon nicht aus. Solange noch Geld für ein 30k EUR Auto da, kanns so schlimm nicht sein. Einen Daewoo/Kia oder sonstwas würde ich mir aber trotzdem nicht kaufen, da lieber bei Volvo bleiben und eine Klasse kleiner fahren (S40/V50)

Allerdings habe ich jetzt meine Umrüstung auf 18" Alus gecancelt und werde stattdessen eine Flüssiggasanlage nachrüsten. Aber nicht unbedingt wegen des absoluten Benzinpreises, sondern mehr weil mir die Ölmultis und der Staat mit ihrem Preis rauf und runter (eher rauf) auf den Sack gehen und weil ich die Technologie interessant finde. Der Umweltgedanke spielt eine kleine Rolle, was interessiert es schon das Weltklima ob ein Auto mehr oder weniger umweltfreundlich unterwegs ist. Die Masse machts dann nur und die wird nicht kommen.

Trotzdem wird es viele geben (die sich nicht im MB-Forum tummeln, sich vielleicht nicht mal einen PC leisten können) die bei den derzeitigen Spritkosten und der gesunkenen Pendlerpauschale richtig rechnen müssen und an ihre finanziellen Grenzen stoßen.

Aber ehrlich gesagt, habe ich seit den hohen Benzinpreisen weder mehr Radfahrer gesehen, geschweige denn fahren am Wochenende weniger Leute sinnlos mit dem Auto rum.

Kurzum, ich denke für ein Umdenken und Handeln (benzinsparenderes Auto, weniger rumgegurke am Wochenende) ist der Benzin noch zu billig, auch wenn jetzt alle auf mir rumhacken

Ciao,

Eric

Themenstarteram 4. Juni 2004 um 15:46

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.

interessanter Beitrag. den gleichen Gedanken hatte ich auch schon. ...

Hatte mir es schon eine Weile überlegt, ob ich diesen Thread anstoßen soll, weil es ja ein ziemlich unbequemes Thema ist. Aber umso mehr freue ich mich zumindest einen gleich oder ähnlich denkenden Menschen gefunden zu haben.

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.

... Du postest hier im MB-Forum. ...

MB-Forum deswegen, weil ich dies als MB-Fahrer natürlich als mein Haus-Forum ansehe und so ein heikles Thema ungern in einem „to fast to furious-Forum“ einstellen möchte. :D

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.

...Aber ehrlich gesagt, habe ich seit den hohen Benzinpreisen weder mehr Radfahrer gesehen, geschweige denn fahren am Wochenende weniger Leute sinnlos mit dem Auto rum...

Ich auch nicht und McDonald und Burger King ist auch voll :D

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.

..Die Masse machts dann nur und die wird nicht kommen...

Da hast du leider recht.

 

Ich frage mich manchmal auch wie man Menschen, denen es materiell supergut geht nahe bringen kann, dass es ihnen supergut geht. Hatte da zu Teil in meinem Bekanntenkreis schon die heftigsten Diskussionen.

Werde man weiter überlegen.

Gruß Lomax

was fährst Du für einen Stern?

"interessanter Beitrag. den gleichen Gedanken hatte ich auch schon. Solange die Leute noch Geld für andere Sachen übrig haben (z.b. Alufelgen, die ja nur aus optischen Gründen gekauft werden und ohne praktischen Nutzen sind) muss auch irgendwo noch Geld da sein.

Du postest hier im MB-Forum. Ein MB gehört immer zum teuersten seiner Klasse, soll heißen, solange noch Geld für einen MB da ist, müssten die Spritkosten auch noch bezahlbar sein. Demzufolge dürfe es hier auch keinen geben, der rummjammert, er müsste jetzt an anderer Stelle sparen.

Ich nehme mich davon nicht aus. Solange noch Geld für ein 30k EUR Auto da, kanns so schlimm nicht sein. Einen Daewoo/Kia oder sonstwas würde ich mir aber trotzdem nicht kaufen, da lieber bei Volvo bleiben und eine Klasse kleiner fahren (S40/V50)"

 

ähh? was soll das denn bitte schön heißen? nur weil ich nen benz fahre und alus drauf hab, heißt es noch lange net das ich mich ausnehmen lassen muß und ich 100euro scheine benutze um meine zigaretten anzumachen :rolleyes:

ach ja und zur der sache "teuerste seiner klasse" :rolleyes: du tust ja so als würde dein VOLVO dir hintergeworfen worden *zynisch* :D

teuerer? die anderen haben schon aufgeholt, guck dir mal die VW und AUDI preise an!

das ist wie bei den zigaretten es gibt auch millliardäre die sich totärger warum ne schachtel jetzt 4euro kostet! darf er sich net ärgern? soll er dann 20euro bezahlen? ein auf, "das kratzt ihn doch sowieso nichts, sind doch peanuts."

du fährst ja auch kein billigen wagen!

ach ja, die ölkrise 1979 war viel schlimmer als jetzt, damals hat ein berell 70 dollar gekostet jetzt sind es ja moderate 40dollar.

vielleicht sollte die welt endlich peilen das die ZEIT des erdöls so langsam zuende geht oder sie sollte aufhören paranoid zusein.:)

Zitat:

Original geschrieben von MumiMB

...vielleicht sollte die welt endlich peilen das die ZEIT des erdöls so langsam zuende geht oder sie sollte aufhören paranoid zusein.:)

Jetzt können wir hier alle miteinander argumentativ mit einer MIschung aus Selbsdarstellung, individuelle Unmöglichkeit auf wenigverbrauchende Autos, Trotzköpfchenreagtionen usw. letzendlich nur rumalbern.

Tatsache ist, dass unsere Energieverschwendung mit allen Folgen, nur begründet durch den Egoismus und Unverzicht des Einzelnen nichts anderes ist als ein kollegtives Wahnsinnssyndrom.

Dabei spielt es nun wirklich keine Rolle, ob die Welt aus einem DC, AX oder BY-Auspuff vergiftet wird.

Ich hoffe, bis hierhin sind wir uns einig.

Schönen Gruß an meine Mittäter, Tempomat

am 4. Juni 2004 um 18:33

Ob ich nen neuen Benz fahre oder ne 15 Jahre Kiste fahre - im Unterhalt (Wartung, Reparaturen, Steuer, Versicherung, Benzin) dürfte der neue Benz eher billiger sein als der die alte Schüssel. Daher würde ich nicht vom neuen Auito darauf schließen, daß es dem Fahrer zu gut geht.

 

Zum Thema Autofahren bald unbezahlbar verweise ich auf Osteuropa. 90 Cent pro Liter sind für uns vielleicht paradiesisch, bei einem Durchschnittseinkommen von 400 - 500 Euro sieht das aber völlig anders aus. Trotzdem wird auch dort Auto gefahren - offenbar sind die Leute bereit, für Mobilität jeden Preis zu bezahlen.

Gruß

Eine Galone Benzin kostet in Venezuela 0,14 cent :D

also kostet benzin dort je liter circa 0,5 cent, loool!

das ist kein scherz ist wirklich so, in tadschikistan ist das auch so ähnlich!

am 4. Juni 2004 um 20:16

Venezuela ist aber auch Opec-Mitglied... habe heute in der Zeitung gelesen, daß an den Tankstellen in Saudi-Arabien nie ein Preis dran steht - der ist immer gleich.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Bleifußindianer

Ob ich nen neuen Benz fahre oder ne 15 Jahre Kiste fahre - im Unterhalt (Wartung, Reparaturen, Steuer, Versicherung, Benzin) dürfte der neue Benz eher billiger sein als der die alte Schüssel. Daher würde ich nicht vom neuen Auito darauf schließen, daß es dem Fahrer zu gut geht.

Da stimme ich dir 100%ig zu.

Re: Autofahren bald unbezahlbar?

 

Zitat:

Original geschrieben von Lomax007

Es wird doch weiterhin Optimax getankt mit quietschenden Reifen von der Tankstelle weggefahren und jeder kleinste Lücke im Gegenverkehr für’s Runterschalten und überholen benutzt. Also nicht unbedingt eine spritsparende Fahrweise praktiziert.

Nichts gegen dich persönlich, aber wenn ich sowas höhre, kommt mit echt die Galle hoch!

Was hat das mit sparen zu tun, wenn numal das Auto für viele ein Hobby ist?!?! NIX!

Ob ich jetzt 1000€ in meine elende Märklineisenbahn stecke, mir für das Geld Alus kaufe, oder Kinderüberaschungseier, oder gar mir die Reiterhosen absaugen lasse!

Das ist doch der springende Punkt: Es heisst so schön: Das Auto ist des deutschen liebstes Kind! Das Hobby wird aber immer anstrengender.

Und mit quitschenden Reifen loszufahren machen sowieso nur die pubertierenden Teenies, die eben einen kleinen haben, oder die alten Bonzen, die ihre Jungend mit lernen "versaut" haben, und jetzt auch noch "cool" sein wollen.

Mir gehen die Scheiss Ölmultis auf den Sack, genauso wie die verfluchten Mineralölgesellschaften. Warum?! Beispiel: Da hat mal so ein Typ irgendwas erfunden, wie man locker 50% des Heizöles einsparen kann, bei gleichem Nutzwert.

Was war: Die haben dem ein batzen gezahlt, der ist ab in die Karibik und seine Erfindung, die echt mal die Umwelt schonen würe, und Öl sparen helfen könnte, liegt jetzt im Save von denen, wie das der Tempomat in seinem wirren Sätzen, die halt gebildet klingen sollen, ala "Tatsache ist, dass unsere Energieverschwendung mit allen Folgen, nur begründet durch den Egoismus und Unverzicht des Einzelnen nichts anderes ist als ein kollegtives Wahnsinnssyndrom" schon toll artikuliert hat.

Ich fahre echt gerne Auto, und werde das auch in Zukunft noch tun. Aber ich frage mich, wie die Regierung, z.B. es überhaupt verantworten kann, den Leuten so den Spaß zu verderben?! Z.B. wenn es ein Tempolimit geben würde.

Puh, dann kühl ich mich jetzt mal wieder ab ;)

Zitat:

Original geschrieben von MumiMB

ach ja, die ölkrise 1979 war viel schlimmer als jetzt, damals hat ein berell 70 dollar gekostet jetzt sind es ja moderate 40dollar...

...womit sich die Mineralölsteuer- und Ökosteuer-Politik praktisch selbst als Preistreiber entlarvt hat....:(

Re: Re: Autofahren bald unbezahlbar?

 

Zitat:

Original geschrieben von Captain_Future

.... wie das der Tempomat in seinem wirren Sätzen, die halt gebildet klingen sollen, ala "Tatsache ist, dass unsere Energieverschwendung mit allen Folgen, nur begründet durch den Egoismus und Unverzicht des Einzelnen nichts anderes ist als ein kollegtives Wahnsinnssyndrom" schon toll artikuliert hat.

Wat denn nu? Wirr, oder schon toll artikuliert?

Spielt in dem Zusammenhang übrigens überhaupt keine Rolle ob sich hier einer auf-oder abregt, das Leben wird die Rechnung für uns alle aufmachen. ICh kann nur für die Menschheit hoffen, dass sie ihr derzeitges Energieverschwendungs in den Griff bekommt. Wenn der mit wertvollste Rohstoff den die Menschheit als Restmenge noch besitzt innerhalb von 150 Jahren unwiederruflich verplempert obwohl sich diese Rohstoffe in 150.000.000 Jahren gebildet haben, dann brauchen wir nicht über für und wieder zu lamentieren, wir alle werden die Rechnung die der Planet Erde uns dafür stellen wird bezahlen müssen.

Gruß, Tempomat

Ich denke fasse mal meine Meinung zusammen:

Das Auto:

Autos sind unverzichtbar geworden und sind ein Teil unserer Freiheit. Für mich ist das Auto ein Hobby und Liebhaberobjekt. Und das ich einen Benz fahre heisst noch lange nicht, dass mir das Geld locker in der Tasche sitzt. Bräuchte ich nur ein einfaches Transportmittel, würde ich wahrscheinlich nur ein Corsa 1.0 in der Basisversion fahren und mein Geld für irgend ein anderes Hobby ausgeben. Da aber auch das Auto mein "Hobby" ist, fahre ich eben Mercedes. Vielleicht geht das anderen Leuten genauso und deshalb regt man sich berechtigterweise über teuren Sprit und Steuern auf, weil das Geld eben nicht auf den Bäumen wächst.

 

Umwelt + Technik:

1. Der Nutzung des Erdöls verdanken wir unsere Fortgeschrittene Technologie. Die Menscheit hat es leider nicht geschafft diese "Zwischenlösung" durch Wasserstoff zu ersetzen. Dieses MUSS aber erfolgen. Durch die massive Verweigerung der OPEC-Staaten (und auch der USA) dieser Technologie wurde die Forschung am Wasserstoffantrieb massiv blockiert. Jetzt drängt etwas die Zeit, da die Ölvorkommen in naher Zukunft nicht mehr existent sind. Wenn dies vor der Etablierung der Wasserstofftechnologie geschieht wird unser Wirschaftssystem wahrscheinlich zusammen brechen.

2. Die Produktion des Wasserstoffs muss solange durch Kernenergie erfolgen, bis uns die Technologie zur Kernfusion zur Verfügung steht. Solar- und Windenergie sind eine ineffiziente Energiequelle und Verschwendung von Geld, das an anderer Stelle wesentlich dringender benötigt wird. Klar ist die Wasserstoff- und Kernfusionstechnik noch etwas "experimentell", aber das war doch damals mit dem Verbrennungsmotor/Kernspaltungsreaktor genau so.

3. Ich denke, die Besteuerung von Fahrzeugen nach ihren Abgaswerten ist richtig und hat uns auch viele Technischen Neuerungen (Kat, Partikelfilter) gebracht, die unsere Umwelt schonen. Das die E4-Norm jetzt Pflicht wird ist gut und entlastet die Umwelt und zwingt vor allem die Hersteller von Dieselmotoren verstärkt auf Partikelfilter zu setzten. Aber was bitteschön bringt es, wenn in Deutschland und in der EU die Abgasvorschriften immer weiter verschärft werden und die Bürger mit der Ökosteuer "gemolken" werden, aber z.B. in Asien(China), Afrika und Südamerika die Umwelt weiterhin so extrem verschmutzt wird (Wissen die überhaupt was ein KAT ist?)?

Fazit: Man sollte die Mobilität jetzt nicht durch extreme Steuern einschränken, sondern den Leuten ihre Freiheit lassen, aber den Sprung vom Öl zum Wasserstoff möglichst bald schaffen. Sonst bleiben wir für einige Jahrzehnte in der Hand der OPEC und danach, wenn das Öl aus ist, sieht es düster mit der Wirtschaft aus.

Wenn ich mir das Necar von Mercedes und das Hydrogen-3-Car von Opel angucke, hoffe ich, dass ich in naher Zukunft mit Wasserstoff fahren werde.

@Tempomat

Ja, sorry, da war ich wohl etwas in fahrt.

Das stimmt sehrwohl was du da schreibtst!

Denn wenns kein Öl mehr gibt, wirds z.B. auch blad kritisch mit dem Kunststoff, den man gar nicht mehr wegdenken kann! Das Recycelte Material ist meist minderwetiger als das reine neue.

Allerdings ist es auch möglich, aus Recyclingmaterial (Gelber Sack z.B.) wieder Öl herzustellen, eben sehr teuer, da extrem Energieaufwendig.

Also das Öl geht uns nie aus, nur wird es für solch "verschwenderische" Aktionen wie Heizöl und Benzin, auf der unsere Welt nunmal aufbaut, viel zu teuer sein...

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