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Auto seit 14 Tagen im Besitz, jetzt wird Finanzierung zurückgerufen

Themenstarteram 28. November 2012 um 17:49

Habe mal eine Frage an die Spezialisten hier:

Ein Bekannter hat sich einen Passat JW gekauft mit 2,9% ganz ohne Anzahlung. Auto über Internet gekauft, zugelassen, 500km hingefahren, Vorab-Verträge erneut im Original unterschrieben, Schilder dran und nach Hause gefahren.

Jetzt meldet sich der Verkäufer: Er habe eine Mail der Bank "übersehen", dass die Finanzierung nicht zu 2,9% erfolgen könne. Er solle jetzt

a) einen Bürgen nennen

b) eine Einmalzahlung von 6000EUR leisten (Fahrzeugpreis=Finanzierungssumme=30.000EUR)

c) ohne Anzahlung die Finanzierung zu 9,49% :eek: laufen lassen.

Wir sind erst mal alle überrascht und raten ihm zu völliger Entspannung, schließlich hat das AH ja den Fehler gemacht (Ablehnung nicht gelesen und Vertrag so gemacht).

Nun ist aber die Frage: Der Finanzierungsvertrag kam ja dann offensichtlich nie zustande; er wurde ja auch nie bestätigt, man unterschreibt ja immer nur den DarlehnsANTRAG.

Wie sieht das nun aus? Kann er auf 2,9% bestehen? Oder kann das AH gar den ganzen Kauf rückabwickeln?

Wie sollte man sich verhalten?

Hintergrund: a)-c) kommen nicht in Frage bzw. wenn er MUSS, dann b. Am liebsten wäre ihm, dass das AH das Problem mit der Bank löst und es bei 2,9 bleibt. Alternativ könnte er auch die ganze Karre auf einen Schlag bezahlen - würde dann aber den Preis senken wollen.

Wie muss bzw. sollte er sich gegenüber dem AH verhalten? Und: Wenn ich recht habe, dass das AH ein Problem hat und nicht er: Um wieviel könnte man den Preis evtl. drücken? Wie viel Nachlass bzw. "Schmerzensgeld" würde der Händler wohl hinnehmen?

Es handelt sich um einen Werkswagen. Daran verdient der Händler - glaube ich - nicht viel...

Bin auf die Tipps gespannt. Ich hab ihm geraten, das AH ein Angebot machen zu lassen. Alternativ dürften sie die Karre wieder abholen (500km!) und ihm Entschädigung für den Aufwand (Auto zulassen, abholen, Winterräder kaufen etc.) erstatten. :p

Natürlich will er das nicht wirklich, sondern die Karre behalten. Und Bonität etc. ist - zumindest im Nachhinein - kein Problem. Man hatte nur einen Gehaltsnachweis gefordert. Die weiteren Einkünfte aus Vermietung etc., die sein Gehalt übersteigen, wurden gar nicht vorgelegt und könnten nachgereicht werden. Aber darum gehts nicht, er könnte bar zahlen. Also "Geld spielt keine Rolle". Hier gehts nur darum, wie kommt er am besten aus der Nummer raus ohne Zuzahlungen etc. Hätte das AH ihm den Mund mit 2,9% gar nicht erst wässrig gemacht, hätte er gar nicht finanziert. Hatte er gar nicht vor...Aber jetzt will er es eigentlich so haben, wie "gekauft".

Beste Antwort im Thema

Bei der Fallgestaltung würde ich mich wirklich an einen Fachmann wenden und mich nicht auf das gesunde Rechtsempfinden der Stammtischmehrheit verlassen. Man kann sich schnell aufhetzen lassen auf sein vermeintliches Recht zu bestehen, aber keiner derjenigen die ihn jetzt ins Feuer schicken wollen, verbrennt sich selber dabei die Finger. Vor allem nicht, wenn eine gütliche Einigung nicht eventuell noch möglich ist.

Wenn der Darlehensnehmer die erforderliche Bonität besitzt und es nur daran gescheitert ist, dass er seine sonstigen Einnahmen nicht nachgewiesen hat - warum liefert er die nicht einfach nach und sackt seine 2,9%-Finanzierung vielleicht doch noch ein?

Wenn die Finanzierung aber nicht zustande kommt wird es wirklich interessant. Klar - den Fehler hat das AH gemacht, aber vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an Sachverhalte, bei denen der Begünstigte eines Irrtums nicht einfach den Vorteil aus dem Fehler eines anderen behalten durfte. Ich würde mich also nicht allzu sehr in der Sicherheit wiegen, die Bedingungen der Problemlösung diktieren zu dürfen. Das sollte einer beurteilen der Rechtsberatung erteilen darf.

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Zitat:

Original geschrieben von 3dition

Er will ja den Wagen behalten.

Das muß er dem AH ja nicht gleich auf die Nase binden, denn damit würde er ja seinen größten Verhandlungstrumpf aus der Hand geben.

Ich denke, der Schaden für das AH wäre bei einer Rückgabe schon deutlich, denn sie hätten einen Neuwagen, der nur noch ein Gebrauchtwagen ist und nur einen solchen Preis erzielen kann. Ist ja dann nichtmal eine Tageszulassung.

Und ein Interessent würde möglicherweise wissen wollen, warum der Wagen so schnell zurück gegeben wurde. Was will der Händler dann sagen? Er würde dem Interessenten sicher nicht erzählen wollen, was er beim vorigen Kunden verbockt hat.

Als Anhaltspunkt für eine Reduzierung würde ich, wenn er den Wagen unbedingt behalten will, die Mehrkosten sowie den Aufwand plus eine kleine Entschädigung für den Stress und Ärger heranziehen.

Sollte er sich also auf mehr Zinsen einlassen, dann eben die Differenz, die er nun mehr bezahlen muss.

Den Stress und Aufwand könnte man, denke ich, durch min. 1-2 Gratis Inspektionen gut machen.

Themenstarteram 28. November 2012 um 20:56

Es ist kein Neuwagen! Ich schrieb doch Jahreswagen / Werkswagen. Ca. 8000km gelaufen, Bj 3/2012.

ah das hatte ich überlesen. Naja ok aber Mehrkosten würde ich nichts desto trotz nicht hinnehmen, also eben das ausgleichen. Und Gratisinspektion als Entschuldigung.

Themenstarteram 28. November 2012 um 21:12

Das AH ist 500km weit weg...auch das schrieb ich. :mad:

Was soll er da mit ner Gratisinspektion!?

Ich denke das ist das Problem des Verkäufers

Der Käufer hat keine falschen Angaben gemacht,deshalb würde ich keinen Grund zum Handeln sehen

Eine kurze Beratung bei einem Anwalt wird da sicherlich Klarheit schaffen

Eine Gratis- Inspektion kann er ja auch vor Ort machen lassen, der Händler muss ja nur die Kosten übernehmen und sich vorher mit dem Händler vor Ort kurzschließen. Alternativ die Rechnung nachträglich erstatten, wobei ich ersteres bevorzugen würde und es auch definitiv möglich ist, aus eigener Erfahrung (Mein Händler ist ca. 420km weit weg und ich habe Sachmängel hier vor Ort erledigen lassen, nachdem der Händler eine Freigabe an mein Autohaus vor Ort erteilt hat. Sie haben das komplett unter sich ausgemacht)

Das er 500km weit weg ist hatte ich schon gelesen, aber ich rechnete damit, dass du auch ein Stück weit mitdenkst, tut mir leid, dass dies ein Irrtum war.

So würde ich es machen:

Ich will das Auto behalten, also eine Einigung erzielen. Dazu würde ich mit dem AH sprechen, wozu sie bereit oder nicht bereit sind. Vielleicht gibt es ja noch etwas runter.

Wenn nicht, hätte ich trotzdem einen guten Kauf gemacht. Würde mir jetzt überlegen, ob ich das Auto bar zahle oder die 6000 zahle, um die günstige Finanzierung zu behalten. Das würde ich davon abhängig machen, wieviel Geld ich problemlos locker machen kann. In der heutigen Zeit bekommt man für sein Geld ja nicht viel Zinsen. Tagesgeld z.B. 1, noch was, Finanzierung 2,9, also locker 1, noch was mehr als die eigenen Zinsen. Wenn ich meine Barreserven also nicht dringend für etwas anderes benötige, spricht nichts gegen eine Barzahlung.

Zitat:

Original geschrieben von Spatenpauli

Mindestens soviel Rabatt runter handeln, daß das Autohaus nichts mehr verdient, also unter 15 % läuft nix.

MfG aus Bremen

Gesülze.

Bei einem Gebrauchtwagen kann man keine pauschalen "soviel Prozent müssen drin sein" Berechnungen machen.

Das geht allenfalls in Bezug zu Listenpreisen von Neuwagen.

Du kennst weder LP, noch genaue Ausstattung und sagst bei 30 Riesen "geht unter 15% nix".

Aufwachen!

am 29. November 2012 um 7:24

Ich würde ganz einfach vom Kaufvertrag zurücktreten.

Damit hat er dann keinen weiteren Ärger.

Bei so einem Geschäftsgebaren hat er eh keine Freude mehr mit dem AH.

Zuerst zu nem Rechtsanwalt gehen und Vertragsunterlagen prüfen lassen.

Dann Aussage geben lassen, dass man vom Kaufvertrag zurücktreten kann (wenn es Erfolg haben sollte).

Dann das Auto dem AH auf den Hof stellen und Rechtsanwalt die Sache machen lassen (inkl Forderung der Folgekosten aus dem Vertragsbruch, wie da wären: Rechtsanwaltsgebühren, Aufwendung An-/Abmeldung, Fahrkosten, Fahrzeugausfallkosten, etc).

ICh glaub hier nichts, wenn er genug Kohle hat wieso dann Auto finanzieren? Scheinbar ist die Bonität so schlecht das man für den gewünschten Zinssatz einen Bürgen oder eine Anzahlung von 20 % braucht. Ich im Umkreis habe hier nie eine Finanzierung mit Bürgen mitbekommen, ohne Bürgen ohne Anzahlung waren die Zinsen bei ca 5%. Und wenn einer Geld hat dann bekommt er ein Auto für deutlich unter 10% finanziert.

Einfache Sache wäre einfach die Gehaltsnachweise nachreichen, aber scheinbar reicht das nicht aus. Ergo es ist was faul. Eine Finanzierung ist innerhalb von einer halben Stunde genehmigt.

Zitat:

Original geschrieben von Kamazfreak

ICh glaub hier nichts, wenn er genug Kohle hat wieso dann Auto finanzieren? Scheinbar ist die Bonität so schlecht das man für den gewünschten Zinssatz einen Bürgen oder eine Anzahlung von 20 % braucht. Ich im Umkreis habe hier nie eine Finanzierung mit Bürgen mitbekommen, ohne Bürgen ohne Anzahlung waren die Zinsen bei ca 5%. Und wenn einer Geld hat dann bekommt er ein Auto für deutlich unter 10% finanziert.

Einfache Sache wäre einfach die Gehaltsnachweise nachreichen, aber scheinbar reicht das nicht aus. Ergo es ist was faul. Eine Finanzierung ist innerhalb von einer halben Stunde genehmigt.

Ja, da finde ich auch etwas nicht stimmig. Der einfachste Weg wäre es zu versuchen, die Finanzierung zu den ursprünglich angedachten Bedingungen doch noch durchzukriegen. Wenn die Bonität gegeben ist und man nur die Einkommensnachweise nicht vorgelegt hat, weil man dachte es ginge auch ohne - warum dann nicht einfach die Karten auf den Tisch und gesagt "he, Bank - ich viel gut schön Kohle! Hier Beweis!"

Wenn er das nicht will ist zu vermuten, dass es mit dem Reichtum doch nicht so weit her ist oder das zwielichtige Einkünfte im Spiel sind über die man nicht gerne Nachweis führt.

Wenn es - wie hier ausgeführt - nur einen Kreditantrag, aber keinen Kreditvertrag gibt, müssen auch keine Zinsen bezahlt werden. Dann gibt es offensichtlich auch keine Sicherungsübereignung an die Bank.

 

Was steht im Kaufvertrag über die Bezahlung? Eigentumsvorbehalt?

Wer hat den Fahrzeugschein?

 

Letztendlich kann nur ein Fachmann anhand der vorhandenen Unterlagen eine (für den Käufer günstige) Empfehlung für das weitere Vorgehen geben.

 

O.

Zitat:

Original geschrieben von heltino

Zitat:

Original geschrieben von Spatenpauli

Mindestens soviel Rabatt runter handeln, daß das Autohaus nichts mehr verdient, also unter 15 % läuft nix.

MfG aus Bremen

Gesülze.

Bei einem Gebrauchtwagen kann man keine pauschalen "soviel Prozent müssen drin sein" Berechnungen machen.

Das geht allenfalls in Bezug zu Listenpreisen von Neuwagen.

 

Du kennst weder LP, noch genaue Ausstattung und sagst bei 30 Riesen "geht unter 15% nix".

 

Aufwachen!

Das solltes Du dir mal zu eigen machen. Habe mich in einem späteren Beitrag korrigiert.

Rumpupen scheint dein einzigstens Können zu sein.

MfG aus Bremen

Wenn bei der Kreditanfrage neben dem Arbeitseinkommen weiter Einkünfte aus Vermietung und / oder Verpachtung angegeben wurden sollten diese auch nachgewiesen werden können. Das geht normalerweise problemlos.

Wenn alles korrekt abgelaufen ist, Nachweise nachreichen und fertig.

Gruß

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