Ausgleich des theoretischen Mehrverbrauchs von HVO100 in Commonrail-Dieselmotoren

Guten Morgen Gemeinde,

da HVO100 ja einen etwas geringeren Energieinhalt pro Liter hat als normaler Diesel, müsste man theoretisch etwas mehr Sprit verbrauchen.

Können die Commonrail-Dieselmotoren das Ausgleichen?

Bei Einspritzpumpen sollten meinem technischen Verständnis nach das können.

Gruß

1600icandyweiss

74 Antworten

Zitat:

@Adalbert_Dorsten schrieb am 11. September 2024 um 08:40:22 Uhr:


@GaryK
schöne Ausführung (die ich schon von Dir kannte).
Ich schrieb von der Welt und nicht von „dem Fliegenschiss“ Deutschland.

Irgendwie ist Deine Logik etwas quer.
Wenn es schon nicht für D reicht, wie soll es dann für Welt reichen?

Ich wollte jetzt nur mal meine Erfahrung mit HvO Diesel beschreiben.

Ich habe einen Renault Scenic 1,9 Diesel hat nicht die Freigabe von Renault.

Egal habe ich mir gedacht was soll denn schon passieren, habe HvO 100 getankt läuft 2 3 ab der vierten tankfüllung rum habe ich gemerkt der Verbrauch ging hoch.

Okay habe ich mir gedacht die Dichte ist ja auch nicht so wie bei den normalen Diesel.

Nachher Zeit habe ich gemerkt dass mein Auto immer so leicht nach Abgasen riecht.

Gut weiter gefahren wurde aber immer stärker der Geruch.

Dachte ich mir scheint wohl was kaputt zu sein, also auf der hebebühne genommen geguckt Auspuff ist in Ordnung, Krümmer Dichtung in Ordnung, Turbolader in Ordnung, injektoren in Ordnung.

Jetzt war ich langsam mit meinem Latein am Ende.

Also der Wagen in der Werkstatt gebracht die sollten den auch noch mal durch gucken vielleicht habe ich was übersehen.

Aber nein die haben leider auch nichts gefunden.

Ich wieder nach Hause gefahren überlegt und überleg mir ist nichts eingefallen.

Irgendwann musste ich eine längere Fahrt machen der Tank war noch halbvoll habe noch mal mit normalem Premium von Aral ultimate nach getankt.

Nach einer Zeit habe ich gemerkt lange Autobahnfahrt hat wohl was gebracht es wurde besser.

So bin ich denn auf dem Rückweg wieder zu einer Aral Tankstelle gefahren und habe noch mal ultimate nachgetankt.

Auf dem Rückweg habe ich dann nichts mehr gemerkt habe ich mir gedacht okay lag wohl an partikelfilter der ist wohl jetzt wieder frei gebrannt.

Da war der Tank wieder leer habe dann wieder HvO 100 getankt und habe nachher Zeit gemerkt dass es schon wieder anfängt tut zu stinken.

Bin auf der Autobahn gefahren habe ihn noch mal ordentlich Dampf gegeben.

Wurde aber nicht besser, dann ist mir eingefallen dass ich ja Aral ultimate getankt hatte und dort wurde es besser.

Also habe ich den Tank richtig leer gefahren und habe den Tank damit Aral ultimate diese voll gemacht.

Und siehe da es dauerte ca eine halbe tankfüllung bis der Gestank wieder weg war.

Ich habe jetzt mehrmals hintereinander wieder Aral ultimate Diesel getankt und der Gestank kam bis jetzt nicht wieder.

Da war mir klar es musste durch HvO 100 kommen mein Wagen ist nicht freigegeben vielleicht deswegen. Dann bleibe ich jetzt wieder bei Aral ultimate und gut.

Ich habe stundenlang in der Werkstatt gesessen und überlegt was das sein könnte ich habe nichts gefunden, ich will nie drauf gekommen dass es an den Sprit liegen könnte.

Das ist jetzt meine Erfahrung mit HvO 100 moin moin verträgt das nicht. Ich weiß es nicht aber mit Aral ultimate oder total excellent stinkt er nicht. Jetzt bin ich mal auf eure Antworten gespannt.

Ich denke bei Fahrzeugen mit ausstehender oder nie kommender Freigabe sollte man sich vllt. auf HVO33 begrenzen. Die Cetanzahl mag mit HVO 100 bei einigen Motorkonzepten einfach zu hoch sein.

Nicht die "Cetanzahl", aber ja - ich ahne, was du meinst. So lange man sich im Rahmen der für Diesel relevanten DIN/EN 590 bzw. deren Dichterahmen bewegt, dann kann nicht viel schiefgehen. Wer will, der kann an ggf. die notleidende Firma NESTE und deren Vertrieb auch direkt spenden.

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Also für mich ist HvO 100 beendet.
Die sollen nur mal keine Werbung für Oldtimer mehr machen.
Den die können es bestimmt noch schlechter vertragen.

Zitat:

@Fritze1979 schrieb am 7. März 2025 um 12:02:40 Uhr:

Zitat:

Also für mich ist HvO 100 beendet.Die sollen nur mal keine Werbung für Oldtimer mehr machen.Den die können es bestimmt noch schlechter vertragen.

Wir kippen das Zeug in teils 80 Jahre alte Dieselmotoren, genau so wie GTL. Sie laufen ruhiger und stinken etwas weniger stark, rußen signifikant weniger und die Treibstoffe haben keine Gewässergefährdungsklasse. Der Knackpunkt für uns ist die Langzeitstabilität und die Winterfestigkeit. CO2 Einsparungen interessieren bei dem Verbrauch (1500 l pro Jahr) nicht wirklich.

Zitat:

@Lichtviech schrieb am 7. März 2025 um 18:41:40 Uhr:


Zitat:@Fritze1979 schrieb am 7. März 2025 um 12:02:40 Uhr:
Wir kippen das Zeug in teils 80 Jahre alte Dieselmotoren, genau so wie GTL. Sie laufen ruhiger und stinken etwas weniger stark, rußen signifikant weniger und die Treibstoffe haben keine Gewässergefährdungsklasse. Der Knackpunkt für uns ist die Langzeitstabilität und die Winterfestigkeit. CO2 Einsparungen interessieren bei dem Verbrauch (1500 l pro Jahr) nicht wirklich.

Wenn ihr schreibt ihr kippt das in Motoren die 80 Jahre alt sind und die laufen dann verstehe ich das nicht warum meiner so abartig stinkt. Ich habe jetzt noch mal zum letzten Mal HvO 100 getankt um sicherzugehen und ich muss sagen es fängt wieder an zu stinken. Mach dir das im PKW Motoren oder in lkw-motoren rein. Vielleicht liegt es auch an der Tankstelle dass die irgendwas mit dem Tank haben.
Ich werde das den Konzern mal schreiben meine Situation mal gucken was da rauskommt.

Stinkt das HVO im Betrieb nach "Chlor"?

Zitat:

@GaryK schrieb am 8. März 2025 um 18:04:56 Uhr:


Stinkt das HVO im Betrieb nach "Chlor"?

Nein das riecht so wie als wenn injektoren undicht sind.
Also richtig nach unverbrannten Kraftstoff.
Ich habe jetzt mal die tas-tankstelle angeschrieben mal sehen was die dazu sagen.

Wie gesagt, der Dieselgestank ist bei uns nicht mehr vorhanden und auch die Abgase riechen nicht mehr so "scharf" wir früher.
Im Pkw fahr ich das auch, ist aber ein EU 6D Diesel mit Freigabe, da riecht auch nichts ungewöhnlich, eher besser.

Zitat:

@Lichtviech schrieb am 9. März 2025 um 07:50:35 Uhr:


Wie gesagt, der Dieselgestank ist bei uns nicht mehr vorhanden und auch die Abgase riechen nicht mehr so "scharf" wir früher.
Im Pkw fahr ich das auch, ist aber ein EU 6D Diesel mit Freigabe, da riecht auch nichts ungewöhnlich, eher besser.

Meiner hat Euro 4.
Schade denkt man man macht was Gutes es ist doch falsch.

HVO100 regeneriert sogar aufgequollene Dichtungen wieder...

Zitat:
@Duftbaumdeuter136758 schrieb am 11. Juni 2024 um 21:50:30 Uhr:
Kraftstoff hat bei unterschiedlichen Temperaturen auch unterschiedliches Volumen.....
Gerade Heizölkunden oder Leute die regelmäßig am Tankwagen tanken kennen die Angabe der Abgabetemperatur auf der Rechnung.
Ich bezweifel, dass der Motor den Verbrauch auch nur annähernd genau misst. Das wird alles nur grobes schätzen und berechnen sein.
Für wirklich verlässlich würde ich deine Methode mit Spritmonitor einschätzen. Allerdings auch nur bei langfristigen Daten.
Ich nutze hierfür fuelio.

Nach 14 Monaten und 20.777 km mit ausschließlich HVO100 liegt die Abweichung bei:

  • getankt laut Zapfsäulen: 1.172,0 l
  • verbraucht laut OBD-FCM: 1.104,5 l

Fehler: 6,1%

Ich habe in meinen Aufzeichnungen der OBD-FCM-Daten auch ein Intervall von etwa 10.000 km finden können, die sich auf fossilen Kraftstoff beziehen. Hier liege ich bei 510 l (getankt) vs. 514 l (OBD-FCM). Das ist ein Fehler von unter 1%.

"Komisch", dass dies sehr exakt die Messungen von Motorenprüfständen aus der Literatur bestätigt. Ich könnte fast glauben, dass die Thermodynamik nicht wirklich "mit sich reden lässt".

TD steht da doch eh in 2. Reihe. Das ist doch simple Stöch-Massebilanz.

Real verbrauchte Dieselmenge wird eh nicht gemessen, sondern aus der (gemessen) Luftmasse berechnet. Der Stöchiologe verechnet hier simpel nur Masse gegen Masse. Der pragmatische KFZ-Maschbauer zieht das Masseergebnis heran und rechnet über die Normdichte das Volumen aus und zeigt es uns im BC als Literverbauch an. Nun ist es aber so das im Steuergerät nur eine Dichte, die des Standarddiesels hinterlegt ist. Man könnte glatt eine weiter Dichte hinterlegen, brauchte dann aber ein Einstellmenü in dem Man sagen könnte welchen Stoff man gerade getankt hat.

Zieht man die Mitteldichte der beiden Dieselnormen (EN 15940; EN590) heran käme man "zufällig" auf 6,01% Unterschied. Würden wir beim BC nicht in Litern, sondern Masse denken, sähen wir einen gleichen Verbrauch, sowas wie 3,1kg/100km 😁 .... nur an der zapfsäule würden wir uns wundern das vom einen Stoff 50kg in den Tank passen, vom andern 53,2kg ... das geht ja mal gar nicht 😉

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