Anhänger von Kupplung gerutscht...
Hallo Leute,
nachdem ich bisher nur Transportanhänger gefahren bin, habe ich mir vor einigen Wochen einen Wohnanhänger gekauft. Ein knapp 10 Jahre alter Hobby mit Alko Antischlinger-Kupplung.
Wohnwagen war noch ziemlich leer, ich wollte das echt alles gewissenhaft machen, hab also vorher noch mit ner Stützlast Waage nachgemessen, 70kg von 80 erlaubten am A5, passt!
So, es sollte also zur ersten Fahrt aufgebrochen werden. Habe den Wohnwagen angekuppelt, dann nochmal als Test mit dem Stützrad ein paar cm nach oben gedreht (hat mir mein Fahrlehrer als Tipp mitgegeben) und so das Auto ein bisschen aus der Federung nach oben gehoben!
Dann aus der Parklücke raus, Bremstest, alles super!
Also sollte es entspannt losgehen. Und in der ersten Kurve........ BAM, haut es den Wohnanhänger von der Kupplung.... Elektrikseil abgerissen, Abreisseil abgerissen (gut so! bremse drin) und ein schöner Kratzer in der Straße....
Gott sei dank in der ersten Kurve im Wohngebiet!!! Unfassbares Glück.
Allerdings war ich wirklich gewissenhaft und kann mir jetzt überhaupt nicht vorstellen woran es lag und wie ich den Wagen überhaupt in die Werkstatt befördern soll.......
Die 400km heimfahrt vom Abholort hat wunderbar geklappt und da waren so einige hoppelige Straßen mit tempo 60 - 80 dabei....
Ideen?
Angehängtes Bild zeigt die AHK
Vielen Dank!
108 Antworten
Zitat:
@roomster5 schrieb am 16. August 2024 um 15:02:22 Uhr:
@weimarer
Du bist nun bereits der Zweite der meine Frage nicht beantwortet.
Ich wollte einfach nur wissen nach wieviel tkm Ihr die Beläge gewechselt habt.
Meine Angabe habe ich gemacht.Gruß Volker
Dann bin ich der Dritte: Das ist keine Frage von Kilometern. Genau deshalb sind ja die Verschleißanzeigen bei den Kupplungen eingebaut.
Wie Weimarer ja in seinem ersten Beitrag sehr ausführlich geschrieben hat, kommt es ja auch sehr stark auf die Nutzung an. Wenn du einfach 4000 Autobahnkilometer abholst, passiert an den Belegen so gut wie gar nix, wenn du dauernd Landstraße fährst wahrscheinlich extrem viel.
Schau dir an, ob dir alles im „grünen Bereich“ ist und dann ist alles gut.
Sollte den Kupplung in Kurven quietschen, dann ist das ein Anzeichen für verglaste/verdreckte Beläge.
Schönen Gruß
Jürgen
Zitat:
@roomster5 schrieb am 15. August 2024 um 17:46:42 Uhr:
Wenn dem so ist, muss ein technischer Defekt oder eine zu kleine Kupplungskugel vorliegen. Selbst ohne das der Bügel für die Schlingerkuppelung gespannt ist muss die Kupplung halten. Unser Wohnwagen wird jetzt 10 Jahre alt. An der Kupplung/ Beläge habe ich noch nichts gemacht. Wird mit Sicherheit bislang 25 - 30tkm hinter sich haben. An der Kupplungskugel sind deutliche Spuren von den Belägen zu sehen.Gruß Volker
Wir dieser Beitrag von euch eigentlich gelesen?
Mir deutlich Spuren meine ich das die seitlichen Beläge Kontakt zur Kupplungskugel haben. Wie gesagt meine Beläge sind noch im grünen Bereich ich werde aber demnächst die Beläge wechseln.
Mein Arbeitskollege hatte mir erzählt das er bei seinen neuen Hobby Wohnwagen nach maximal 5tkm die Beläge laut Anzeige wechseln musste. Ich konnte das fast nicht glauben. Hobby verwendet die Kupplung von Winterhoff oder Knott?
Gruß Volker
Zitat:
@egn schrieb am 16. August 2024 um 07:51:36 Uhr:
Zitat:
@Andrehhq7 schrieb am 15. August 2024 um 17:27:36 Uhr:
Ich werde die AKS 3004 gegen die Winterhoff tauschen, nicht nur aufgrund der Probleme jetzt , finde die Antischlingerwirkung und das ankuppeln besser bei der WS3000 bzw . Knott .Ich habe die Winterhoff. Damit habe ich das Problem dass ich sie manchmal nicht entriegeln kann, weil sich die Entriegelung verhakt. Also genau das Gegenteil. 😉
Ja kenne ich , aber wenn die beim hochkurbeln das Zugmaul der WS3000 nach links und rechts wackelst geht es gut , wichtig ist dass das Gespann locker lose und nicht auf Zugspannung abgestellt wird und dann die Handbremse vom Wohnwagen angezogen wird . Also mit dem hin und her wackeln kräftig beim hochkurbeln hat es bei mir immer sehr gut geklappt . Finde die Antachlingerwirkung der WS3000 besser als von der Alko . Beläge sind auch aus einem anderen Material . Der Verschleiß ist bei der Winterhoff stärker jedoch Wirkung besser . Meiner Meinung nach . Hab es viele Jahre anhand gleichen Urlaubsstrecken getestet .
Sofern ich beim Mitlesen nix verpasst habe, dann waren nach den Angaben in den Beiträgen bislang doch nur AKS3004 betroffen ... aber keine AKS2004. Oder hatte das jemand auch mit der 2004? Die sind doch grundsätzlich mehr oder weniger identisch ... bzw. was ist da an der 2004 anders, wenn das mit der nicht passiert?
LG
NoGolf
Ergänzend: ich hatte eh gerade was bei meinen Online-Unterlagen vom Wohnwagen nachgesehen und bin dabei auf ältere eigene Notizen gestoßen. Falls also jemand die TN der Reibebeläge benötigen sollte:
- 1 Satz AL-KO Reibebeläge TN 1220755 (AKS2000, 2004, 3004, seitlich)
- 1 Satz AL-KO Reibebeläge TN 12207561(*1) (AKS2004 vorn/hinten)
- 1 Satz AL-KO Reibebeläge TN 691418(*2) (AKS3004 vorn/hinten)
(*1) TN 1220756 nur AKS 2004 mit ETI-Nr. 811280 (nicht geeignet für AKS3004)
(*2) TN 691418 nur für AKS 3004, 3504 mit ETI-Nr. 811426 oder 811431 (nicht geeignet für AKS2004)
Ähnliche Themen
2004 = 2000kg 4 Beläge
3004 = 3000kg 4 Beläge
Ist also wie auch winterhoff 3000 , D und H Ausführung je nachdem wie schwer der Anhänger ist .
4 Bremsbeläge sind es für mich nicht da nur 2 angepresst werden . Naja vielleicht nur Marketing 🙂
Auf dem vorderen Belag wirkt die Stützlast und der Hintere bekommt immer Last beim Bremsen. Bei mir sind ja gerade diese beiden Beläge an der Verschleißgrenze.
Gruß Volker
Ich verstehe das System so, dass die seitlichen Reibbeläge die seitlichen Schlingerbewegungen dämpfen, während der vordere und hintere Reibbelag die Nickbewegungen dämpfen.
Ab Minute 3 :
https://youtu.be/vBrt8PBWEMc?si=Qd0NoCRbHm2a8PBm
Wie gesagt es werden nur zwei angepresst die das Schlingern abdämpfen, diese beiden werden auch bei den anderen Herstellern nur angepresst . Bei Winterhoff befinden die sich allerdings vorne und hinten , vielleicht sogar besser da diese auch gleichzeitig nick Bewegungen abdämpfen und man immer nur 2 teile tauschen muss , keine Ahnung . Mir sagt die WS3000 aus Erfahrung mehr zu ( Einhebeltechnik) . Die Alko war beim Tabbert dabei fliegt aber runter und dafür kommt ne Winterhoff rauf.
Guten Start in die Woche
Zitat:
@roomster5 schrieb am 19. August 2024 um 07:48:04 Uhr:
Auf dem vorderen Belag wirkt die Stützlast und der Hintere bekommt immer Last beim Bremsen. Bei mir sind ja gerade diese beiden Beläge an der Verschleißgrenze.Gruß Volker
Korrekt , so sehe ich das auch .
Zitat:
@Oetteken schrieb am 19. August 2024 um 08:59:39 Uhr:
Ich verstehe das System so, dass die seitlichen Reibbeläge die seitlichen Schlingerbewegungen dämpfen, während der vordere und hintere Reibbelag die Nickbewegungen dämpfen.
Das hast du völlig richtig verstanden. Der Unterschied besteht nur darin wie die Bremsbeläge auf die Kupplungskugel gedrückt werden. Die seitlichen per Hebel, der vordere und hintere wird "nur" durch die Zug- bzw. Bremskraft angepresst.
Was bei den Schlingerkupplungen wichtig ist und die meisten leider immer vergessen bzw. falsch machen: Das korrekte ankuppelt wird geprüft wenn der Spannhebel offen (!!!!) ist. Ist der Spannhebel schon zu werden die seitlichen Beläge an die Kugel gedrückt und verschleiern ein ggf. noch nicht richtig erfolgtes ankuppeln. Die Kupplung muss ja auch mit offenem Spannhebel im Rangierbetrieb sicher schließen. Ankuppeln, Verschleißanzeige am Kupplungskopf prüfen, Verriegelungspin prüfen, anheben oder mit Stützrad anheben zum testen und dann erst den Spannhebel schließen, dazu muss merklicher Kraftaufwand nötig sein. Wenn man den mit zwei Fingern runterdrücken kann passt was nicht.
Zum prüfen der AKS kann man sich auch einen billigen Kugelkopf einzeln besorgen, gerade bei hoher Stützlast ist das sonst nicht so einfach. Kugelkopf einrasten lassen, Spannhebel offen, dann darf der Kugelkopf in der AKS kein spürbares Spiel haben und nicht hin und her wackeln.
Also ich Kuppel die auch immer im geöffnet Zustand an , das geht auch anders nicht weil der Hebel für die Fixierung der Zugkugel oben sein muss , sobald der Hebel für die Bremsbacken in Richtung nach unten gedrückt wird schnappt die Fixierung zu . Garnicht machbar anzukoppeln.
Mir ist es gestern auch passiert. Anhänger angekuppelt, wie immer noch einmal gegengekurbelt, Zack! Die Alko-Kupplung sprang ab. Sie war, obwohl grün zu sehen war, nicht richtig eingerastet, das habe ich gespürt und wollte es dann wissen. Also, immer gegenkurbeln, denn die optische Anzeige trügt bei Alko!
Tja so langsam reihen sich hier doch ein paar User ein . Sei froh das du den Gegentest nochmal gemacht hast wie ich .
Zitat:
@Scimitar83 schrieb am 20. August 2024 um 08:37:10 Uhr:
Mir ist es gestern auch passiert. Anhänger angekuppelt, wie immer noch einmal gegengekurbelt, Zack! Die Alko-Kupplung sprang ab. Sie war, obwohl grün zu sehen war, nicht richtig eingerastet, das habe ich gespürt und wollte es dann wissen. Also, immer gegenkurbeln, denn die optische Anzeige trügt bei Alko!
Mir war ja auch das Gleiche passiert.
Allerdings muss man erwähnen, WELCHE der beiden optischen Anzeigen.
Ich selbst habe mir noch einmal alles angeschaut und versucht, den Mechanismus zu verstehen, und musste leider feststellen, dass ich immer nachlässiger geworden war im Laufe der Jahre.
Ich habe einfach falsch gedacht und glaubte, die grüne Anzeige im schwarzen Hebel der KUPPLUNG sei für das vollständige Einrasten der Kugel im Maul relevant. NEIN, dass ist die Verschleißanzeige der Kupplung , daher sieht man auch nur wenig grün, wenn der rote Sicherheitsball eingesteckt ist.
Bei mir sah man grün, die Kupplung lag aber nur auf, weil der Auflagekreis oberhalb der Kugel war.
RELVANT ist dann der vordere Stift, der nur hochgedrückt wird, wenn die Kugel vollständig im Kupplungsmaul liegt, und dann den grünen Zylinder nach oben treibt, der vorn im Hebel für die Anti-Schlingereinrichtung dann auch deutlich grün zu sehen ist.
Dort habe ich leider nicht (mehr) nachgeschaut. Vielleicht lags auch an der einjährigen WW Abstnemz wegen Wohnmobil in 2023 ...
Im Grunde müsste man eine Zeichnung erstellen.