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angestellte feuern trotz hoher auslastung?

Opel

der spiegel berichtet, dass bei opel in bochum trotz der hohen auslastung und einer menge ueberstunden weiterhin angestellte die kuendigung bekommen sollen. da frage ich mich doch, ob die fuehrung bei gm wirklich so lernunfæhig ist? die gleiche strategie bei boeing hat anfang der neunziger dazu gefuehrt, dass jede menge verspætete auftræge gekappt wurden und war gemeinsam mit den hohen staatlichen førderungen von airbus eine der zwei grossen kausalen bedingungen dafuer, dass airbus so gross werden konnte. wenn man nun in zukunft vielleicht ein halbes jahr warten muss, um einen opel zu bekommen, wird sich das doch definitiv auf die verkaufszahlen auswirken! :(

lieb rguss

oli

35 Antworten

Sollte GM Gläubigerschutz ( Chapter 11) beantragen müssen, die Chancen stehen dafür gar nicht schlecht, dann wäre das sicher nicht das Ende von GM und auch nicht das Ende von Opel.

Sinn des Chapter 11 ist es eine Restrukturierung des Unternehmens und eine Einigung mit den Gläubigern herbeizuführen. Restrukturierung kann bedeuten, dass Werke geschlossen und Mitarbeiter entlassen werden. Es kann auch bedeuten, dass Unternehmensteile verkauft werden. Sicher wird das aber nicht Opel sein, denn für einen restrukturierten GM Konzernen ist Opel unverzichtbar. Ohne Opel ist GM kein Global Player und das internationale Geschäft in weiten Teilen nicht mehr existent bzw. nicht wettbewerbsfähig.

Ein Teil von GM, der wahrscheinlich verkauft werden würde ist die Finanzierungstochter GMAC ( bei uns auch als Opel Bank bekannt), die ist immer noch profitabel und lässt sich leicht losschlagen. darüberhinaus könnte Saab verkauft oder geschlossen werden, sowies ein oder zwei weitere US Marken ( Buick und Ponitac haben die besten Chancen ).

Das Unternehmen fürhrt dann im Rahmen des Chapter 11 Verfahrens einen debt to equity swap durch d.h. GM Bonds ( Anleihen, also Schulden ) werden in neue GM Aktien getauscht. Die alten GM Aktien werden entweder vollständig wertlos oder mit einer sehr schlechten Quote ebenfalls in neue GM Aktien getauscht. In Jedem Fall wird der GM Konzern nach Abschluß des Chapter 11 Verfahrens mehrheitlich den heutigen Gläubigern gehören.

Ein Chapter 7 Verfahren, nämlich die Liquidation von GM ist praktisch ausgeschlossen, denn das wäre nicht im Interesse der Gläubiger. Die Schulden sind zu hoch und GM zu wenig werthaltig. Das gilt auch für Opel, die Marke bringt nicht viel , wenn man sie verkauft. Die Gläubiger kommen nur an ihr Geld , wenn GM erhalten bleibt und wieder Gewinne abwirft.

Sinnvoll wäre es wenn GM sich rein nur noch auf das Kerngeschäft, also Autos, konzentrieren würde und andere Firmenbeteiligungen abstößt.

Das könnten sein:

AC Delco

Elektro-Motive

Allison Transmission

GM XM-Radio

Onstar

GMAC

*Edit* GM Goodwrench

Weitere Marken sollten nicht eingestellt oder verkauft werden, dafür hat eine Marke wie Saab einfach zu viel Potenzial und Buick und Pontiac zu viel Tradition als das man sie so Leichtfertig aufgeben darf, wie es einst schon bei Oldsmobile der Fall war.

Lieber sollte GM die eigene Firmenstruktur entflechten.

Ich verstehe z.B. den Sinn nicht warum in Europa Opel und Saab ihren Hauptsitz in Rüsselsheim haben, Chevrolet in Bremen und Cadillac, Corvette und Hummer werden über Kroymans vertrieben und darüber wacht dann noch der große Wasserkopf GM Europe das die Europäer nach Detroits Pfeife tanzen.

Gerade den Verwaltungsbereich sollte GM effizienter gestallten, hier ist man einfach viel zu aufgeblasen und verschachtelt.

Firmenbeteilligungen verkaufen, Marken einstellen, und Werke schließen ist halt kein Allheilmittel.

Aber das ist eben amerikanisches Management, wenn es einfach nicht mehr klappt werden die Brocken hingeschmissen.

Der Konzern müßte also von Grund auf, vom Montageband bis zur Chefetage hoch, neu formiert werden.

Gruß Oli

Zitat:

Original geschrieben von KKW 20

Weitere Marken sollten nicht eingestellt oder verkauft werden, dafür hat eine Marke wie Saab einfach zu viel Potenzial und Buick und Pontiac zu viel Tradition als das man sie so Leichtfertig aufgeben darf, wie es einst schon bei Oldsmobile der Fall war.

Sehe ich genauso. Eine Einstellung haben die genannten Marken einfach nicht verdient. Dazu steht zuviel Tradition dahinter.

Aber da so was einen "erfolgreichen" Manager eh nicht interessiert... :(

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Eine Einstellung haben die genannten Marken einfach nicht verdient. Dazu steht zuviel Tradition dahinter.

Hallo, aufwachen!

Denk mal an Rover, Austin, NSU, Borgward, DKW, Simca, Studebaker, Panhard, Steyr, Glas, Büssing, Krupp usw. usf.

 

Gruß Wolfgang

Zitat:

Denk mal an Rover, Austin, NSU, Borgward, DKW, Simca, Studebaker, Panhard, Steyr, Glas, Büssing, Krupp usw. usf.

Diese Marken haben es ja auch genauso wenig verdient nur noch in den Geschichtsbüchern erwähnt zu werden wie die GM Marken die jetzt von Streichungen oder Verkauf bedroht sind.

Gruß Oli

Eine Marke will eben gepflegt werden und wenn man Marken verwahrlosen lässt, wie das im Hause GM üblich ist, dann muss man sie eben irgendwann aufgeben. In die Markenpflege muss man viel Geld investieren und z.b. im Fall von Oldsmobile hätte es ein Vermögen gekostet die Marke zu revitalisieren, so tief unten war das Image.

Warum man sich bei GM entschlossen hat einerseits in die Marke Saturn zu investieren und andererseits darüber nachdenkt Pontiac aufzugeben, verstehe ich auch nicht.

Vielleicht liegt es daran , dass GM von Erbsenzählern geleitet wird, die für Markenwert keinen Sinn haben. Die verkaufen ja auch Daewoos als Chevys und statt sich um Saab zu kümmern, lassen sie in Schweden einen Cadillac bauen, den niemand kaufen wird.

Mit Opel hatten sie eigentlich einen deutschen Autobauer aus dem sie etwas hätten machen können. Schließlich haben deutsche Auitos einen guten Ruf. Wenn sie sich um die Marke gekümmert hätten und konsequent höher positioniert hätten, dann könnte Opel heute in einer anderen Liga spielen. Audi und BMW hatten in den 60 er Jahren kein besseres Image als Opel.

traurig, aber wahr.

cheerio

Mal ne kurze Zwischenfrage:

oben hat jemand geschrieben, dass der Saab-Hauptsitz in Rüsselsheim ist - ich dachte immer, der wär in Trollhättan?

Was stimmt jetzt?

Moin,

Die Verwaltung sitzt tatsächlich mittlerweile in Rüsselsheim. Die Produktion ist in Trollhätten.

Von einer Rosine, den Subaru Beteiligungen hat sich GM ja bereits zur Finanzierung der Rentenkasse des Teilezulieferers getrennt. Um die Rosinen des Konzerns muss man sich im Grunde keine Sorgen machen. Und mittlerweile würde ich sogar Opel zu den Rosinen zählen. Denn die Marke baut ja auf und nicht ab.

Im Grunde wird es GM ähnlich gehen wie Mitsubishi, der Konzern ansich ist so groß, das man ihn gar nicht den Bach runtergehen lassen kann. Ergo wird eher der schmerzhafte Weg gewählt und man macht einzelne Geschäftsbereiche zu oder ordnet deren Schließung an. Und das eine Verschlankung eines Konzernes funktioniert, wurde bei Chrysler gezeigt. Der Verein machte letztes Jahr nachdem er jahrelang defizitär war, Gewinn. Logisch ... es muss ein Umdenken stattfinden und viel Einsatz und Willen vorhanden sein.

Und so leid es mir für die Fans tut ... sollte es soweit kommen, dann wird sicherlich SAAB eine der Marken sein, die in Gefahr sind komplett abgestossen und ggf. sogar liquidiert zu werden. Der Grund ist nicht das die Autos schlecht wären, sondern weil die Marke defizitär ist. Das Problem ist, das ein Saab zu teuer ist, für das was er einbringen kann. Saab baut nunmal keine Supersportwagen, bei denen quasi jeder Preis aufgerufen werden kann, sondern Fahrzeuge im gehobenen Normalsegment. Und da ist die Luft z.Z. ziemlich dünn. Saab fehlen (sicherlich ein GM Analystenfehler) einfach die Fahrzeuge, die man heute braucht um zu bestehen. Die Konzentration auf den Saab 93 und 95 reicht nicht aus, um hier zu konkurieren, insbesondere weil den Herstellern die Käufer klassischer Autos z.T. zu anderen Konzepten wie SUV, VAN und CO. wegrennen.

MFG Kester

Deswegen plant Saab ja auch eine Modelloffensive

Ein Kompaktwagen auf der Delta Plattform, also auf Astra Basis, mti dem Namen 9-2 soll 2010 kommen und das bisherige, gleichnamige Modell ablösen.

Der 9-7X der auf der gleichen Plattform wie der Chevy TrailBlazer basiert soll in Europa auf den Markt kommen.

Der 9-4X, Ein Compact-SUV, ist geplant und soll mit der Theta Plattform auf die gleiche Basis gestellt werden wie der Antara.

Das 9-6X Projekt soll nicht wie ursprünglich angedacht auf dem B9 Tribeca aufbauen, er soll nach der Trennung von Subaru und GM stattdessen auf der Lamda Plattform aufbauen und gemeinsam mit Cadillac, Buick und Saturn entwickelt werden.

Da Opel, Saab und Saturn in Zukunft verstärkt ihre Fahrzeuge gemeinsam entwickeln sollen könnte es somit auch einen Opel im Midsize-SUV Segment geben.

Außerdem soll noch ein neues Oberklassemodell auf den Markt kommen von dem es wohl auch einen Opel Ableger geben wird.

Im Saab Forum gibt es diese Threads dazu,wo man das nochmal nachlesen kann.

Gruß Oli

Zitat:

Original geschrieben von KKW 20

Ein Kompaktwagen auf der Delta Plattform, also auf Astra Basis, mti dem Namen 9-2 soll 2010 kommen und das bisherige, gleichnamige Modell ablösen.

2010 ist schon bald zu spät... Und welches gleichnamige Modell? Es gibt doch kein 9-2.

Doch gibt es, siehe hier.

Gruß Oli

Aber den kann man nicht bei uns kaufen, oder?

Nein, wird nur in den USA verkauft und bei Sabaru in Japan produziert.

Soll sich aber nur sehr schleppend verkaufen, hab ich mal irgendwo gelesen.

Gruß Oli

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