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Anfängerfragen Wohnwagen

Themenstarteram 22. April 2012 um 12:20

Servus zusammen,

 

Seit ich mit meiner Frau zusammen bin, haben wir die Tradition, einmal im Jahr campen zu gehen. Bislang bedeutete das Zelten.

Jetzt ist allerdings Kind Nr. 2 unterwegs, wir werden nicht jünger und ein kleines Bequemlichkeitsbedürfnis macht sich breit. :)

Zelten ist nach wie vor toll - aber wir wünschen uns einfach etwas mehr Unabhähngigkeit vom Wetter. (Die letzten beiden Zeltabenteuer waren eher feucht. Und im Zelt war es dann sehr schnell, sehr eng und die Möglichkeiten uns zu beschäftigen waren schnell erschöpft.)

 

Nun wollen wir uns einen Wohnwagen anschaffen. Er sollte Platz für 4 Personen (2 Große, 2 Kleine) haben und die Zuladung sollte einigermaßen gut sein. Dusche, WC, etc wären ok, sind aber nicht notwendig, weil wir in der Regel die Einrichtungen auf Camping Plätzen nutzen. Aber das Angebot an Gebrauchten (vor allem die Marken) in allen Preisklassen überwältigt uns nicht gerade wenig.

 

Wir benötigen einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.

 

  • Welche WoWa Hersteller sind eurer Meinung nach empfehlenswert - und warum? Gerade in den Herstellungsjahren Mitte 70er bis Ende 80er. Gibt es irgendwo eine Quelle mit Grundrissen von alten Wohnwagen?
  • Welches Budget würdet ihr für eine kleine Familie veranschlagen, deren Ansprüche sind, dass ausreichend Platz vorhanden (4 Schlafplätze) und der Wagen technisch in Ordnung ist. Optik (im Sinne von 70er-Jahre Polster, Außenfarben, Form) ist zweitrangig.
  • Könnt ihr - außer Mobile.de / Autoscout / Auto.de - Online Marktplätze empfehlen, wo Wohnwagen angeboten werden?

 

Mir ist klar, dass die Fragen extrem allgemein sind - allerdings ist es sehr schwer, Fragen zu formulieren, weil ich mich in der Materie überhaupt nicht auskenne. Aber ich will lernen :) Wäre toll, wenn ihr mir dabei helfen könnt.

 

Viele Grüße,

 

Mischa

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Greenstreet668

  • Welche WoWa Hersteller sind eurer Meinung nach empfehlenswert - und warum? Gerade in den Herstellungsjahren Mitte 70er bis Ende 80er. Gibt es irgendwo eine Quelle mit Grundrissen von alten Wohnwagen?
  • Welches Budget würdet ihr für eine kleine Familie veranschlagen, deren Ansprüche sind, dass ausreichend Platz vorhanden (4 Schlafplätze) und der Wagen technisch in Ordnung ist. Optik (im Sinne von 70er-Jahre Polster, Außenfarben, Form) ist zweitrangig.
  • Könnt ihr - außer Mobile.de / Autoscout / Auto.de - Online Marktplätze empfehlen, wo Wohnwagen angeboten werden?
  • [/list]

    Das ist in der Tat extrem offen gefragt:) - ich versuchs trotzdem mal:

    Grundrisse in dem Zeitraum eigentlich immer nur Sitzbereiche vorn und hinten (Umbau zu Betten), in der Mitte Küchenblock und Schrank. Waschraum auch erst so nach und nach. Bedenke aber: Du suchst bei Mitte 70er Jahre ein Fahrzeug das auf die 40 zugeht! Die meisten Wohnwagen werden nicht so alt.

    Ab den 90er Jahren kommen Grundrisse mit Festbetten und "Kinderzimmern"= Stockbetten in größerer Zahl ins Angebot. Der Kühlschrank und die Heizung wurden Standard (Heizung bei längerem Regen durchaus von Vorteil!) und der Waschraum wurde auch immer öfter eingebaut. Irgendwann kamen dann statt "Porta-Potti" die "Kassettentoilette", die man von aussen entleeren kann. Dusche würde ich einfach mal vergessen, viel zu viel Wassergeschleppe und Reinigungs- und Trockenaufwand. Meist scheitert es bei älteren Wagen schon an einer funktionstüchtigen Warmwasseraufbereitung (Therme).

    Ich würde ab Ende 1980er suchen, da müsste man einen vernünftigen Wagen nach meiner Schätzung ab 2000,- bekommen. Für Vorzelt und Renovierungsteile (Kleinreparaturen, abgebrochene Griffe, Wasserversorgung, neues Porta-Potti oder neuen Thetford-Sitz etc.) sollte man weitere 1000,- einrechnen.

    Wichtigstes Kriterium ist immer: Ist der Wagen dicht - d.h. trocken? Erst die Geruchsprobe - wenn es stinkt= Hände weg! Wenn zum Besichtigungstermin der Wagen mit geöffneten Fenstern präsentiert wird= Finger weg! Dann schau in wirklich jede Ecke! Beim Händler lässt Du ihn die Feuchtigkeit der Wände messen und schaust ihm über die Finger, bei privat kaufst Du Dir im Baumarkt selbst einen Feuchtigkeitsmesser (liegt bei 20,-) und misst selbst - Vorsicht: Die Dinger machen bei jeder Messung zwei ganz kleine Löcherchen in die Wand, immer hinter den Gardinen messen ;).

    Zu den Marken: Immer ein Stück "Glaubensfrage" und zudem liegt sehr viel an der Pflege. Ein Wohnwagen des Topherstellers, der 20 Jahre als Festcamper draussen stand ist wahrscheinlich weiter runter, als ein "Billigprodukt", dass immer in der trockenen Scheune stand und nur einmal im Jahr 3 Wochen nach Südfrankreich "musste".

    Zu den Top-Marken mit breiterem Angebot gehören Tabbert, Eriba-Hymer und Fendt. Tabbert und Fendt haben offenbar recht stabil gebaut, da leben einfach noch ziemlich viele Wagen, allerdings hatten sie recht lange den klassischen Holzskelett-Aufbau, der bei Feuchtigkeit recht schnell weggammelt. Tabbert hat seit den 70ern ein patentiertes Doppeldach, auch das sorgt wohl neben anderen Dingen für eine lange Haltbarkeit. Eriba war einer der ersten, der mit der "Nova" genannten Baureihe einen Aufbau in "Sandwich"-Bauweise angeboten hat. Diese Bauweise ist weniger sensibel auf Feuchtigkeit und hat sich als sehr dauerhaltbar erwiesen.

    Ich wünsche viel Erfolg bei der Suche!

  • 20 weitere Antworten
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    20 Antworten
    am 15. August 2012 um 10:44

    Da kommen wir wieder zum springenden Punkt.

    Auf der Strasse wirst du über kurz oder lang Ärger bekommen, irgendein Nachbar/Anwohner wird dich anschmieren, oder du bekommst die Reifen platt gestochen, den Wagen aufgebrochen usw.

    Unterstellen..... naja ein Abstellplatz müßte reichen, denn wenn du ein Dach darüber möchstest übersteigen die Mietkosten schnell den Kaufpreis. Ich kenne die Münchner Mietpreise nicht, denke aber unter 70.- Euro / Monat wirst du keinen Dachplatz bekommen.

    Meine Kriterien sind bzw. waren als wir gesucht haben:

    Möglichst ein geschotterter/gepflasterter Platz, keine Wiese. Denn auf einer Wiese hast du immer Feuchtigkeit von unten, wenn es feucht ist könntest du Probleme beim rein und rausfahren bekommen ( durchdrehende Räder) und bei Schnee ist es auch nicht gerade günstig.

    Bedenke ein gut belüfteter Offenplatz ist alle mal einer geschlossenen muffigen Halle vorzuziehen. Wenn das unter Dach stellen die optimale Lösung wäre warum haben dann die Händler keine Dächer?

    UNO

    Themenstarteram 15. August 2012 um 11:19

    Zitat:

    Original geschrieben von UNO-1960

    Da kommen wir wieder zum springenden Punkt.

    Auf der Strasse wirst du über kurz oder lang Ärger bekommen, irgendein Nachbar/Anwohner wird dich anschmieren, oder du bekommst die Reifen platt gestochen, den Wagen aufgebrochen usw.

    Unterstellen..... naja ein Abstellplatz müßte reichen, denn wenn du ein Dach darüber möchstest übersteigen die Mietkosten schnell den Kaufpreis. Ich kenne die Münchner Mietpreise nicht, denke aber unter 70.- Euro / Monat wirst du keinen Dachplatz bekommen.

    Meine Kriterien sind bzw. waren als wir gesucht haben:

    Möglichst ein geschotterter/gepflasterter Platz, keine Wiese. Denn auf einer Wiese hast du immer Feuchtigkeit von unten, wenn es feucht ist könntest du Probleme beim rein und rausfahren bekommen ( durchdrehende Räder) und bei Schnee ist es auch nicht gerade günstig.

    Bedenke ein gut belüfteter Offenplatz ist alle mal einer geschlossenen muffigen Halle vorzuziehen. Wenn das unter Dach stellen die optimale Lösung wäre warum haben dann die Händler keine Dächer?

    UNO

    Hi Uno, Hi Stier,

    Eine Halle oder zumindest ein Dach wäre schon angebracht. Ich will den WW nicht ganz schutzlos den Elementen aussetzen. Schließlich soll er um einiges länger an dieser Stelle stehen, als ein Auto auf dem Händler-Gelände. Und was allein die Sonne mit Lack anstellen kann, habe ich bei meinem Fahrrad gesehen. :D

    Wir sind offen für alles - außer eben dem Straßenrand. Die von Dir genannten Gründe spielen hier, neben dem Wetter, ebenfalls eine Rolle.

    Die Suchfunktion hier habe ich schon in Anspruch genommen. Kam leider nichts bei raus. Zumindest nicht für München :)

    Viele Grüße,

    Mischa

    unserer steht jetzt seit 12 Jahren unter der Sonne.........

    Dem weißen Einbrennlack und den SCheiben tut das bisher nix.

    Die Polster bleichen aus, daher machen wir jetzt Rolos runter.

    Die Aufkleber sind blasser geworden.

    am 16. August 2012 um 17:31

    Tach!

    Das Unterstellen eines WoWas kann man eigentlich überall in D günstig bei einem Bauern machen. Die Dinger sind als regenabweiser für den menschen gebaut, also können sie auch draussen stehen. Besser werden sie davon allerdings nicht.

    Kurz zu unseren WoWa-Erfahrungen:

    Hymer Eriba aus ca. 1983.

    Gekauft Ende 2009 bei Ebay vom Zweitbesitzer mit neuem TÜV für ca. 500 Eur.

    Innen alles alt, aber sauber.

    Geruch ging so. Muffeln sollen sie nicht, dann sind sie undicht.

    Reifen unglaublich antik.

    Aussen sonst für den ungeübten Blick o.k.

    Wir haben dann investiert:

    - 12 V Beleuchtung und alte Autobatterie mit Ladegerät, angeschlossen an den 220V Außenanschluss.

    - neue Polsterbezüge, mit Ikea-Stoff selbst gemacht.

    - neue Reifen.

    - Blinkerbinchen (der Vollständigkeit halber...)

    Dann ging´s im Winter 2009/2010 nach Frankreich und Italien. 5.000 Km an meinem Jeep.

    Auf dem Rückweg in Ventimiglia stellte ich fest, dass sich der weiße Aufbau vom Holzgestell löste.

    Zu viel Gas, zu schlechte Straßen, zu viel Wasser von den breiten Reifen direkt an die Unterkante.

    Wir schafften es noch nach München. Dort habe ich das Ding dann für 500 Eur weiterverkauft, nachdem ich die neue Innenelektrik wieder ausgebaut hatte. Ist noch zu haben...

    Mein Fazit: der WoWa an sich war o.k. Platz ohne Ende.

    Der Vorbesitzer hatte die hintere Sitzgruppe mittels Lattenrost zu einem festen 140 x 200 Bett umfunktioniert. Schlafen wie daheim.

    Die Kälte im Winter am Atlantik war kein großes Thema.

    Innen gab es vorne noch eine 4er Sitzgruppe. In der Mitte Küche und Bad. Wobei das Bad winzig war und man die Toilette (Porta Potti) nur bei geöffneter Tür benutzen konnte, Die Beine hingen raus....

    Kühlschrank u.s.w. war alles vorhanden. 220V und Gas. Also kein autharkes Campen mit 12V. Daher auch die Autobatterie und die 12V LED-Leuchten, so dass man wenigstens lesen konnte.

    Die Gasheizung arbeitet nur mit einem elektrischen Ventilator zur Luftverteilung vernünftig. Dieser lief nur mit 220 V.

    Das Schleichen mit 80 Km/h ist jedoch nichts für mich. 140 auf der Autobahnund 120 auf Straßen 3. Ordnung packt ein alter WoWa nicht lange.

    Prüft also die gewünschte Reise-V, bevor Ihr einen WoWa kauft.

    Ein alter WoWa wie unserer ist billiger als mieten.

    Schaut halt auch den Boden genau an.

    Schönen urlaub!

    M. D.

    P.S.: wir haben dann einen neuen Campingbus gekauft. Funktioniert authark und läuft 160...

     

    Zitat:

    @VentoRenner schrieb am 23. April 2012 um 20:47:02 Uhr:

    Dem würde ich auch dringend zustimmen. Ohne auf die Größe zu gucken ist die unterste Schmerzgrenze für einen WW bei 3000 Euro. Wir haben einen für 2000 bei Ebay gekauft und haben zuletzt 800 Euro für Ersatzteile (Bremse incl. Bremszügen, Reifen, Auflaufdämpfer, usw.) investiert. Nachdem alles fertig war haben wir festgestellt, dass das Fahrgestell gebrochen war...

    Tipp daher: Niemals!!! Aber auch niemals einen WW mit Fahrgestell von Peitz kaufen. Die sind unter anderem unter vielen Hobby Wohnwagen aus den 90ern. Es gibt kaum Ersatzteile und der Längsträger ist eine tickende Zeitbombe. Manche Peitz sind besser, ich beziehe mich auf die Fahrgestelle, welche von vorne bis hinten einen immer gleich dicken Träger haben. Da ist eine Sollbruchstelle reinkonstruiert! Ich (als Maschinenbau - Ingenieur) bin bald an die Decke gegangen als ich das gesehen hab...

    Das mit dem Mieten würde ich auch empfehlen, muss ja nicht lange sein und zum Probieren reicht der nächstbeste Campingplatz um die Ecke.

    Gewicht sollte beim Touran kaum ein Problem sein, die schweren Sachen könnt ihr ins Auto packen und die leichten großen in den Wohnwagen.

    Bei kleinen Kindern würde ich vielleicht noch auf eine (funktionierende) Heizung achten, damit es in kalten Nächten nicht kalt wird. Duschen sind gerade bei alten WW selten und dann oft gammelig. Besser einen ohne kaufen!

    Ein Bad ist allerdings gerade bei Frauen immer gern gesehen, da kann man mal schnell rein und in den Spiegel gucken, notfalls die Toilette nutzen usw...

    Viel Erfolg bei der Suche!

    Mmmh: sieben Jahre zu spät.

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